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Paradebeispiel für Softwareentwicklungs-Dilettantismus

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  1. Paradebeispiel für Softwareentwicklungs-Dilettantismus

    Autor: Computer_Science 20.10.18 - 03:48

    Bedarf nicht erkannt, keine professionelle Entwicklung, Lifecycle nicht berücksichtigt ...

    Paradebeispiel, warum Softwareentwicklung in die Hände von Informatikern gehört und nicht von Quereinsteigern oder Autodidakten betrieben werden sollte. Man mag anfangs etwas einsparen, zahlt auf lange Sicht allerdings drauf.

    Ich hatte im Studium auch die ein oder andere Software geschrieben, bei der der Kunde wirklich nur Budget für das Programm bereitgestellt hat, sonst nichts. Wartung, Patches, Weiterentwicklung, etc. hat er abgelehnt. Wehe die Software ist anschließend integraler Bestandteil der Produktionskette: bedeutete für für mich ... ein paar Jahre später meldet sich der Kunde nach einem Betriebssystemupdate ... Software geht nicht ... Produktion steht ... --> ich hab das innerhalb weniger Stunden wieder gefixt ... allerdings mit fürstlicher, beinahe Blankoscheck-Vergütung

    wer vernünftige Ratschläge anfangs ignoriert ... macht sich erpressbar ... und darf von uns kein Mitleid erwarten

  2. Re: Paradebeispiel für Softwareentwicklungs-Dilettantismus

    Autor: Prinzeumel 20.10.18 - 06:15

    Computer_Science schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bedarf nicht erkannt,
    Bedarf wurde erkannt, deswegen hat sich ja wer damals hingesetzt und ein Programm geschrieben.

    > keine professionelle Entwicklung,
    Wer weiß wie das damals gelaufen ist das es dazu kam das da einer auf eigene faust losgelegt hat.

    > Lifecycle nicht
    > berücksichtigt ...
    >
    > Paradebeispiel, warum Softwareentwicklung in die Hände von Informatikern
    > gehört
    Soso. Du kennst also die umstände unter denen es überhaupt dazu gekommen ist das sich da einer hingesetzt und das selbst programmiert hat?
    Ich bezweifel das es da einen auftrag zu gab. Vor 15 jahren lief das alles noch ein wenig anders. Da hat man dem vorgesetzten sein programm gezeigt und wenns gepasst hat wurde es eingesetzt.

    > und nicht von Quereinsteigern oder Autodidakten
    Unsinn. Ich kenne eine menge dieser Leute die um welten besser sind als studierte Informatiker.

    > betrieben werden
    > sollte. Man mag anfangs etwas einsparen, zahlt auf lange Sicht allerdings
    > drauf.
    Oder man erspart sich schlicht leute die meinen sie wären ein Geschenk Gottes.

    >
    > Ich hatte im Studium auch die ein oder andere Software geschrieben, bei der
    > der Kunde wirklich nur Budget für das Programm bereitgestellt hat, sonst
    > nichts. Wartung, Patches, Weiterentwicklung, etc. hat er abgelehnt.
    Dann hast du es schlicht nicht drauf gehabt dem Kunden zu erklären wieso das alles wichtig wäre mit zu bestellen.
    Soviel zu ''Softwareentwicklung gehört in die hand von Informatikern'' ... hat ja super was gebracht in dem fall.

    > Wehe
    > die Software ist anschließend integraler Bestandteil der Produktionskette:
    > bedeutete für für mich ... ein paar Jahre später meldet sich der Kunde nach
    > einem Betriebssystemupdate ... Software geht nicht ... Produktion steht ...
    > --> ich hab das innerhalb weniger Stunden wieder gefixt ... allerdings mit
    > fürstlicher, beinahe Blankoscheck-Vergütung
    Joar. Herzlichen Glückwunsch.
    Da sei dann mal froh das der kunde sich offenbar nicht mit der Rechtslage ausgekannt hat.

    Wieso musste er denn eigentlich deine mondpreise dann zahlen und hat nicht eine vernünftige firma beauftragt das problem zu beheben? Hast du ihm etwa den quellcode vorenthalten?

    >
    > wer vernünftige Ratschläge anfangs ignoriert ... macht sich erpressbar ...
    Wie gesagt, sei froh das der kunde offenbar keinen plan von unserem rechtssystem hatte.

