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Warum eigentlich keine Viren für Macs?

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  1. Re: Warum eigentlich keine Viren für Macs?

    Autor: megaseppl 06.05.14 - 09:07

    pseudo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also, ich habe mir das jetzt alles mal zu Gemüte geführt und bin zu dem
    > Schluß gekommen, dass die diese unrealistische Einschätzung der
    > Sicherheitsfähigkeiten von OS X (und anderen Unixen), auf die strikte
    > Unterscheidung der verschiedenen Schadprogramme beruht.

    Nein, es wurde in diesem Thread vom TE und auch in Deiner ersten Antwort jedoch von Viren gesprochen. Nicht von Schadsoftware generell. Darauf bezog ich mich. Unter OS X ist dies seit 10.8 ein großer Unterschied. Denn vor Trojanern schützt das System bereits von sich aus sehr effektiv.

    > Offensichtlich spielt bei der Beurteilung der Sicherheit von OS X nur die
    > Verbreitung von Viren eine Rolle, alles Andere wird mit allerlei
    > Definitionszirkustricks ausgeblendet.

    Nein, die Verbreitung von Schadsoftware insgesamt spielt natürlich eine Rolle. Doch auch diese ist reell bei weitem geringer. Zwar finden Virenscanner auch auf dem Mac sehr häufig Viren, doch sind diese fast ausnahmslos "tote" Dateien in Mailanhängen, Browser-Cache etc. die auf dem Mac nicht lauffähig sind.

    > Halten wir fest: Für OS X gibt es keinen bekannten Virus, dafür aber
    > tausende anderer Schadprogramme. Deshalb ist OS X absolut sicher.

    Es sind nicht "tausende", sondern wenige hundert Signaturen, basierend auf den Varianten von ein paar dutzend Schadanwendungen. Das sagt übrigens auch Dein Sophos-Link. Die Anzahl der Suchergebnisse zu "OS X" kommt dadurch zustande da Sophos den Standardsatz "Download our free Anti-Virus for Mac OS X" auf seinen Seiten zu tausenden Windows-Schadprogrammen verwendet.

    Bei den tatsächlichen Ergebnissen sind dann uralte Schadprogramme dabei die teilweise seit fast 10 Jahren überhaupt nicht mehr auf gepatchten Systemen funktionieren - und eben großteils Trojaner die _manuell_ installiert werden müssen.
    Nun kommen wir aber zu einem wichtigen Punkt: Auf einem aktuellen OS X mit Default-Einstellungen _kann_ man keine Anwendungen ohne gültige Signatur/Zertifikat installieren. Also auch keine Trojaner. Anders als bei Windows wird nicht nur gewarnt (was man seit Vista gewöhnt ist zu ignorieren), sondern es wird komplett unterbunden. Man muss zunächst explizit die Sicherheitsstufe des Systems herunterstufen damit man von Apple als nicht-vertrauenswürdig eingestuften Binärcode zum Laufen bekommt. Damit schützt man die "DAUs" sehr effektiv. Bleiben noch diejenigen übrig die z.B. gecrackte Software aus Torrent oder ähnlichen Quellen herunterladen, die Sicherheitsstufe manuell herunterstellen und den Anwendungen explizit höhere Rechte geben. Unter diesen Vorraussetzungen ist es natürlich immer möglich ein System zu kompromittieren.

    > P.s.: Also, dieser Macmark ist der Prototyp eines Fanboys. Das ist ja
    > teilweise hanebüchen was dieser Mann vom Stapel lässt. Ich benutze OS X
    > auch gerne doch diese Art von Firmenreligiösität gegenüber Apple, betrifft
    > ja nicht nur OS X, ist schon mehr als seltsam.

    Teilweise schießen seine Beiträge übers Ziel hinaus, besonders in Foren. Seine Artikel, auch auf heise.de/mac&i sind häufig jedoch recht gut recherchiert.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.05.14 09:20 durch megaseppl.

  2. Re: Warum eigentlich keine Viren für Macs?

    Autor: Workoft 06.05.14 - 09:14

    Hier, ich bin kein Fanboy, ich habe noch nie OS X benutzt.
    Aber: Es ist absolut kein Problem, ein Programm zu schreiben, welches dem System schaden zufügen kann, wenn der Nutzer dafür die Rechte selbst gibt. Völlig unabhängig vom Betriebssystem. Dafür muss man nicht einmal Profi sein. Ein einfaches bash-Skript mit dem Befehl rm -rf / löscht zum Beispiel die gesamte Festplatte. Dieser Befehl sollte unter allen Unixen funktionieren. Für Windows gibt es was Äquivalentes. Das ist aber kein Virus.
    Die Gefahr von Viren ist doch, dass sie sich unbemerkt und ohne zutun des Benutzers verbreiten. Die Unterscheidung zwischen Viren und Trojanern ist daher extrem wichtig.

