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Schwierige Themen

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. Schwierige Themen

    Autor: stardestroyer 27.10.21 - 11:26

    Klar sollen Sicherheitslücken schnell behoben werden - daran hat schließlich die Mehrheit großes Interesse.
    Klar soll es eine Strafe bei grober Fahrlässigkeit (oder gar Vorsatz) geben - sonst könnten wir uns die Gesetze auch gleich sparen.

    Aber bei aller Sympathie für Lilith Wittmann: sie hat weder darüber zu entscheiden, ob und wie hoch ein Bußgeld ausfällt, noch darüber wie schnell ein Team eine Sicherheitslücke schließen können muss. Und das ist gut so.

    Denn auf der anderen Seite wollen wir in Deutschland eben nicht hinterhinken, was die Digitalisierung angeht. Und wenn ich als Start Up Hürden hätte a la 'Du musst aber in 3 Tagen eine Sicherheitslücke schließen können' (d.h. im schlechtesten Fall an einem Arbeitstag) und 'Du wirst in jedem Fall mit einem Bußgeld belegt', hätte ich schon gar keine Lust mehr.

    Demgegenüber stehen jetzt natürlich die 30 Tage zum Schließen einer kritischen Lücke, die scoolio wohl gebraucht hat. Darüber kann man streiten, aber ohne weitere Hintergrundinfos ist das schwierig. Was bringt es, wenn ich innerhalb von 2h die Lücke geschlossen, aber 5 neue aufgemacht habe? Und wird das wieder passieren oder werden jetzt die Prozesse optimiert?

    Und aus dem Artikel konnte ich auch nicht herauslesen, dass scoolio unkooperativ gewesen wäre - im Gegenteil.

    Alles in allem sehe ich hier keinen Grund, den Knüppel aus dem Schrank zu holen.

  2. Re: Schwierige Themen

    Autor: Iruwen 27.10.21 - 11:41

    Ein Bußgeld wäre gerechtfertigt weil hier kein Entwicklungsfehler passiert ist, sondern das System bereits unsicher konzipiert war. Also eine grundsätzliche, grob fahrlässige Pflichtverletzung, und das bei besonders schützenswerten Daten. Die Höhe des Bußgelds wäre ja noch diskutabel.
    Eine Frist von drei Werktagen wäre angemessen, sonst muss der Dienst halt gestoppt werden bis das Problem behoben ist.
    Digital first, Bedenken second funktioniert bei diesen Datenkategorien nicht.

  3. Re: Schwierige Themen

    Autor: chewbacca0815 27.10.21 - 11:54

    stardestroyer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber bei aller Sympathie für Lilith Wittmann: sie hat weder darüber zu entscheiden, ob und wie hoch ein Bußgeld ausfällt, noch darüber wie schnell ein Team eine Sicherheitslücke schließen können muss.

    Frau Wittmann verweist hier lediglich auf die in der DSGVO festgeschriebenen Zeiträume. Die Meldung des Verstoßes muss innerhalb von 72 Stunden erfolgt sein und die Datenschutzbehörden können Verstöße je nach Schwere entsprechend ahnden. Beides scheint hier einmal mehr nicht erfolgt zu sein und wirft kein gutes Licht auf die Datenschützer.

  4. Re: Schwierige Themen

    Autor: gdh 27.10.21 - 12:01

    Ich gehe davon aus, dass diese Software aus öffentlicher Hand bezahlt worden ist und bereits zu Anfang bekannt war, dass besonders schützenswerte Daten erhoben werden.

    Die Entwickler der Software haben sich mindestens an die minimalanforderungen Cyber Security des BSI zu halten.
    Je nach Vertrag ggf. Noch noch weitere Anforderungen.

    Es sollte untersucht werden, wo das Problem war und beurteilt werden, ob ein Bußgeld gerechtfertigt ist oder nicht.

    Meine persönliche Meinung ist, dass ein Bußgeld verhängt werden sollte bei Fahrlässigkeit und geschaut werden muss, ob Evtl. Noch Vertragsstrafen zu verhängen sind, natürlich in Relation zu dem Verkaufspreis.

