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2 Personen für die Freischaltung

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  1. 2 Personen für die Freischaltung

    Autor: 111000110010 04.07.14 - 13:27

    Bei Privatpersonen sollten mindestens zwei Personen zur Freischaltung benötigt werden. Dann kann der Sportschütze seine Waffe mit nach Hause nehmen, sie aber erst am Schießstand von einem Verantwortlichen entsperren lassen.

  2. Re: 2 Personen für die Freischaltung

    Autor: Pinata 04.07.14 - 14:21

    Genau und der fährt dann mit jedem auf die Meisterschaften in ganz Deutschland mit. Dann soll das bitte doch Claudia Roth machen, die hat ja eh nicht mehr so viel zu tun.

    ... danke für den gut durchdachten Vorschlag, da hat sich jemand ja intensiv mit dem Thema beschäftigt, dass er uns mit seinem geistigen Erguss bereichern kann.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.07.14 14:22 durch Pinata.

  3. Re: 2 Personen für die Freischaltung

    Autor: floggrr 04.07.14 - 14:31

    Hat Claudia Roth nicht immer eine Walther PPK in der Handtasche?

  4. Re: 2 Personen für die Freischaltung

    Autor: Pinata 04.07.14 - 14:34

    "Angeblich" nicht ... :D sie hat die zwei Polizisten auch verklagt die sie "angeblich" damit erwischt haben ....

    Aber schön dass die Politiker die der Bevölkerung alles verbieten wollen automatisch einen Waffenschein bekommen, als gefährdete Person ... haben eh Sicherheitsdienst und Bodyguards ... da braucht man zum Selbstschutz schon einen Waffenschein.

    Die Bevölkerung am Land kann ja dann dem Einbrecher mit einem Telefonat mit der Polizei drohen, die dann, weil chronisch unterbesetzt und überarbeitet irgendwann in 3 Stunden ankommt, oder teilweise nicht die Wache verlassen darf, weil diese dann nicht mehr besetzt ist. (schöne Grüße an die armen Schweine der Polizei aus Bad Griesbach)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.07.14 14:39 durch Pinata.

  5. Re: 2 Personen für die Freischaltung

    Autor: Prypjat 04.07.14 - 15:01

    Wenn Du möchtest, dass sofort jemand kommt, dann musst Du behaupten jemand umgebracht zu haben. Aber im nachhinein kann man dafür belangt werden.
    Es gilt also abzuwägen, ob man Leben möchte und eine Strafe bekommt oder ob man Sterben möchte.

  6. Re: 2 Personen für die Freischaltung

    Autor: 111000110010 04.07.14 - 15:27

    Pinata schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau und der fährt dann mit jedem auf die Meisterschaften in ganz
    > Deutschland mit.
    >
    > ... danke für den gut durchdachten Vorschlag, da hat sich jemand ja
    > intensiv mit dem Thema beschäftigt, dass er uns mit seinem geistigen Erguss
    > bereichern kann.

    Wenn man nur Probleme sieht und keine Lösungen... Also ein Gewehr könnte auf mehrere Personen registriert werden, von denen dann zwei benötigt werden um das Gewehr zu entsprerren...

    Darfst aber auch gernen einen Vorschalg in die Runde schmeissen, mit dem man sicherstellen kann, dass jede private Waffe nur für den vom Gesetztgeber vorgesehenen Zweck eingesetzt wird.

  7. Re: 2 Personen für die Freischaltung

    Autor: genussge 04.07.14 - 15:34

    Muss ja auch nicht unbedingt immer die gleiche "zweite Person" sein. Noch besser, ähnlch wie im Artikel erwähnt, wenn die Waffe nur in bestimmten Gebieten verwendet werden kann zum Beispiel in der Halle/Platz wo das Tunier stattfndet oder trainiert wird.

  8. Re: 2 Personen für die Freischaltung

    Autor: Pinata 04.07.14 - 16:39

    111000110010 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Pinata schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Genau und der fährt dann mit jedem auf die Meisterschaften in ganz
    > > Deutschland mit.
    > >
    > > ... danke für den gut durchdachten Vorschlag, da hat sich jemand ja
    > > intensiv mit dem Thema beschäftigt, dass er uns mit seinem geistigen
    > Erguss
    > > bereichern kann.
    >
    > Wenn man nur Probleme sieht und keine Lösungen... Also ein Gewehr könnte
    > auf mehrere Personen registriert werden, von denen dann zwei benötigt
    > werden um das Gewehr zu entsprerren...
    >
    > Darfst aber auch gernen einen Vorschalg in die Runde schmeissen, mit dem
    > man sicherstellen kann, dass jede private Waffe nur für den vom
    > Gesetztgeber vorgesehenen Zweck eingesetzt wird.

