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Jetzt steht man vor der Wahl: Verknacken <-> fördern

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  1. Jetzt steht man vor der Wahl: Verknacken <-> fördern

    Autor: Eheran 01.08.20 - 11:40

    Entweder verknackt man die oder mal leitet all diese Energie in die richtige Richtung und erzeugt einen ordentlichen Mehrwert für alle.

    Ich glaube nicht, dass die all zu reif sind bzw. ein differenziertes Weltbild haben. Die werden in ihrer Blase leben und meinen, das richtige gemacht zu haben. Da sollte die Strafe keinesfalls lebenszerstörend ausfallen. Schauen wir mal...

  2. Re: Jetzt steht man vor der Wahl: Verknacken <-> fördern

    Autor: Airblader 01.08.20 - 12:11

    Selbst wenn man irgendeiner Ideologie folgt in der das "das Richtige" war bin ich überzeugt, dass ihnen klar war, dass es illegal ist. Und "aus Versehen aus dem Moment heraus" passiert so ein Angriff auch nicht, sondern war vorbereitet und mit Absicht ausgeführt.

    Insofern darf sie moralisch durchaus die ganz normale Härte des Rechts treffen. Sie haben ja auch nicht nur einen blöden Scherz gemacht sondern in betrügerischer Absicht gehandelt.

  3. Re: Jetzt steht man vor der Wahl: Verknacken <-> fördern

    Autor: Eheran 01.08.20 - 13:22

    >Und "aus Versehen aus dem Moment heraus" passiert so ein Angriff auch nicht, sondern war vorbereitet und mit Absicht ausgeführt.
    Hä? Der Ablauf war doch ganz anders. Eben als ob es eine spontan gefundene Sicherheitslücke war. Daher erfolge als erstes ein Angriff auf irgendeinen irrelevanten Kanal und als das klappte wurde es erst immer mehr und kamen auch neue Ideen hinzu. Da sehe ich nichts vorbereitetes.
    Absichtlich erfolgte es selbstverständlich, man sendet nicht versehentlich haufenweise Nachrichten mit haufenweise anderen Accounts...

  4. Re: Jetzt steht man vor der Wahl: Verknacken <-> fördern

    Autor: Mimus Polyglottos 01.08.20 - 13:35

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Entweder verknackt man die oder mal leitet all diese Energie in die
    > richtige Richtung und erzeugt einen ordentlichen Mehrwert für alle.

    Ich sehe die Garantie des Mehrwertes nicht. Das sind social Hacker, dafür braucht man kein Genie in Computersicherheit zu sein. Mit der gleichen Logik müsste man sonst auch alle anderen Trickbetrüger behandeln, unabhängig davon, ob sie "Cyber Crime", Taschendiebstahl oder Enkeltricks begehen.

    Nicht falsch verstehen, ich bin grundsätzlich eher für die Resozialisierung als das harte Bestrafen von Kriminellen. Aber ganz ohne Strafen geht es anscheinend nicht.

  5. Re: Jetzt steht man vor der Wahl: Verknacken <-> fördern

    Autor: Keridalspidialose 01.08.20 - 14:42

    In der USA glaubt man eher weniger an Wiedereingliederung.
    Florida sowieso nicht.

    ___________________________________________________________



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.08.20 14:42 durch Keridalspidialose.

  6. Re: Jetzt steht man vor der Wahl: Verknacken <-> fördern

    Autor: Eheran 01.08.20 - 15:32

    >Das sind social Hacker, dafür braucht man kein Genie in Computersicherheit zu sein.
    Warum passiert sowas dann so selten, wenn es kein Genie dafür bedarf? Kriminelle gibts wie Sand am Meer, daran mangelt es sich ganz sicher nicht. Und da viele davon, wie du schon sagst, auch sehr gut manipulieren können scheint es daran ja auch nicht zu mangeln. Was bleibt denn dann als fehlende Hürde noch übrig, wenn nicht die fachliche Kompetenz?

    >Aber ganz ohne Strafen geht es anscheinend nicht.
    Was bringen die Strafen denn? Warum gibt es keine Korrelation zwischen der Härte der Bestrafung und der Menge an Verbrechen bzw. der Rückfallquote? Bringt die Strafe also gar keinen abschreckenden Effekt? Nicht mal die Todesstrafe hat irgendwas genutzt. Da bleibt also ganz offensichtlich "nur" der Weg, die Personen zu resozialisieren. Wer hingegen krank ist (nicht zu resozialisieren), der gehört in eine Anstalt. Im Idealfall bevor was passiert.