    Wir alle erinnern uns noch an die hektische „Digitalisierung“ und wie verzweifelt einige Minister waren, ihren Bereich am laufen zu halten. Darum mutmaße ich, dass der Verkaufspreis speziell an die Situation angepasst war.

  5. Re: Schwierige Themen

    Autor: stardestroyer 27.10.21 - 12:12

    chewbacca0815 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Meldung des Verstoßes muss innerhalb von
    > 72 Stunden erfolgt sein und die Datenschutzbehörden können Verstöße je nach
    > Schwere entsprechend ahnden. Beides scheint hier einmal mehr nicht erfolgt
    > zu sein und wirft kein gutes Licht auf die Datenschützer.

    Eine Meldung ist keine Schließung der Lücke. Eine Meldepflichtverletzung ist wieder ein anderes Thema. Aber auch hier wäre es interessant zu wissen, wann sie gemeldet haben und was die Behörde geantwortet hat.

  6. Re: Schwierige Themen

    Autor: stardestroyer 27.10.21 - 12:28

    Iruwen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Bußgeld wäre gerechtfertigt weil hier kein Entwicklungsfehler passiert
    > ist, sondern das System bereits unsicher konzipiert war.

    Woraus schließt du das? Und was ist 'unsicher' konzipiert? Alle Systeme sind unsicher konzipiert (weil kompromittierbar). Wenn der beschriebene Fall übersehen wurde, wurde er halt übersehen - was keine Entschuldigung ist, aber ich daraus auch nicht ableite, dass 'das System unsicher konzipiert' wäre.

    > Eine Frist von drei Werktagen wäre angemessen, sonst muss der Dienst halt gestoppt werden bis das Problem behoben ist.
    Ich kenne den Dienst nicht. Falls kein Schulbetrieb hinten dran hängt, wäre das vermutlich der korrekte Weg gewesen. Wobei man dann den Dienst gleich deaktivieren sollte, wenn schon von vorne herein klar ist, dass man den Fehler auch in 3 Tagen nicht behoben bekommt.

    > Digital first, Bedenken second funktioniert bei diesen Datenkategorien nicht.
    'Bedenken second' nein, aber 'alle Bedenken und alle Randfälle durchspielen not-first' ja. Irgendwo muss man einen Schnitt machen - und ich zumindest weiß nicht, wo sie den gemacht haben und wieviel Aufwand in die Datensicherheit geflossen ist.

    Fehler passieren - ich bin froh, wenn ich nicht gleich beim ersten Mal die volle Klatsche bekomme (sondern erst beim zweiten Mal ;)). Das ist mein Grundgedanke. Wie es hier konkret aussieht, ist für mich zu viel Glaskugel. Auf der Datenlage des Artikels finde ich die Entscheidung erst mal gut.

  7. Re: Schwierige Themen

    Autor: chewbacca0815 27.10.21 - 12:50

    stardestroyer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Iruwen schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ein Bußgeld wäre gerechtfertigt weil hier kein Entwicklungsfehler passiert ist, sondern das System bereits unsicher konzipiert war.
    >
    > Woraus schließt du das? Und was ist 'unsicher' konzipiert?

    Mach Dich einfach mal schlau, welchen sicherheitsrelevanten Stellenwert das Geburtsdatum einer Person hat. Oder frag lieber gleichen einen Datenschutzbeauftragten.

    > 'Bedenken second' nein, aber 'alle Bedenken und alle Randfälle durchspielen not-first' ja. Irgendwo muss man einen Schnitt machen

    Geiler Ansatz; das ist nichts anderes als die übliche Banana-Software, "sie reift beim Kunden"
    *facepalm*

  8. Re: Schwierige Themen

    Autor: /lib/modules 27.10.21 - 13:06

    stardestroyer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Denn auf der anderen Seite wollen wir in Deutschland eben nicht
    > hinterhinken, was die Digitalisierung angeht. Und wenn ich als Start Up
    > Hürden hätte a la 'Du musst aber in 3 Tagen eine Sicherheitslücke schließen
    > können' (d.h. im schlechtesten Fall an einem Arbeitstag) und 'Du wirst in
    > jedem Fall mit einem Bußgeld belegt', hätte ich schon gar keine Lust mehr.

