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Mafia 2.0
Autor: Fex 10.10.20 - 15:18
Kwt
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Re: Mafia 2.0
Autor: Yash 11.10.20 - 08:31
Stimmt, Zeugen mit Brandanschlägen einzuschüchtern sind meiner Meinung nach auch Mafiamethoden.
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Re: Re: Mafia 2.0
Autor: grutzt 11.10.20 - 09:25
Und dafür braucht man Gestapo-Methoden? Warum funktioniert normale Ermittlung nicht?
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Re: Re: Mafia 2.0
Autor: quineloe 11.10.20 - 09:30
Kannst du mal erklären, mit welcher "Gestapo-Methode" es vergleichbar ist, bei Google anzufragen ob es jemanden gab der kurz vor dem Anschlag eine ganz bestimmte Adresse in Google Maps aufgerufen hat um rauszufinden wie er da hinkommt?
Verifizierter Top 500 Poster! -
Re: Re: Mafia 2.0
Autor: Reinheitsgebot 11.10.20 - 10:13
quineloe schrieb:
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> Kannst du mal erklären, mit welcher "Gestapo-Methode" es vergleichbar ist,
> bei Google anzufragen ob es jemanden gab der kurz vor dem Anschlag eine
> ganz bestimmte Adresse in Google Maps aufgerufen hat um rauszufinden wie er
> da hinkommt?
Weil das, das Denken der deutschen ist. Ein Beispiel, unser idyllisches ex Dorf mit ca 1000 Einwohnern wurde 2017 von einer Reihe von Einbrüchen heimgesucht. Wir Bürger wollten Kameras anbringen lassen. Natürlich wie so oft waren einige Menschen dagegen, weil ihre Privatsphäre in Gefahr war. (Völliger Humbug) Ende des Jahres, wurde ein junger Mann so Übel zugerichtet, daß er bis heute Schäden davon trägt. Diese Familie, war gegen die Kameras, nach dem Überfall, war bei der Familie der Aufschrei so groß, dass sie sogar das Dorf verklagt hat, weil sie keine Kameras angebracht hat. Sie haben bis heute weder die Einbrecher noch die Schläger gefunden.
Das selbe geschieht jetzt. Der einzelne Mensch auch wenn er keine Ahnung hat weiß es immer besser als der andere und das vor allem in West Europa besonders in Deutschland. Der Mensch fühlt sich der Freiheit beraubt. Ein Haufen voller Egoisten und besser Wisser, solange man nicht selbst oder die eigene Familie betroffen ist. Sobald man selbst davon betroffen ist, ist der Aufschrei und das Geheule dann groß. In der jetzigen Situation, die zurzeit herrscht, sieht man das man selbst der nächste ist. Zum Glück bin ich letztes Jahr ausgewandert und wohne in einem Land, das die wenigsten Neuerkrankungen haben und die Infektion von Woche zu Woche stetig sinkt und das nur, weil der Mensch anpassungsfähig ist und denkt auch über den Tellerrand hinaus.
Noch ein Wort zu Sonntag.
Das was eins Deutschland ausgemacht hat, das unsere Grosseltern für andere wohl Urgroßeltern und Ururgroßeltern, ist inzwischen nur noch in den Geschichtsbücher zu lesen. Der Zusammenhalt, das Miteinander, Disziplin und vor allem auf andere Achten. Ist Deutschland das geworden, was es bis in die 2000 Jahre war. Made in Germany und das meine ich nicht nur auf Produkte bezogen.
Wünsche den hatern noch ein schönen Sonntag. Gehabt euch wohl.
3 mal bearbeitet, zuletzt am 11.10.20 10:16 durch Reinheitsgebot. -
Re: Re: Mafia 2.0
Autor: quineloe 11.10.20 - 10:17
Und natürlich hat das alles absolut gar nichts mit "Gestapo-Methoden" zu tun.
Verifizierter Top 500 Poster! -
Re: Re: Mafia 2.0
Autor: go-bo 11.10.20 - 10:41
quineloe schrieb:
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> Kannst du mal erklären, mit welcher "Gestapo-Methode" es vergleichbar ist,
> bei Google anzufragen ob es jemanden gab der kurz vor dem Anschlag eine
> ganz bestimmte Adresse in Google Maps aufgerufen hat um rauszufinden wie er
> da hinkommt?