    Gibt es schon, nennt sich Hirn und sollte jeder davon grundsätzlich ausgestattet sein. Leider ist das nicht bei allen aktiviert. :/ Das wäre das einzig zuverlässige Mittel. Für den anderen scheiß gibt es genügend illegale Waffen in Deutschland und Leute die willens sind Sicherungen zum umgehen.

    Es wird niemals eine Sicherung, ein Gesetz oder etwas Geben, dass verhindert dass jemand Waffen missbraucht solange es Menschen gibt.

    Aber mit Gesetzen trifft man halt i.d.R. Leute die sich an Gesetze halten. Mit dem Erwerb einer Schusswaffe verändert sich auch die Einstellung zu vielen Sachen. Ich zitiere sehr sehr ungern jetzt einen Spiderman oder war es Superman Film, aber mit Erlangen von "Macht"(hier bitte Waffe einsetzen, wobei beide Sachen nicht gleichzusetzen sind) erwächst einem auch mehr Verantwortung.

    Ich war ja schon immer ein ziemlicher "Langweiler", habe nie Alk getrunken wenn ich Autofahren muss, keine Schlägereien, keine Drogen (nicht mal Rauchen, mmn auch eine Droge) und seit ich Waffenbesitzer bin, gibts nicht mal mehr sporadische Geschwindigkeitsübertretungen, Alkohol trinke ich gar nicht mehr (und ich bin keiner der auf Alkohol aggressiv wird sondern eher nur müde) ... Und so geht es vielen Waffenbesitzern, zumindest in meinem Umfeld. Deswegen sind die Legalen eh nicht das Problem, die benutzen sie vielleicht noch illegal zum Suizid. Die ganzen Illegalen sind eh von allen Maßnahmen unbetroffen.

  9. Re: 2 Personen für die Freischaltung

    Autor: 111000110010 04.07.14 - 17:06

    Es geht in der Diskussion doch gar nicht um die illegalen Waffen. Es geht darum, dass eine Sportwaffe oder Jagdwaffe eben z.B. nicht zum Suizid verwendet werden kann, oder zur Selbstverteidigung. Wünschenswert ist auch, dass es sich nicht mehr lohnt, legale Waffen zu stehlen.

    2013 sind 27 Menschen durch legale Waffen ums Leben gekommen, wenn man da mal auf 0 kommen will, muss man irgendwann mal dies und das verändern. Ich habe kein Verständniss dafür, wenn ein Sportschütze seine Waffen auch als Mittel zur Selbstverteidigung wahrnimmt.

  10. Re: 2 Personen für die Freischaltung

    Autor: PhilSt 04.07.14 - 19:58

    111000110010 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 2013 sind 27 Menschen durch legale Waffen ums Leben gekommen, wenn man da
    > mal auf 0 kommen will, muss man irgendwann mal dies und das verändern. Ich
    > habe kein Verständniss dafür, wenn ein Sportschütze seine Waffen auch als
    > Mittel zur Selbstverteidigung wahrnimmt.

    Und wenns keine Schusswaffen gewesen wären, wäre es ein Messer oder ein Fleischklopfer gewesen... ich bin mir sicher, es sterben mehr Menschen in Deutschland durch legale Messer als durch legale Schusswaffen.

  11. Re: 2 Personen für die Freischaltung

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 05.07.14 - 09:18

    Pinata schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gibt es schon, nennt sich Hirn und sollte jeder davon
    > grundsätzlich ausgestattet sein. Leider ist das nicht bei
    > allen aktiviert. :/ Das wäre das einzig zuverlässige Mittel.
    > Für den anderen scheiß gibt es genügend illegale
    > Waffen in Deutschland und Leute die willens sind
    > Sicherungen zum umgehen.

