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Wenn ich eine Dashcam hätte...
Autor: Airblader 19.05.16 - 07:58
... Und ihr vor mir in einen Unfall verwickelt werdet, dann möchte ich mal sehen, wer das Video als Beweis ablehnen möchte, wenn das Video euch entlasten würde.
Ich bin erst vor ein paar Tagen hinter einem Auto gefahren dessen Fahrer so betrunken war dass er mehrfach in den Gegenverkehr gefahren ist und dutzende Male fast Leute umgebracht hat. Natürlich habe ich die Polizei gerufen, aber letztlich, nachdem er parkte, war es halt Aussage gegen Aussage. Sollten solche Menschen ungestraft davonkommen, nur weil sie Glück hatten dieses Mal niemanden zu töten?
Das Szenario dass nur noch Freizeit-Sheriffs herumlaufen und Leute anzeigen halte ich für arg weit hergeholt. Da finde ich die Vorteile sowohl zur Belastung als auch Entlastung durch Videos einfach stärker als eine Hand voll Sheriffs in Deutschland. -
Re: Wenn ich eine Dashcam hätte...
Autor: motzerator 19.05.16 - 14:44
Airblader schrieb:
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> Das Szenario dass nur noch Freizeit-Sheriffs herumlaufen und
> Leute anzeigen halte ich für arg weit hergeholt.
Dann sollen die Leute sich eben an die Regeln halten. -
Re: Wenn ich eine Dashcam hätte...
Autor: Emulex 19.05.16 - 14:57
Die Argumentation zieht sich in den nächsten Stufen aber bis zur lückenlosen Überwachung eines jeden Verkehrsteilsnehmers.
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Re: Wenn ich eine Dashcam hätte...
Autor: e_fetch 19.05.16 - 15:18
Dashcams sind eine andere Sache, als z.B. fest installierte Überwachungskameras (die ich aus Datenschutzsicht für gefährlicher halte).
Wie soll Überwachung mit Dashcams funktionieren?
Soll mir Fritzchen Müller mit der Dashcam hinterherfahren oder sollen alle Dashcams vernetzt werden und die Daten dann irgendjemandem zur Verfügung gestellt werden?
Da habe ich mehr Angst vor den Daten, die jetzt schon von modernen Fahrzeugen an die Autohersteller übertragen werden (und das werden noch mehr).
Nur meckert da keiner. Ist ja schick, so vernetzt zu sein.
Emulex schrieb:
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> Die Argumentation zieht sich in den nächsten Stufen aber bis zur
> lückenlosen Überwachung eines jeden Verkehrsteilsnehmers. -
Re: Wenn ich eine Dashcam hätte...
Autor: Emulex 19.05.16 - 15:30
Ich meinte die Argumentation, dass dieser und jener nicht straffrei davonkommen dürfen, um Überwachung zu rechtfertigen.
Wenn du dich schon beim Auto echauffierst was übertragen wird: Dein Smartphone macht das in einer sehr sehr viel bedenklicheren Art und Weise. -
Re: Wenn ich eine Dashcam hätte...
Autor: flasherle 19.05.16 - 15:49
du vergisst die übereifrigen rentner, die alle in die pfanne hauen, nur weil denen langweilig ist. das überlastet nicht nur polizei und gerichte, sondern ist auch datenschutzrechtlich mehr als zweifalhaft...
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Re: Wenn ich eine Dashcam hätte...
Autor: My1 20.05.16 - 12:25
naja aber die können ja nur die in die pfanne hauen die sich falsch verhalten, und wenn der renter selbst was falsch macht, hat er selbst das ei.
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Dashcams werden irgendwann Standard
Autor: Kitesurferin 20.05.16 - 14:57
Ich denke auch, aktuell regen sich noch viele auf .. aber in 5 Jahren wird eine Autokamera in jedem Neuwagen sein. als Frontkamera beim Einparken, um Verkehrsschilder zu erkennen aber eben auch als Unfalldatenspeicher. In dem Zusammenhang. Jedes Flugzeug hat eine Blackbox ... viele Firmenwagen ebenfalls.
aber Otto Mustermann möchte noch nicht einmal eine Kamera haben?
Na ja wenn man sich mal die Rechtsprechung der letzten Jahre ansschaut, geht diese ja immer weiter zu einer Rechtfertigung für Kameras: https://www.tipronet.net/news/auto-kamera-erfahrungen-tipps/ -
natürlich
Autor: flasherle 24.05.16 - 13:15
geht das nur wenn man einen fehler macht. aber wenn jeder schwachsinn, wie mal ne geschlossene linie beim abbiegen überfahren oder mal 5 km/h zu schnell sein, angezeigt wird, dann gibt das eine immense uberlastung aller behörden
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Re: natürlich
Autor: My1 24.05.16 - 13:17
sind 5kmh überhaupt schon strafbar und vor allem ich bezweifle dass ne dashcam sowas akkurat messen kann...