    Eine Garantie gibt es ohnehin nicht. Egal für was.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 01.08.20 15:36 durch Eheran.

  7. Re: Jetzt steht man vor der Wahl: Verknacken <-> fördern

    Autor: Mimus Polyglottos 01.08.20 - 16:43

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Das sind social Hacker, dafür braucht man kein Genie in Computersicherheit
    > zu sein.
    > Warum passiert sowas dann so selten, wenn es kein Genie dafür bedarf?
    > Kriminelle gibts wie Sand am Meer, daran mangelt es sich ganz sicher nicht.
    > Und da viele davon, wie du schon sagst, auch sehr gut manipulieren können
    > scheint es daran ja auch nicht zu mangeln. Was bleibt denn dann als
    > fehlende Hürde noch übrig, wenn nicht die fachliche Kompetenz?

    Sowas passiert ständig. Der Fall ist lediglich bekannt geworden, weil es eine sehr bekannte Firma (Twitter) und Konten von Personen wie Barack Obama getroffen hat. Die Auswahl dieser Ziele läßt mich stark an der Klugkeit der Angreifer zweifeln - es war klar, dass die Bundesbehörden da keine Mühen scheuen, die Täter so schnell wie möglich zu fangen - was (anscheinend) ja auch passiert ist.

    > >Aber ganz ohne Strafen geht es anscheinend nicht.
    > Was bringen die Strafen denn? Warum gibt es keine Korrelation zwischen der
    > Härte der Bestrafung und der Menge an Verbrechen bzw. der Rückfallquote?
    > Bringt die Strafe also gar keinen abschreckenden Effekt? Nicht mal die
    > Todesstrafe hat irgendwas genutzt. Da bleibt also ganz offensichtlich "nur"
    > der Weg, die Personen zu resozialisieren. Wer hingegen krank ist (nicht zu
    > resozialisieren), der gehört in eine Anstalt. Im Idealfall bevor was
    > passiert.

    Doch, natürlich gibt es einen Abschreckungseffekt. Dass dieser nicht unbedingt mit der Härte der Strafe korrelliert und dass es oft bessere Methoden als Strafen gibt bezweifele ich nicht.

    > Eine Garantie gibt es ohnehin nicht. Egal für was.

  8. Re: Jetzt steht man vor der Wahl: Verknacken <-> fördern

    Autor: no one 01.08.20 - 20:14

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Entweder verknackt man die oder mal leitet all diese Energie in die
    > richtige Richtung und erzeugt einen ordentlichen Mehrwert für alle.
    >
    > Ich glaube nicht, dass die all zu reif sind bzw. ein differenziertes
    > Weltbild haben. Die werden in ihrer Blase leben und meinen, das richtige
    > gemacht zu haben. Da sollte die Strafe keinesfalls lebenszerstörend
    > ausfallen. Schauen wir mal...


    +1

    Das Problem ist, dass diejenigen die den Glauben haben, eine Bestrafung sei obligat, große Schwierigkeiten damit haben, dass eine andere Vorgehensweise (konsequent angewendet) nützlicher, nachhaltiger und ethischer sein könnte.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.08.20 20:24 durch no one.

  9. Re: Jetzt steht man vor der Wahl: Verknacken <-> fördern

    Autor: Peter V. 01.08.20 - 21:29

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Entweder verknackt man die oder mal leitet all diese Energie in die
    > richtige Richtung und erzeugt einen ordentlichen Mehrwert für alle.
    >
    > Ich glaube nicht, dass die all zu reif sind bzw. ein differenziertes
    > Weltbild haben. Die werden in ihrer Blase leben und meinen, das richtige
    > gemacht zu haben. Da sollte die Strafe keinesfalls lebenszerstörend
    > ausfallen. Schauen wir mal...
    Strafen sind selten lebenszerstörend. Wenn er den Schaden komplett zurückzahlen kann, bleiben ein paar verdiente Jahre im Knast.

  10. Re: Jetzt steht man vor der Wahl: Verknacken <-> fördern

    Autor: Eheran 01.08.20 - 21:54

    >Strafen sind selten lebenszerstörend.
    Achso?
    Wenn der Junge (bzw. die Jungs) für 5...10 Jahre im Knast sind, dann bleiben sie dabei nicht auf dem Stand der Technik, behalten ihre Leistungsfähigkeit nicht bei, verrohen, knüpfen Kontakte zu anderen Verbrechern die an sowas Interesse haben, ...
    Das ist alles nur scheiße. Dabei kommt nichts gutes raus. Ein Schaden wird nicht besser, wenn man noch mehr Schaden anrichtet.

