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Das einzige was mich an (X)GPL wirklich stört ...

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  1. Das einzige was mich an (X)GPL wirklich stört ...

    Autor: pythoneer 30.07.15 - 19:04

    ... ist, dass es keine Klausel gegen die Verwendung für militärische Projekte gibt. Das würde halt irgendwie fundamental gegen den Grundsatz von Freier-Software verstoßen. Aber so ist das wohl, dass die Freiheit sowas eben erdulden/ertragen/aushalten können muss. Ist wohl so ähnlich wie, dass eine Demokratie mit echter Meinungsfreiheit halt auch solche Meinungen erdulden/ertragen/aushalten können muss die halt Menschenverachtend sind und ihnen die Möglichkeit geben ihren Stuss frei äußern zu dürfen. Aber so richtig wohl ist mir bei der Sache halt nicht, genauso wie, dass das Militär halt (X)GPL Software verwenden darf. Ich veröffentliche ja auch unter LGPL und empfinde es für mich im Moment als die beste Lizenz für meine Zwecke. Nur würde ich mir das alles noch mal überlegen sollte freie Software von mir mal dazu verwendet werden im militärischen Zweck Menschen zu töten. Noch ist kein Patch von mir im Linux Kernel (habe das auch nicht wirklich vor) aber sowas gibt mir schon zu denken.

  2. Re: Das einzige was mich an (X)GPL wirklich stört ...

    Autor: yoyoyo 30.07.15 - 20:33

    Ja Freiheit ist immer Knorke, wenn die Guten das Richtige(TM) damit machen. Aber wehe nicht ...

  3. Re: Das einzige was mich an (X)GPL wirklich stört ...

    Autor: pythoneer 30.07.15 - 20:51

    yoyoyo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja Freiheit ist immer Knorke, wenn die Guten das Richtige(TM) damit machen.
    > Aber wehe nicht ...

    Freiheit muss sowas halt scheinbar aushalten können.

  4. Re: Das einzige was mich an (X)GPL wirklich stört ...

    Autor: Sarowie 31.07.15 - 06:24

    pythoneer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... ist, dass es keine Klausel gegen die Verwendung für militärische
    > Projekte gibt.
    Im konkreten Fall, könnte der Hersteller sagen, das ihr Produkt ein Sport- und Arbeitsgerät (für die Jagd) ist. Das Militär ist eben gerade kein Kunde, Gründe kann man sich selber ausmalen.

    Davon ausgehend würde die US-Armee nichts physikalisch davon abhalten die Waffen zu kaufen und zu verwenden. Ist es in dem Falle dann ein Militärisches Projekt? Der Hersteller baut ja ein Sport und Arbeitsgerät. Das es halt in der US-Armee landet, lässt sich halt nicht verhindern.

    Wo zieht man jetzt da die Grenze?

    Und selbst wenn man die Linie klar und Wasserdicht zieht: Es würde einfach eine rechtliche Grundlage zur Zwangslizesierung geschaffen. (da Verschlüsselungssoftware unter die gleichen Exportbeschränkungen fällt wie Waffen, würde ich mit sowas durch aus rechnen. Und ich meine der "Patriot Act" ist ja auch ein Witz Gantanamo müssen wir gar nicht erst anfangen. US Recht gilt nur für... egal - so wie es gerade passt)

  5. Re: Das einzige was mich an (X)GPL wirklich stört ...

    Autor: elgooG 31.07.15 - 07:59

    Die Sache ist nur die, dass sich dann trotzdem alle hinwegsetzen würden. Wenn es um """"Landesverteidigung""" (alias: Willkürlicher Massenmord für Erlangung von Ressourcen) geht, gelten praktisch keine Bürgerrechte mehr und man darf zusehen wie der eigene Code für die Hinrichtung von Menschen missbraucht wird.

    Kann Spuren von persönlichen Meinungen, Sarkasmus und Erdnüssen enthalten. Ausdrucke nicht für den Verzehr geeignet. Ungelesen mindestens haltbar bis: siehe Rückseite

  6. Re: Das einzige was mich an (X)GPL wirklich stört ...

    Autor: EifX 31.07.15 - 09:13

    So etwas lässt sich leider nicht verhindern. Einige Studenten dürften bereits von der sogenannten Zivilschutzklausel gehört haben, von denen leider einige der Meinung waren, dass sie sinnvoll wäre. Von Kassel weiß ich, dass sie umgesetzt wurde, meine Uni blieb davon verschont.
    Diese Klausel besagt, dass sämtliche Forschung offen gelegt werden muss und die Geldgeber für diese Projekte genannt werden müssen. Sollten sich unter den Geldgebern jemand finden, der irgendwas mit "Militär" zu tun hat(te), muss das Forschungsprojekt eingestellt werden. In Kassel nahm das mittlerweile Überhand und es wurden ganze Arbeitsgruppen eingestampft, weil beispielsweise die Lehre über Turbinen und Antrieb (im Maschinenbau) potentiell für Panzer und Kampfflugzeuge genutzt werden könnte... Mein Kumpel, der dort studiert, sagte mir, dass es nun echt schwer sei, dort zu studieren, weil einfach zu viel gestrichen worden sei...

    Dieser kleine Exkurs zeigt: Solche Einschränkungen können schnell dazu führen, dass man schnell von der anderen Seite des Pferdes fallen kann. Daher sollte man mit solchen Forderungen immer recht vorsichtig sein...

    Trivia am Rande: Die Abstimmungen für oder gegen die Klausel wurden meist von Geisteswissenschaftler forciert und so durchgeführt, dass der Rest der Studentenschaft nicht ausreichend informiert wurde. Zum einen wusste man nicht, dass bei den jährlichen Wählen diese sonderwahl zusätzlich war und zum anderen war der Stimmzettel sinngemäß so verfasst: "Krieg ist nicht gut. Willst du ihn unterstützen?"

  7. Re: Das einzige was mich an (X)GPL wirklich stört ...

    Autor: Nebucatnetzer 01.08.15 - 10:44

    Das ist leider nicht ganz einfach.
    Ich habe erst diese Woche ein bisschen recherchiert ob es nicht
    eine friedliche Lizenz gäbe die ich verwenden könnte.
    Gibt nicht wirklich eine die noch bei aktiven Projekten eingesetzt wird.
    Das Problem ist auch dass, das Militär nicht nur Krieg führt.
    Die werden ja oft auch für den Katastrophenschutz geholt etc.
    Es gibt eine Lizenz die sagt das man den Code nicht dazu verwenden darf Menschen zu verletzen.
    Ich weiss darüber allerdings darum weiss ich nicht ob sie was taugt: https://github.com/WiseEarthTechnology/CrisisCommunicator/blob/master/PeaceOSL.txt

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