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Wie soll man mit AWS sparen?

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  1. Wie soll man mit AWS sparen?

    Autor: NeoChronos 02.09.20 - 14:57

    Das ist doch sauteuer.
    Man nutzt doch wegen der Bequemlichkeit

  2. Re: Wie soll man mit AWS sparen?

    Autor: Tuxraxer007 02.09.20 - 15:06

    Da gibt es genug Sparpotential:

    - keine eigene Hardware notwendig
    - keine Software / Lizensen notwendig
    - keine Stellplatz im Rechenzentrum notwendig
    - keine Wartungs- und Betriebskosten im RZ notwendig
    - kein Personal zur Wartung im RZ notwendig

    Im Falle der Systemtechnik für 5G kommen da größere Millionenbeträge zusammen, die einfach mal wegfallen.
    Bei uns werde gleiche Rechnungen gemacht, Technik im RZ ist auch ziemlich teuer und wir reden hier nicht von 20 Servern sondern anderen Größenordnungen.

  3. Re: Wie soll man mit AWS sparen?

    Autor: Handle 02.09.20 - 15:11

    Wenn man dann noch ein gutes Up- und Downscaling implementiert bekommt, kann man noch mal ordentlich sparen.

  4. Re: Wie soll man mit AWS sparen?

    Autor: waldmeisda 02.09.20 - 15:43

    Tuxraxer007 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da gibt es genug Sparpotential:
    >
    > - keine eigene Hardware notwendig
    > - keine Software / Lizensen notwendig
    > - keine Stellplatz im Rechenzentrum notwendig
    > - keine Wartungs- und Betriebskosten im RZ notwendig
    > - kein Personal zur Wartung im RZ notwendig
    >

    Hardwarekosten machen im Core im vergleich zu den Lizenskosten nur nen Bruchteil aus, und die bleiben natürlich auch wenn die VMs eben auf AWS laufen. Die Zeiten von Spezialhardware
    Personal gabs vorher schon keins mehr, das machen Dienstleister on demand, oft läuft das eh über Supportverträge und der Hersteller tanzt an und tauscht Boards/Platten.
    Bleiben die Betriebskosten ( Strom) eines RZ, aber die fallen genau so bei AWS an und werden umgelegt. Ist vermutlich die reine Bequemlichkeit die Verantwortung aus den Händen zu geben.

  5. Re: Wie soll man mit AWS sparen?

    Autor: s10 02.09.20 - 16:26

    Sie reden von Cloud-native Apps und der Development & Build Toolchain... Das sind i.d.R. keine VMs mehr und auch nicht die üblichen Lizenzkosten (wobei ich nicht weiss ob und welche Lizenzkosten Ericsson verlangt).

    Konkreter bzgl Cloud native Apps:
    Micro-Services, Container, Continuous Integration Tools, usw. Und da ist AWS tatsächlich weit vorne mit dabei. Und vor allem alles standardisiert. Ich kann mir gut vorstellen, dass Telefonica damit einen Haufen Kohle spart.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.09.20 16:31 durch s10.

  6. Re: Wie soll man mit AWS sparen?

    Autor: Eop 02.09.20 - 16:26

    Das sind doch ganz andere Preise als bei Privatleuten oder KMU, andersrum ist es genauso, ein Post Paket kostet meine ich 6,90¤ für Privatleute und amazon bezahlt meines wissens nach 2¤, die Masse macht's.

  7. Re: Wie soll man mit AWS sparen?

    Autor: Tuxraxer007 02.09.20 - 16:44

    waldmeisda schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hardwarekosten machen im Core im vergleich zu den Lizenskosten nur nen
    > Bruchteil aus, und die bleiben natürlich auch wenn die VMs eben auf AWS
    > laufen. Die Zeiten von Spezialhardware
    > Personal gabs vorher schon keins mehr, das machen Dienstleister on demand,
    > oft läuft das eh über Supportverträge und der Hersteller tanzt an und
    > tauscht Boards/Platten.
    > Bleiben die Betriebskosten ( Strom) eines RZ, aber die fallen genau so bei
    > AWS an und werden umgelegt. Ist vermutlich die reine Bequemlichkeit die
    > Verantwortung aus den Händen zu geben.

