1. Foren
  2. Kommentare
  3. Security
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Threema-Chef: Hintertüren können kein…

Unsinniges Anliegen

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Unsinniges Anliegen

    Autor: /mecki78 30.11.20 - 11:21

    Es wird immer Anbieter von Messenger geben, die sich nicht daran halten werden, weil sie irgendwo auf der Welt sitzen, wo man sich nicht daran halten muss und genau die werden dann Kriminelle nutzen. Man schafft mit so was also nur Hintertüren, mit denen man keinen einzigen Kriminellen überführen und nur gesetzestreue Bürger überwachen kann. Damit verfehlt man nicht nur das anvisierte Ziel, sondern richtet auch noch erheblichen Schaden an. Das ist wie wenn man allen Menschen zwangsweise Medikament aufzwingt, das die Kranken nicht heilt und die gesunden auch noch krank macht.

    /Mecki

  2. Re: Unsinniges Anliegen

    Autor: Prinzenrolle 30.11.20 - 11:37

    " Zu behaupten, dass uns unsere Privatsphäre egal ist, weil wir nichts zu verbergen haben, ist letztlich dasselbe, als würden wir behaupten, dass uns die freie Meinungsäusserung egal ist, weil wir nichts zu sagen haben. Oder dass uns die Freiheit der Presse egal ist, weil wir nicht gerne lesen. Oder dass uns die Religionsfreiheit egal ist, weil wir nicht an Gott glauben. Oder dass uns das das Recht auf friedliche Versammlung egal ist, weil wir träge und antisozial sind und an Agoraphobie leiden. " Zitat Snowden

  3. Re: Unsinniges Anliegen

    Autor: ovo 30.11.20 - 11:37

    Das mit dem Medikament erinnert mich an den Corona Impfzwang.

  4. Re: Unsinniges Anliegen

    Autor: Atrocity 30.11.20 - 11:55

    Könnte schwer werden mit dem erinnern an etwas dass es gar nicht gibt.

  5. Re: Unsinniges Anliegen

    Autor: goto10 30.11.20 - 11:56

    > Damit verfehlt man
    > nicht nur das anvisierte Ziel, sondern richtet auch noch erheblichen
    > Schaden an.

    Ich bin mir nicht mehr sicher, ob das angegebene Ziel überhaupt das Ziel ist, oder nicht doch die Massenüberwachung der Bürger?

  6. Re: Unsinniges Anliegen

    Autor: goto10 30.11.20 - 12:03

    > Könnte schwer werden mit dem erinnern an etwas dass es gar nicht gibt.

    Zurzeit ist es eine Definitionsfrage. Die erste Fluggesellschaft will künftig nur noch Geimpfte transportieren. Weitere Unternehmen werden folgen. Bald darfst du nur als geimpfter zu Konzerten, Fußballspielen, etc. . Für mich ist dieses perfide Spiel schon ein De-facto Impfzwang. Und wenn das alles nichts fruchtet, wird der Impfzwang schneller kommen als wir mit den Augen zwinkern können.

    Wäre es der Regierung mit der Freiwilligkeit der Impfung ernst, hätte sie schon längst ein Gesetz gebracht welches ungleich Behandlung von Nicht-Geimpften zu Geimpften unter Strafe stellt.

  7. Re: Unsinniges Anliegen

    Autor: CraWler 30.11.20 - 12:24

    Man will wieder dahin zurück wo die Welt 2013 vor Snowden war, wo man alle Bürgerdaten massenhaft unverschlüsselt abgreifen konnte. Darum scheint es hauptsächlich zu gehen !

    ----------------------------
    Piratenpartei Wähler

  8. Re: Unsinniges Anliegen

    Autor: Der schwarze Ritter 30.11.20 - 12:25

    Na ja, wenn ich das Hausrecht habe und nicht will, dass man mir die Bude schließt, weil es ein Hotspot ist, dann lass ich halt nur geimpfte Leute rein und fertig. Du kannst davon ausgehen, dass wir definitiv so etwas haben werden, wenn beispielsweise Masern oder Tuberkulose in größerem Maßstab ausbrechen, weil sich immer weniger Leute dagegen impfen lassen.

