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Paranoid und unstrukturiert

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  1. Paranoid und unstrukturiert

    Autor: Gamma Ray Burst 07.08.14 - 18:07

    Eigentlich muss man doch völlig anders vorgehen. Erstmal klären welche Risiken tatsächlich existieren, wie groß die Eintrittswahrscheiichkeit ist und die Schadensgroesse.

    Dann hat man ein Risikobild und kann entsprechend strukturieren.

    Bei mir kommt zB heraus das es schlimmer wäre Daten zu verlieren als das sie geklaut werden. Außerdem das ich nicht besonders interessant bin als Angriffsziel.

    Da ich Windows nicht nutze, verkleinert sich die Angriffsflaeche, außerdem benutze ich viele verschiedene Passwörter.

    Klar da gibt es noch zahlreiche Lücken aber die sind nicht mehr so trivial.

    Außerdem interessieren sich die meissten Hacker eh nur fuer die Kreditkarte. Amex hat aber ein ziemlich sensibles Frauddetection System, das schlägt wirklich gut aus. Ich will nicht sagen das ich mich sicher fuehle, aber ausreichend sicher.

    Man muss die Kirche mal im Dorf lassen.

    Die Datenbesitzrechte finde ich spannender, ich nutze FB nicht weil ich nicht will das FB mit meinen Daten Geld macht. Bei Google bin ich da entspannter, weil mir das etwas bringt.

  2. Re: Paranoid und unstrukturiert

    Autor: Nephtys 07.08.14 - 18:36

    Gamma Ray Burst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eigentlich muss man doch völlig anders vorgehen. Erstmal klären welche
    > Risiken tatsächlich existieren, wie groß die Eintrittswahrscheiichkeit ist
    > und die Schadensgroesse.
    >
    > Dann hat man ein Risikobild und kann entsprechend strukturieren.
    >
    > Bei mir kommt zB heraus das es schlimmer wäre Daten zu verlieren als das
    > sie geklaut werden. Außerdem das ich nicht besonders interessant bin als
    > Angriffsziel.
    >
    > Da ich Windows nicht nutze, verkleinert sich die Angriffsflaeche, außerdem
    > benutze ich viele verschiedene Passwörter.
    >
    > Klar da gibt es noch zahlreiche Lücken aber die sind nicht mehr so trivial.
    >
    > Außerdem interessieren sich die meissten Hacker eh nur fuer die
    > Kreditkarte. Amex hat aber ein ziemlich sensibles Frauddetection System,
    > das schlägt wirklich gut aus. Ich will nicht sagen das ich mich sicher
    > fuehle, aber ausreichend sicher.
    >
    > Man muss die Kirche mal im Dorf lassen.
    >
    > Die Datenbesitzrechte finde ich spannender, ich nutze FB nicht weil ich
    > nicht will das FB mit meinen Daten Geld macht. Bei Google bin ich da
    > entspannter, weil mir das etwas bringt.


    Sagt jeder, bis er erfährt, dass sein Email-Account seit Monaten fremdverwendet wurde - ohne sein Wissen.


    Zu den Datenbesitzrechten: Niemand anderes hat "Rechte" auf die Daten. Man kann Daten sammeln und verwenden, aber da hört es dann schon auf. Das einzige Recht bezüglich Daten hat der Ursprung der Daten... und zwar das Recht zu erfahren, wer welche Daten von ihm sammelt (man darf also tatsächlich Facebook anschreiben und sie bitten, alle likes von sich selber aufzulisten)

  3. Re: Paranoid und unstrukturiert

    Autor: Moe479 07.08.14 - 18:57

    welche risken bestehen? eigentlich nur eines, dass was man kann auch ganz sicher von jemandem gemacht wird, es gibt garkeine sicherheit, nur die hoffnung, das etwas befürchtetes nicht umgehend eintritt.

  4. Re: Paranoid und unstrukturiert

    Autor: gboos 07.08.14 - 19:20

    Ich behaupte mal, wenn es mehr "paranoide" Menschen auf der Welt geben wuerde bzw gegeben haette, haetten nicht so viele Menschen vor 1 jahr dumm aus der Waesche geguckt.

    Ich denke eher ignorante Menschen sind viel gefaehrlicher fuer die paranoiden Menschen. Denn wenn die Mehrheit unwissend und ignorant bzw. naiv daherlebt, dann bricht es irgendwann den paranoiden das Genick bzw. das Gehoer geht ihnen verloren.