    Als Waffenbesitzer (und ich halte mich durchaus für verantwortungsbewusst ...) stimme dir prinzipiell zu, aber trotzdem dürfen wir nicht den Langzeiteffekt unterschlagen:

    Die meisten illegalen Waffen waren irgendwann mal legale Waffen, die irgendwann - meistens durch Diebstahl - aus dem Raster gefallen sind. Personalisierte Waffen sind für Diebe uninteressant: Sie können sie nicht benutzen, sie können sie nicht verkaufen. Über kurz oder lang dürfte der Schwarzmarkt für Handfeuerwaffen dadurch ordentlich ausdünnen, denn das bisherige Problem ist, dass für jede aus dem Verkehr gezogene illegale Waffe mindestens eine, vermutlich aber mehr wieder auf dem Schwarzmarkt landen.

    Das Hauptproblem sehe ich überdies gar nicht in illegalen Waffen, sondern in der unbefugten und/oder fahrlässigen Verwendung von legalen Waffen. Auch hier können entsprechende Sicherungen helfen.

    Neben der Ausdünnung des Schwarzmarkts und mehr Sicherheit im zivilen Umgang gibt es auch noch eine Reihe sekundärer, aber doch irgendwie nützliche Effekte: Bei Tötungsdelikten mit Schusswaffen ist die Beweiskette kürzer und fester. Der Nächste, der mit einer Waffe herum fuchtelt und es nur darauf anlegt, seinen Suizid durch die Polizei erledigen zu lassen, wird womöglich nicht erschossen wenn sich herausstellt, das er diese Waffe gechipt, aber gar nicht auf ihn registriert ist, er sie also gar nicht abfeuern könnte - von ähnlichen Situationen wie Raubüberfällen, wo die irgendwo "besorgte" Waffe nur als Droh-Attrappe verwendet wird ganz zu schweigen. Generell könnte man echte Waffen viel leichter von täuschend echten Attrappen unterscheiden oder bei Sichtkontrollen schneller feststellen, ob die gesichtete Waffe gechipt, also legal ist oder ob es sich um eine ungechipte, also grundsätzlich illegale Waffe handelt.

    Und selbst wenn der Nutzen der Maßnahme spärlicher wäre, kann diese sinnvoll sein, sofern nur der Schaden noch geringer ist. Ist der Schaden von personalisierten Waffen praktisch gleich Null, wäre ist selbst der kleinste Nutzen die Einführung wert.

    Was mir im politischen Rahmen ein wenig Bauchschmerzen bereitet ist, wenn es Ausnahmen für Behörden gibt. Das ist alles schön und gut, solange der Staat gerecht ist. Ist er es nicht mehr und wird zur Diktatur, hat er seine Bürger wirksam entwaffnet. Allerdings sind diese Bauchschmerzen wirklich sehr gering, denn erfahrungsgemäß verschwimmen bei solchen extremen politischen Ereignissen die Grenzen zwischen Bürger und Obrigkeit, sprich, wenn es zu Auseinandersetzungen kommt, stellen sich erfahrungsgemäß genug Leute mit unbeschränkt funktionsfähigen Waffen auf die Seite der geknechteten Bevölkerung, die sich sukzessive ohnehin am Arsenal der Diktatur bedient.
    Insofern ist das Argument, der Bürger würde am bewaffneten Widerstand gehindert, ein sehr dünnes, denn bewaffneter Widerstand ist der zum einen der Ausnahmefall und zu anderen nicht davon abhängig, dass jeder Bürger bereits in Friedenszeiten bewaffnet sein muss.
    Außerdem sind die meisten Zivilbevölkerungen ohnehin so bequem, die würden ihren Hintern nicht einmal dann hochbekommen, wenn sie ein ganzes Arsenal im Keller hätten. Wer seine bürgerlichen Freiheiten und Rechtsstaatlichkeit nicht in Friedenszeiten mit zivilen Mitteln (wenigstens symbolisch) vertreten kann/will, der wird in der Krise erst recht nicht zum Widerstandskämpfer. Da ist viel Augenwischerei im Spiel.

  12. Re: 2 Personen für die Freischaltung

    Autor: zu Gast 05.07.14 - 10:20

    Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:

    > Die meisten illegalen Waffen waren irgendwann mal legale Waffen, die
    > irgendwann - meistens durch Diebstahl - aus dem Raster gefallen sind.
    > Personalisierte Waffen sind für Diebe uninteressant: Sie können sie nicht
    > benutzen, sie können sie nicht verkaufen. Über kurz oder lang dürfte der
    > Schwarzmarkt für Handfeuerwaffen dadurch ordentlich ausdünnen, denn das
    > bisherige Problem ist, dass für jede aus dem Verkehr gezogene illegale
    > Waffe mindestens eine, vermutlich aber mehr wieder auf dem Schwarzmarkt
    > landen.