  9. Re: Unsinniges Anliegen

    Autor: Akaruso 30.11.20 - 12:32

    goto10 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wäre es der Regierung mit der Freiwilligkeit der Impfung ernst, hätte sie
    > schon längst ein Gesetz gebracht welches ungleich Behandlung von
    > Nicht-Geimpften zu Geimpften unter Strafe stellt.

    Seit wann werden Gesetze zur Bekämpfung eines Problems gemacht, bevor das Problem überhaupt da ist. So vorausschauend wurde doch von Politikern noch nie gehandelt.
    Und häufig ist das vorausschauende Handeln auch gar nicht sinnvoll, weil sich doch die Dinge meistens anders entwickeln wie man denkt.

  10. Re: Unsinniges Anliegen

    Autor: Single Density 30.11.20 - 13:12

    goto10 schrieb:

    > Ich bin mir nicht mehr sicher, ob das angegebene Ziel überhaupt das Ziel
    > ist, oder nicht doch die Massenüberwachung der Bürger?

    Ist immer die Frage, wen die Politik als den Gegner sieht.
    Mehr und mehr scheint dies die eigene Bevölkerung zu sein.

  11. Re: Unsinniges Anliegen

    Autor: /mecki78 30.11.20 - 14:25

    CraWler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man will wieder dahin zurück wo die Welt 2013 vor Snowden war, wo man alle
    > Bürgerdaten massenhaft unverschlüsselt abgreifen konnte.

    Nur war damals die Aufklärungsquote bei Verbrechen nicht besser als sie es heute ist. Als wir eine aktive VDS in Deutschland hatten, war sie das auch nicht. Daher vermisse ich bis heute jeglichen Beleg dafür, dass diese Maßnahme irgend etwas positives bewirken. Alle objektiv und nachprüfbaren Fakten widersprechen dem nämlich.

    /Mecki

  12. Re: Unsinniges Anliegen

    Autor: /mecki78 30.11.20 - 14:51

    goto10 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die erste Fluggesellschaft will
    > künftig nur noch Geimpfte transportieren.

    Verreisen oder die Nutzung von Flugzeugen ist auch kein Grundrecht. Du genießt Bewegungsfreiheit, aber wie du von A nach B kommst bleibt dabei dein Problem. Du hast kein Recht von einer Fluggesellschaft zu verlangen, dass sie dich transportieren muss.

    Deswegen musst du dich aber nicht impfen lassen. Dann bleibt du halt am Boden, ist eh viel besser für die Umwelt. Du kannst schließlich auch nicht Europa groß verlassen, wenn du keine Reisepass besitzt. Deswegen besteht noch lange keine Pflicht sich einen zu besorgen.

    /Mecki

  13. Re: Unsinniges Anliegen

    Autor: Mimus Polyglottos 30.11.20 - 17:22

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es wird immer Anbieter von Messenger geben, die sich nicht daran halten
    > werden, weil sie irgendwo auf der Welt sitzen, wo man sich nicht daran
    > halten muss und genau die werden dann Kriminelle nutzen. Man schafft mit so
    > was also nur Hintertüren, mit denen man keinen einzigen Kriminellen
    > überführen und nur gesetzestreue Bürger überwachen kann. Damit verfehlt man
    > nicht nur das anvisierte Ziel, sondern richtet auch noch erheblichen
    > Schaden an. Das ist wie wenn man allen Menschen zwangsweise Medikament
    > aufzwingt, das die Kranken nicht heilt und die gesunden auch noch krank
    > macht.

    Das Problem ist die u. U. mögliche Strafe bei Verwendung von Verschlüsselung ohne Hintertür. Dann ist man als Threema-Nutzer in der EU kriminell, auch wenn man die App aus der Schweiz hat und sie dort (noch) legal ist.

  14. Re: Unsinniges Anliegen

    Autor: /mecki78 30.11.20 - 19:22

    Mimus Polyglottos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem ist die u. U. mögliche Strafe bei Verwendung von
    > Verschlüsselung ohne Hintertür.

    Der Grund, warum es fast unmöglich ist Verschlüsselung zu verbieten, ist einfach der, dass es unmöglich ist verschlüsselte Daten sicher zu erkennen. Wenn diese Daten keinen besonderen Kopf oder ein Format mit nicht verschlüsselten Strukturen besitzen, dann sehen verschlüsselte Daten aus wie zufällige oder komprimierte Binärdaten und könnten genauso Bild- oder Musikdaten in einem nicht bekannten Format sein. Es ist vor Gericht fast unmöglich den Beweis zu erbringen, dass das verschlüsselte Daten waren. Nur weil jemand mit den Daten nichts anzufangen vermag, sind sie noch lange nicht verschlüsselt.

