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190.000 Euro sollen an den TÜV für eine Prüfung der Software geflossen

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  1. 190.000 Euro sollen an den TÜV für eine Prüfung der Software geflossen

    Autor: Prinzeumel 22.09.17 - 18:19

    ...super. dann ist ja alles gut. Der hat auch beim diesel nichts problematisches gefunden gehabt, oder? ^^

    Wollte eigentlich sagen das sie lieber den ccc drüber schauen lassen sollen. Aber ich glaube die werden aus Prinzip, zum glück, da nichts für gut befinden. xD

  2. Re: 190.000 Euro sollen an den TÜV für eine Prüfung der Software geflossen

    Autor: mnehm1 22.09.17 - 19:10

    Der Staat zahlt den preis, wen juckt es? Sind nur Steuergelder.
    Wobei die Frage ist, was ist so eine TÜV Prüfung wert?
    Als unsere Firma damals den Versuch der Postzustellung machte , hatten sie auch eine TÜV Organisation geholt um sich zertifizieren zu lassen.
    Da wurde sich die , schöne Aufgeräumte, Hauptniederlassung angeguckt und ein hervorragendes Diplom ausgestellt wie gut und zuverlässig der Service sei. In die Zweigstellen, die in die Tochterfirmen unserer Firma ausgelagert worden waren, hat nie wer geguckt. Da lag die Post dann teilweise 1-3 Wochen. Aber die Firma hatte ein Zertifikat über gute zuverlässige Zustellung :)

  3. Re: 190.000 Euro sollen an den TÜV für eine Prüfung der Software geflossen

    Autor: Sharra 22.09.17 - 20:16

    Ein TÜV-Siegel in Sachen IT ist die Pixel nicht wert, mit denen es dargestellt wird.
    Da wird nach Vorgabe des Kunden geprüft, und nicht nach wissenschaftlichen Standards.
    Wenn der Kunde verlangt, dass der Büro-Mülleimer angeschaut wird, und man darauf auf die Sauberkeit der Kantine schließen will, dann unterschreibt der TÜV, dass der Mülleimer sauber war.

    Da die Prüfkriterien, und die Zwischenergebnisse nirgends veröffentlicht werden, ist das einzig und allein eine gute Geldquelle für den TÜV, und für den Auftraggeber eine hübsche Plakette, dank welcher er mit dem guten Ruf des TÜV werben kann.
    Allerdings zerlegt sich der TÜV hier systematisch selbst. Glaubwürdigkeit ist bereits jetzt im freien Fall.

  4. Re: 190.000 Euro sollen an den TÜV für eine Prüfung der Software geflossen

    Autor: User_x 23.09.17 - 09:18

    Und Zertifizierungen selbst sind später eine Hürde.

    Eine Zertifizierung verhindert meist neuere, einfachere Prozesse und Lösungen, weil man sich scheut eine Neuzertifizierung durchzuführen, da die ja mit Kosten verbunden ist.

    Also muss man sich an etwas halten, für das bereits eine bessere Lösung existiert, nur um die Zertifizierung aufrecht zu erhalten.

  5. Re: 190.000 Euro sollen an den TÜV für eine Prüfung der Software geflossen

    Autor: chefin 25.09.17 - 09:22

    Abseit der Polemik die hier verbeitet wird.

    eine solche TÜV-Prüfung soll nicht zeigen, das die Software funktioniert. Sondern das die Software bestimmte Dinge macht. Und ja, das ist reine Vorgabe des Herstellers. Es muss nicht veröffentlicht werden. Es dient nur dazu, vor Gericht ein Zertifikat vorzuweisen und dem Gericht nachzuweise, das bestmmte Punkte erfüllt werden.

    Sagen kann man alles, das Gericht hätte nicht die Kompetenz es zu prüfen. Eine nachträgliche Prüfung wäre im Falle, das die Software etwas anderes macht, leicht zu manipulieren. Man übergibt einfach eine Dummysoftware die diese Effekte nicht hat.