Es dient dem Schutz von Menschen, die durch diese Fahndungsmethode zu Unrecht beschuldigt werden, da sie aus völlig anderen Gründen an diesem Ort waren oder nach etwas gesucht haben. Die sogenannte Rasterfahndung (es werden anlasslos Daten über eine größere und natürlich zum allergrößten Teil unschuldige Bevölkerungsgruppe ermittelt) führt in zu vielen Fällen in die Irre: Rein statistisch finden sich nämlich zu oft Fälle, die verdächtig erscheinen müssen, weil sie etwa einen bestimmten Ort besucht haben und etwa in verwandtschaftlicher Beziehung zum Opfer stehen, jedoch mit der Tat nichts zu tun haben. -
Re: Re: Mafia 2.0
Autor: go-bo 11.10.20 - 10:53
Reinheitsgebot schrieb:
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> Weil das, das Denken der deutschen ist. Ein Beispiel, unser idyllisches ex
> Dorf mit ca 1000 Einwohnern wurde 2017 von einer Reihe von Einbrüchen
> heimgesucht. Wir Bürger wollten Kameras anbringen lassen. Natürlich wie so
> oft waren einige Menschen dagegen, weil ihre Privatsphäre in Gefahr war.
> (Völliger Humbug) Ende des Jahres, wurde ein junger Mann so Übel
> zugerichtet, daß er bis heute Schäden davon trägt. Diese Familie, war gegen
> die Kameras, nach dem Überfall, war bei der Familie der Aufschrei so groß,
> dass sie sogar das Dorf verklagt hat, weil sie keine Kameras angebracht
> hat. Sie haben bis heute weder die Einbrecher noch die Schläger gefunden.
>
Kannst du dir vorstellen, was für Folgen es für das Leben im Dorf hätte, wenn jede Bewegung der Bewohner durch Kameras überwacht würde? Wenn jede(r) Eifersüchte mal dem Dorfpolizisten ne Torte oder n Bier vorbeibringen könnte, „komm ich will doch nur 5 min die eine Kamera vor den Schulzens sehen“...? Am Ende würden die Menschen nur noch posen, um vor der Kamera gut dazustehen...
Es gibt genug Beispiele aus vergangenen Zeiten, die zeigen, dass eine Gesellschaft und besonders die Demokratie daran zugrunde geht, allein aus dem Wissen der Bürger, dass sie jederzeit überwacht werden und den resultierenden Verhaltensanpassungen.
Ja, der Zusammenhalt der Menschen besteht genau darin, solche Einzelfälle wie Verbrechen auszuhalten und gemeinsam damit umzugehen, d.h. gar nicht die Verbrechensaufklärung, denn die hilft dem Opfer auch nicht weiter, sondern für das Opfer menschlich da zu sein, ihm beizustehen. Genau das sagst du ja selber weiter unten auch! Dazu muss doch nicht die Freiheit der Menschen eingeschränkt werden.
> Das selbe geschieht jetzt. Der einzelne Mensch auch wenn er keine Ahnung
> hat weiß es immer besser als der andere und das vor allem in West Europa
> besonders in Deutschland. Der Mensch fühlt sich der Freiheit beraubt. Ein
> Haufen voller Egoisten und besser Wisser, solange man nicht selbst oder die
> eigene Familie betroffen ist. Sobald man selbst davon betroffen ist, ist
> der Aufschrei und das Geheule dann groß. In der jetzigen Situation, die
> zurzeit herrscht, sieht man das man selbst der nächste ist. Zum Glück bin
> ich letztes Jahr ausgewandert und wohne in einem Land, das die wenigsten
> Neuerkrankungen haben und die Infektion von Woche zu Woche stetig sinkt und
> das nur, weil der Mensch anpassungsfähig ist und denkt auch über den
> Tellerrand hinaus.
> Noch ein Wort zu Sonntag.
> Das was eins Deutschland ausgemacht hat, das unsere Grosseltern für andere
> wohl Urgroßeltern und Ururgroßeltern, ist inzwischen nur noch in den
> Geschichtsbücher zu lesen. Der Zusammenhalt, das Miteinander, Disziplin und
> vor allem auf andere Achten. Ist Deutschland das geworden, was es bis in
> die 2000 Jahre war. Made in Germany und das meine ich nicht nur auf
> Produkte bezogen.
> Wünsche den hatern noch ein schönen Sonntag. Gehabt euch wohl. -
Re: Re: Mafia 2.0
Autor: Jbrahms 11.10.20 - 10:56
Reinheitsgebot schrieb:
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> Das was eins Deutschland ausgemacht hat, das unsere Grosseltern für andere
> wohl Urgroßeltern und Ururgroßeltern, ist inzwischen nur noch in den
> Geschichtsbücher zu lesen. Der Zusammenhalt, das Miteinander, Disziplin und
> vor allem auf andere Achten. Ist Deutschland das geworden, was es bis in
> die 2000 Jahre war. Made in Germany und das meine ich nicht nur auf
> Produkte bezogen.