    In irgend einer Bannanrepublik mag das keine Rolle spielen, weil du dort schuldig bist, bis das Gegenteil bewiesen wurde. Aber in einem Rechtsstaat mit Unschuldsvermutung muss die Staatsanwaltschaft zweifelsfrei nachweisen, dass du unerlaubt verschlüsselte Daten versendet hast und der Staatsanwalt, dem das gelingt, der wäre ein heißer Kandidaten auf den Carl-Friedrich-Gauß-Preis. Du sagst einfach, das waren keine verschlüsselte Daten, was du nicht beweisen musst, die bloße Behauptung reicht. Die andere Seite muss dann deine Aussage widerlegen und das Gegenteil beweisen, ich wüsste nicht wie.

    Es sagt auch nichts aus, dass du einen bestimmte Software genutzt oder zu einem bestimmten Server Daten gesendet hast, nichts davon ist ein Beleg dafür, dass die Daten verschlüsselt waren, bestenfalls ein Indiz, dass sie es ein sein könnten. Die Politik müsste also die Verwendung bestimmter Apps verbieten oder die Kommunikation zu bestimmten Serverm und hier gelangen wir sehr schnell an das Ende der Rechtsstaatlichkeit und auch das bringt nichts, weil ich einfach eine Datei verschlüsseln, auf irgend einen Server legen und jemanden Zugriff drauf geben, der das Passwort kennt. Auch hier kann mir niemand nachweisen, dass die Datei verschlüsselt ist und nicht nur mit einem ganz exotischen Format komprimiert wurde oder einfach nur in unbekanntes Datenformat ist.

    /Mecki

  15. Re: Unsinniges Anliegen

    Autor: Mimus Polyglottos 30.11.20 - 19:52

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mimus Polyglottos schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das Problem ist die u. U. mögliche Strafe bei Verwendung von
    > > Verschlüsselung ohne Hintertür.
    >
    > Der Grund, warum es fast unmöglich ist Verschlüsselung zu verbieten, ist
    > einfach der, dass es unmöglich ist verschlüsselte Daten sicher zu erkennen.
    > Wenn diese Daten keinen besonderen Kopf oder ein Format mit nicht
    > verschlüsselten Strukturen besitzen, dann sehen verschlüsselte Daten aus
    > wie zufällige oder komprimierte Binärdaten und könnten genauso Bild- oder
    > Musikdaten in einem nicht bekannten Format sein. Es ist vor Gericht fast
    > unmöglich den Beweis zu erbringen, dass das verschlüsselte Daten waren. Nur
    > weil jemand mit den Daten nichts anzufangen vermag, sind sie noch lange
    > nicht verschlüsselt.
    >
    > In irgend einer Bannanrepublik mag das keine Rolle spielen, weil du dort
    > schuldig bist, bis das Gegenteil bewiesen wurde. Aber in einem Rechtsstaat
    > mit Unschuldsvermutung muss die Staatsanwaltschaft zweifelsfrei nachweisen,
    > dass du unerlaubt verschlüsselte Daten versendet hast und der Staatsanwalt,
    > dem das gelingt, der wäre ein heißer Kandidaten auf den
    > Carl-Friedrich-Gauß-Preis. Du sagst einfach, das waren keine verschlüsselte
    > Daten, was du nicht beweisen musst, die bloße Behauptung reicht. Die andere
    > Seite muss dann deine Aussage widerlegen und das Gegenteil beweisen, ich
    > wüsste nicht wie.
    >
    > Es sagt auch nichts aus, dass du einen bestimmte Software genutzt oder zu
    > einem bestimmten Server Daten gesendet hast, nichts davon ist ein Beleg
    > dafür, dass die Daten verschlüsselt waren, bestenfalls ein Indiz, dass sie
    > es ein sein könnten. Die Politik müsste also die Verwendung bestimmter
    > Apps verbieten oder die Kommunikation zu bestimmten Serverm und hier
    > gelangen wir sehr schnell an das Ende der Rechtsstaatlichkeit und auch das
    > bringt nichts, weil ich einfach eine Datei verschlüsseln, auf irgend einen
    > Server legen und jemanden Zugriff drauf geben, der das Passwort kennt. Auch
    > hier kann mir niemand nachweisen, dass die Datei verschlüsselt ist und
    > nicht nur mit einem ganz exotischen Format komprimiert wurde oder einfach
    > nur in unbekanntes Datenformat ist.

