Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Security
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Qubits teleportieren: So funktioniert…

Wenn Bob erst sein Qubit über ein CNOT-Gatter

Anzeige
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Wenn Bob erst sein Qubit über ein CNOT-Gatter

    Autor: Brotbüchse aus Blech 19.06.17 - 13:10

    mit dem Vermittlerqubit verschränkt und es anschließend an Alice zurückschickt, damit diese ihr Qubit auch damit verschränken kann, kann (sofern der Vorgang mit den CNOT Gatter das Vermittlerqubit nicht verändert) Eve doch als man (oder woman) in the middle dasselbe tun, d.h.ihr zu 0 initiertes Qubit über ein CNOT-Gatter mit dem abgefangenen Vermittlerqubit verschränken und dieses dann weiter zu Alice schicken?

    Natürlich benötigt sie dann trotzdem (genau wie Bob) noch den "offenen" Teil der Kommunikation.

    Das wäre dann aber doch zu trivial, als das ausgerechnet ich das als erster bemerken würde. ;-) Wo also liegt mein Denkfehler?

  2. Re: Wenn Bob erst sein Qubit über ein CNOT-Gatter

    Autor: dsleecher 19.06.17 - 13:31

    Ich bin auch kein Experte, aber soweit ich das verstanden habe, liegt dein Denkfehler im Satz
    > und dieses dann weiter zu Alice schicken

    Eine verschränkung lässt sich eben nicht kopieren, sondern nur ein Mal herstellen, in dem Moment wo Eve das abfängt ist das Transportqubit "verbraucht" und kann nicht mehr weitergeschickt werden.

    Allerdings kann sie immer noch einen vollständigen MitM durchführen, und sich Alice gegenüber als Bob ausgeben, und Bob gegenüber als Alice und die Nutzdaten zwischedrin ent- und dann wieder verschlüsseln. Das geht immer (wie auch im letzten Satz angedeutet).
    Quantenteleportation löst also das Problem der Vertraulichkeit und der Integrität der Daten, allerdings NICHT der Authenzität (also dass der Empfänger auch tatsächlich der ist, für den man ihn hält) Das muss durch andere Verfahren gewährleistet werden

  3. Re: Wenn Bob erst sein Qubit über ein CNOT-Gatter

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 19.06.17 - 13:33

    Die Antwort auf deine Frage ist der Satz davor: "Als nächstes verschränken Alice und Bob ihre beiden Qubits über ein CNOT-Gatter mit ihrer Hälfte des verschränkten Photonenpaars. Oder Bob verschränkt erst sein Qubit[...]"

    Wenn Bob nur ein Photon zugeschickt bekommt, dann kann Eve das Photon abfangen und mit einem eigenen Qubit verschränken. Aber dann schickt Bob seine Hälfte des Photonenpaars nicht an Alice zurück um anschließend dessen Zustand zu messen, sondern macht die Messung einfach selbst.

    Natürlich könnte Eve auch selbst die Messung durchführen, aber dann zerstört sie den Quantenzustand und das würde Bob bemerken. Umgekehrt kommt Eve nicht an das fehlende Bit zur Rekonstruktion des Qubitzustandes, wenn Bob die Messung durchführt.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Raumfahrt Podcast http://countdown-podcast.de/

  4. Re: Wenn Bob erst sein Qubit über ein CNOT-Gatter

    Autor: Brotbüchse aus Blech 19.06.17 - 13:44

    Dann ist aber dieser Satz zumindest ungenau:
    "Oder Bob verschränkt erst sein Qubit über ein CNOT-Gatter mit dem Vermittlerqubit und schickt es anschließend zurück, damit Alice ihr Qubit mit dem Vermittlerqubit verschränken kann."

    IMHO müßte der dann doch so lauten:
    "Oder Bob verschränkt erst sein Qubit über ein CNOT-Gatter mit einem der Photonen des Vermittlerqubits und schickt anschließend das andere (Photon des Vermittlerqubits) zurück, damit Alice ihr Qubit damit verschränken kann.