    Ich hab lange genug in der Mobilfunktechnik bei einem Netzbetreiber gearbeitet. Das Core-Netzwerk besteht nicht aus ein paar Server, sondern ist verdammt gross, da kommt ein ganze Menge an Systemen zusammen die damals bei uns zu grossen Teilen virtualisiert wurden.
    Die Virtualisierungsplattformen liegen in Preisklassen von xx Mio. Euro, da hängen ein paar PByte Storage dran, schnell mal 128 oder 256 physiklalische Nodes drin - das ganze dann redundant wegen der Ausfallsicherheit und dann noch mal geo-redundant, falls mal ein Flugzeug aufs RZ fällst - das ver-vierfacht direkt mal alles. Natürlich braucht es dann zwei RZ-Stnadorte mit der entsprechend WAN-Bandbreite dazwischen, die auch redundant sein muss und getrennt wege und Provider.

    Und Supportverträge der Hersteller sind auch nicht umsonst, je nachdem wie gross die Umgebungen sind kommen da auch schnell 6 oder 7-stellige Beträge zusammen - pro Jahr.

    Und Hardware für VM-Umgebungen - bauen wir derzeit gerade neue auf, kosten bei ordentlicher und leistungsstarker Hardware schnell mal den Gegenwert eine guten Mittelklassewagen.

    Ich weiss, warum mein jetziger Arbeitgeber keine eigenes RZ betreibt, wie sind auch eingemietet - das ist deutlich günstiger als selber zu betreiben.
    Und AWS ist derzeit bei uns auch ein Thema, der Kosten wegen, der Aufwände wegen - schon mal eine Linux-Maschine in AWS erstellt, bei VMWAre mit Template dauert das deutlich länger.
    Und man braucht sich nicht um Updates etc. zu kümmern.

  8. Re: Wie soll man mit AWS sparen?

    Autor: wzlbrmf 02.09.20 - 18:07

    Bei dem was Du beschreibst bist Du aber auch bei AWS schnell im 7-stelligen Bereich. 1 PByte S3 in Frankfurt sind rund 20k im Monat, nur Storage. Dazu kommen dann noch die Kosten für Anforderung, Datentransfer, Verwaltung und Replikation. Wenn's eine Datenbank sein soll, 1 PByte RDS oder Aurora kosten 100k im Monat, Multi-AZ das Doppelte.

    AWS macht eigentlich nur Sinn, wenn Du wirklich konsequent die AWS Dienste nutzt. Selbst da ist der Vorteil eher weniger monetär, sondern dass Du auf einen größeren Pool an Entwicklern zugreifen kannst. Und dass Du bei Bedarf schnell skalieren kannst. Aber auch nur, falls Deine Anwendung darauf vorbereitet ist. Viele stellen nämlich im Ernstfall fest, dass das mit der Skalierung doch nicht so einfach ist.

  9. Re: Wie soll man mit AWS sparen?

    Autor: NeoChronos 02.09.20 - 18:09

    schön, dass wenigstens einer die gleichen Erfahrungen gemacht hat^^

  10. Re: Wie soll man mit AWS sparen?

    Autor: wzlbrmf 02.09.20 - 18:50

    > Und man braucht sich nicht um Updates etc. zu kümmern.

    Das ist ein Trugschluss, da musst Du Dich genauso drum kümmern.

    Stichwort: Security of the Cloud vs. Security in the Cloud.

  11. Re: Wie soll man mit AWS sparen?

    Autor: Iruwen 02.09.20 - 20:47

    Tuxraxer007 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da gibt es genug Sparpotential:
    >
    > - keine eigene Hardware notwendig
    > - keine Software / Lizensen notwendig
    > - keine Stellplatz im Rechenzentrum notwendig
    > - keine Wartungs- und Betriebskosten im RZ notwendig
    > - kein Personal zur Wartung im RZ notwendig
    >
    > Im Falle der Systemtechnik für 5G kommen da größere Millionenbeträge
    > zusammen, die einfach mal wegfallen.
    > Bei uns werde gleiche Rechnungen gemacht, Technik im RZ ist auch ziemlich
    > teuer und wir reden hier nicht von 20 Servern sondern anderen
    > Größenordnungen.

    Dabei ist AWS aber nicht günstig. Das Ding ist bei sowas eher, dass man sich bei einem so großen Projekt auf den größtmöglichen Anbieter verlässt, damit dem Verantwortlichen wenn später was schiefgeht keiner unterstellen kann, er hätte es mit der Beauftragung eines kleineren Anbieters verkackt. Oft kommen noch geforderte Projekterfahrung und Referenzen dazu mit denen schon so gut wie alle anderen Anbieter raus sind.