    a) Scoolio ist kein Startup
    b) Wer in der API Version v2 und v3 noch nicht über Sicherheit nachgedacht hat, hat den falschen Job gewählt
    c) Scoolio hilft Deutschland bei der Digitalisierung rein gar nicht, das ist einfach nur ein weiterer werbeverseuchter Datenschutzgau
    d) Wenn unser eh schon harmloser Datenschutz deine Lust auf Programmieren versaut ists auch ganz gut das du das nicht machst. Du würdest schon an der Datenschutzfolgeabschätzung verzweifeln - das ist aber wichtig.

  9. Re: Schwierige Themen

    Autor: wasdeeh 27.10.21 - 13:35

    > Woraus schließt du das? Und was ist 'unsicher' konzipiert? Alle Systeme sind unsicher konzipiert (weil kompromittierbar). Wenn der beschriebene Fall übersehen wurde, wurde er halt übersehen - was keine Entschuldigung ist, aber ich daraus auch nicht ableite, dass 'das System unsicher konzipiert' wäre.

    Der Begriff 'Unsicher konzipiert' ist jetzt nicht so kryptisch. 'Unsicher konzipiert' = Bei der Konzeption wurde Datensicherheit nicht hinreichend bedacht. Und genau das scheint hier so zu sein.

    Wenn ich personenbezogene Daten einfach so aus einer public API abgreifen kann, dann ist das kein 'Fall, der hier übersehen wurde'. Dann ist das ein systemisches Problem.

    Datensicherheit muss *immer* ein first class concern sein, sonst funktionierts nicht. Das wäre eigentlich seit Ewigkeiten Standard/best practice in der Softwareentwicklung...

  10. Re: Schwierige Themen

    Autor: Bloedschaf 27.10.21 - 13:40

    gdh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meine persönliche Meinung ist, dass ein Bußgeld verhängt werden sollte bei
    > Fahrlässigkeit und geschaut werden muss, ob Evtl. Noch Vertragsstrafen zu
    > verhängen sind, natürlich in Relation zu dem Verkaufspreis.
    >
    > Wir alle erinnern uns noch an die hektische „Digitalisierung“
    > und wie verzweifelt einige Minister waren, ihren Bereich am laufen zu
    > halten. Darum mutmaße ich, dass der Verkaufspreis speziell an die Situation
    > angepasst war.

    Einfach mal auf zerforschung.org nach scoolio suchen...
    Bereits das Konzept ist sehr fragwürdig. Man macht die App den Schulen schmackhaft und betont dabei wohl stets wie nützlich und kostenlos diese App doch sei. Dafür werden Schüler ab der 1. Klasse also schon zielgerichtet mit Werbung belästigt. Man baut Games ein um mehr Daten über die User zu bekommen...
    Also schon allein das ist nun nicht so ganz sauber in meinen Augen.
    Aber dieses "StartUp" hat mit dieser App schon 2016 losgelegt. Also doch schon ein paar Jahre vor covid. Man kann also nicht behaupten das man es pandemiebedingt schnell hochziehen musste.

    Und ja. Der Staat hat viel, viel Geld für die Entwicklung einer App, die Schüler ausspioniert und diese Daten gewinnbringend an jeden Verkauft der daran Interesse hat, bezahlt.

    Und wer mit so sensiblen Daten hausieren geht und meint das mit der mangelnden Datensicherheit sollte man nicht so schlecht reden, denn die großen Anbieter aus den USA seien ja auch nicht sicher, der sollte auch mit einer Strafe bedacht werden.