    Lieber paranoid. Gibt den Angreifern weniger Angriffsflaeche bzw. macht es ihnen viel schwerer. Was Du mit unstrukturiert meinst, kann ich nicht einschaetzen. Aber je weniger Du heute strukturiert im Netz lebst, desto groesser ist das oeffentliche Chaos das du hinterlegst und umso uninteressanter bist Du fuer die "Angreifer".

    Alles was man berechnen kann, wird geloest. Man kann die Handlungen der Menschen berechnen. Das Chaos nicht !!!

  5. Re: Paranoid und unstrukturiert

    Autor: spiderbit 08.08.14 - 02:15

    Gamma Ray Burst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eigentlich muss man doch völlig anders vorgehen. Erstmal klären welche
    > Risiken tatsächlich existieren, wie groß die Eintrittswahrscheiichkeit ist
    > und die Schadensgroesse.

    Naja da faengts schon an, wie willst das ueberhaupt messen, in Geld? Wenn sich NSA Mitarbeiter dadran aufgeilen fotos von Nakten frauen die ihre Dronen Sateliten oder was auch immer zu schiessen, oder auch videos an zu schauen und untereinander tauschen, wird das schwer in Geld zu messen, spaetestens wenn einer von denen witzig sein will und das dann noch bei uporn hoch laedt ists schon ein starkes problem.

    Das naechste Problem sind Handies... muss man jetzt die handies ab kleben, oder was denkt man wenns im kopfhoerer wieder komische handigerauescht kommen, wird jetzt wieder das regelmaesige bild alle 15 minuten hoch gealden oder was, mag paranoia sein, wobei es ja immer so ist das nur weil jemand paranoid ist, es nicht heisst das man nicht hinter einem her ist.

    Dann geschaeftliches, was fuer ein aufwand muss man treiber um nicht schon per massenueberwachung in die wirtschaftsspionage richtung usa zu fallen who knows... es wird immer schwerer das ein zu schaetzen, wenn es monsterbehoreden gibt mit zig milliarden budgets und verschluesselungstechniken geschwaecht wurden... muss man fast immer vom schlimmsten aus gehen.

    Selbst wenn man kein handi benutzt (selbt mit replicant ist man dem modem-betriebssystem aus geliefert), und nur linux benutzt und mal so tut als gabs proprietaere uefis und biose nicht, spaetestens sobald man im inet irgendwas macht wirds total ueberwacht.

    > Dann hat man ein Risikobild und kann entsprechend strukturieren.

    faellt das schwer, aber klar man hangelt sich von tag zu tag bis man irgendwann gemerkt hat ok hier war man zu gutgleubig oder naiv. Try and Error.

    > Bei mir kommt zB heraus das es schlimmer wäre Daten zu verlieren als das
    > sie geklaut werden. Außerdem das ich nicht besonders interessant bin als
    > Angriffsziel.

    Ja das ist dann noch ein glueck wenn man wirtschaftlich nicht sonderlich erfolgreich ist oder nicht selbstaendig ist, sonst muss die Paranoia ja jetzt grenzenlos sein, ausser man ist nur baecker oder sowas simples wo man nicht vilee daten klauen kann in der regel zumindest. Aber klar sein Geheimrezpt von dem tollen Zopf oder irgendwas sollte man auch nicht aufm pc speichern.

    > Da ich Windows nicht nutze, verkleinert sich die Angriffsflaeche, außerdem
    > benutze ich viele verschiedene Passwörter.

    Ich mittlerweile auch allerdings kann die wenn google lust hat die alle zurueck setzten, deine benachrichtigen abfangen, oder noch besser nur von ein paar konten am besten welche die du selten benutzt, dann merkst auch lange nix von. Wenns ueberhaupt so umstaendlich sein muss.

    Gibt ja noch die Bestandsdatenauskunft also alle deine Daten koennen ganz einfach ohne das du oder der Anbieter das ueberhaupt mit kriegen ueber eine Schnittstelle die jeder Provider an bieten muss ausgelesen werden,a lso alle diene pins alles.

    Von daher birngen so verschiedene passwoerter mal gegen den Staat auch nichts.

    > Außerdem interessieren sich die meissten Hacker eh nur fuer die
    > Kreditkarte. Amex hat aber ein ziemlich sensibles Frauddetection System,
    > das schlägt wirklich gut aus. Ich will nicht sagen das ich mich sicher
    > fuehle, aber ausreichend sicher.