  3. Re: Warum eigentlich keine Viren für Macs?

    Autor: dimorog 06.05.14 - 09:21

    Ich seh das so, der springende Punkt ist für mich der fehlende Marktanteil für OSX GNU/Linux UNIX im Desktopbereich.

    Schadsoftware ist vergleichbar mit einem echten Virus z.B. der Krankenhausvirus - wieso ist dieser so tödlich ? Weil er unglaublich resitent ist - immer wieder halb getötet durch die Desinfektion - aber er passt sich an und wird gegen immer mehr Medikamente und Desinfektionen immun - ergo die Medikamente und Desinfektionen müssen sich anpassen oder höher dosiert werden.

    Übertragen auf die IT Welt - der Virus ( jede Form von Schadsoftware ) wird immer besser umso mehr er bekämpft wird.

    Jemand muss schon viel interesse und Hirn darauf setzen in solche Systeme ( OSX etc ) überhaupt zu kommen - und selbst wenn er es schafft hat er es quasi mit einer grünen Wiese zutun, er hat keine/wenig Erfahrungswerte von anderen die in solche Systeme bereits eingedrungen sind - sein Virus steckt quasi durch fehlende Bekämpfung und die daraus resultierende Verbesserung noch in den Kinderschuhen - und solch ein Angriff wird dann verglichen mit den raffinierten Attacken die die "IT Evolution" auf Windows Rechner hervorgebracht wird.

  4. Re: Warum eigentlich keine Viren für Macs?

    Autor: der_wahre_hannes 06.05.14 - 09:25

    Es gab bei heise mal einen Bericht darüber, dass Mac-User am ehesten auf unbekannte Links klicken, in der Annahme, dass sie ja eh nicht von Viren betroffen sein können. Wenn aber die User auf alles klicken, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist (um es mal überspitzt zu formulieren) spielt das drunterliegende System fast keine Rolle mehr.

  5. Re: Warum eigentlich keine Viren für Macs?

    Autor: Freiheit statt Apple 06.05.14 - 09:34

    megaseppl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das waren als Programme getarnte Trojaner die manuell heruntergeladen und
    > installiert wurden. Dabei musste sogar das Administrator-Passwort
    > eingegeben werden.
    > Mit einem Computervirus hatte das nix zu tun.

    1. Stimmt nicht ganz. Flashback war beispielsweise ein Drive-by-Download der sich bereits beim Beusch einer infizierten Website einnistete (und der immerhin innert weniger Tage über eine halbe Million Infektionen zu stande brachte)

    2. "als Programme getarnte Trojaner die manuell heruntergeladen und installiert wurden" ist nebenbei gesagt auch der absolut vorweigende Verbreitungsweg für Schadsoftware unter Windows ;-)

  6. Re: Warum eigentlich keine Viren für Macs?

    Autor: megaseppl 06.05.14 - 09:40

    der_wahre_hannes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gab bei heise mal einen Bericht darüber, dass Mac-User am ehesten auf
    > unbekannte Links klicken, in der Annahme, dass sie ja eh nicht von Viren
    > betroffen sein können. Wenn aber die User auf alles klicken, was nicht bei
    > 3 auf den Bäumen ist (um es mal überspitzt zu formulieren) spielt das
    > drunterliegende System fast keine Rolle mehr.

    Dieses Problem war auch bis OS X 10.7(?) in der Tat kritisch. Noch schlimmer war sogar dass .dmg-Dateien (unter OS X übliches Image-Format, ähnlich ISO) automatisch gemountet wurden und sogar eine Art "AutoPlay" genutzt werden konnte um Schadsoftware auszuführen. Aber mit 10.8 wurde dies behoben. Apple hat aus den Fehlern von 2012 (Flashback) gelernt. Der Anwender kann im Browser anklicken war er will. Mit der Default-Einstellung des Systems kann er keinen Binärcode ausführen der nicht aus dem AppStore kommt bzw. dessen Zertifikat nicht passt . Ausnahmen zu definieren ist natürlich möglich, aber gerade die kritische Zielgruppe der unbedarften "Flash"-Update-Installer schützt man so sehr gut.

