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Haben die Dinger denn überhaupt eine aktive Lageregelung?

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  1. Haben die Dinger denn überhaupt eine aktive Lageregelung?

    Autor: Mel 11.08.18 - 20:51

    Zur Änderung des Kurses bräuchte man doch zumindest ein Reaction Control System (aka Kaltgasdüsen) und die dürften bei der Baugröße nicht drinnen sein. Wenn überhaupt sind da Schwungräder verbaut.

  2. Re: Haben die Dinger denn überhaupt eine aktive Lageregelung?

    Autor: RipClaw 11.08.18 - 22:15

    Mel schrieb:
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    > Zur Änderung des Kurses bräuchte man doch zumindest ein Reaction Control
    > System (aka Kaltgasdüsen) und die dürften bei der Baugröße nicht drinnen
    > sein. Wenn überhaupt sind da Schwungräder verbaut.

    Cubesats nutzen für gewöhnlich das Magnetfeld der Erde zur Lageregelung. Die Komponente dafür nennt sich Magnettorquer.

    Vom Raumzeit Podcast gab es mal eine recht gute Folge zu Kleinsatelliten:

    [raumzeit-podcast.de]

  3. Re: Haben die Dinger denn überhaupt eine aktive Lageregelung?

    Autor: Mel 12.08.18 - 07:22

    Ja eben, damit kannst du nur die Ausrichtung des Dings ändern. Um aber den Kurs zu beeinflussen braucht man einen Antrieb, das ist eine ganz andere Liga.

    Ganz nebenbei: Selbst wenn man einen Cubesat mit 200 m/s möglicher Geschwindigkeitsänderung hat - man trifft damit nichts. Ziele im Weltall zu treffen ist gelinde gesagt schwierig. Das geht vielleicht noch wenn du Radarstationen hast welche dir die Bahn des Zieles und die eigene präzise vermessen können, aber selbst dann ist die Ausrichtung des Cubesats viel zu ungenau um präzise anfliegen zu können. Wers nicht glaubt starte bitte KSP und versucht ein Dockingmanöver aus 2 km Entfernung.

  4. Re: Haben die Dinger denn überhaupt eine aktive Lageregelung?

    Autor: RipClaw 12.08.18 - 10:42

    Mel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja eben, damit kannst du nur die Ausrichtung des Dings ändern. Um aber den
    > Kurs zu beeinflussen braucht man einen Antrieb, das ist eine ganz andere
    > Liga.
    >
    > Ganz nebenbei: Selbst wenn man einen Cubesat mit 200 m/s möglicher
    > Geschwindigkeitsänderung hat - man trifft damit nichts. Ziele im Weltall zu
    > treffen ist gelinde gesagt schwierig. Das geht vielleicht noch wenn du
    > Radarstationen hast welche dir die Bahn des Zieles und die eigene präzise
    > vermessen können, aber selbst dann ist die Ausrichtung des Cubesats viel zu
    > ungenau um präzise anfliegen zu können. Wers nicht glaubt starte bitte KSP
    > und versucht ein Dockingmanöver aus 2 km Entfernung.

    Die Dinger sind zu kurzlebig als das da großartige Kursänderungen gemacht werden. Darum werden da in der Regel auch keine Schubdüsen oder ähnliches verbaut da der Kram zu viel Platz verbrauchen würde.

    Es stimmt schon das es extrem schwierig ist damit gezielt was zu treffen aber auch ohne gezielte Kursänderungen zu machen kann man irgendwann mal irgendwas zu treffen. Weltraumschrott hat schon manches mal Satelliten gekillt und das hat mehr Weltraumschrott produziert.

    Ich glaube das skizzierte Schreckens-Szenario sollte einfach mal etwas Aufmerksamkeit auf das Thema Sicherheit lenken. Ich denke keiner mag es wenn ein Satellit plötzlich von jemand anderen kontrolliert wird der damit Unfug anstellt.

  5. Re: Haben die Dinger denn überhaupt eine aktive Lageregelung?

    Autor: Mel 13.08.18 - 10:18

    RipClaw schrieb:
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    > Mel schrieb:
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    > > Ja eben, damit kannst du nur die Ausrichtung des Dings ändern. Um aber
    > den
    > > Kurs zu beeinflussen braucht man einen Antrieb, das ist eine ganz andere
    > > Liga.
    > >
    > > Ganz nebenbei: Selbst wenn man einen Cubesat mit 200 m/s möglicher
    > > Geschwindigkeitsänderung hat - man trifft damit nichts. Ziele im Weltall
    > zu
    > > treffen ist gelinde gesagt schwierig. Das geht vielleicht noch wenn du
    > > Radarstationen hast welche dir die Bahn des Zieles und die eigene
    > präzise
    > > vermessen können, aber selbst dann ist die Ausrichtung des Cubesats viel
    > zu
    > > ungenau um präzise anfliegen zu können. Wers nicht glaubt starte bitte
    > KSP
    > > und versucht ein Dockingmanöver aus 2 km Entfernung.
    >
    > Die Dinger sind zu kurzlebig als das da großartige Kursänderungen gemacht
    > werden. Darum werden da in der Regel auch keine Schubdüsen oder ähnliches
    > verbaut da der Kram zu viel Platz verbrauchen würde.
    >
    > Es stimmt schon das es extrem schwierig ist damit gezielt was zu treffen
    > aber auch ohne gezielte Kursänderungen zu machen kann man irgendwann mal
    > irgendwas zu treffen. Weltraumschrott hat schon manches mal Satelliten
    > gekillt und das hat mehr Weltraumschrott produziert.