Also ich bin ganz froh, dass "das Deutschland meiner Großereltern" nur noch in Geschichtsbüchern auftaucht: Weltkriege und Konzentrationslager gehörten auch dazu. Mit Disziplin an die Ostfront, miteinander zusammenhalten gegen die Feinde des Volkes etc. Später dann, im Deutschland meiner Elterngeneration, gab es dann die Klassenfeinde, Blockwarte, Gesinnungsüberwachung durch die Nachbarn die auf dich achteten. Willst Du das wieder haben? Ich nicht. -
Re: Re: Mafia 2.0
Autor: quineloe 11.10.20 - 12:17
go-bo schrieb:
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> Es dient dem Schutz von Menschen, die durch diese Fahndungsmethode zu
> Unrecht beschuldigt werden, da sie aus völlig anderen Gründen an diesem Ort
> waren oder nach etwas gesucht haben.
Es geht um eine Privatadresse. Das ist dir schon klar, oder?
> Die sogenannte Rasterfahndung (es
> werden anlasslos Daten
der Anlass war das abgebrannte Fahrzeug.
> über eine größere und natürlich zum allergrößten
> Teil unschuldige Bevölkerungsgruppe ermittelt) führt in zu vielen Fällen in
> die Irre:
okay, wie groß war die Menge an Leuten, die während der in Frage kommenden Vorbereitungszeit der Tat reinzufällig genau diese Adresse über google maps gesucht haben?
> Rein statistisch finden sich nämlich zu oft Fälle, die verdächtig
> erscheinen müssen, weil sie etwa einen bestimmten Ort besucht haben und
> etwa in verwandtschaftlicher Beziehung zum Opfer stehen, jedoch mit der Tat
> nichts zu tun haben.
Ach so, und die haben rein zufällig vorher die Adresse gegoogled. Ich weiß nicht mal, wann ich das letzte Mal die Adresse eines Verwandten oder Bekannten gegoogled habe. Weil ich die bereits kenne. Und diese Fälle lassen sich auch ganz schnell aufklären.
Sorry, du tust so als würden hier millionenfache Daten ausgewertet werden. Dabei geht es hier um eine ganz bestimmte, extrem spezielle Suchanfrage einer Privatadresse, für die die Polizei vielleicht 3-4 Treffer über mehrere Monate bekommen hat. Das ist wesentlich genauer als viele klassische Ermittlungsansätze oder andere Ermittlungsansätze wie sie z.B. *unsere* Polizei derzeit betreibt, wie mal eben Coronabezogene Gästelisten abzurufen und da DUTZENDE von Personen darüber zu überprüfen.
Verifizierter Top 500 Poster! -
Re: Re: Mafia 2.0
Autor: Eheran 11.10.20 - 12:38
>Wir Bürger wollten Kameras anbringen lassen.
Wie wir alle wissen passieren in Grißbritanien bzw. z.B, London keine Einbrüche und Körperverletzungen usw. mehr aufgrund der hohen Kameradichte (die wohl nirgendwo sonst so hoch ist) dort. Oh Moment.... die bringen ja doch gar nichts... -
Re: Re: Mafia 2.0
Autor: Bluejanis 11.10.20 - 20:38
Reinheitsgebot schrieb:
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> [...] Zum Glück bin ich letztes Jahr ausgewandert und wohne in einem Land,
> das die wenigsten Neuerkrankungen haben und die Infektion von Woche zu Woche stetig sinkt [...]
Die wenigsten Neuerkrankten hat so weit ich weiß Neuseeland, die haben allerdings keine Infizierten mehr. -
Re: Re: Mafia 2.0
Autor: Bluejanis 12.10.20 - 03:00
go-bo schrieb:
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> Ja, der Zusammenhalt der Menschen besteht genau darin, solche Einzelfälle
> wie Verbrechen auszuhalten und gemeinsam damit umzugehen, d.h. gar nicht
> die Verbrechensaufklärung, denn die hilft dem Opfer auch nicht weiter,
> sondern für das Opfer menschlich da zu sein, ihm beizustehen. Genau das
> sagst du ja selber weiter unten auch! Dazu muss doch nicht die Freiheit der
> Menschen eingeschränkt werden.
Es hilft aber zukünftige Opfer zu verhindern.
Ansonsten stimme ich dir (leider) zu, dass die Überwachung zu größeren Gesellschafts-Schäden führt. Der Zweck heiligt die Mittel nunmal nicht. -
Re: Re: Mafia 2.0
Autor: Trollversteher 12.10.20 - 07:56
>Und dafür braucht man Gestapo-Methoden? Warum funktioniert normale Ermittlung nicht?
"Gestapomethoden" - *facepalm* Ihr schnallt auch nie, dass Ihr mit solchen völlig überzogenen unangebrachten Vergleichen jeglicher angebrachter, sachlicher Kritik schadet?



