1. Foren
  2. Kommentare
  3. Security
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Security: Experte rät US-Regierung…

Klingt für mich alles...

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Klingt für mich alles...

    Autor: 4ndreas 07.08.14 - 19:18

    so (im übertragenen sinne), dass jemand der angst hat auf der Straße von einem Auto überfahren wird und deswegen in den Wald zieht und Einsiedler wird.
    Klar in diesem Fall in seinem Alter wird man auch nicht mehr als Rucksacktourist durch die Welt reisen. Mit Mitte 20 aber schon und da ist das Risiko sicher größer als im Netz eine sich für sein restliches leben bleibende Schädigung einzufangen trotzdem man staune tun das nicht gerade wenige Menschen.

    Das andere Extreme wie es teilweise vorgeschlagen wird, alles zu verschlüsseln und sonstige digitalen Verschleierungstaktiken kommt mir immer vor als würden die Leute nur noch mit einem Panzerwagen im Vollschutzanzug zum Bäcker Brötchen holen fahren. So ein verhalten provoziert aus meiner Sicht mehr Angriffe als es verhindert.

    Aber ganz ehrlich das Leben an sich beinhaltet Risiken und es ist einfach die Frage der persönlichen Risikoabschätzung. Natürlich muss man gesamtgesellschaftlich darauf achten alles in vernünftige Bahnen zu lenken (Verkehrsregeln) aber radikale Maßnahmen haben noch nie viel gebracht.

  2. Re: Klingt für mich alles...

    Autor: X3N 07.08.14 - 23:40

    Leider vergisst du bei deinen übertragenen Beispielen, dass - wenn du nicht vollgepanzert deine Brötchen holen gehst - automatisch als einfaches Ziel entdeckt und angegriffen wirst (Beispiel: Veraltete Java-Version und alter Bowser). Und da reichen mittlerweile einfache, falsch platzierte Werbungen mit verseuchten Servern im Hintergrund auf noch so seriösen Seiten.

    Bei nicht vorhandenem Wissen über Sicherheitslücken und Probleme wird eine persönliche Risikoabschätzung zum russischen Roulette. Verkehrsregeln scheinen für Staaten nicht zu exisitieren - dafür werden bei Bürgern diverse Filter zum Schutz uind Wohle aller eingeführt.

  3. Re: Klingt für mich alles...

    Autor: MarioWario 08.08.14 - 01:02

    … das versteht er sowieso nicht. Die Analogie die passen würde ist eher: Du sitzt in einem Sack voll Kakerlaken mit einer Insektenspray-Sprühdose. Früher habe ich über Leute gelacht die auf Telefone verzichtet haben.

  4. Re: Klingt für mich alles...

    Autor: M.P. 08.08.14 - 11:14

    ... Und der Platz in Säcken ohne Kakerlaken wird immer teurer:

    Ob z. B. wohl überhaupt noch Überweisungsformulare in Bankfilialen ausliegen?
    Ich denke auch, inzwischen kostet eine in Papierform eingereichte Überweisung Luxus-Aufpreis....

    Obwohl - Es gibt Gegenbeispiele: Im UCI-Kino kostet der Online-Kartenkauf per Kreditkarte 50 ct mehr (pro Karte), als das Bezahlen an der Abendkasse in Bar...

  5. Re: Klingt für mich alles...

    Autor: Herzchen 08.08.14 - 12:58

    Die Analogien des TE sind sowieso für den Popo, denn er scheint ja davon auszugehen, daß die Welt sich nur um ihn als Individuum dreht.
    Hier geht es um die Sicherheit bei Firmen, Instituten, Anlagen und Behörden. Sich selbst aus dem Internet zu nehmen ist eine Möglichkeit für eine Person, aber nicht für ein Unternehmen oder eine Regierungsstelle die auf öffentliche Zugänglichkeit angewiesen ist.

    Und Geer hat in seinem Vortrag sehr wohl das Kernproblem eingekreist:
    Die kommerzielle Nutzung von Software, deren Code zur Sicherung und Wahrung der Gewinne vor den Augen der Nutzer verschlossen bleibt, ist das Entree der Hacker.
    Solange nur die kriminellen den Überblick haben und halten, solange wird die Öffentlichkeit in der Frage der Sicherheit hinterherhecheln. Denn was sich auf beiden Seiten im Dunkel abspielt ist nicht einsehbar und damit nicht vorhersag(-seh-)bar.