    > und darf von uns kein Mitleid erwarten
    Am ende ist es dein versagen wenn du es als fachmann nicht schaffst deinem kunden klar zu machen wieso Wartung und Pflege wichtig sind. Hinzu kommt die skrupellosigkeit von dir wider besserem wissens den kunden so auflaufen zu lassen. Jemand mit etwas berufsehre im leib hätte den auftrag entweder abgelehnt mit dem hinweis an den Kunden das er so auf dauer nicht glücklich werden wird mit der Software oder aber hätte zumindest ein Minimum an Wartungsarbeiten direkt mit eingepreist.

    Wie gesagt: Soviel zu ''Softwareentwicklung gehört in die hand von Informatikern''

  3. Re: Paradebeispiel für Softwareentwicklungs-Dilettantismus

    Autor: JörnSchönyan 20.10.18 - 08:26

    Ein Minimum Wartungsarbeit war bestimmt eingepreist, aber doch nicht nach Jahren - wieviel Arbeit eine Anpassung an das nächste BS macht, kann man eh nur sehr grob schätzen.

    Das hat auch nix mit der Rechtslage zu tun. Für mein Lotus Ami Pro aus den 90ern bekomme ich auch keine Updates mehr.

  4. Re: Paradebeispiel für Softwareentwicklungs-Dilettantismus

    Autor: Oktavian 20.10.18 - 09:37

    > > fürstlicher, beinahe Blankoscheck-Vergütung
    > Joar. Herzlichen Glückwunsch.
    > Da sei dann mal froh das der kunde sich offenbar nicht mit der Rechtslage
    > ausgekannt hat.

    Auf welche Rechtslage spielst Du an? Sachmängelhaftung? So wie es sich anhört, ist die Abnahme mehr als 2 Jahre her. Zudem kann die im geschäftlichen Umfeld auch auf 1 Jahr verkürzt werden. Zudem dürfte ein Wechsel des Betriebssystems / größere Updates kaum unter einen Sachmangel fallen. Oder denkst Du an ein ganz anderes Rechtskonstrukt?

    > Wieso musste er denn eigentlich deine mondpreise dann zahlen und hat nicht
    > eine vernünftige firma beauftragt das problem zu beheben? Hast du ihm etwa
    > den quellcode vorenthalten?

    Inwiefern vorenthalten? Wenn jemand Software als Gewerk bestellt und geliefert bekommt, steht ihm per Default der Quellcode nicht zu. Vertraglich kann man das natürlich anders regeln aber geschuldet wird das, was im Vertrag benannt ist. Quellcode eben meist nicht.

    Und selbst wenn er ihn hat, darf er ihn erst einmal nicht weiterentwickeln, denn das alleinige Urheberrecht liegt immer noch beim Lieferanten. Auch dieses Recht muss der Kunde sich im Vertrag einräumen lassen. Wir hatten in Verträgen öfter für den Lieferanten eine Pflicht, den Code bei einer vertrauenswürdigen Stelle zu hinterlegen und für den Kunden das Recht, die Software im Fall einer Insolvenz ohne Nachfolge selbst weiterentwickeln zu dürfen.

  5. Re: Paradebeispiel für Softwareentwicklungs-Dilettantismus

    Autor: Vash 20.10.18 - 10:03

    Ich war früher der Ansicht, dass Informatik an die Schulen gehört, weil dann jeder in der Lage wäre Programme zu schreiben oder zu korrigieren. Aber das wäre etwa so wie wenn man jedem das Schreiner beibringen müsste damit man seine Möbel selber bauen kann.

    Man kann in der Schule eben nicht alles lehren / lernen, von den unterschiedlichsten Begabungen ganz abgesehen. Ja es gehört in die Hände von Profis, oder erwarten Sie das die Polizei den Einsatz versäumt weil der Polizist der die Autos wartet gerade krank oder in Rente ist?

  6. Re: Paradebeispiel für Softwareentwicklungs-Dilettantismus

    Autor: Muhaha 20.10.18 - 10:34

    Prinzeumel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Am ende ist es dein versagen wenn du es als fachmann nicht schaffst deinem
    > kunden klar zu machen wieso Wartung und Pflege wichtig sind.

    Quatsch! Wenn der Kunde ausdrücklich nicht will, dann will der Kunde nicht. Man ist nicht die Mutter des Kunden, man kann ihm nicht befehlen Geld für etwas auszugeben, für was keine Notwendigkeit eingesehen wird.

    Ich habe nicht den Eindruck, dass Du viel Erfahrung mit Kundenkontakten in diesem Bereich hast, was auch Deine vollkommen surealen weiteren Anmerkungen vermuten lassen.