    Natürlich gibt es auch Sicherheitslücken (wie z.B. die peinliche SSL-Lücke vor kurzem), um aber einen Trojaner auf einen Mac zu bekommen muss man mehrere Hürden überwinden (u.a. Gatekeeper, Code-Ausführsperre, Zertifikatsüberprüfung, fehlende Berechtigung) die es in dieser Form auf einem Standard-Windows nicht gibt.

  7. Re: Warum eigentlich keine Viren für Macs?

    Autor: der_wahre_hannes 06.05.14 - 09:49

    megaseppl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Natürlich gibt es auch Sicherheitslücken (wie z.B. die peinliche SSL-Lücke
    > vor kurzem), um aber einen Trojaner auf einen Mac zu bekommen muss man
    > mehrere Hürden überwinden (u.a. Gatekeeper, Code-Ausführsperre,
    > Zertifikatsüberprüfung, fehlende Berechtigung) die es in dieser Form auf
    > einem Standard-Windows nicht gibt.

    Auch .exe-Dateien installieren sich nicht von alleine. ;)

    Davon abgesehen muss es ja nicht immer um die Installation von "Schadsoftware" gehen. Ein cross-site-scripting reicht da schon aus, um an Bankdaten zu gelangen. Und hier kommt dann das "klickt auf alles"-Verhalten wieder zum tragen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.05.14 09:50 durch der_wahre_hannes.

  8. Re: Warum eigentlich keine Viren für Macs?

    Autor: Anonymer Nutzer 06.05.14 - 09:51

    Casandro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    >,und weil man aus MacOSX Nutzern einfacher Geld
    > extrahieren kann.

    Oder weil sie keines mehr haben, nach dem Kauf von Apple Produkten.

  9. Re: Warum eigentlich keine Viren für Macs?

    Autor: megaseppl 06.05.14 - 10:06

    Freiheit statt Apple schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1. Stimmt nicht ganz. Flashback war beispielsweise ein Drive-by-Download
    > der sich bereits beim Beusch einer infizierten Website einnistete (und der
    > immerhin innert weniger Tage über eine halbe Million Infektionen zu stande
    > brachte)
    Richtig, bei den späteren Varianten stimmte dies (die ersten mussten manuell installiert werden). Allerdings benötigte der Flashback-Trojaner eine Authentifizierung mit Admin-Rechten des Nutzers um sich im System zu verbreiten, ansonsten war nur der aktuelle Nutzer betroffen. Aber dies war zu 2012 zu 10.7-Zeiten. Damals war Java noch Bestandteil des Systems und es fehlten die Schutzmechanismen die ab 10.8 implementiert wurden. So wird z.B. selbst bei installiertem Java die Ausführung automatisch im Browser deaktiviert sobald es längere Zeit nicht verwendet wird.
    Im Grunde genommen war Flashback sogar gut für die Nutzer. Effektiven Schaden gab es in diesem Fall nicht (das war aber mehr Glück). Stattdessen hat der Vorfall aber dafür gesorgt dass Apple sein Sicherheitskonzept deutlich überarbeitet hat. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit einer Infektion zwar nicht weg, aber weiter gesunken.

    > 2. "als Programme getarnte Trojaner die manuell heruntergeladen und
    > installiert wurden" ist nebenbei gesagt auch der absolut vorweigende
    > Verbreitungsweg für Schadsoftware unter Windows ;-)
    Ja, unter Windows kann ja auch praktisch jeder Nutzer eine Software beliebiger Quelle installieren. Unter OS X ab 10.8 nicht mehr. Dafür muss man die Sicherheitseinstellungen explizit herunterschrauben. Dies machen die meisten Nutzer meiner Erfahrung nach nicht. Und das sind genau die die auf ein ominöses Flash-Update hereinfallen würden.

    Davon abgesehen: Was sich schon bei "normalen" Standard-Anwendungen unter Windows wie FileZilla (von der offiziellen Seite/Sourceforge) oder DeamonTools (von chip.de) mitinstalliert wenn man nicht aufpasst, ist sogar schlimmer als das was der Flashback-Trojaner 2012 effektiv mit OS X angestellt hat.