  11. Re: Schwierige Themen

    Autor: JohnD 27.10.21 - 14:13

    stardestroyer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klar sollen Sicherheitslücken schnell behoben werden - daran hat
    > schließlich die Mehrheit großes Interesse.
    > Klar soll es eine Strafe bei grober Fahrlässigkeit (oder gar Vorsatz) geben
    > - sonst könnten wir uns die Gesetze auch gleich sparen.
    >
    > Aber bei aller Sympathie für Lilith Wittmann: sie hat weder darüber zu
    > entscheiden, ob und wie hoch ein Bußgeld ausfällt, noch darüber wie schnell
    > ein Team eine Sicherheitslücke schließen können muss. Und das ist gut so.
    >
    > Denn auf der anderen Seite wollen wir in Deutschland eben nicht
    > hinterhinken, was die Digitalisierung angeht. Und wenn ich als Start Up
    > Hürden hätte a la 'Du musst aber in 3 Tagen eine Sicherheitslücke schließen
    > können' (d.h. im schlechtesten Fall an einem Arbeitstag) und 'Du wirst in
    > jedem Fall mit einem Bußgeld belegt', hätte ich schon gar keine Lust mehr.
    >
    > Demgegenüber stehen jetzt natürlich die 30 Tage zum Schließen einer
    > kritischen Lücke, die scoolio wohl gebraucht hat. Darüber kann man
    > streiten, aber ohne weitere Hintergrundinfos ist das schwierig. Was bringt
    > es, wenn ich innerhalb von 2h die Lücke geschlossen, aber 5 neue aufgemacht
    > habe? Und wird das wieder passieren oder werden jetzt die Prozesse
    > optimiert?
    >
    > Und aus dem Artikel konnte ich auch nicht herauslesen, dass scoolio
    > unkooperativ gewesen wäre - im Gegenteil.
    >
    > Alles in allem sehe ich hier keinen Grund, den Knüppel aus dem Schrank zu
    > holen.

    Definitiv gibt es da Gründe sofort Bußgelder zu verhängen.
    Das grundsätzliche Problem ist hier, dass der Datenschutzbehörde die Kompetenz fehlt um zu beurteilen, ob es sich hier um grobe Fahrlässigkeit handelt oder um eine "normale" Sicherheitslücke.

    Sicherheitslücken sind im großen und ganzen quasi unvermeidbar. Da immer sofort Bußgelder zu verhängen wäre sicherlich falsch.

    Das hier aber ist offensichtlich grobe Fahrlässigkeit. Die Programmierer haben diese Sicherheitsprobleme beim erstellen der Applikation bewusst in Kauf genommen (vermutlich um Zeit und Kosten zu sparen).
    Da

  12. Re: Schwierige Themen

    Autor: PhiSchle 27.10.21 - 15:17

    JohnD schrieb:
    > Das hier aber ist offensichtlich grobe Fahrlässigkeit. Die Programmierer
    > haben diese Sicherheitsprobleme beim erstellen der Applikation bewusst in
    > Kauf genommen (vermutlich um Zeit und Kosten zu sparen).

    Das ist fast das Schlimmste. Wie man den Jobausschreibungen auf ihrer Karriere Seite entnehmen kann ist die API für das Ding in ASP.Net geschrieben.
    Bei ASP.Net ist es wirklich ein leichtes Daten nur für bestimmte Nutzer zugänglich zu machen.

    Es wurden hier keine Zeit und Kosten gespart. Mir fällt außer Unfähigkeit leider keine Begründung dafür ein, keine Authentisierung und Authorisierung in der REST-API zu haben.


    Und jetzt wollen sie das Ding auch noch in Rust neu aufsetzen.

  13. Re: Schwierige Themen

    Autor: /lib/modules 27.10.21 - 15:33

    PhiSchle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > JohnD schrieb:
    > > Das hier aber ist offensichtlich grobe Fahrlässigkeit. Die Programmierer
    > > haben diese Sicherheitsprobleme beim erstellen der Applikation bewusst
    > in
    > > Kauf genommen (vermutlich um Zeit und Kosten zu sparen).
    >
    > Das ist fast das Schlimmste. Wie man den Jobausschreibungen auf ihrer
    > Karriere Seite entnehmen kann ist die API für das Ding in ASP.Net
    > geschrieben.
    > Bei ASP.Net ist es wirklich ein leichtes Daten nur für bestimmte Nutzer
    > zugänglich zu machen.
    >
    > Es wurden hier keine Zeit und Kosten gespart. Mir fällt außer Unfähigkeit
    > leider keine Begründung dafür ein, keine Authentisierung und Authorisierung
    > in der REST-API zu haben.
    >
    Da stimme ich dir zu...
    >
    > Und jetzt wollen sie das Ding auch noch in Rust neu aufsetzen.
    >
    Tja, unklar - da scheint wohl jemand gehört zu haben "Rust ist sicher" und damit war die Entscheidung dann auch getroffen. Komisch unfähiger Haufen.