    Der Cubesat ist ohnehin in der Umlaufbahn, da ändert sich nichts wenn der gehackt wird.

    Die Umlaufbahnen von Cubesats werden zudem natürlich bewusst so gewählt das diese nach wenigen Jahren abstürzen.

    > Ich glaube das skizzierte Schreckens-Szenario sollte einfach mal etwas
    > Aufmerksamkeit auf das Thema Sicherheit lenken. Ich denke keiner mag es
    > wenn ein Satellit plötzlich von jemand anderen kontrolliert wird der damit
    > Unfug anstellt.

    Das ist ja der springende Punkt: Du kannst schlicht keinen Unfug damit anstellen.

  6. Re: Haben die Dinger denn überhaupt eine aktive Lageregelung?

    Autor: RipClaw 15.08.18 - 11:18

    Mel schrieb:
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    > RipClaw schrieb:
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    > > Mel schrieb:
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    > > > Ja eben, damit kannst du nur die Ausrichtung des Dings ändern. Um aber
    > > den
    > > > Kurs zu beeinflussen braucht man einen Antrieb, das ist eine ganz
    > andere
    > > > Liga.
    > > >
    > > > Ganz nebenbei: Selbst wenn man einen Cubesat mit 200 m/s möglicher
    > > > Geschwindigkeitsänderung hat - man trifft damit nichts. Ziele im
    > Weltall
    > > zu
    > > > treffen ist gelinde gesagt schwierig. Das geht vielleicht noch wenn du
    > > > Radarstationen hast welche dir die Bahn des Zieles und die eigene
    > > präzise
    > > > vermessen können, aber selbst dann ist die Ausrichtung des Cubesats
    > viel
    > > zu
    > > > ungenau um präzise anfliegen zu können. Wers nicht glaubt starte bitte
    > > KSP
    > > > und versucht ein Dockingmanöver aus 2 km Entfernung.
    > >
    > > Die Dinger sind zu kurzlebig als das da großartige Kursänderungen
    > gemacht
    > > werden. Darum werden da in der Regel auch keine Schubdüsen oder
    > ähnliches
    > > verbaut da der Kram zu viel Platz verbrauchen würde.
    > >
    > > Es stimmt schon das es extrem schwierig ist damit gezielt was zu treffen
    > > aber auch ohne gezielte Kursänderungen zu machen kann man irgendwann mal
    > > irgendwas zu treffen. Weltraumschrott hat schon manches mal Satelliten
    > > gekillt und das hat mehr Weltraumschrott produziert.
    >
    > Der Cubesat ist ohnehin in der Umlaufbahn, da ändert sich nichts wenn der
    > gehackt wird.

    > Die Umlaufbahnen von Cubesats werden zudem natürlich bewusst so gewählt das
    > diese nach wenigen Jahren abstürzen.

    Du gehst immer von aktuellen Modellen und aktuellen Szenarien aus. Cubesats werden als das Modell der Zukunft angesehen. Da werden dann auch längerfristig nutzbare Cubesats kommen die dann in Umlaufbahnen geparkt werden die eine bessere Lagekontrolle erfordern.

    Beispielsweise wurde inzwischen bei einer Mars Mission auch Cubesats eingesetzt. Die haben auch ein aktives Antriebssystem so das ihre Umlaufbahnen ändern können.

    > > Ich glaube das skizzierte Schreckens-Szenario sollte einfach mal etwas
    > > Aufmerksamkeit auf das Thema Sicherheit lenken. Ich denke keiner mag es
    > > wenn ein Satellit plötzlich von jemand anderen kontrolliert wird der
    > damit
    > > Unfug anstellt.
    >
    > Das ist ja der springende Punkt: Du kannst schlicht keinen Unfug damit
    > anstellen.

    Vielleicht mit den aktuellen Modellen nicht aber es wird an der Miniaturisierung von Komponenten gearbeitet so das ein zukünftiges Modell vielleicht über die volle Ausstattung von dem verfügen was heute ein ausgewachsener Satellit hat.
    Es ist wie so oft bei rein theoretischen Angriffsszenarien. Irgendwann stellt man fest das dieses Angriffsszenario inzwischen tatsächlich möglich ist aufgrund der Weiterentwicklung.

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