    Naja,
    Erstens müssten dann ja alle Schusswaffen derartig ausgerüstet sein, zweitens müsste die Industrie auch alle Waffen so bauen. Und da haben wir schon das erste Problem, Schusswaffen und Munition werden in Krisenländern von Kindern irgendwo im Hinterhof zusammengefrickelt.
    Zum anderen werden im relevanten Bereichen, Militär, Sicherheit etc Weltweit .....dort müssen Schusswaffen kompromisslos funktionieren können.
    Man wird mit Sicherheit eine Clock auch umbauen/abrüsten, oder sich eine "ohne" in eines unserer liberaleren Waffenländer beschaffen können.

    Solche Beschränkungen würde nur darauf hinauslaufen, da ja die Verfügbarkeit "klassischer Waffen" weiterhin gegeben ist, das der Schwarzmarkt aufleben wird. Denn es wird sich noch mehr lohnen Waffen illegal zu vertickern oder eben entsprechende Umbausätze.
    Da ja jeder mit Waffenkenntnis weiss das man die Funktion einer Waffe dadurch erhält das sie gut zerlegbar und zu reinigen ist, sind mit Sicherheit die Baugruppen gut erreichbar.

    Die Sicherheitstechnik sollte man daher eher als Placebo betrachten, wie die tollen Laufdildos von Armatix.

    So eine Waffe für den Bankraub muss ja nicht Präzise sein;-) Hautsache das Drohpotenzial ist vorhanden und es fliegen Bohnen vorne raus.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.07.14 10:22 durch zu Gast.

  13. Re: 2 Personen für die Freischaltung

    Autor: 111000110010 05.07.14 - 18:32

    >Erstens müssten dann ja alle Schusswaffen derartig ausgerüstet sein, zweitens >müsste die Industrie auch alle Waffen so bauen. Und da haben wir schon das erste >Problem, Schusswaffen und Munition werden in Krisenländern von Kindern irgendwo >im Hinterhof zusammengefrickelt.
    >Zum anderen werden im relevanten Bereichen, Militär, Sicherheit etc Weltweit >....dort müssen Schusswaffen kompromisslos funktionieren können.
    >Man wird mit Sicherheit eine Clock auch umbauen/abrüsten, oder sich eine "ohne" in >eines unserer liberaleren Waffenländer beschaffen können.

    Die Sicherung von privaten legal erworbenen Waffen hat doch nichts mit dem zu tun, was du gerade als Szenario beschreibst. Fast alle Waffenhersteller halten Patente auf Authorisationsmethoden für Waffen.

    >Solche Beschränkungen würde nur darauf hinauslaufen, da ja die Verfügbarkeit >"klassischer Waffen" weiterhin gegeben ist, das der Schwarzmarkt aufleben wird. >Denn es wird sich noch mehr lohnen Waffen illegal zu vertickern oder eben >entsprechende Umbausätze.

    Reden wir hier noch von zivilen Sport- und Jagdtwaffen in Deutschland oder sind wie jetzt gedanklich in den USA? Waffenhalter in Deutschland gelten doch als Verantwortungsbewusste Menschen, die werden doch nicht anfangen an ihren legalen Waffen herumzuschrauben oder sich welche auf dem Schwarzmarkt zu kaufen?

  14. Re: 2 Personen für die Freischaltung

    Autor: zu Gast 05.07.14 - 22:59

    111000110010 schrieb:

    > Reden wir hier noch von zivilen Sport- und Jagdtwaffen in Deutschland oder
    > sind wie jetzt gedanklich in den USA? Waffenhalter in Deutschland gelten
    > doch als Verantwortungsbewusste Menschen, die werden doch nicht anfangen an
    > ihren legalen Waffen herumzuschrauben oder sich welche auf dem Schwarzmarkt
    > zu kaufen?

    Was sind "Jagdwaffen" bzw. wie definierst du diese? Und Sportwaffen? Auch eine Glock kann eine "Sportwaffe" sein. Das nur mal so am Rand.

    Du scheinst nicht ganz verstanden zu haben um was es mir geht. Was nützt es die legalen Waffen zu verkomplizieren, wenn man auf illegalen oftmals auch unkomplizierten Wege, auch weiterhin an Waffen ohne "Dildo" herankommt? Ganz zu schweigen von Teilen.