  14. Re: Schwierige Themen

    Autor: chefin 27.10.21 - 15:35

    stardestroyer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klar sollen Sicherheitslücken schnell behoben werden - daran hat
    > schließlich die Mehrheit großes Interesse.
    > Klar soll es eine Strafe bei grober Fahrlässigkeit (oder gar Vorsatz) geben
    > - sonst könnten wir uns die Gesetze auch gleich sparen.
    >
    > Aber bei aller Sympathie für Lilith Wittmann: sie hat weder darüber zu
    > entscheiden, ob und wie hoch ein Bußgeld ausfällt, noch darüber wie schnell
    > ein Team eine Sicherheitslücke schließen können muss. Und das ist gut so.
    >
    > Denn auf der anderen Seite wollen wir in Deutschland eben nicht
    > hinterhinken, was die Digitalisierung angeht. Und wenn ich als Start Up
    > Hürden hätte a la 'Du musst aber in 3 Tagen eine Sicherheitslücke schließen
    > können' (d.h. im schlechtesten Fall an einem Arbeitstag) und 'Du wirst in
    > jedem Fall mit einem Bußgeld belegt', hätte ich schon gar keine Lust mehr.
    >
    > Demgegenüber stehen jetzt natürlich die 30 Tage zum Schließen einer
    > kritischen Lücke, die scoolio wohl gebraucht hat. Darüber kann man
    > streiten, aber ohne weitere Hintergrundinfos ist das schwierig. Was bringt
    > es, wenn ich innerhalb von 2h die Lücke geschlossen, aber 5 neue aufgemacht
    > habe? Und wird das wieder passieren oder werden jetzt die Prozesse
    > optimiert?
    >
    > Und aus dem Artikel konnte ich auch nicht herauslesen, dass scoolio
    > unkooperativ gewesen wäre - im Gegenteil.
    >
    > Alles in allem sehe ich hier keinen Grund, den Knüppel aus dem Schrank zu
    > holen.

    Ganz ehrlich: wenn du keine Lust hast was sicheres zu machen ist es auf jedenfall gut, das du NICHTS machst. Den Nichts machen ist SICHER. Keiner will Upgrade um jeden Preis. Wir leben ziemlich gut damit, das wir bei der Digitalisierung nicht an erster Stelle stehen. Den wenn ich mir anschaue, wie die Menschen leben wo Digitalisierung um jeden Preis realisiert wird, möchte ich nicht tauschen.

  15. Meinungsfreiheit

    Autor: M.P. 27.10.21 - 17:24

    > Aber bei aller Sympathie für Lilith Wittmann: sie hat weder darüber zu entscheiden, ob und wie hoch ein Bußgeld ausfällt

    Frau Wortmann schrieb

    > Darüber, dass keine Bußgelder verhängt wurden, bin ich aber etwas unglücklich. Das sendet meiner Meinung nach ein falsches Signal.

    Oder meinst Du "Fresse halten", wenn "die da oben" etwas entschieden haben?

  16. Re: Meinungsfreiheit

    Autor: berritorre 27.10.21 - 20:27

    Also ich persönlich fand das auch schon seltsam, dass da wirklich gar nichts passiert.

    Es ist ja nicht so, dass da aus versehen ein Fehler aufgetreten ist, sondern dass da schon in der Struktur der App wohl einiges schief gelaufen ist.

    Im Prinzip sollte gerade so eine App auch mal selbst jemanden drauf ansetzen, der sich auf Sicherheit spezialisiert, wenn so viele persönliche Daten gespeichert werden, und auch noch von Kindern.