    Die Bequemlichkeit der Nutzer lieber blind in die Futtertüte zu greifen (trotz der Gefahr sich dabei zu vergiften) ist ein weiterer strittiger Punkt. Es besteht ja keine echte Gefahr für das eigene Leib und Leben. Man nimmt das Risiko nicht wahr oder nimmt es in Kauf, und fördert die Verbreitung von Schadsoftware.
    Früher oder später wird es jeden treffen, der über das Netz "verwundbar" ist, dazu zählen:
    Online-Profile (kompromitierende Fotos, Berwerberprofile)
    Online-Banking
    Crypto-Währung (Wallets, Deposits, Acc)
    Online-Spiele (mit Echtgeld)
    Nutzerkontenbindung (Software die verwendet wird ist an ein bestimmtes Konto gebunden)
    On-Demand-Dienste (Video, Musik, Nachrichten, Downloads)

    Oder der Schaden durch Erpresser (z.B. mit CryptoLocker), mit dem kleine Unternehmen oder Privatpersonen schmerzhaft an den Wert eines regelmäßigen Backups erinnert werden.

    Wenn die Zahl der Sicherheitslücken, die aktiv genutzt werden, schneller steigt als die Zahl der Gegenmaßnahmen, dann ist das Netz an Betrüger und Spione verloren

    Spätestens wenn der eigene Rechner (auch wenn er "nur" als Bot misßbraucht wurde) für andere Menschen zur Bedrohung der Existenz (Cyberattacke gegen deren Unternehmen) oder deren Leben wird (Wasserwerke, Pharma-Konzern oder als Kriegsgrund dient) braucht keiner mehr mit der Unschuldsmine rumlaufen.
    Dann werden alle zu Tätern.

    Geer's Forderungen sind teilweise radikal und es fraglich ob jemals jemand etwas davon umsetzt, aber sie erinnern daran, daß es derzeit keine Lösungsansätze gegen die steigende Anzahl der Angriffe und Verwundbarkeiten gibt. Die Löcher werden größer statt kleiner.

  6. Re: Klingt für mich alles...

    Autor: Moe479 08.08.14 - 13:43

    doch die lösung dafür gibt es: die lösung ist den vertrieb von geschlossenen produkten zu untersagen.

    das bedeutet nicht, dass offengelegte produkte zum vertrieb für den produktiveinsatz keiner kostenpflichtigen lizenz bedürfen können.

    solche eine umwältzung kostet natürlich kraft, die frage ist ob wir bereit sind diese aufzubringen.

    Denn wo gehobelt wird dort fallen späne, als jemand der derzeit closed source software anbietet hätte ich ggf. verlustängste:

    - vor mehr unbefugter nutzung (jeder kann den code compilieren)
    - imageschaden durch aufdekung von bugs/exploits oder schlimmeren sachen
    - ggf. angst vor rechtansprüchen dritter wegen nun ersichtlicher nutzung ihrer arbeit
    (ich vermute in mehr software als man sich vorstellen kann steckt z.b. GPL code)
    - nachahmung der inneren funktionsweise, meines produktes
    - bedarf an fortentwicklung steigt, um nicht überflügelt zu werden

    -> geringere persönlichen gewinne, das schlimmste überhaupt!

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Wintershall Dea Deutschland GmbH, Hamburg
  2. Ortlieb Sportartikel GmbH, Heilsbronn
  3. MAINGAU Energie GmbH, Obertshausen
  4. Fachhochschule Südwestfalen, Iserlohn

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


The Secret of Monkey Island: Ich bin ein übelriechender, groggurgelnder Pirat!
The Secret of Monkey Island
"Ich bin ein übelriechender, groggurgelnder Pirat!"

Das wunderbare The Secret of Monkey Island feiert seinen 30. Geburtstag. Golem.de hat einen neuen Durchgang gewagt - und wüst geschimpft.
Von Benedikt Plass-Fleßenkämper


    Corsair K60 RGB Pro im Test: Teuer trotz Viola
    Corsair K60 RGB Pro im Test
    Teuer trotz Viola

    Corsair verwendet in der K60 Pro RGB als erster Hersteller Cherrys neue preiswerte Viola-Switches. Anders als Cherrys günstige MY-Schalter aus den 80ern hinterlassen diese einen weitaus besseren Eindruck bei uns - der Preis der Tastatur hingegen nicht.
    Ein Test von Tobias Költzsch

    1. Corsair K100 RGB im Test Das RGB-Monster mit der Lichtschranke
    2. Corsair Externes Touchdisplay ermöglicht schnelle Einstellungen
    3. Corsair One a100 im Test Ryzen-Wasserturm richtig gemacht

    Yakuza und Dirt 5 angespielt: Xbox Series X mit Rotlicht und Rennstrecke
    Yakuza und Dirt 5 angespielt
    Xbox Series X mit Rotlicht und Rennstrecke

    Abenteuer im Rotlichtviertel von Yakuza und Motorsport in Dirt 5: Golem.de konnte zwei Starttitel der Xbox Series X ausprobieren.
    Von Peter Steinlechner

    1. Next-Gen GUI der PS5 mit höherer Auflösung als Xbox Series X/S
    2. Xbox Series X Zwei Wochen mit Next-Gen auf dem Schreibtisch
    3. Next-Gen PS5 und neue Xbox wollen Spieleklassiker aufhübschen