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  5. › Software: 15 Jahre altes Programm der…

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  1. Moment!

    Autor: 486dx4-160 20.10.18 - 16:58

    Ich finde es sehr lobenswert, wenn sich ein Mitarbeiter hinsetzt und für ein Problem eine Lösung erarbeitet statt nur Dienst nach Vorschrift zu machen oder nur rumzulamentieren und auf den Chef zu schimpfen.
    Und ich finde es super, dass diese Lösung dermaßen gut und tragfähig ist, dass sie weite Verbreitung gefunden hat und selbst nach 15 Jahren noch eingesetzt wird.

    Wäre das Programm extern erstellt worden, dann wäre es aus Kostengründen vermutlich nie erstellt worden, und wenn doch wäre es wohl nie so gut geworden, und es hätte wohl - ebenfalls aus Kostengründen - auch die 15 Jahre davor keine Updates gegeben. Wartungsverträge sind teuer, Updates noch viel mehr. Mittlerweile wäre in der damals beauftragten Firma (wenn's die noch gibt) wohl keiner mehr, der was mit dem Programm von 2003 was anfangen könnte. Selbst wenn der Quellcode nach auffindbar wäre. Der Kunde bekommt den ja nicht, Freie Software/Open Source war 2003 noch ein "Krebsgeschwür".

    Was ich scheiße finde - und das zieht sich durch's gesamte Wirtschaftsleben - ist fehlendes Wissensmanagement:
    1. Spätestens als das Programm für mehrere Leute wichtig wurde hätte man den Programmierer Zeit geben und auch verpflichten müssen zu dokumentieren, den Quellcode zu kommentieren usw.
    2. Niemand geht spontan in Rente, trotzdem kenne ich kaum eine Firma, in der ein Nachfolger rechtzeitig vor Renteneintritt da ist um die Aufgaben zu übernehmen. Wenn's gut läuft sind's 4 Wochen, das reicht aber hinten und vorne nicht und führt dann dazu, dass der Firma massiv Wissen und Geld verloren geht.

    Mit akzeptablem Wissensmanagement würde es auch weniger ausmachen wenn die Nachfolgerin für eine längere Zeit ausfällt.
    Wenn's schnell gehen soll könnte man jetzt eine Softwarefirma beauftragen, die sich das alte Programm ansieht, dokumentiert und wenn möglich korrigiert, bis eben die Nachfolgerin das übernehmen kann. Ob die sich dann Unterstützung durch Externe holt oder das selbst hinbekommt ist ihre Sache. Solange sie dokumentiert.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 20.10.18 17:02 durch 486dx4-160.

  2. Re: Moment!

    Autor: Agina 22.10.18 - 09:29

    486dx4-160 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Kunde bekommt den Quellcode ja nicht
    Wenn du dir Software entwickeln lässt, gibts dort oft die Klausel, dass im Faller einer Insolvenz/Abwicklung/Auflösung der Firma der Quelltext übergeben wird.

  3. Re: Moment!

    Autor: CSCmdr 24.10.18 - 07:16

    486dx4-160 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > anfangen könnte. Selbst wenn der Quellcode nach auffindbar wäre. Der Kunde
    > bekommt den ja nicht,

    Das kenne ich anders. Wenn ich aufgrund einer Beauftragung für einen Kunden entwickel, gehört das Programm und damit auch der Quellcode dem Kunden und nicht mir.

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