    So bekommt man auch eine personalisierte gestohlene Waffe wieder scharf. Damit ist die Begründung von weiter oben, das diese Waffen uninteressant sind, hinfällig.

    Interessanterweise dreht sich immer alles nur um die legalen Waffen, wohl unwissend dessen das die Anzahl der illegalen deutlich höher liegt.

    >Waffenhalter in Deutschland gelten doch als Verantwortungsbewusste Menschen, die >werden doch nicht anfangen an ihren legalen Waffen herumzuschrauben oder sich >welche auf dem Schwarzmarkt zu kaufen?

    Weiss jetzt zwar nicht was du mit Waffenhalter meinst, aber meist sind sie im Tresor festgeschraubt oder genietet ;-) Waffenbesitzer ;-) heißt das.
    Das ist keine Frage von berechtigten oder unberechtigten Waffenbesitz. Jeder der eine Waffen haben möchte wird auch auf irgendeinen Weg an eine herankommen.
    Und wer beabsichtigt eine, was auch immer, Tat zu begehen wird sich sicher nicht davon abschrecken lassen das die Beschaffung oder Umbau möglicherweise Illegal ist.

    Und jetzt kommt eigentlich das eigentliche Problem. Je mehr Beschränkungen und Einschränkungen bestehen, desto uninteressanter wird der Weg legaler Waffenbesitzer zu werden. Nur damit lösen wir nicht das Problem, sondern schaffen ein weit größeres. Denn es ist einfacher 2, 3, 4 oder 5 Mio. legale Waffenbesitzer im Auge zu behalten als eine unbekannte Zahl illegaler. Und für die, wäre es sogar noch deutlich billiger.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 05.07.14 23:16 durch zu Gast.

  15. Re: 2 Personen für die Freischaltung

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 06.07.14 - 11:05

    zu Gast schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Erstens müssten dann ja alle Schusswaffen derartig
    > ausgerüstet sein, zweitens müsste die Industrie auch
    > alle Waffen so bauen.

    Die Industrie baut nur Waffen, die sie auch verkaufen kann, und wenn nur noch entsprechend ausgerüstete Waffen verkauft werden dürfen ... Was wird dann wohl passieren?

    > Und da haben wir schon das erste Problem,
    > Schusswaffen und Munition werden in Krisenländern
    > von Kindern irgendwo im Hinterhof zusammengefrickelt.

    Das ist zwar eine malerische Vorstellung, stimmt aber nur bedingt. Es ist richtig, dass in einigen Entwicklungsländern Waffen von Dorfgemeinschaften (und dort auch von Kindern) zusammengebaut werden, aber die Bauteile werden nicht vom Dorfschmied über einem Haufen glimmenden Kamel-Dung geschmiedet, sondern stammen aus Fabriken, die in Lizenz, also erst einmal ganz legal fertigen. Das betrifft allerdings hauptsächlich mechanisch sehr einfache und schon seit Urzeiten auf dem Markt und im Einsatz befindliche Waffen wie beispielsweise die AK-74. Du wirst kein Dorf finden, dass moderne Sturmgewehre montiert, geschweige denn deren Bauteile fertigt. Und auch wenn man die Gerätschaften für die Fertigung von Patronen in jede Palmhütte stellen und sogar ohne Strom betreiben kann, braucht man doch schon ein wenig chemische Industrie, um die Treibmittel herzustellen und ein paar Grundbedingungen, um diese sicher zu lagern.

    Außerdem sind wir da eher im Bereich des internationalen Waffenhandels und der Lizenzfertigung, was mit lokalen Schwarzmärkten höchst unterschiedliche Schnittmengen aufweist. Was beispielsweise in Deutschland auf dem Schwarzmark landet sind eben keine Kaschis, die irgendwo am Allerwertesten der Welt assembliert wurden, sondern überwiegend Waffen aus tschechischer, österreichischer und eben deutscher Produktion, die mal ganz legal waren, bevor sie aus dem Raster gerutscht sind. Es sind Waffen mit abgefeilter oder abgeätzter Seriennummer, die zuvor entweder einzeln ihren Besitzern oder in größeren Mengen zertifizierten Händlern entwendet wurden oder als Re-Importe (über Zwischenländer, die für die Waffenausfuhr nicht auf dem Index stehen, aber trotzdem sehr lasche und/oder ungenügend durchgesetzte Regularien haben) wieder mehr oder weniger am Ausgangspunkt landen. Dazwischen dann mal ab und zu ein Schießeisen aus Erbschaften, Kellerfunden und anderen Ereignissen, die den dokumentierten Lebenslauf einer Waffe unterbrechen können.

