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Vermutlich Mitarbeiter gefeuert...

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  1. Vermutlich Mitarbeiter gefeuert...

    Autor: Crass Spektakel 04.02.20 - 09:05

    Ein Bekannter konnte folgende Geschichte von seiner Zeit bei einem ausländischem ausländischem Systemhaus erzählen:

    Nach Abschluß eines grösseren Projektes wurde die gesamte Abteilung stark reduziert und von Entwicklung auf Betreuung umgestellt. Alle Nicht-Kern-Mitarbeiter wurden entweder entlassen oder an einen anderen Standort versetzt.

    Das ganze lief typisch amerikanisch ab:

    Mitarbeiter kommen morgens in die Firma, Schlüsselkarte sperrt nicht mehr, Hausmeister übergibt ihnen eine Kiste mit ihren Besitztümern plus einem Umschlag in dem erklärt wird daß am anderen Ende des Landes ein ähnlicher Job für sechs Monate zugesichert wird. Das Angebot muß bis Ende des Tages angenommen werden, ansonsten ist der Mitarbeiter freigestellt.

    Das lustige, mein Bekannter kümmerte sich um... tada... die Zertifikate und Internet-Domains, Abruf und Verwaltung der elektronischen Rechnungen, Bestellvorgänge für externe Onlinedienste. Nicht hauptberuflich sondern eben "nebenher" weil er das gut kennt. Natürlich alles gut dokumentiert aber wer liest schon Dokumentationen...

    Auf einen Umzug hatte er keinen Bock. Er schrieb dem Chef erst eine Email und dann ein Einschreiben daß er seinem Nachfolger zu seinem regulärem Stundensatz zu normalen Geschäftszeiten eine Einweisung in die von ihm betreuten geschäftskritischen Vorgänge geben kann. Vermutlicher Aufwand zwei Tage. Keine Antwort.

    Zwei Jahre später lief das Zertifikat aus. Natürlich hatte sich niemand eingearbeitet. Niemand war zuständig. Dokumentation lesen ist fade. Und ausserdem war die Dokumentation spurlos verschwunden. Oder in einem Backup das keiner findet zwischen einer Billion Dateien die keinen interessieren, hintem im Keller im Abstellraum mit der Aufschrift "vorsicht bissiger Tiger"....

    Jetzt rief man bei ihm an und wollte sein damaliges Angebot annehmen. Nix da, Auslandseinsetz, Notfalleinsatz, Nachteinsatz, einen anderen Job der ihn beansprucht. Er verlangte einfach mal das 20fache. Schweigen am anderen Ende der Leitung... "wir rufen zurück"... zehn Minuten später hatte er einen Auftrag der ihm in einer Woche mehr Geld einbrachte als das gesamte restliche Jahr...

    Recht geschieht das diesen Knallchargen...

  2. Re: Vermutlich Mitarbeiter gefeuert...

    Autor: menno 04.02.20 - 11:09

    > Recht geschieht das diesen Knallchargen...
    Ja, auf jeden Fall.

  3. Re: Vermutlich Mitarbeiter gefeuert...

    Autor: elgooG 04.02.20 - 11:13

    Würde ich nicht anders machen. Ein Unternehmen, dass derartig unmenschlich mit seinen Mitarbeitern umgeht, soll ruhig bluten.

    Kann Spuren von persönlichen Meinungen, Sarkasmus und Erdnüssen enthalten. Ausdrucke nicht für den Verzehr geeignet. Ungelesen mindestens haltbar bis: siehe Rückseite

  4. Re: Vermutlich Mitarbeiter gefeuert...

    Autor: theonlyone 04.02.20 - 16:23

    Zertifikate laufen ständig aus und umso mehr Schnittstellen man anbindet umso eher knallt es irgendwo.

    Das ist wirklich nichts neues, altes Thema das ständig wieder hoch kommt.

    Wird schnell genug reagiert ist das Thema durch bevor irgendwer wirklich merkt was passiert ist (löst man das in 5-10 Minuten, ruft auch keiner an).

    Wenn es etwas länger dauert , vor allem 3+ Stunden dann hat man natürlich das Problem das irgendwer doch gerne damit arbeiten würde.

    ----

    Man würde meinen für Zertifikate könnte es eine Software geben die sie managed und automatisch erneuert ; schön wärs, effektiv hat das keiner und so geht das Spiel jedes Jahr aufs neue los und irgendwelche Zertifikate laufen aus.

  5. Re: Vermutlich Mitarbeiter gefeuert...

    Autor: MadCat_me 04.02.20 - 16:33

    theonlyone schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man würde meinen für Zertifikate könnte es eine Software geben die sie
    > managed und automatisch erneuert ; schön wärs, effektiv hat das keiner und
    > so geht das Spiel jedes Jahr aufs neue los und irgendwelche Zertifikate
    > laufen aus.

    Besonders ironisch daran ist, dass MS eine eigene CA betreibt und sich daher problemlos eine Management-Software für Zertifikate selbst entwickeln kann.

    Ansonsten: Let's Encrypt und entsprechende Management Clients wie Certbot und acme.sh können das alles. Letzteres sogar mit API-Anbindungen an zig DNS-Anbieter, um automatisiert die DNS Challenge Tokens aktualisieren zu können.

  6. Re: Vermutlich Mitarbeiter gefeuert...

    Autor: GodsBoss 04.02.20 - 19:14

    > Recht geschieht das diesen Knallchargen...

    Waren denn noch dieselben Knallchargen am Drücker oder hatte das Management schon längst wieder gewechselt? Immerhin geht es um die USA und zwei Jahre...

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

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