  7. Re: Paradebeispiel für Softwareentwicklungs-Dilettantismus

    Autor: sofries 20.10.18 - 10:35

    Als jemand der selbst Informatik studiert hat, finde ich das Gehabe hier lächerlich, dass Autodidakten angeblich schlechter sein sollen. Das Informatikstudium im Grundstudium und jetzt im Bachelor ist doch vor allem dadurch geprägt, dass bei den meisten Unis dank des niedrigen NCs jeder Hinz und Kunz reinkommt. Das führt dazu, dass nur diejenigen unter diesen Studenten wirklich guten Code schreiben, die extrem gute analytische Fähigkeiten haben und sich intensiv in ihrer Freizeit damit beschäftigen. Das sind vielleicht die 10%-20% der besten Absolventen. Der durchschnittliche
    Student, der sich durch Compilerbau irgendwie mit einer 2,7 durchgewurschtelt hat und in Gruppenarbeiten nur mitgezogen wurde, ist keinen Deut besser und meistens sogar schlechter als viele Autodidakten mit langjähriger Berufserfahrung, bekommt aber aufgrund der Arbeitsmarkt Situation mit seinem Abschlusszeugnis trotzdem locker irgendwo einen ordentlichen Job und bildet sich dann meist sogar was darauf ein.

  8. Re: Paradebeispiel für Softwareentwicklungs-Dilettantismus

    Autor: evlute 20.10.18 - 11:05

    Ich kenne zahlreiche Diplom Informatiker die bei der Softwareentwicklung im KISS Prinzip hängen geblieben sind und bedarfsgerechte Software schreiben, die allen Kundenanforderungen genügen. Die Krux an der Sache ist aber das trotz akademischen Hintergrund und Softwaretechnik Kursen OOP immer noch mit prozeduralem Gedankengut vermischt wird. In Verbindung mit einem langen Produktlebenszyklus, ständig neuen Anforderungen, die teils auch alte Anforderungen aufweichen und dann kommen da sehr unschöne, sehr komplexe, chaotische Softwarearchitekturen heraus. Gleichzeitig kenne ich auch sehr viele Akademiker die sich stark an Clean Code, SOLID und anderen Designprinzipien halten und somit sehr stark darauf achten, dass die Kopplung reduziert wird und wie das Law of Demeter sagt, Objekte in unmittelbarer Nähe miteinander kommunizieren. Dazu finde ich es wichtig, dass Klassensammlungen als Komponente erkannt werden und an den Schnittstellen zu anderen Komponenten die Abhängigkeit mittels Inversion of Control umgekehrt wird. Diese Prozesse und Schritte kosten mehr Zeit, machen sich aber gerade bei Behördensoftware und alles andere mit einem langen Produktlebenszyklus bezahlt, weil sich die einzelnen atomaren Bausteine im Sinne des S für Single Responsible in der Regel sehr gut testen lassen und aufgrund der dadurch geschaffenen hohen Kohäsion die Wiederverwendbarkeit sowie die Austauschbarkeit kleiner atomarer Geschäftsregelnerfüller gewährleistet wird. Zum Thema habe ich auch einen Rap samt Beat produziert um meinen Unmut darüber, dass viele egal ob Autodikaten oder Akademiker solche Dinge beim Entwickeln nicht beachten https://www.youtube.com/watch?v=PC0HX0Z0HDc mal Luft zu machen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.10.18 11:07 durch evlute.

  9. Re: Paradebeispiel für Softwareentwicklungs-Dilettantismus

    Autor: Genie 20.10.18 - 11:17

    Computer_Science schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hatte im Studium...

    Ab hier habe aufgehört zu lesen. Das erklärte die Zeilen zuvor...

  10. Re: Paradebeispiel für Softwareentwicklungs-Dilettantismus

    Autor: BlackSuit 20.10.18 - 11:33

    Computer_Science schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bedarf nicht erkannt, keine professionelle Entwicklung, Lifecycle nicht
    > berücksichtigt ...
    >
    > Paradebeispiel, warum Softwareentwicklung in die Hände von Informatikern
    > gehört und nicht von Quereinsteigern oder Autodidakten betrieben werden
    > sollte. Man mag anfangs etwas einsparen, zahlt auf lange Sicht allerdings
    > drauf.
    >
    > Ich hatte im Studium auch die ein oder andere Software geschrieben, bei der
    > der Kunde wirklich nur Budget für das Programm bereitgestellt hat, sonst
    > nichts. Wartung, Patches, Weiterentwicklung, etc. hat er abgelehnt. Wehe
    > die Software ist anschließend integraler Bestandteil der Produktionskette:
    > bedeutete für für mich ... ein paar Jahre später meldet sich der Kunde nach
    > einem Betriebssystemupdate ... Software geht nicht ... Produktion steht ...
    > --> ich hab das innerhalb weniger Stunden wieder gefixt ... allerdings mit
    > fürstlicher, beinahe Blankoscheck-Vergütung
    >
    > wer vernünftige Ratschläge anfangs ignoriert ... macht sich erpressbar ...
    > und darf von uns kein Mitleid erwarten