    Natürlich werden Individualisierungs- und/oder Registrierungsmaßnahmen den Schwarzmarkt nicht austrocknen, deshalb habe ich wohlweislich auch von "ausdünnen" gesprochen. Der Schwarzmarkt hat zu viele Quellen, die man unmöglich alle schließen kann, aber wenn man einige - und dabei noch nicht einmal die kleinsten - stopfen kann, ist schon viel erreicht.

    Abgesehen davon ist jede weitere Hürde bei der Waffennutzung ein weiterer Punkt, der Vollpfosten davon abhält, ohne echten Bedarf eine Waffe besitzen zu wollen. Das ist auch für ernsthafte Waffennutzer (Ja, dazu zählen Sportschützen und Jäger ...) eine durchaus attraktive Vorstellung und so lange es für mich nicht unzumutbar wird, finde ich jede Maßnahme gerechtfertigt, die einen Nutzen hat, und sei er auch nur gering. Wenn meine Waffen zukünftig nur noch feuern, wenn ich sie in der Hand halte, sehe ich darin beispielsweise gar kein Problem. Wenn bei Waffen für den Schießsport noch die Zweitfreigabe eines beliebigen zugelassenen Schießstandbetreibers erforderlich ist, wird es langsam etwas umständlicher, ist aber immer noch unkritisch.

    Erst wenn es um Dinge wie PIN-Eingaben, Schlüssel und ähnliche Dinge geht, müsste man differenzieren. Bei Sport- und Jagdwaffen ist es vielleicht noch zumutbar, schließlich muss man die niemals ad hoc schussbereit haben bzw. macht sie einmal für das Training, das Turnier oder auf dem Anstand schussbereit und kann sie danach nutzen. Für Gesetzeshüter oder im Kampfeinsatz wäre das natürlich nicht praktikabel.

    Ebenso wenig natürlich für Waffen, die der Selbstverteidigung von Privatpersonen dienen, aber da sehe ich ohnehin nur wenige Fälle, wo eine Schusswaffe dazu nötig wäre. Hierzulande gar nicht und selbst in den USA schafft es nicht einmal die NRA, sonderlich viele Fälle auszugraben, bei denen tatsächlich einmal jemand Leib und Leben und Eigentum mit einer Schusswaffe schützen musste und das auch erfolgreich hinbekommen hat; meistens haben sie eher damit zu tun, Fälle kleinzureden, in denen private Schusswaffen durch Vorsatz oder Fahrlässigkeit für Tragödien gesorgt haben. Es gibt ja noch nicht einmal eine abschreckende Wirkung, eher im Gegenteil: Häufig wird eingebrochen, gerade weil die Einbrecher die im Haushalt vorhandenen Schusswaffen erbeuten wollen und Einbrecher sind hauptsächlich dann bewaffnet, wenn sie mit bewaffneten Opfern rechnen müssen - ansonsten hätten sie nämlich guten Grund, unbewaffnet zu sein, weil das den feinen Unterschied zwischen Einbruch und Raubüberfall ausmachen kann, wenn's schiefgehen sollte.

  16. Re: 2 Personen für die Freischaltung

    Autor: zu Gast 06.07.14 - 17:11

    Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:
    > Abgesehen davon ist jede weitere Hürde bei der Waffennutzung ein weiterer
    > Punkt, der Vollpfosten davon abhält, ohne echten Bedarf eine Waffe besitzen
    > zu wollen. Das ist auch für ernsthafte Waffennutzer (Ja, dazu zählen
    > Sportschützen und Jäger ...) eine durchaus attraktive Vorstellung und so
    > lange es für mich nicht unzumutbar wird, finde ich jede Maßnahme
    > gerechtfertigt, die einen Nutzen hat, und sei er auch nur gering.

    Ich, und auch http://www.fvlw.de/ finden diese alles andere als attraktiv.
    Ich weiss also nicht wie du auf diese Idee kommst und ich sage jetzt als Jäger, ich lasse mich hier nur ungern regulieren oder etwas aufzwingen. Ich möchte Waffen benutzen, die kompromisslos funktionieren und keine weiteren Fehlerquellen am System.