  11. Re: Jetzt steht man vor der Wahl: Verknacken <-> fördern

    Autor: Airblader 01.08.20 - 23:05

    > Hä? Der Ablauf war doch ganz anders. Eben als ob es eine spontan gefundene Sicherheitslücke war. Daher erfolge als erstes ein Angriff auf irgendeinen irrelevanten Kanal und [...]

    Man wählt nicht aus Versehen die falsche Nummer, landet beim Twitter-MA, verspricht sich und gibt sich versehentlich als jemand anders aus und fällt dann mit dem Gesicht auf das Keyboard so dass ein betrügerischer Tweet mit BTC-Adresse von reichweitenstarken Profilen verschickt wird.

    = Es war geplant, beabsichtigt und kein Scherz. Die einzige Absicht war sich selbst zu bereichern.

    Es war kein dummer Jugendstreich, sondern ein ausgereifter Betrugsversuch bei dem viele Menschen und Firmen zu Schaden gekommen sind. Unverständlich wie das hier heruntergespielt wird.

  12. Re: Jetzt steht man vor der Wahl: Verknacken <-> fördern

    Autor: Airblader 01.08.20 - 23:13

    > dann bleiben sie dabei nicht auf dem Stand der Technik, behalten ihre Leistungsfähigkeit nicht bei, verrohen, knüpfen Kontakte zu anderen Verbrechern die an sowas Interesse haben, ...

    Keine nennenswerte IT-Firma wird die nach dieser Nummer jemals einstellen, von daher ist es relativ egal wie sehr sie technisch aktuell bleiben. Ansonsten ist das ein schön ausgemaltes Szenario. Könnte aber auch sein dass sie einfach etwas finden was ihnen Spaß macht und nebenbei legal ist und damit ein normales Leben führen. Kann auch sein dass sie freigesprochen werden und direkt die nächste Masche fahren. Auf die Finger zu klopfen und sagen "so bitte nicht" weil sie ja unter Umständen möglicherweise theoretisch eine große Karriere vor sich haben könnten ist Quatsch und eine Beleidigung für alle Geschädigten.

  13. Re: Jetzt steht man vor der Wahl: Verknacken <-> fördern

    Autor: no one 01.08.20 - 23:52

    Auf die Finger klopfen und die Talente gesellschaftlich verfügbar zu machen, das ist doch der Grundgedanke. Restriktion kann immer noch eine Alternative sein, wenn einem nichts anderes mehr einfällt - aber es führt selten zur gewünschten Einsicht und zu einer Verhaltensänderung führt es in der Regel leider auch nicht. Warum also keine Win-Win Situation herbeiführen?

  14. Re: Jetzt steht man vor der Wahl: Verknacken <-> fördern

    Autor: Eheran 02.08.20 - 17:43

    >Auf die Finger zu klopfen und sagen "so bitte nicht" weil sie ja unter Umständen möglicherweise theoretisch eine große Karriere vor sich haben könnten ist Quatsch und eine Beleidigung für alle Geschädigten.
    Es ist aber eben niemandem geholfen, wenn man sie ordentlich verknackt. Die nächsten lassen sich nicht abschrecken, weil sie davon entweder ohnehin nichts wissen oder denken, dass die es "richtig" machen. Und die Verknackten sind halt entweder ein Fall für Sozialhilfe hinterher, steigen erst so richtig in die Kriminalität ein durch die Kontakte oder leben normal weiter. Dann hat man also niemandem geholfen und nur einer von 3 Wegen ist für die Verknackten ein normaler.
    Oder man setzt auf reintegration statt auf sinnlose Bestrafung, dann ist weiterhin erstmal niemandem (anderes) geholfen aber die Wahrscheinlichkeit, dass die für alle einen Mehrwert schaffen statt nur zu kosten (Knast/H4) oder weiter Verbrecher zu sein ist eben deutlich höher.

  15. Re: Jetzt steht man vor der Wahl: Verknacken <-> fördern

    Autor: gaym0r 03.08.20 - 08:40

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Das sind social Hacker, dafür braucht man kein Genie in Computersicherheit
    > zu sein.
    > Warum passiert sowas dann so selten

    Bitte? Das passiert so oft, dass ich regelmäßig damit zu tun habe (bei meinen Kunden), dabei bin ich nichtmal konkret in der IT-Security unterwegs.

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