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systemd und Desktops

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  1. systemd und Desktops

    Autor: treba 24.09.21 - 13:03

    systemd hat in den letzten Jahren zu massiven Verbesserungen im Desktopbereich geführt. Gnome und KDE (und die vielen Downstreams davon) nutzen es inzwischen intensiv.
    Einmal, um Code auszumisten, da beide DEs vorher ihre eigenen Sessionmanager brauchten um verschiedene Services zu starten - also genau das, wofür systemd gemacht wurde und was es deutlich besser kann. Auch nicht zu vergessen: logind.
    Zweitens, was ich persönlich deutlich spannender finde: um endlich Ressourcenmanagement (basierend auf cgroups etc.) ernsthaft umzusetzen. Sprich CPU-Zeit- oder IO-Bandbreite-Garantien für z.B. den Wayland compositor, höhere Priorität für Fenster im Fokus etc.[1]. Also Dinge, die auf anderen Plattformen schon lange vorhanden sind. Dank systemd holt der Linuxdesktop hier endlich auf.

    Wenn hier also wieder viele systemd-Kritiker laut mitteilen, wie schrecklich systemd doch sei, kann ich nur sagen: dann macht doch endlich mal brauchbare Alternativen.

    Ich selber hoffe sehr, dass sich der Ansatz mit systemd-homed schnell durchsetzt. Am liebsten mit verschlüsselten BTRFS-subvolumes, auch wenn letztere noch auf sich warten lassen.

    1: Leseempfehlung: https://lwn.net/Articles/829567/



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.09.21 13:06 durch treba.

  2. Re: systemd und Desktops

    Autor: picaschaf 24.09.21 - 13:40

    Kein normal denkender Nutzer der sich mit dieser Systemtiefe auseinander gesetzt hat kritisiert systemd. Das kommt in aller Regel von irgendwelchen Schwätzern und Stammtischblubberern.

  3. Re: systemd und Desktops

    Autor: Itchy 24.09.21 - 14:36

    Bei den systemd Kritikern aus meinem Bekanntenkreis höre ich zumindest immer raus, dass man auf seine 5000 Zeilen Homegrown-initd-Logik so wahnsinnig stolz war (hat natürlich immer alles perfekt funktioniert) und jetzt alles "so Blackbox-mäßig daherkommt".

    Echte Probleme mit systemd hat niemand den ich kenne.

  4. Re: systemd und Desktops

    Autor: Teian 24.09.21 - 17:09

    So ist es und auch die so viel beschworene schwäche von wegen monolith ist bei näherer Betrachtung auch keine. Dieses "geht gegen die Unix prinzipien" Mantra hat vieles mehr aufgehalten als besser gemacht und es ist gut dass sich Linux hier weiterentwickelt.

    Dinge wie systemd-journald, systemd-resolved oder systemd-networkd leben zwar im gleichen namespace sind aber völlig eigenständige dinge die man nach gusto auch gerne durch etwas anderes austauschen kann (Als ob die alternativen weniger komplex wären)
    Ich genieße die Vorteile dass sich alles aus einem Guss anfühlt. Gerade die Config-Dateien sind deutlich angenehmer zu lesen und zu verstehen.

  5. Re: systemd und Desktops

    Autor: robinx999 25.09.21 - 19:44

    Systemd ansich ist gut, teilweise wurde es von einigen Linux Distributionen vorschnell verbreitet und hat zu fehlern geführt ähnlich wie Pulse Audio, aber mittlerweile funktioniert alles recht gut

    Und BTRFS könnte mal wirklich eine Verschlüsselung gebrauchen vor allem da diese ja auch Raid machen so wie es jetzt ist ist es nicht schön und der Prozessor hat zu viel zu tun bei einem Raid 5 mit 4 Geräten brauche ich 4 mal ein Luks Device wo dann jeweils die BTRFS Parition drauf mache. Würde ich es zu einem MD Raid zusammen fassen könnte BTRFS die einzelnen Geräte nicht mehr erkennen was schlecht für einen Scrub wäre

  6. Re: systemd und Desktops

    Autor: recluce 26.09.21 - 00:13

    treba schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > systemd hat in den letzten Jahren zu massiven Verbesserungen im
    > Desktopbereich geführt.

    Welche denn, außer enormer Komplexität und Sicherheitslücken? Da war mal die Sache das systemd schneller booten sollte. Humbug, systemd ist erheblich langsamer als z.B. Open-RC, dafür ist der Boot nicht deterministisch - d.h. es gibt keine Garantie das Services immer in der gleiche Reihenfolge - oder überhaupt - gestartet werden.

    Logind macht was besser als andere Session Manager? Nichts. Beliebige Sessions mit einem Sessionmanager starten ist auch keine schwarze Magie und geht seit vielen Jahren.

    Und bei homed kommt mir das kalte Kotzen. Meine Rechner bleiben systemd-frei.

  7. Re: systemd und Desktops

    Autor: robinx999 26.09.21 - 08:50

    recluce schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > treba schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > systemd hat in den letzten Jahren zu massiven Verbesserungen im
    > > Desktopbereich geführt.
    >
    > Welche denn, außer enormer Komplexität und Sicherheitslücken? Da war mal
    > die Sache das systemd schneller booten sollte. Humbug, systemd ist
    > erheblich langsamer als z.B. Open-RC, dafür ist der Boot nicht
    > deterministisch - d.h. es gibt keine Garantie das Services immer in der
    > gleiche Reihenfolge - oder überhaupt - gestartet werden.
    >
    Stimmt aber wenn man es korrekt macht ist es kein Problem da es ja Parameter für "After, Wants, Depends" für Services gibt, so dass man klar fest legen kann welcher Service laufen muss bevor ein anderer Service gestartet wird

  8. Re: systemd und Desktops

    Autor: Steffo 26.09.21 - 11:51

    Kann dem nur beipflichten.
    Ich kenne noch die Zeiten zu Anfang der 2000er:
    - Jede Distribution hatte ihr eigenes Frickelwerk und Universum.
    - Es ist nicht selten passiert, dass sich das System beim Booten einfach aufgehängt hat, weil irgendein Dienst nicht funktioniert hat. Auch Kernel Panics hatte ich schon gesehen, wobei ich hier nicht weiß, ob es evtl. am Kernel selbst lag
    - Einrichtung des Desktops war unnötig kompliziert und fehleranfällig

    Heute ist Linux richtig zuverlässig und fast schon massentauglich (was sicherlich die Möchtegern-Linux-Elite stört, die zu Windows "Windoof" sagen...), weil vieles vereinheitlicht durch systemd wurde. Man hat nun eine Menge an Diensten, die so ziemlich alle Distributionen nutzen und daher gut reifen konnten. Das macht das System extrem stabil, zuverlässig und über mehrere Distributionen hinweg einheitlich. Das wiederum führt zu Synergien-Effekte und ich muss nur eine einzige Anleitung lesen, nämlich die von systemd und nicht die von Ubuntu oder Fedora.
    Natürlich gibt es noch weiterhin Potential: Wir haben immer noch zig Paket-Manager, mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen.
    Linux ist extrem modular und irgendwie müssen die Module dirigiert werden, damit sie gut zusammenarbeiten können und das geht nur über einen gemeinsamen Standard und da bin ich über mutige Menschen wie Poettering extrem froh! Dabei wird leider viel Hass auf ihn entladen. Klar, läuft eine Umstellung nicht immer reibungslos, aber diese Hassentladung, die teils bis zu Morddrohungen gehen, ist ein absolutes No-Go!

  9. Re: systemd und Desktops

    Autor: elcaron 22.10.21 - 10:31

    ZFS läuft super :)

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