    Im übrigen hast du auf der Jagd sehr häufig Situationen, in der man seine Waffe schnell Schussbereit haben muss. Das merke ich als Hundeführer immer mal wieder.
    Jetzt könnte man zwar erklären, die Freischaltung gilt solange wie sie benötigt wird oder für xy Stunden. Das würde es aber absurd machen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.07.14 17:19 durch zu Gast.

  17. Re: 2 Personen für die Freischaltung

    Autor: 111000110010 06.07.14 - 18:56

    >Ich möchte Waffen benutzen, die kompromisslos
    >funktionieren und keine weiteren Fehlerquellen am System.

    >Jetzt könnte man zwar erklären, die Freischaltung gilt solange
    >wie sie benötigt wird oder für xy Stunden. Das würde es aber
    >absurd machen.

    Ich denke, dass es natürlich wichtig ist, dass die Waffen bei der legalen Nutzung so funktionieren, wie es sinnvoll ist. Aber bei der Jagd geht so einiges schief und es gibt jedes Jahr Tote und Verletzte. Missbraucht werden die Waffen auch.

    Wie stellt sich denn die Jagdgemeinde das ganze vor? Am besten alles so lassen wie es ist?

  18. Re: 2 Personen für die Freischaltung

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 06.07.14 - 19:12

    zu Gast schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich, und auch www.fvlw.de finden diese alles andere
    > als attraktiv.

    Zum Glück ist meine Meinung nicht von deiner und der deines Vereins abhängig. Und natürlich auch umgekehrt. :-)

    > Ich weiss also nicht wie du auf diese Idee kommst

    Ganz einfach: Ich treffe einfach zu oft auf Waffenbesitzer, die aufgrund ihrer sittlichen, mentalen und kognitiven Beschaffenheit nicht einmal ein scharfes Handtuch im Schrank haben, geschweige denn in den Händen halten sollten. Ich halte jede Wette, dass ein Großteil dieser Leute den Waffenbesitz unattraktiv finden würden, wenn der Gunporn-Faktor reduziert wird.

    Ich bin da ganz ehrlich, mir geht es gar nicht vorrangig darum, die Menschheit friedlicher und die Welt sicherer zu machen, aber ich möchte - großer Maßstab - im Blick der Öffentlichkeit nicht mit solchen Knallchargen in einen Hut gesteckt werden und fände es - kleiner Maßstab - auch irgendwie ganz gut, wenn weniger solcher Typen die Schießbahnen blockieren. ;-) Und wenn ich mich so mit Anderen unterhalte gewinne ich durchaus den Eindruck, dass ich damit nicht alleine bin, auch wenn wir noch keinen Verein für unser Anliegen gegründet haben.

    > und ich sage jetzt als Jäger, ich lasse mich hier nur ungern
    > regulieren oder etwas aufzwingen. Ich möchte Waffen
    > benutzen, die kompromisslos funktionieren und keine
    > weiteren Fehlerquellen am System.

    Die hauptsächliche Fehlerquelle befindet sich am ungefährlichen Ende der Waffe. Und da es leider keinen Weg gibt, Menschen mal eben umzubauen, wird man in der Funktionseinheit von Mensch und Werkzeug wohl das Werkzeug, also in diesem Fall die Waffe, umbauen müssen.

    Wohlgemerkt, ich fände es natürlich grundsätzlich besser, wenn man die Waffen so lässt wie sie sind, aber dafür die Kriterien für den Besitz und das Führen von Waffen modifiziert. So lange man dafür nämlich nur volljährig, nicht offenkundig gestört oder drogenabhängig sein, eine inhaltlich wenig anspruchsvolle Sachkundeprüfung bestanden haben und einen Grund benennen muss gibt es viel Spielraum für (Un-) Personen, die ich ungern im Besitz von Schusswaffen sehe.

    > Im übrigen hast du auf der Jagd sehr häufig Situationen,
    > in der man seine Waffe schnell Schussbereit haben muss.
    > Das merke ich als Hundeführer immer mal wieder.

    Und wo ist jetzt das Problem, wenn man die Waffe bei Ankunft im Revier - also an dem Ort, wo man sie überhaupt führen darf - einmal freischaltet und vor Verlassen des Reviers wieder sperrt? Das wäre doch nur ein zusätzlicher Handgriff, wenn man die Waffe ohnehin schussbereit bzw. später wieder transportbereit macht.

    > Jetzt könnte man zwar erklären, die Freischaltung gilt
    > solange wie sie benötigt wird oder für xy Stunden.
    > Das würde es aber absurd machen.

