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Tja, wer nichts zu verbergen hat ...

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  1. Tja, wer nichts zu verbergen hat ...

    Autor: NoLabel 04.07.18 - 13:52

    ... wandert am besten aus. Eine Insel annektieren, oder auf den Mars. Andere Möglichkeiten bleiben einem ja kaum.
    Bin irgendwie froh, dass ich die Hälfte meines Lebens schon rum habe, bei den ganzen traurigen Aussichten, die einem die Regierungen dieser Welt bieten.

  2. Re: Tja, wer nichts zu verbergen hat ...

    Autor: Hotohori 04.07.18 - 13:57

    NoLabel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... wandert am besten aus. Eine Insel annektieren, oder auf den Mars.
    > Andere Möglichkeiten bleiben einem ja kaum.
    > Bin irgendwie froh, dass ich die Hälfte meines Lebens schon rum habe, bei
    > den ganzen traurigen Aussichten, die einem die Regierungen dieser Welt
    > bieten.

    +1

    In den 80ern hat man sich noch über Filme amüsiert, die einen Überwachungsstaat gezeigt hat und meinte "das wird so eh nie kommen". Und heute sind wir schon ganz gut auf dem Weg da hin, interessieren tut es die Meisten aber immer noch nicht. Bis die Allgemeinheit mal ihren faulen Hintern hoch kriegt ist eh wie immer alles zu spät.

  3. Re: Tja, wer nichts zu verbergen hat ...

    Autor: Thunderbird1400 04.07.18 - 17:37

    Jaja, immer diese Horrorszenarien. Alles wird ganz furchtbar und so.

    Hach, wie haben damals alle die großen Verschwörungstheorien von der bald anstehenden Weltherrschaft von Microsoft angekündigt, als das abgrundtief böse Windows XP kam. DRM ist bald da, bald kontrolliert Microsoft jede Datei, die du verwendest und bla bla bla.

    Am Ende gibt es immer noch jede Menge Datenschützer, die dafür sorgen, dass das alles doch ganz anders kommt. Solange wir hier noch einen Rechtsstaat und freie Wahlen haben....
    Ich habe nichts gegen z. B. Videoüberwachung im öffentlichen Raum, die der Sicherheit aller dient, solange diese Daten ausschließlich auf richterliche Anordnung zur Verbrechensaufklärung verwendet werden dürfen. Und genau dafür werden Datenschützer schon sorgen.

  4. Re: Tja, wer nichts zu verbergen hat ...

    Autor: TheUnichi 04.07.18 - 18:13

    NoLabel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... wandert am besten aus. Eine Insel annektieren, oder auf den Mars.
    > Andere Möglichkeiten bleiben einem ja kaum.
    > Bin irgendwie froh, dass ich die Hälfte meines Lebens schon rum habe, bei
    > den ganzen traurigen Aussichten, die einem die Regierungen dieser Welt
    > bieten.

    Finde Videoüberwachung an öffentlichen Orten persönlich sogar wünschenswert. Denke, da bin ich nicht alleine. Es steht ja keine Kamera vor deinem Haus und dazu wird es auch nicht kommen. Aber frequentierte Orte mit Kameras auszustatten ist ein guter Weg, um Verbrechen
    a) Vorzubeugen, denn die Anwesenheit einer Kamera inkl. des Bewusstseins selbigem hält einen im besten Falle bereits davon ab, einer Frau ihre Handtasche in der Innenstadt zu klauen etc.
    b) Nachzuverfolgen, denn nicht jeder Taschendieb oder betrunkene Kleinkriminelle denkt an seine Ski-Maske, bevor er klauen geht.

    Gerade Affekt-Straftaten werden mit Kameras gut lösbar sein, wo man eben aus Wut/Hass etc. gerade nicht an die Kamera denkt.

    Und was kostet es dich? Menschen können dich an öffentlichen Plätzen beobachten. Wuhuu. Ich kann mich auch einfach in die Innenstadt stellen und den ganzen Tag Leute angucken, ist nicht illegal, kommt auch keiner zu mir und sagt, ich verletze ihren Datenschutz.

  5. Re: Tja, wer nichts zu verbergen hat ...

    Autor: foho 04.07.18 - 18:33

    erklär doch mal punkt für punkt was dir eine kamera bringt wenn dein gegenüber geld oder leben will?

    meinem verständniss nach hilft das HINTERHER, wenn die straftat bereits begangen wurde.
    im akuten fall bringt sie garnichts.
    bring doch einfach mal in erfahrung wie viel straftaten verhindert/aufgeklärt wurden dank "videoüberwachung"

  6. Re: Tja, wer nichts zu verbergen hat ...

    Autor: Danijoo 04.07.18 - 18:33

    TheUnichi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Finde Videoüberwachung an öffentlichen Orten persönlich sogar
    > wünschenswert. Denke, da bin ich nicht alleine. Es steht ja keine Kamera
    > vor deinem Haus und dazu wird es auch nicht kommen.
    Ausser man wohnt an einem oeffentlichen Platz, oder arbeitet dort..