    Das du Angst vor "Hackern" hast zeigt fuer mich das problem bei deiner analyse, natuerlich sind die Staaten und Firmen viel problematischer, da sie viel groessere Macht ueber dich haben, der Staat kann dich z.B. in Knast stecken oder aehnliches. Firmen und Staaten sind auch finanziel staerker dort aufgestellt, sie sind also klar die groessere Gefahr.


    > Man muss die Kirche mal im Dorf lassen.

    Muss man, man kann leider nicht befuerchte ich, ich wuerd vielleicht gern, fuehl mich aber fast taeglich beobachtet seit den ersten veroeffentlichungen. Dabei nehm ich nicht mal drogen, kann schon verstehen warum Leute die ich kannte die drogen genommen haben niemandem mehr vertrauten, und durch jedes knacksen am Telefon hoch beunruhigt waren, sie hatten die Realitaet oft schon erleiden muessen und sind aus erfahrung klug geworden.


    > Die Datenbesitzrechte finde ich spannender, ich nutze FB nicht weil ich
    > nicht will das FB mit meinen Daten Geld macht. Bei Google bin ich da
    > entspannter, weil mir das etwas bringt.


    Ich nicht so sehr, komm nicht ganz los von denen, aber meine standardsuchmaschine ist duckduckgo, auch ne Amifirma daher sicher nicht viel besser, aber wenigstens kann ich google damit bestrafen, das ich die weniger benutze sie weniger daten sammeln. Sie also unter der NSA totalueberwachung leiden muessen, auch bin ich auf nen anderen deutschen mailanbieter um gestiegen der alte account existiert noch aber lassen den so langsam aus laufen, bin daher auch auf desktop-client fuer mails umgestiegen, weil ich mich nie mehr von so ner weboberflaeche oder sonstwas abhaengig machen will. versuche generell langfristig von mail ganz weg zu kommen.

    youtube ist noch so ein problem, hoffe das da mittel oder langfristig irgend ne alternaitve an google vorbei gibt, oder man zumindest weniger prozent seiner medien von dort besorgen muss.

    Chats foren wie das hier sind auch noch ein problem, man ist ja durchaus bereit auch daten frei zu geben, ueber sich und es wird ja gottseidank nicht alles gegen einen verwendet. komischerweise finde ich das auch noch am wenigsten problematisch, immerhin gibt man von sich aus wohl dosiert informationen freiwillig preis, in den meisten anderen faellen wird man ab gehoert obwohl man nur eine 3. person adressiert oder eine firma oder sowas. Oder beim telefonieren etc, da gibt man ja nicht freiwillig die daten frei.

    Unheimlich wirds wenn von einem daten abgeschoepft werden die man nicht freiwillig frei gegeben hat.

    Das ich fuer viele Firmen schon nimmer einstellbar bin, damit leb ich eben, solche firmen die so perfide auswahlkriterien haben, bei denen will ich auch nicht arbeiten und bin froh das sie mich so aus filtern, in amerika ist wohl ja schon oft standard das man direkt das passwort vom facebook account den chefs vor der einstellung direkt gibt.

    Momentan geht das zum teil in manchen bereichen ja auch noch, aber die Roboter Bots die daten auswerten werden immer besser und die profilierung wird immer genauer und vollstaendlicher so das heute viele sachen vielleicht noch relativ unproblematisch sind die spaeter zum problem werden, aber mit den daten die wir hier jetzt fuer immer hinterlassen.

  6. Re: Paranoid und unstrukturiert

    Autor: Gamma Ray Burst 08.08.14 - 08:21

    Um die Nachrichtendienste mache ich mir keine Sorgen.

    Gesamtgesellschaftlich schon, aber nicht in Bezug auf mich.

    Außerdem gibt es kein Gegenmittel das man alleine gegen Nachrichtendienste sinnvoll anwenden könnte, das kann nur die Politik. Dazu braucht man eine öffentliche Diskussion, die gibt es.

    Paranoia hilft, weil sie irrational ist. Ignoranz, naja die meissten Menschen können sich nicht vorstellen was alles möglich ist (naemlich alles denkbare).

  7. Re: Paranoid und unstrukturiert

    Autor: Moe479 08.08.14 - 12:54

    und denkbar ist nur was man sich vorstellen kann und andersherum ... ein teufelskreis!

    PS: die beiden worter sind im kontext eine identische aussage (Denkbar == Vorstellbar), darum ist es etwas ... naja ... komisch das eine durch das gleich herzuleiten. ;)

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