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Man muss verstehen, dass der Staat das so will

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  1. Man muss verstehen, dass der Staat das so will

    Autor: stefanreich 10.07.15 - 18:45

    Das ist doch die Idee beim Geld: die Moral zu ruinieren.

  2. Re: Man muss verstehen, dass der Staat das so will

    Autor: Anonymer Nutzer 10.07.15 - 19:37

    stefanreich schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist doch die Idee beim Geld: die Moral zu ruinieren.

    Nein, das ist die Idee des Lebens. Moral ist ein künstliches Konstrukt, das der Natur völlig fremd ist. Und eigentlich auch dem Menschen. Wir nutzen Moral in erster Linie als Waffe gegen andere.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.07.15 19:38 durch fluppsi.

  3. Re: Man muss verstehen, dass der Staat das so will

    Autor: Marentis 10.07.15 - 20:06

    Klar, es ist natürlich eine ganz tolle Waffe, wenn mich die Moral daran hindert, Dir den Schädel einzuschlagen, nur weil Du zu einem fremden Stamm gehörst.
    Und wenn wir schon beim Thema Leben sind: dessen Idee wäre die Aufnahme von Futter und Vermehrung.

    Also klar, können wir gerne machen. Ich bin allerdings gespannt, wie lange es dauert, bis wir alle wieder in Höhlen leben, weil sich jeder einfach genau das nimmt, was er oder sie braucht.
    Und zwar nicht auf die Art "ich konkurriere fair mit Dir", weil das - biologisch gesehen - absoluter Unsinn ist.

    Da ist Hinterlist wesentlich sinnvoller, weil das eigene Risiko dabei geringer ist.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.07.15 20:08 durch Marentis.

  4. Re: Man muss verstehen, dass der Staat das so will

    Autor: Impergator 10.07.15 - 20:21

    Die Erfindung Geld sollte unser Leben schöner/einfacher machen. Inzwischen ist es zur Droge geworden. Um den Bestand einer Droge zu sichern/vermehren, geht man über Leichen (das zählt zu Egoismus: lieber anderen schaden, als Leid selbst zu ertragen).
    Die Aufgabe des Staates ist es moralische Grundsätze festzulegen und durchzusetzen. Unsere Aufgabe ist es, die Drogensüchtigen aus dem Staatsapparat fern zu halten. Das Mittel dazu nennt man Demokratie.

  5. Re: Man muss verstehen, dass der Staat das so will

    Autor: Anonymer Nutzer 10.07.15 - 20:27

    Marentis schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Da ist Hinterlist wesentlich sinnvoller, weil das eigene Risiko dabei
    > geringer ist.

    Ganz genau. Und das Predigen von Moral ist besonders hinterlistig. Von pädophilen Priestern bis zu den Grünen, die in Ministerpositionen nicht auf ihre fetten Staatskarossen verzichten wollten.

  6. Re: Man muss verstehen, dass der Staat das so will

    Autor: Anonymer Nutzer 10.07.15 - 20:31

    Geld hat das Leben einfacher gemacht. Stell dir mal eine komplexe Gesellschaft ohne Geld vor. Viel Spaß. Nicht das Geld ist das Problem, sondern ein Finanzsystem, in dem private Banken die Kontrolle übernommen haben.

  7. Re: Man muss verstehen, dass der Staat das so will

    Autor: Trockenobst 10.07.15 - 20:39

    fluppsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz genau. Und das Predigen von Moral ist besonders hinterlistig. Von
    > pädophilen Priestern bis zu den Grünen, die in Ministerpositionen nicht auf
    > ihre fetten Staatskarossen verzichten wollten.

    Moral ist abstrakt. Macht ist akut.
    Viele Menschen haben eine Moral weil sie keine andere Wahl haben. Sie müssen sich der sozialen Ordnung unterwerfen, weil sie nicht die Psychologie haben anders zu sein; zu relativieren, zu manipulieren und ihren Egoismus vorne weg zu stellen.

    Wer in systemische Situationen der Macht gesteckt wird, wie eben ein Priester oder ein Politiker, der müsste schon vorher eine sehr gefestigte persönliche Struktur haben und sich selbst sehr gut kennen.

    Als in Griechenland die Linken nach 50 Jahren endlich an die Macht kamen, haben sie das Drehbuch der Korruption abgespielt, die in diesen failed states eben üblich ist. Sie waren nicht besser, weil der Level dort so niedrig ist der erwartet wird. Sie können wahrscheinlich nicht besser sein, weil sie es nie gelernt haben.

