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...Reformen, die nicht jedem auf der Welt gefallen dürften...
Autor: chriskoli 07.06.15 - 09:33
Bedauerlicherweise, das deuten die großen Hacks der jüngsten Vergangenheit an (der Hack auf das Netz des Bundestages, Hack auf das Weiße Haus - den Öffentlichen Terminkalender des Präsidenten, Hackerangriff auf US-Behörden bei dem persönliche Daten von vier Millionen Staatsbediensteten erbeutet wurden, etc.), gibt es Kräfte auf der Welt, denen eine Stärkung der Grundrechte und der Privatsphäre nicht zu gefallen scheinen. In den letzten Monaten haben solche spektakulären Einbrüche stark zugenommen. Ich glaube, dass diese Einbrüche nicht nur symbolisieren sollen, dass die Verantwortlichen, die hinter diesen Angriffen stecken, sich in jedes Netzwerk einhacken können, also die angegriffenen Staaten bloss stellen möchten, sondern, dass sie auch eine Reaktion provozieren wollen. Jedes Mal, wenn solche Einbrüche getätigt werden, gibt es Politiker, die die Sicherheitsmassnahmen verschärfen möchten. Aber welche Vorteile haben Länder, wie Russland, China oder Nordkorea davon? Die USA, aber auch Deutschland haben in den letzten Jahren immer wieder ebendiese Staaten aufgrund ihrer Menschenrechtsverletzungen, bzw. gerade Russland, auch wegen ihrer Intervention in der Ukraine kritisiert (welches im Übrigen auch dazu führte, dass 8 deutsche Politiker - 87 europäische insgesamt - nicht mehr nach Rußland einreisen dürfen). Werden nun in Deutschland oder der USA die Privatsphäre oder aber die Grundrechte zugunsten der Sicherheit eingeschränkt, bietet das eine enorme Angriffsfläche für die o.a Staaten: Sie vor der Welt hilflos aussehen zu lassen. Nichts ist schlimmer, als positive Vorbilder, denn dann könnte die eigene Bevölkerung eines Tages genauso nach Demokratie und Rechtsstaatlichkeit und -sprechung rufen oder gar einfordern.
Ich weiß natürlich, dass es schwer ist angesichts solcher Tatsachen und Hackerattacken die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wir sollten trotzdem genau abwägen, was die angemessene Antwort auf Provokation, wie die oben genannten, sein könnte. Vorratsdatenspeicherung ist ein möglicher Weg, der aber ausländische Hacker kaum abhalten oder abschrecken dürfte, gezielte 'Vergeltungschläge' provozieren oft wiederum wieder nur einen Gegenangriff. Verteidigungsmassnahmen ergreifen, die die eigenen IT Infrastrukturen betreffen ist eine andere, vielleicht lohnendere Antwort F**k you zu sagen.
3 mal bearbeitet, zuletzt am 07.06.15 09:46 durch chriskoli.