    Kurz: OS X ist natürlich nicht sicher, in der Praxis aber zumindest weitaus sicherer als ein Windows ohne Virenscanner - und _meiner_ Meinung nach sogar sicherer als ein Windows in Standard-Einstellung mit Virenscanner á la McAffee. Ich selbst nutze beide Systeme gleichermaßen. Mein letzter Mac-Virus (ja, es war ein Virus) hat mein Mac OS 8.5 etwa 1998 infiziert. Unter Windows hatte ich trotz Virenscanner (McAffee Enterprise) und Firewall erst Anfang Januar das Vergnügen.

  10. Re: Warum eigentlich keine Viren für Macs?

    Autor: megaseppl 06.05.14 - 10:19

    der_wahre_hannes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > megaseppl schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Natürlich gibt es auch Sicherheitslücken (wie z.B. die peinliche
    > SSL-Lücke
    > > vor kurzem), um aber einen Trojaner auf einen Mac zu bekommen muss man
    > > mehrere Hürden überwinden (u.a. Gatekeeper, Code-Ausführsperre,
    > > Zertifikatsüberprüfung, fehlende Berechtigung) die es in dieser Form auf
    > > einem Standard-Windows nicht gibt.
    >
    > Auch .exe-Dateien installieren sich nicht von alleine. ;)
    Ich muss unter Windows kein Passwort eingeben, sondern lediglich doppelklicken und die Standard-Warnmeldung ignorieren - das wars. Das sind die Hürden unter OS X ab 10.8 einfach deutlich höher.

    > Davon abgesehen muss es ja nicht immer um die Installation von
    > "Schadsoftware" gehen. Ein cross-site-scripting reicht da schon aus, um an
    > Bankdaten zu gelangen.
    Klar, dazu kommen noch Phishing Mails, serverseitige Daten/Zugangsdatendiebstähle etc.
    Vor einem Nutzer der nicht nachdenkt kann selbst ein iOS nicht schützen. Was das System machen kann ist Risiken minimieren.

    > Und hier kommt dann das "klickt auf alles"-Verhalten
    > wieder zum tragen.

    Mag sein dass dies Einfluss hat. So lange effektiv die OS X-Nutzer seltener und weniger Schaden erleiden als Windows-Nutzer, scheint Apple einige Dinge richtig zu machen. ;-)

  11. Re: Warum eigentlich keine Viren für Macs?

    Autor: Maxiklin 06.05.14 - 10:20

    Gozilla schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Früher war die Erkennungsrate g'scheiter AV-Software so hoch und heutzutage
    > bzw. zukünftig kommen für die restlichen >53% doch die freundlichen
    > Response-Mitarbeiter von Symantec vorbei.

    Der ganze Artikel geht in die falsche Richtung bzw. die Aussage des Symantec-Vize. Nicht die Erkennungsrate von AV-Software ist schlecht, sondern das Produkt aus dem eigenen Hause ist schlicht Müll. Das belegen zuhauf diverse Testergebnisse von c’t usw. andere erreichen locker über 90 %, in einigen Bereichen sogar fast 100 %.
    Ich selbst nutze seit Jahren GData und hatte in über 10 Jahren noch nicht einen einzigen Virus oder Trojaner im System, entsprechende Warnungen schon etliche bei Versuchen von außen oder wenn mal eine Mail mit Anhang durch die Filter schlüpfte. Bei dem Nortonkram kann man auch gleich ohne Virenschutz arbeiten, kommt aufs selbe raus :D


    > Das kann man drehen wie man will. Schadsoftware für Windows ist einfach
    > Zeitverschwendung. Das neue El Dorado des Bösen ist Mac oder Linux. Dort
    > wähnt man sich sicher...

    Ist man auch, da es bis heute keine bekannten Mac- oder Linuxviren gibt. Liegt an verschiedenen Dingen, zum einen die schon angesprochene Sandboxtechnik, außerdem kann sich auch keine Software einnisten, selbst wenn man als Admin arbeitet, es wird IMMER das Paßwort abgefragt, wenn im System was geändert werden soll usw. Bei Windows kann sich alles unbemerkt installieren und einrichten, wenn man als Admin angemeldet ist. Dies ist leider auch vonnöten, da viele Programme (auch von MS) ohne diese Rechte garnicht oder nur eingeschränkt funkionieren.

  12. "Nur" der angemeldete Nutzer...

    Autor: Kein Kostverächter 06.05.14 - 11:08

    ...reicht fuer die meisten Angriffsszenarien. Der DDOS- oder Spambot benoetigt keine root-Rechte fuer sein Tun. Wenn sich eine Schadsoftware im Profil des surfenden Users einrichtet, kann sie relativ einfach Passwoerter, Bankdaten etc. abfischen.