    Da wir in einer konservativen Welt leben, ist das systemische eben die Ideologie der absoluten Sicherheit. Absolute Sicherheit kann nur durch absolute Information sichergestellt werden. Also braucht man solche Anbieter. Der Kreis schließt sich, weil er nach der Grundideologie "alternativlos" ist.

    Was wir brauchen ist keine neue Moral. Wir brauchen Menschen die von Klein auf so erzogen sind und dies ohne Zwang verinnerlicht haben - und dies auch getestet wurde.
    Dies ist in der aktuellen westlichen Welt nicht möglich. Wir produzieren viel zu wenige von diesen.

  8. Re: Man muss verstehen, dass der Staat das so will

    Autor: Impergator 10.07.15 - 20:40

    Absolut richtig.
    Falls das falsch rübergekommen sein sollte: Natürlich HAT Geld das Leben einfacher gemacht (ich habe nichts gegenteiliges behauptet). Nur hat es halt einen Nebeneffekt hervorgerufen.

  9. Re: Man muss verstehen, dass der Staat das so will

    Autor: LinuxNerd 10.07.15 - 20:49

    Es geht um Macht und Kontrolle um die herrschende Gesellschaftsform (Kapitalismus) aufrecht zu erhalten, das ist die Aufgabe des Staates. Rechtsstaat, Menschenrechte usw sind da nur Beigaben, aber sicher nicht Ziel der Staatlich organisierten Gesellschaften.

    ..........................................................................
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    https://tails.boum.org/index.de.html

  10. Re: Man muss verstehen, dass der Staat das so will

    Autor: MikeMan 10.07.15 - 20:57

    LinuxNerd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht um Macht und Kontrolle um die herrschende Gesellschaftsform
    > (Kapitalismus) aufrecht zu erhalten, das ist die Aufgabe des Staates.
    > Rechtsstaat, Menschenrechte usw sind da nur Beigaben, aber sicher nicht
    > Ziel der Staatlich organisierten Gesellschaften.

    Und solange wir Bürger in einer Art vorauseilendem Gehorsam glauben, dass dies tatsächlich so ist, hat es dieser Macht- und Kontrollstaat - falls er einer ist - auch gleich noch viel leichter, weil dann jeder sagt: Ach, so ist es eben. Und so lange die Mehrheit so coll und abgeklärt damit umgeht, wird es sich höchstens verschlimmern.

  11. Re: Man muss verstehen, dass der Staat das so will

    Autor: Anonymer Nutzer 10.07.15 - 21:02

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Moral ist abstrakt. Macht ist akut.

    Moral ist absurd. Bis heute hat es kein Philosoph geschafft, moralische Grundsätze aus irgendetwas herzuleiten, ohne sich im Kreis zu drehen. Da müssen dann eben auch mal Gott oder die Natur als Strohhalm herhalten.

  12. Re: Man muss verstehen, dass der Staat das so will

    Autor: Booth 10.07.15 - 22:58

    fluppsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Trockenobst schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Moral ist abstrakt. Macht ist akut.
    >
    > Moral ist absurd. Bis heute hat es kein Philosoph geschafft, moralische
    > Grundsätze aus irgendetwas herzuleiten, ohne sich im Kreis zu drehen. Da
    > müssen dann eben auch mal Gott oder die Natur als Strohhalm herhalten.

    Diese Aussage ist falsch. Es gibt ne Menge simple, moralische Grundsätze, die Philosophen aber sogar auch nur übernommen haben, weil sie viel älter sind, und eben geholfen haben, einfache Gesellschaften zu formen. Gott war eher ein Mittel, um die bekannten moralischen Grundsätze in grösseren Gesellschaften zu verankern.

    Es ist nunmal ein Riesenunterschied, ob eine Gesellschaft aus 100 oder 300 Personen besteht, oder aus 100.000 oder gar 100 Mio. Bereits ab Tausenden ist halt die Anonymität so hoch, daß ich abstrakte Hilfsmittel brauche, um die moralischen Grundsätze durchzuhalten, die in kleinen Sippengemeinschaften recht problemlos aufrecht erhalten werden können.