    Das ist nicht mehr Möglich, wenn die Software zertifiziert ist. Dann wird im TÜV-Bericht auch beschrieben wie man die Softwareauthentizität prüfen kann. Man müsste also jetzg im TÜV-Büro die Unterlagen fälschen um da wieder raus zu kommen.

    Der TÜV hat nie gesagt, das die Diesel nicht betrügen. Das war auch nie als Prüfung für die Zulassung gefordert. Sondern es wurde ein Aufgabenkatalog geprüft. Und dann vom Hersteller unterschreiben lassen, das diese Aufgaben nicht durch spezielle Softwaremanipulationen gemeistert wurden. Und weil die Hersteller das so unterschrieben haben, kann man ihnen den Arsch aufreisen.

    Oder warum meint ihr, das die ganzen deutschen Hersteller plötzlich 6000 oder 10.000 Euro Rabatt auf ihre Autos geben. Aber nur, wenn man alte Diesel entsorgt. Aber das merken eben nur Menschen die das gelesene auch verarbeiten und nicht nur konsumieren

  6. Re: 190.000 Euro sollen an den TÜV für eine Prüfung der Software geflossen

    Autor: Sharra 25.09.17 - 12:13

    Grundsätzlich hast du natürlich recht. Im Detail wird es dann aber absurd.
    1. wirbt die Firma einfach pauschal mit "TÜV geprüft", und suggeriert damit, dass ALLES in Ordnung ist. Das Siegel sagt eben nichts aus, wirkt aber mächtig.
    2. macht der TÜV eine Momentaufnahme. Zum Zeitpunkt der Prüfung, und an den Systemen, zu denen sie Zugang hatten, war alles nach Vorgabe. Ob dahinter noch ein Cluster steht, der ihnen nicht zugänglich war, und auf alles scheißt, was vorne eingehalten wird, weiss der TÜV gar nicht. Und ob dann morgen ein völlig anderes System in den Livebetrieb geht, entzieht sich auch jeglicher Prüfung.

  7. Re: 190.000 Euro sollen an den TÜV für eine Prüfung der Software geflossen

    Autor: User_x 25.09.17 - 22:28

    Im Geschäftsalltäglichem ja, hier sprechen wir aber von einem Tool das Beweise liefern soll. Bekanntlich wird man alles dafür machen...

  8. Re: 190.000 Euro sollen an den TÜV für eine Prüfung der Software geflossen

    Autor: bombinho 26.09.17 - 17:47

    Hier wuerde mich interessieren, wie man ueberpruefen soll, dass der beamte auch nur die TÜV-gepruefte Software und kein neuere Version mit ungeprueften Eigenschaften genutzt hat. Oder gar eine mit gleichem Namen, gar vom gleichen Hersteller zertifiziert, mit gleicher Versionskennung etc.? Soll der Beamte den Unterschied sehen koennen? Der Richter, der die Beweise auswertet?

    Die Antwort hast Du wohl schon unfreiwillig mit dem Dieselbeispiel gegeben, kann man wohl nicht. Und nur wenn tatsaechlich mal der Nachweis erfolgt, dann muss man auch mal mit dem Finger drohen und boese gucken.

    So ganz nebenbei kommt bei jedem Einsatz eine Cyberwaffe in Umlauf, die sich recht problemlos vervielfaeltigen laesst.

  9. Re: 190.000 Euro sollen an den TÜV für eine Prüfung der Software geflossen

    Autor: User_x 26.09.17 - 23:43

    Selbst wenn das Tool TÜV-Geprüft sein sollte, spricht nichts gegen Plug-Ins oder Add-Ons oder egal wie die Programmerweiterungen sich dann nennen sollten, fällt sogar evtl. gar nicht auf, da ja nur die Rede vom Hauptprogramm ist?

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