    Bis die Tage,

    KK

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    Mach dir deine eigenen Götter, und unterlasse es, dich mit einer schnöden Religion zu beflecken.
    (Epikur, griech. Phil., 341-270 v.Chr.)
    ----------------------------------------------------------
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  13. Re: Warum eigentlich keine Viren für Macs?

    Autor: Anonymer Nutzer 06.05.14 - 11:11

    Wenn man den Blog von fefe verfolgt, ist OS X schon derart unsicher, dass es keine Viren braucht. Die Bugfixes von Apple enthalten ja auch Dinge wie "voller Root Zugang per ftp".

    Davon abgesehen ist das OS von Apple in die Vergangenheit weit weniger kompatibel als Windows. XP Viren funken zum einem beträchtlichen Teil auch auf Windows 7. Nichtmal normale Apps von vor 12 Jahren funken heute auf einem aktuellen OS X.

  14. Re: Warum eigentlich keine Viren für Macs?

    Autor: der_wahre_hannes 06.05.14 - 12:08

    megaseppl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mag sein dass dies Einfluss hat. So lange effektiv die OS X-Nutzer seltener
    > und weniger Schaden erleiden als Windows-Nutzer, scheint Apple einige Dinge
    > richtig zu machen. ;-)

    Naja, ein Windows ist nicht allein deshalb unsicherer, nur weil es Windows ist. Auch bei Microsoft hat sich SEHR viel in Sachen Sicherheit getan. Das Problem ist aber auch hier die große Nutzerbasis, da ist eben der potentielle Shitstorm um einiges größer, wenn mal Dinge verändert werden. ;)

    Wenn du bei Windows allerdings nur die Warnmeldung ignorieren musst, dann bist du als Admin unterwegs. Ein Standardbenutzer kommt ohne Passwort auch nicht weit. ;)

  15. Re: Warum eigentlich keine Viren für Macs?

    Autor: megaseppl 06.05.14 - 12:21

    Ich gehe von einem privaten PC aus. Dort ist der erste Nutzer per default Mitglied der Gruppe Administratoren.
    Unter OS X ebenfalls, doch hat er nicht die gleichen Rechte wie der Root-User. Man muss sich per Passwort authentifizieren und diese Authentifizierung gilt auch nur temporär.

  16. Re: Kürzer als Unix geht es als Antwort eigentlich nicht

    Autor: Kasabian 06.05.14 - 12:25

    Du hast allerdings eines vergessen: Nur wo Probleme sich entwickeln können muss der Mensch sich auch entsprechend weiterentwickeln.

    Ich habe immer eher das Gefühl dass Mac User sich zu häufig auf ihre Sicherheitsgefühl verlassen. Da lobe ich mir manches mal die Probleme unter Windows, weil diese zum Nachdenken/Umdenken anregen, selbst wenn meine Probleme mit diesem OS.. sry... BS ;) eher anderer Natur sind (Installationen/Treiber). Unter Mac OSX - zu Anfangszeiten - hatte man dies auch dort. Hinzukommt dass man sich als Apple-User abhängig macht von einem Hersteller/System, auch wenn ich dies heute nicht mehr ganz so eng sehe wie 2004.

    Die optimalste Lösung heisst eigentlich Linux und wer nicht mehr als Office, Banking mit seinem System anstellt ist damit auch am Besten beraten. Nachteile hier: Neue Hardware. Es dauert dort halt immer etwas länger was die Treiber betrifft.

  17. Re: Kürzer als Unix geht es als Antwort eigentlich nicht

    Autor: megaseppl 06.05.14 - 13:03

    Kasabian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich habe immer eher das Gefühl dass Mac User sich zu häufig auf ihre
    > Sicherheitsgefühl verlassen.
    Ich habe das gleiche Gefühl bei Windows-Nutzern die ihrem Virenscanner vertrauen. ;-)

    > Da lobe ich mir manches mal die Probleme unter
    > Windows, weil diese zum Nachdenken/Umdenken anregen, selbst wenn meine
    > Probleme mit diesem OS.. sry... BS ;) eher anderer Natur sind
    > (Installationen/Treiber). Unter Mac OSX - zu Anfangszeiten - hatte man dies
    > auch dort.
    Wer darauf Bock hat (so wie ich) baut sich einen Hackintosh. Das verbindet einige Vorteile- aber auch Nachteile beider Seiten. ;-)