    Oder?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.06.17 13:46 durch Brotbüchse aus Blech.

  5. Re: Wenn Bob erst sein Qubit über ein CNOT-Gatter

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 19.06.17 - 15:14

    Nö. Die beiden verschränkten Photonen können von sonstwoher kommen. Zum Beispiel einem chinesischen Satelliten im Orbit. Das hin- und herschicken des Qubits ist nur eine Krücke, mit der es auch möglich ist das gleiche zu erreichen.

    Wenn man irgendwann in einem größeren Quantencomputer den Zustand eines Qubits von einer Ecke des Computerchips in die andere Ecke teleportieren will, dann kann das der Quantencomputer dadurch ganz belieblig mit "Bordmitteln" machen, ohne dass man noch zusätzliche Geräte mit verschränkten Photonenpaaren oder ähnlichem für die Quantenteleportation einbauen muss.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Raumfahrt Podcast http://countdown-podcast.de/

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Anzeige
Stellenmarkt
  1. T-Systems International GmbH, Darmstadt
  2. Ratbacher GmbH, Frankfurt
  3. T-Systems International GmbH, verschiedene Standorte
  4. operational services GmbH & Co. KG, verschiedene Standorte, deutschlandweit

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 109,99€/119,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 15,99€
  3. 7,49€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Starcraft Remastered: "Mit den Protoss kann man seinen Gegner richtig nerven!"
Starcraft Remastered
"Mit den Protoss kann man seinen Gegner richtig nerven!"
  1. Blizzard Der Name Battle.net bleibt
  2. Blizzard Overwatch bekommt Deathmatches
  3. E-Sport Blizzard nutzt Gamescom für europäische WoW-Finalspiele

Game of Thrones: Die Kunst, Fiktion mit Wirklichkeit zu verschmelzen
Game of Thrones
Die Kunst, Fiktion mit Wirklichkeit zu verschmelzen
  1. HBO Nächste Episode von Game of Thrones geleakt
  2. Hack Game-of-Thrones-Skript von HBO geleakt
  3. Game of Thrones "Der Winter ist da und hat leider unsere Server eingefroren"

Radeon RX Vega 64 im Test: Schnell und durstig mit Potenzial
Radeon RX Vega 64 im Test
Schnell und durstig mit Potenzial
  1. Workstation AMD bringt Radeon Pro WX 9100
  2. Grafikkarte Radeon RX Vega 64 kostet 500 US-Dollar
  3. Grafikkarte Erste Tests der Radeon Vega FE durchwachsen

  1. Smartphone: Essential Phone kommt mit zwei Monaten Verspätung
    Smartphone
    Essential Phone kommt mit zwei Monaten Verspätung

    Android-Pionier Andy Rubin hat neue Details zum Essential Phone enthüllt. Das im Mai 2017 vorgestellte Oberklasse-Smartphone soll in zwei Wochen ausgeliefert werden - mit einer Verzögerung von zwei Monaten. Zudem gibt es Details zu geplanten Updates.

  2. Touch-ID deaktivieren: iOS 11 bekommt Polizei-Taste
    Touch-ID deaktivieren
    iOS 11 bekommt Polizei-Taste

    In iOS 11 baut Apple eine Funktion ein, mit der Touch-ID schnell deaktiviert werden kann. Mit schnellem Betätigen der Einschalttaste werden das Notrufmenü aktiviert und der Fingerabdruckscanner abgeschaltet.

  3. Alternative Antriebe: Hyundai baut Brennstoffzellen-SUV mit 580 km Reichweite
    Alternative Antriebe
    Hyundai baut Brennstoffzellen-SUV mit 580 km Reichweite

    Hyundai hat sein zweites SUV mit Brennstoffzelle vorgestellt. Außerdem wird der Kona elektrifiziert. Er soll auch in Deutschland verkauft werden und wie der Ioniq 2018 mit 390 km Reichweite glänzen.


  1. 08:36

  2. 07:30

  3. 07:16

  4. 17:02

  5. 15:55

  6. 15:41

  7. 15:16

  8. 14:57