    Danke das du dich geoutet hast. Zeigt exemplarisch den Unterschied zwischen einem Coder und einem Softwareentwickler.
    Ein Coder frickelt den Code zusammen das er gerade so läuft (bis zum nächsten Betriebssystem Update) und lädt den dann beim Kunden ab, kassiert sein Geld und ist froh drum wenn sich niemand beschwert.
    Ein Softwareentwickler entwickelt ein Gesamtprodukt und weiß dabei um seinen Kompetenzvorsprung. Den nutzt er aber nicht aus um den Kunden abzuziehen, sondern nimmt den Kunden in seiner Fachlichkeit ernst und kann ihm überzeugend darstellen, das Software in Produktion kontinuierlich gewartet werden muss, weil die Ausfallkosten höher als die Wartungskosten sind. Und so entsteht ein Produkt welches den Kunden nicht nur bis zum nächsten Betriebssystem Update glücklich macht, sondern über den ganzen Lebenszyklus. Und der Softwareentwickler bekommt noch regelmäßig Einnahmen.

    Aber gut, das lernt man wohl nicht im Studium und kein Meister ist vom Himmel gefallen.
    Denke immer daran: Es gibt immer ein Gebiet in dem DU dich nicht auskennst, da willst du auch ordentlich beraten werden.

  11. Re: Paradebeispiel für Softwareentwicklungs-Dilettantismus

    Autor: eidolon 20.10.18 - 11:45

    Computer_Science schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Paradebeispiel, warum Softwareentwicklung in die Hände von Informatikern
    > gehört und nicht von Quereinsteigern oder Autodidakten betrieben werden
    > sollte.

    Genau, weil nur gut programmieren kann, wer auf dem Papier "Informatiker" stehen hat.

  12. Re: Paradebeispiel für Softwareentwicklungs-Dilettantismus

    Autor: azeu 20.10.18 - 11:47

    Das hört sich alles vernünftig an, bis auf den Punkt mit dem BS-Update.
    Wie soll man sowas planen können?
    Wenn MS, Apple etc. beschließen diverse Funktionen nicht mehr anzubieten bzw. in andere Libraries umzuziehen? Wenn die Funktionen zum Zeitpunkt der Entwicklung noch nicht als deprecated vermerkt waren?

    ... OVER ...

  13. Re: Paradebeispiel für Softwareentwicklungs-Dilettantismus

    Autor: azeu 20.10.18 - 11:49

    Da gebe ich Dir Recht, aber, ich glaube wir tun ihm dennoch etwas Unrecht.

    Seine Aussage ist - soweit ich sie korrekt verstanden habe:
    Informatiker planen, Quereinsteiger coden das was der Kunde gerade will. Unabhängig davon ob dieser in 3 Jahren damit gegen die Wand fährt.

    ... OVER ...

  14. Re: Paradebeispiel für Softwareentwicklungs-Dilettantismus

    Autor: Genie 20.10.18 - 11:53

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das hört sich alles vernünftig an, bis auf den Punkt mit dem BS-Update.
    > Wie soll man sowas planen können?

    Du hast seinen Text nicht verstanden oder? Genau darum geht es. Als Softwareentwickler, -designer weiß man, dass eine BS-Update auch zu notwendigen Updates der Software führen kann und entsprechend plant man dies bei der Entwicklung, dem Angebot und dem Verkauf samt Wartungsvertrag ein. Man muss den Kunden nur korrekt aufklären.

  15. Re: Paradebeispiel für Softwareentwicklungs-Dilettantismus

    Autor: BlackSuit 20.10.18 - 11:56

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da gebe ich Dir Recht, aber, ich glaube wir tun ihm dennoch etwas Unrecht.
    >
    > Seine Aussage ist - soweit ich sie korrekt verstanden habe:
    > Informatiker planen, Quereinsteiger coden das was der Kunde gerade will.
    > Unabhängig davon ob dieser in 3 Jahren damit gegen die Wand fährt.