    Unter gewissen Umständen kann alles absurd sein oder dazu erklärt werden. Grundsätzlich ist es aber gerade bei Einsatzzwecken, die an bestimmte Orte gebunden sind gar nicht so dumm, wenn die Waffe auch nur an diesem Ort schussbereit ist. Sicherlich muss das System ausreichend zuverlässig sein, aber irgendwie sehe ich da das Problem nicht: Elektronische Waffensicherungen sind unkomplizierter als ein Herzschrittmacher und wenn dann alle Jubeljahre doch mal eine nicht freischaltet sind die Folgen weitaus geringfügiger.
    Moralische Erwägungen mal außen vor: Ist die Fehlerquote der Freischaltung geringer als die Zahl der Fälle von vorsätzlichen oder unsachgemäßen Umgang mit Schusswaffen, ist die Maßnahme valide.

    Und wie bereits gesagt, von Schlüsseln, PIN-Eingaben, mitgeführten oder implantierten Funkchips und ähnlichen Zeug halte ich persönlich gar nichts. Wenn meine Waffen allerdings nur auf mein Griffmuster oder meinen Fingerabdruck hin auslösen, wäre ich damit sehr einverstanden, zumal man damit auch einige der sehr viel umständlicheren Vorgaben zur sicheren Aufbewahrung lockern könnte, da die Waffen ohne mich als Schützen nur Briefbeschwerer wären.

  19. Re: 2 Personen für die Freischaltung

    Autor: anasazi 07.07.14 - 13:19

    111000110010 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht in der Diskussion doch gar nicht um die illegalen Waffen. Es geht
    > darum, dass eine Sportwaffe oder Jagdwaffe eben z.B. nicht zum Suizid
    > verwendet werden kann, oder zur Selbstverteidigung. Wünschenswert ist auch,
    > dass es sich nicht mehr lohnt, legale Waffen zu stehlen.
    >
    > 2013 sind 27 Menschen durch legale Waffen ums Leben gekommen, wenn man da
    > mal auf 0 kommen will, muss man irgendwann mal dies und das verändern. Ich
    > habe kein Verständniss dafür, wenn ein Sportschütze seine Waffen auch als
    > Mittel zur Selbstverteidigung wahrnimmt.

    Das ist allein dein Problem. Denn für den Sportschützen gilt wie für dich auch folgendes :

    http://dejure.org/gesetze/StGB/34.html

    Und eine Waffe kann nun einmal auch unter "geeignete Mittel" fallen. Auch wenn es
    Schusswaffen sind.

  20. Re: 2 Personen für die Freischaltung

    Autor: 111000110010 07.07.14 - 16:27

    >Und eine Waffe kann nun einmal auch unter "geeignete Mittel"
    >fallen. Auch wenn es Schusswaffen sind.

    Und eine Sport- odeer Jagdgwaffe sollte meines erachtens so abgeändert werden, dass es eben kein so geeignetes Mittel darstellt.

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  2. Cradlepoint Ericsson gibt 1,1 Milliarden Dollar für Routerhersteller aus
  3. Neben Huawei Telekom wählt Ericsson als zweiten 5G-Ausrüster

Pinephone im Test: Das etwas pineliche Linux-Phone für Bastler
Pinephone im Test
Das etwas pineliche Linux-Phone für Bastler

Mit dem Pinephone gibt es endlich wieder ein richtiges Linux-Telefon, samt freier Treiber und ohne Android. Das Projekt scheitert aber leider noch an der Realität.
Ein Test von Sebastian Grüner

  1. Linux Mehr Multi-Touch-Support in Elementary OS 6
  2. Kernel Die Neuerungen im kommenden Linux 5.9
  3. VA-API Firefox bringt Linux-Hardwarebeschleunigung auch für X11

Corsair K60 RGB Pro im Test: Teuer trotz Viola
Corsair K60 RGB Pro im Test
Teuer trotz Viola

Corsair verwendet in der K60 Pro RGB als erster Hersteller Cherrys neue preiswerte Viola-Switches. Anders als Cherrys günstige MY-Schalter aus den 80ern hinterlassen diese einen weitaus besseren Eindruck bei uns - der Preis der Tastatur hingegen nicht.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Corsair K100 RGB im Test Das RGB-Monster mit der Lichtschranke
  2. Corsair Externes Touchdisplay ermöglicht schnelle Einstellungen
  3. Corsair One a100 im Test Ryzen-Wasserturm richtig gemacht