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Wie Apple es auch macht, sie machen es falsch.

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  1. Wie Apple es auch macht, sie machen es falsch.

    Autor: Stereo 15.08.21 - 12:48

    Die einen regen sich maßlos darüber auf, dass Apple lediglich 300 Fälle im Jahr 2021 an die Behörden gemeldet hat und loben Google für ihre 500.000 Meldungen und ihrer Durchschlagskraft gegen Kinderpornografie und die anderen befürchten, dass ihr Apple-Endgerät nun zu einer vermeintlichen Spionagewaffe von Unrechtsstaaten werden könnte.

  2. Re: Wie Apple es auch macht, sie machen es falsch.

    Autor: Steven Lake 16.08.21 - 09:28

    Äpfel und Birnen.

    Apple entfernt de facto die Verschlüsselung und schafft damit die Privatsphäre ab. Apple kann drehen und wenden wie sie es wollen, das ist einfach Tatsache. Das ist wie wenn man sein Koffer mit einem TSA Schloss abschließt. Sieht zwar Sicher aus, aber ab dem Zeitpunkt wo die Generalschlüssel veröffentlicht wurden, ist dies kein Hindernis mehr.

    Ich kenne jetzt nicht die News wo Google was gemeldet hat, aber ich würde mal stark vermuten dass es sich auf Webseiten bezieht, weil Google da ja massiv scannt. Webseiten sind nicht Privat und da Google ja eh ganz viel für ihre Suchmaschine sucht, können die auch direkt mal die Legalität überprüfen.

    Das Scannen von Geräten ist einfach Falsch. Da gibt es kein wenn und aber. Solche Stasi-Methoden braucht es einfach nicht. Man kann ja sonst einfach auch jeden Brief und jede Wohnung Grundlos überwachen. Jeder Mann wird auch getrackt und wenn dieser in einem 50 Meter-Radius eines Kindergartens oder einer Schule stehenbleibt und da mehr als 2 Minuten verweilt, wird vorsorglich die Polizei alarmiert.

    Hört sich übertrieben an? Stimmt, weil es ist. Warum darf man jeden unter Generalverdacht stellen, weil ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung ganz böse Jungs sind?
    Aber gut, Apple ist der Meinung dass weil ein kleiner Teil der Bevölkerung eine kleine Straftat (der Besitz von Kinderpornographie wird in Deutschland nur mit kleinen Strafen bestraft wie Bewährung oder ein paar Euros Strafe) begeht, darf man direkt so drastisch die Privatsphäre abschaffen.
    Wird ja auch nicht so sein, dass die Straftäter die solches Material mit Profitabsicht bei ihren Recherchen darauf stoßen werden, kein Apple Gerät zu nutzen. Man bekommt also nur die kleinen Fische und die dummen.
    Oder geht Apple so weit und schickt mal das SEK vorbei, weil Helmut M. aus F. nach 10 Jahren iPhone plötzlich keins mehr kauft?

  3. Re: Wie Apple es auch macht, sie machen es falsch.

    Autor: Emulex 16.08.21 - 09:33

    Ich glaube hier wird eher umgekehrt ein Schuh draus.
    Apple legt Fotos in iCloud verschlüsselt ab - bei z.B. OneDrive ist das meines Wissens nur im Tresor so.
    Die Frage ist also: Könnte Apple überhaupt "von aussen" die Cloud-Fotos scannen, wie es die anderen Anbieter machen?
    Wenn nein ist das Vorgehen logisch.

    Dass hier die Verschlüsselung des iPhones aufgebrochen wird, sehe ich überhaupt nicht... wenn sie das wollten, würden sie einfach ein Entsperr-Backdoor in iOS einbauen und keiner würde irgendwas mitkriegen.

  4. Re: Wie Apple es auch macht, sie machen es falsch.

    Autor: Trollversteher 16.08.21 - 09:43

    >Apple entfernt de facto die Verschlüsselung und schafft damit die Privatsphäre ab. Apple kann drehen und wenden wie sie es wollen, das ist einfach Tatsache. Das ist wie wenn man sein Koffer mit einem TSA Schloss abschließt. Sieht zwar Sicher aus, aber ab dem Zeitpunkt wo die Generalschlüssel veröffentlicht wurden, ist dies kein Hindernis mehr.

    Wo genau tun sie das?

    >Ich kenne jetzt nicht die News wo Google was gemeldet hat, aber ich würde mal stark vermuten dass es sich auf Webseiten bezieht, weil Google da ja massiv scannt. Webseiten sind nicht Privat und da Google ja eh ganz viel für ihre Suchmaschine sucht, können die auch direkt mal die Legalität überprüfen.

    Google macht im Prinzip *exakt das*, was Apple jetzt ankündigt *plus* sämtliche ihrer Dienste noch mit einzubeziehen (Mails werden zB ebenfalls gescanned).

    >Das Scannen von Geräten ist einfach Falsch. Da gibt es kein wenn und aber. Solche Stasi-Methoden braucht es einfach nicht. Man kann ja sonst einfach auch jeden Brief und jede Wohnung Grundlos überwachen. Jeder Mann wird auch getrackt und wenn dieser in einem 50 Meter-Radius eines Kindergartens oder einer Schule stehenbleibt und da mehr als 2 Minuten verweilt, wird vorsorglich die Polizei alarmiert.

    >Hört sich übertrieben an? Stimmt, weil es ist. Warum darf man jeden unter Generalverdacht stellen, weil ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung ganz böse Jungs sind?
    Aber gut, Apple ist der Meinung dass weil ein kleiner Teil der Bevölkerung eine kleine Straftat (der Besitz von Kinderpornographie wird in Deutschland nur mit kleinen Strafen bestraft wie Bewährung oder ein paar Euros Strafe) begeht, darf man direkt so drastisch die Privatsphäre abschaffen.

    Es geht hier aber nicht alleine um den Besitz sondern vor allem um das Weiterverbreiten (da es erst beim Upload ausgewertet wird) zudem ist dieses "Feature" ja zunächst mal für die USA geplant, daher wird hier wohl kaum nach deutschem Strafmaß gemessen. Die Frage ist auch in weiweit mit dem System, so wie es aktuell spezifiziert ist, die "Privatsphäre abgeschafft" wird.

    >Wird ja auch nicht so sein, dass die Straftäter die solches Material mit Profitabsicht bei ihren Recherchen darauf stoßen werden, kein Apple Gerät zu nutzen. Man bekommt also nur die kleinen Fische und die dummen.

    Und dann? Apple hat ja hier nur "nachgezogen", Google und Microsoft wenden solche Methoden ja schon länger an.

    >Oder geht Apple so weit und schickt mal das SEK vorbei, weil Helmut M. aus F. nach 10 Jahren iPhone plötzlich keins mehr kauft?

    Hä? Ich glaube Di hast Dich nicht wirklich mit der Thematik beschäftigt, bei aller angebrachten Kritik sollte man sich doch (vor allem auf einer "IT-New für Profis Seite") halbwegs über die Huintergründe informieren, bevor man einfach wilde Spekulationen in den Raum stellt und sich Horroszenarien ausdenkt...

  5. Re: Wie Apple es auch macht, sie machen es falsch.

    Autor: Tia Lapis 16.08.21 - 12:07

    Ich wiederhole mich ungerne aber es geht aktuell um ein US-only feature.

  6. Re: Wie Apple es auch macht, sie machen es falsch.

    Autor: Trollversteher 16.08.21 - 12:45

    Öhm exakt das schrieb ich doch?
    Auf den falschen Beitrag geantwortet?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.08.21 12:45 durch Trollversteher.

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