    Ein Informatik Absolvent ist häufig kaum ein mittelmäßiger Coder aber in der Regel kein Softwareentwickler. Den die ganzen Sachen mit der Kundenkommunikation lernt man nicht im Studium. Im Gegenteil entwickeln viele ein riesen Ego (so wie der TO) und merken noch nicht mal wie dieses der Arbeit mit dem Kunden im Wege steht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.10.18 11:57 durch BlackSuit.

  16. Re: Paradebeispiel für Softwareentwicklungs-Dilettantismus

    Autor: azeu 20.10.18 - 12:00

    Das ist ja schön und gut, aber wenn der Kunde da nicht mitmacht und sich dann den nächsten sucht der ihm einfach nur was hin codet?

    Und wenn der Kunde schon ein paar Jahre auf dem Markt ist und nicht auf einen Informatik-Studenten hören will?

    ... OVER ...

  17. Re: Paradebeispiel für Softwareentwicklungs-Dilettantismus

    Autor: azeu 20.10.18 - 12:02

    Ich gebe Dir auch Recht, nur leider habe ich in meiner praktischen Erfahrung auch das Gegenteil immer wieder erleben dürfen.

    Der Kunde gibt ein Budget vor und sucht sich jemanden der ihm dafür seine Wunschsoftware umsetzt. Von zukünftigen Problemen/Wartungsarbeiten/Produktionsausfällen will er erstmal nichts hören.

    ... OVER ...

  18. Re: Paradebeispiel für Softwareentwicklungs-Dilettantismus

    Autor: Genie 20.10.18 - 12:03

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da gebe ich Dir Recht, aber, ich glaube wir tun ihm dennoch etwas Unrecht.

    Nicht wirklich, da seine Aussage überheblich und an der Praxis vorbei ist. Halt Studentengeschwätz. Vor 15 Jahren (!) sah die IT- & Software-Welt noch extrem anders aus. Da war jeder froh, wenn es jemanden gab, der eine Lösung in Software abbilden konnte. Und es war mit Sicherheit für diese eine Person nicht absehbar, dass sich die IT-Welt so schnell dreht, wie sie das heute tut. Ich finde es eher bemerkenswert, dass die Software 15 Jahre lang lief und noch immer läuft, wenn auch mittlerweile nicht mehr zufriedenstellend.

    Des Weiteren plant wohl fast kein Programmierer eine Laufzeit von 15 Jahren ein, wenn diese im Windowsumfeld laufen soll. Er versucht eine Lösung für das aktuelle Umfeld zu schaffen und das am besten gestern.

  19. Re: Paradebeispiel für Softwareentwicklungs-Dilettantismus

    Autor: Genie 20.10.18 - 12:10

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist ja schön und gut, aber wenn der Kunde da nicht mitmacht und sich
    > dann den nächsten sucht der ihm einfach nur was hin codet?

    Dann kann er sich nach einem BS-Update nicht beschweren, wenn er das Programm wieder neu schreiben lassen muss, weil der alte Coder nicht mehr greifbar oder nicht bereit dazu ist.

    > Und wenn der Kunde schon ein paar Jahre auf dem Markt ist und nicht auf
    > einen Informatik-Studenten hören will?

    Wenn der Kunde schon ein paar Jahre auf dem Markt ist, weiß er, was funktionierende Software & IT für den Geschäftsprozess bedeutet und geht weder zu einem Studenten, noch zu einem reinen Coder, sondern sucht sich einen größeren Anbieter, der ihm dank Wartungsvertrag seinen Geschäftsprozess garantiert.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.10.18 12:11 durch Genie.

  20. Re: Paradebeispiel für Softwareentwicklungs-Dilettantismus

    Autor: JörnSchönyan 20.10.18 - 12:10

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich gebe Dir auch Recht, nur leider habe ich in meiner praktischen
    > Erfahrung auch das Gegenteil immer wieder erleben dürfen.
    >
    > Der Kunde gibt ein Budget vor und sucht sich jemanden der ihm dafür seine
    > Wunschsoftware umsetzt. Von zukünftigen
    > Problemen/Wartungsarbeiten/Produktionsausfällen will er erstmal nichts
    > hören.

    Genau so ist es. Oder vielleicht sogar eher: wir haben Anforderungen x und y, was ist dein letzter Preis. Möglichst billig halt. Und wenn der Kunde keinen Service haben will, kann man ihn nicht dazu zwingen. Man prophezeit ihm also, dass es irgendwann einmal knallen wird. Und irgendwann kommt dieser Tag. "Ich hab's dir doch gesagt!" Die meisten Kunden lernen da nicht mal draus.

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