    > Hinzukommt dass man sich als Apple-User abhängig macht von einem
    > Hersteller/System, auch wenn ich dies heute nicht mehr ganz so eng sehe wie
    > 2004.
    Ja, man muss entscheiden ob man Apple vertrauen kann. Ich für mich kann dies tun da ich in den letzten >20 Jahren mich bei deren Produkten gut aufgehoben gefühlt habe. Mit vielen anderen Marken (ich nutze immer Mac UND PCs) habe ich Enttäuschungen erlebt. Acer, HP, Dell, Lenovo, Sony genießen mein Vertrauen NICHT mehr. ;-)
    MS hat mittlerweile aus vielen seiner Fehlern gelernt wenn man mal von der Win8-GUI absieht. Gegen deren Produkte habe ich prinzipiell nix mehr (was durchaus mal anders war.) ;)

    > Die optimalste Lösung heisst eigentlich Linux und wer nicht mehr als
    > Office, Banking mit seinem System anstellt ist damit auch am Besten
    > beraten. Nachteile hier: Neue Hardware. Es dauert dort halt immer etwas
    > länger was die Treiber betrifft.
    Es gibt einen weiteren Nachteil: Weniger Nutzer können helfen.
    Jemanden zu finden der sich mit der Distri auskennt die man selbst nutzt ist nervig-gering. Auch sind die Foren die sich mit Linux-Problemen auseinandersetzen oftmals für den Laien absolut unverständlich.
    Ansonsten halte ich die einfachen Linux-Systeme á la Ubuntu ebenfalls für eine gute Lösung, zumindest für das von Dir beschrieben Szenario im Privatbereich. Deutlich besser als Windows (deren Stärke ich ganz woanders sehe).

  18. Re: Warum eigentlich keine Viren für Macs?

    Autor: Freiheit statt Apple 06.05.14 - 14:10

    megaseppl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, unter Windows kann ja auch praktisch jeder Nutzer eine Software
    > beliebiger Quelle installieren. Unter OS X ab 10.8 nicht mehr. Dafür muss
    > man die Sicherheitseinstellungen explizit herunterschrauben. [...]

    Du vergleichst hier (und bei diversen anderen Gelegenheiten) den OS X Zustand ab 2012 (sofern man geupgradet hat) mit einem Windows Zustand von viel früher.

    (Das ist übrigens ein häufiges Problem in Mac-Diskussionen... da werden Mavericks und XP jeweils in einen Topf geworfen, als ob da 12 Monate statt 12 Jahre dazwischen liegen würden...)

    Versuch doch mal unter Windows 8 ein unbekanntes/unsigniertes Programm auszuführen. Der (standardmässig aktivierte) SmartScreenFilter wird es dir mit einer grossen Warnmeldung blockieren.
    Und diese Warnmeldung kann man (im Gegensatz zur UAC) nicht einfach mit 'Ja' wegklicken, sondern lediglich mit 'OK' (wobei OK bedeutet, dass das Programm NICHT ausgeführt wird). Will man das Programm dennoch ausführen, muss man zuächst im Warntext auf 'Weitere Informationen' klicken und erst dann erhät man die auswahl 'Trotzdem susführen' 'Nicht ausführen'.

  19. Re: Warum eigentlich keine Viren für Macs?

    Autor: megaseppl 06.05.14 - 14:28

    Freiheit statt Apple schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du vergleichst hier (und bei diversen anderen Gelegenheiten) den OS X
    > Zustand ab 2012 (sofern man geupgradet hat) mit einem Windows Zustand von
    > viel früher.
    Nee, nicht XP sondern Windows 7 - dem mit Abstand weit-verbreitetsten Windows-System, vor XP und bei weitem vor Windows 8.
    OS X Mountain Lion (10.8) und Mavericks (10.9) wiederum sind bei den Macs am häufigsten im Einsatz, prozentual sogar mehr in ihrem Bereich als Windows 7 und 8 zusammen.

    Unter Windows 7 muss man nur "Ja" klicken. Habe es ja direkt vor mir. ;-)

  20. Re: Warum eigentlich keine Viren für Macs?

    Autor: geeky 06.05.14 - 15:41

    Wenn Microsoft die vorhandenen Möglichkeiten generell von "Opt-In" auf "Erzwungen" umstellen würde, wäre wohl das Geschrei groß.
    Insbesondere die ganzen Legacy-Anwendungen die bei aktiviertem DEP abkacken, keine digitale Signatur besitzen, etc. dürften es für Microsoft nahezu unmöglich machen da strengere Richtlinien durchzusetzen.

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