    Eine anthropolgische Theorie besagt, daß die "Lösung" der Antike, um moralische Grundsätze in großen Zivilisationen umzusetzen, eben die Religion war. Die Natur als Moralkompass taugt eigentlich nicht die Bohne. Kein Wunder, da es in der Natur nunmal keine Moral gibt. Und das wiederum ist eigentlich etwas, wo wir Menschen oftmals gar nicht kapieren, was uns eben auszeichnet - nämlich uns von der Natur ein Stück weit abzukoppeln, und eine eigene kulturevolution durchzuführen, wo wir ja auch schon seit Jahrtausenden dabei sind.

    Wichtig ist dabei, zu erkennen, daß es immer wieder kulturelle Entwicklungen gibt, denen keine moralischen Prinzipien inne wohnen. Wie eben dem Geld. Geld ist aber eh eine ganz besondere Entwicklung, da lange Zeit niemand die detailierten Folgen und Mechanismen von Geld wirklich untersucht hat. Ganz schräg ist eigentlich, daß die Wissenschaft, welche die Wirtschaft betrachtet (also VWL und BWL), Geld eine ganze Zeit als eine Art Naturgesetz sehen wollte, statt zu sehen, daß Geld ein Konstrukt ist, welches wir anpassen können, und es somit als wissenschaftliches Objekt zu untersuchen wäre. Wir übrigens Moral auch.

    Die entscheidende Frage lautet immer: Welche Ziele wollen wir als Gesellschaft mit diesen Konstruktionen verfolgen. Und oft ist es tatsächlich die schon oben erwähnte Macht, die einige wenige damit verfolgen. Sie gebens nur nicht zu. Und sie wissen schon, wieso nicht ;)

    Und richtig - auch Moral kann dazu benutzt werden, um Macht auszuüben. Moral ist per se auch nichts gutes oder falsches. Moral ist auch nicht immer menschlich. Es gibt sehr destruktive und unmenschliche Moral-Kompaße. Daß der Begriff Moral so überhöht ist, ist ziemlich schade. Letztlich soll Moral EIN wichtiges Hilfsmittel für unsere Handlungen sein. Geht also letztlich mit der Gesetzgebung Hand in Hand.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.07.15 23:02 durch Booth.

  13. Re: Man muss verstehen, dass der Staat das so will

    Autor: azeu 11.07.15 - 12:36

    > Moral ist ein künstliches Konstrukt, das der Natur völlig fremd ist.

    Bei den höheren Lebewesen ist Moral einfach eine Praxis um möglichst lange mit anderen auszukommen ohne sich ständig anzukeifen.

    Das was "Geistliche" oft als Moral predigen ist meist einfache Gehirnwäsche und keine Moral. Moral wird - wie alles andere auch - oft missbraucht.

    DU bist ...

  14. Re: Man muss verstehen, dass der Staat das so will

    Autor: Moe479 11.07.15 - 13:58

    wenn du als als kreis ansiehst: niemandem zu tun was nicht mit dir getan werden soll

    dann unterstütze ich diesen kreis aufs schärfste, also auch mit meinem leben.

    das eigene ego hinten an zu stellen, ist das was den unterschied ausmacht, zwischen gerecht und schlecht, zwischen gut und böse.

    wie du siehst, ist die sache im grunde sehr einfach, allein sich dazu zu überwinden ist die aufgabe, vor der man selber steht.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 11.07.15 14:06 durch Moe479.

  15. Re: Man muss verstehen, dass der Staat das so will

    Autor: a user 13.07.15 - 11:48

    Marentis schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klar, es ist natürlich eine ganz tolle Waffe, wenn mich die Moral daran
    > hindert, Dir den Schädel einzuschlagen, nur weil Du zu einem fremden Stamm
    > gehörst.
    > Und wenn wir schon beim Thema Leben sind: dessen Idee wäre die Aufnahme von
    > Futter und Vermehrung.
    >
    > Also klar, können wir gerne machen. Ich bin allerdings gespannt, wie lange
    > es dauert, bis wir alle wieder in Höhlen leben, weil sich jeder einfach
    > genau das nimmt, was er oder sie braucht.
    > Und zwar nicht auf die Art "ich konkurriere fair mit Dir", weil das -
    > biologisch gesehen - absoluter Unsinn ist.
    >
    > Da ist Hinterlist wesentlich sinnvoller, weil das eigene Risiko dabei
    > geringer ist.

    wovon du da schreibst hat nichts mit moral zu tun. wir achten eigentum nicht aus moralischen gründen. dazu gibt es gesetze die prakmatisch motiviert sind.

    die meisten moralisch motivierten gesetze sind (venünftigerweise) abgeschafft worden.

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