    Hm hm hm... da hast du natürlich nicht Unrecht. Aber wenn "Sie haben die verbotene App XY in Version 1234 eingesetzt, die ohne backdoor verschlüsselt" für empfindliche Strafen ausreicht, haben wir eine echt unschöne Zukunft. Klar gibt es für versierte InformatikerInnen immer noch irgendwelche Hintertürchen, aber der Großteil der Menschen kann dann relativ einfach bespitzelt werden. Und das dann wahrscheinlich nicht "nur" von der eigenen Regierung, sondern von allen, die die Hintertür knacken.

  16. Re: Unsinniges Anliegen

    Autor: Mailerdeamon 30.11.20 - 20:04

    Die Diskussion dazu gibt es und morgen gibt es auch den Impfzwang ganz praktisch.
    Die Masken waren auch mal freiwillig und das zu-Hause-Bleiben.

    Der gewünschte Erfolg beim freiwilligen Impfen wird nämlich ausbleiben.
    Für Impfen sind viele, nur sich selbst als Versuchskaninchen als erster impfen lassen, das werden nur wenige wollen.

    Nicht mal der Herr Gates will das, auf die Frage ob er sich dann gleich impfen lassen wird sobald ein Impstoff zur Verfügung steht sagte er: "Ich trete da zurück, es gibt wichtigere Gruppen.". Sehr nobel.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Materna Information & Communications SE, verschiedene Einsatzorte (Home-Office)
  2. Dr. Pendl & Dr. Piswanger Partner Thomas Kurz, Salzburg (Österreich)
  3. Konvekta AG, Schwalmstadt
  4. RATIONAL Aktiengesellschaft, Landsberg am Lech

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 27,99€
  2. (u. a. Persona 4 Golden: Deluxe Edition für 14,99€, Alien: Isolation - The Collection für 9...


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Cyberpunk 2077: So wunderbar kaputt!
Cyberpunk 2077
So wunderbar kaputt!

Auch nach einem Monat mit Cyberpunk 2077 sind uns schlechte Grafik auf der PS4 oder die zahlreichen Bugs egal. Die toll inszenierte Dystopie macht uns nachdenklich und wird über Jahre unerreicht bleiben. Achtung, Spoiler!
Ein IMHO von Tobias Költzsch und Sebastian Grüner

  1. CD Projekt Red Crunch trifft auf Cyberpunk 2077
  2. Open Source Niemand hat die Absicht, Sicherheitslücken zu schließen
  3. Disney+ Disney muss seinen Katalog aufstocken

Star Trek: Lower Decks: Für Trekkies die beste aktuelle Star-Trek-Serie
Star Trek: Lower Decks
Für Trekkies die beste aktuelle Star-Trek-Serie

Über Discovery und Picard haben viele Fans geschimpft - bei Star Trek: Lower Decks kommen Trekkies hingegen voll auf ihre Kosten. Die Macher sind Star-Trek-Nerds, wie uns Hauptdarsteller Jack Quaid verrät. Achtung, Spoiler!
Eine Rezension von Tobias Költzsch

  1. Star Trek: Discovery 3. Staffel Zwischendurch schwer zu ertragen
  2. Amazon Star Trek: Lower Decks kommt im Januar nach Deutschland
  3. Star Trek Discovery Harte Landung im 32. Jahrhundert

Akkuforschung: Keine Superakkus, sondern einfach bessere Kathoden
Akkuforschung
Keine Superakkus, sondern einfach bessere Kathoden

Die großen Herausforderungen der Forschung an Akkus sind mehr Energiedichte und weniger Abhängigkeit von Rohstoffen.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. EU-Kommission Tesla kann von EU-Batterieförderung profitieren
  2. Akkuforschung Wie Lithium-Akkus noch mehr Energie speichern sollen
  3. Akkuforschung 2020 In Zukunft gibt es spottbillige Akkus in riesigen Mengen