  12. Re: Wie soll man mit AWS sparen?

    Autor: 1e3ste4 02.09.20 - 21:30

    wzlbrmf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei dem was Du beschreibst bist Du aber auch bei AWS schnell im 7-stelligen
    > Bereich.

    7-stelliger Bereich wäre für O2 ja richtig günstig. Bei denen geht es um Milliardenumsätze.

  13. Re: Wie soll man mit AWS sparen?

    Autor: chefin 03.09.20 - 09:14

    NeoChronos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist doch sauteuer.
    > Man nutzt doch wegen der Bequemlichkeit


    Du weist wohl nicht was eine eigene Infrastruktur für Kosten verursacht. Alleine die Administration kostet wohl locker das selbe wie AWS. Da ist dann weder Hardware noch Lizenskosten mit drin oder Anbindung ans Peering. Es ist natürlich billiger auf einen Dienstleister zu setzen, der statt 1000 Server gleich mal 1 Million betreut. Wer jetzt ein Wartungscript schreibt, das ihn 1 Million kostet, hat 1 Euro pro Server zu kalkulieren Der andere steht bei 1000 Euro pro Server.

    Das scaliert ganz massiv. Und nur weil es dir teuer vorkommt ist es nicht real teuer. Weil du deine Arbeitskraft bei deinen privaten Dingen ja nicht mit einrechnest. Nimm jede Std die du deinen Rechner administrierst mal mit 100 Euro an. Weil du ja auch lernen musst, also nicht nur die 10 Minuten um etwas einzustellen sondern die 50 Minuten im Internet die Informationen auch zu finden und zu lernen. Und dann brauchst du das nicht mehr, weil ja nun alles geht wie du willst. Da erscheint es teuer, AWS zu nutzen. Ist es aber nicht.

    Nachteile sind eher die Einschränkungen, weil man nicht alles so installieren kann wie man will und Vorgaben des Betreibers einhalten muss.

  14. Re: Wie soll man mit AWS sparen?

    Autor: wzlbrmf 03.09.20 - 09:15

    1e3ste4 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wzlbrmf schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Bei dem was Du beschreibst bist Du aber auch bei AWS schnell im
    > 7-stelligen
    > > Bereich.
    >
    > 7-stelliger Bereich wäre für O2 ja richtig günstig. Bei denen geht es um
    > Milliardenumsätze.

    Ich kenne die O2 Infrastruktur nicht, würde aber auch eher 9-stellig schätzen. Wir haben niedrige 7-stellige AWS Kosten im Jahr, sind aber weit von dem von Tuxraxer007 beschriebenen entfernt. Unsere Hauptanwendungen laufen noch im eigenen RZ.

  15. Re: Wie soll man mit AWS sparen?

    Autor: wzlbrmf 03.09.20 - 19:03

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du weist wohl nicht was eine eigene Infrastruktur für Kosten verursacht.
    > Alleine die Administration kostet wohl locker das selbe wie AWS. Da ist
    > dann weder Hardware noch Lizenskosten mit drin oder Anbindung ans Peering.

    Wir betreiben beides. Und der Administrationsaufwand ist auch in AWS nicht zu vernachlässigen. Du musst Dich zwar in der Regel nicht um die physische Hardware kümmern, aber praktisch alles logische wie Firewalls (Security Groups), Updates, Dienstkonfiguration und -überwachung oder auch das Peering (VPCs, Direct Connect) ist weiterhin in der Verantwortung des Kunden und muss entsprechend konfiguriert werden. Und viele Default-Einstellungen bei AWS sind, nun ja, "suboptimal".

    > Nachteile sind eher die Einschränkungen, weil man nicht alles so
    > installieren kann wie man will und Vorgaben des Betreibers einhalten muss.

    Jein. Zur Not kannst Du vieles auch auf eine EC2 packen und dann auch wieder fast alles machen. Kostet halt ein bißchen mehr. Blöd ist aber schon, dass die Versionen einiger Services wie etwa Elasticsearch bei AWS deutlich hinterherhinken. Und Debugging von fehlerhaften AWS Services ist auch keine Freude.

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