    Dass Fehler passieren können ist klar und so eine Geldstrafe muss die Firma ja nicht gleich in den Ruin treiben, das kann man ja entsprechend ansetzen, aber meiner Meinung nach setzt das auch die falschen Signale, vor allem bei so einem Fall, wo halt irgendwo ein kleiner Fehler im Detail das auslöst. Hier scheint ja schon grundlegend was nicht gestimmt zu haben.

    Und ich finde auch, dass die gute Dame da durchaus ihre Meinung dazu sagen darf, und so verkehrt ist die meiner Meinung nach gar nicht.

  17. Re: Schwierige Themen

    Autor: Extrawurst 27.10.21 - 22:22

    Bloedschaf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > gdh schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Meine persönliche Meinung ist, dass ein Bußgeld verhängt werden sollte
    > bei
    > > Fahrlässigkeit und geschaut werden muss, ob Evtl. Noch Vertragsstrafen
    > zu
    > > verhängen sind, natürlich in Relation zu dem Verkaufspreis.
    > >
    > > Wir alle erinnern uns noch an die hektische
    > „Digitalisierung“
    > > und wie verzweifelt einige Minister waren, ihren Bereich am laufen zu
    > > halten. Darum mutmaße ich, dass der Verkaufspreis speziell an die
    > Situation
    > > angepasst war.
    >
    > Einfach mal auf zerforschung.org nach scoolio suchen...
    > Bereits das Konzept ist sehr fragwürdig. Man macht die App den Schulen
    > schmackhaft und betont dabei wohl stets wie nützlich und kostenlos diese
    > App doch sei. Dafür werden Schüler ab der 1. Klasse also schon
    > zielgerichtet mit Werbung belästigt. Man baut Games ein um mehr Daten über
    > die User zu bekommen...

    Wie bitte? Wie kann denn bitte so eine Adware ihren Weg in Schulen finden? Selbst wenn man keinen Plan von IT hat, würde ich als Elternteil einen Karen-Auftritt hinlegen, wenn ich bei der Software für mein Schulkind Werbung in irgendeiner Schulsoftware sehen würde.

    Da müht man sich, sein Kind vor Gacha-Titeln wie FIFA und Fortnite fernzuhalten, und dann sowas.

    PS: Gibt es noch andere Quellen außer zerforschung.org? Die Webseite selbst auch hat irgendwie einen komischen Beigeschmack, und das liegt nicht nur (aber zum Teil) am Gendersprech. Schon der Titel wirkt wie ein Twitter-Hashtag...

  18. Re: Schwierige Themen

    Autor: dura 28.10.21 - 00:30

    stardestroyer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klar sollen Sicherheitslücken schnell behoben werden - daran hat
    > schließlich die Mehrheit großes Interesse.
    > Klar soll es eine Strafe bei grober Fahrlässigkeit (oder gar Vorsatz) geben
    > - sonst könnten wir uns die Gesetze auch gleich sparen.

    Ich würde sagen, die Mehrheit hat sogar ein großes Interesse daran, dass diese Sicherheitslücken überhaupt nicht auftreten.
    Dazu steht in den Gesetzen auch nix von Fahrlässigkeit oder Vorsatz.
    Sondern, dass es eine Strafe gibt, wenn man mit Daten nicht sorgsam umgeht. Und wenn es eh keine Konsequenzen hat, warum sollte man sich dann überhaupt um die DSGVO scheren, bis was passiert?

    > Aber bei aller Sympathie für Lilith Wittmann: sie hat weder darüber zu
    > entscheiden, ob und wie hoch ein Bußgeld ausfällt, noch darüber wie schnell
    > ein Team eine Sicherheitslücke schließen können muss. Und das ist gut so.

    Also darf man nicht einmal mehr seine Meinung sagen, wenn man unzufrieden ist?
    Vor allem, wenn man, soweit ich das sehe, *unentgeltlich* die Arbeit des Unternehmens macht und denen zeigt, dass ihre Software offensichtlich unsicher konzipiert und programmiert ist. Denn darüber ob sie ihre Zeit dafür opfert darf sie hoffentlich noch entscheiden?

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