    > a) Vorzubeugen, denn die Anwesenheit einer Kamera inkl. des Bewusstseins
    > selbigem hält einen im besten Falle bereits davon ab, einer Frau ihre
    > Handtasche in der Innenstadt zu klauen etc.
    Statistiken aus London und der berliner Ubahn belegen das Gegenteil. Das Anbringen von Videoueberwachung hat in beiden Faellen zu keiner Senkung der Zahl der Straftaten gefuehrt ..

    > Und was kostet es dich? Menschen können dich an öffentlichen Plätzen
    > beobachten. Wuhuu. Ich kann mich auch einfach in die Innenstadt stellen und
    > den ganzen Tag Leute angucken, ist nicht illegal, kommt auch keiner zu mir
    > und sagt, ich verletze ihren Datenschutz.
    Du siehst keinen Unterschied zwischen "Privatperson A sieht den ganzen Tag Leute an" und "der Staat erhebt und speichert Videos aller Buerger?

  7. Re: Tja, wer nichts zu verbergen hat ...

    Autor: TheUnichi 04.07.18 - 18:43

    foho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > erklär doch mal punkt für punkt was dir eine kamera bringt wenn dein
    > gegenüber geld oder leben will?

    Die Gewissheit, dass er damit im besten Falle nicht davon kommen wird?

    > meinem verständniss nach hilft das HINTERHER, wenn die straftat bereits
    > begangen wurde.
    > im akuten fall bringt sie garnichts.
    > bring doch einfach mal in erfahrung wie viel straftaten
    > verhindert/aufgeklärt wurden dank "videoüberwachung"

    Ja, und was bringen Polizisten dann? Die sind auch i.d.R. erst am Ort des Geschehens, wenn die Straftat begangen wurde (da sie vorher ja auch keinen Grund haben, zu kommen, logischerweise)

    Also ist Polizei überflüssig?

    Was möchtest du, Minority Report? Einsperren auf Basis von Verdacht und Berechnungen? Das wäre präventiv. Alles andere ist es eben nicht.

  8. Re: Tja, wer nichts zu verbergen hat ...

    Autor: TheUnichi 04.07.18 - 18:52

    Danijoo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > TheUnichi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Finde Videoüberwachung an öffentlichen Orten persönlich sogar
    > > wünschenswert. Denke, da bin ich nicht alleine. Es steht ja keine Kamera
    > > vor deinem Haus und dazu wird es auch nicht kommen.
    > Ausser man wohnt an einem oeffentlichen Platz, oder arbeitet dort..

    Ja, weil die Kameras dann genau _in_ dein Fenster gucken und die auch so ausgerichtet sind. Hast du die Kameras an öffentlichen Plätzen mal angeguckt? Die gucken auf den Boden und die kannst du auch gar nicht über 90° in die Höhe schwenken. Also ja, wenn du in einem Schaufenster-Laden wohnst, dann tut mir das sehr leid für dich. Alle anderen sind eher nicht betroffen.

    > > a) Vorzubeugen, denn die Anwesenheit einer Kamera inkl. des Bewusstseins
    > > selbigem hält einen im besten Falle bereits davon ab, einer Frau ihre
    > > Handtasche in der Innenstadt zu klauen etc.
    > Statistiken aus London und der berliner Ubahn belegen das Gegenteil. Das
    > Anbringen von Videoueberwachung hat in beiden Faellen zu keiner Senkung der
    > Zahl der Straftaten gefuehrt ..

    Ja ist auch okay, wäre ja auch doof, wenn sie die Straftaten dann nicht mehr oder woanders begehen, die Kameras sollen sie ja sehen.
    Ich weiß, für mich, dass ich in Berlin nachts um 3 mit der U-Bahn nach Hause fahren kann und da eine Kamera ist, die etwaige Probleme auflösen würde, wenn ich sie denn mal hätte. Ob das nun an den Kameras liegt oder daran, dass Berlin so eine feine Stadt mit so feinen Leuten ist, lass ich mal dahingestellt.
    Komisch nur, die U-Bahn-Treter und Obdachlosen-Anzünder sowie die Schläger in den U-Bahnen werden immer durch Kameras überführt.

    > > Und was kostet es dich? Menschen können dich an öffentlichen Plätzen
    > > beobachten. Wuhuu. Ich kann mich auch einfach in die Innenstadt stellen
    > und
    > > den ganzen Tag Leute angucken, ist nicht illegal, kommt auch keiner zu
    > mir
    > > und sagt, ich verletze ihren Datenschutz.
    > Du siehst keinen Unterschied zwischen "Privatperson A sieht den ganzen Tag
    > Leute an" und "der Staat erhebt und speichert Videos aller Buerger?

    Im Grunde nicht, aber klär mich auf! Was kann man denn nachträglich sehen, was man akut nicht sehen konnte, unter der Premisse man kann auch richtig sehen?
    Und vor allem: Wie stellst du dir das sonst vor? Es guckt sich ja so schon niemand die Videos den ganzen Tag lang an, oder meinst du, da sitzen 500 BVG Mitarbeiter und schauen den ganzen Tag lang S-Bahn-Bahnsteige an? Und werden dafür bezahlt?
    Die werden wenn Straftaten entstanden sind, passend zur Zeit und zum Ort, ausgewertet.

  9. Re: Tja, wer nichts zu verbergen hat ...

    Autor: Danijoo 04.07.18 - 19:12

    TheUnichi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Danijoo schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > TheUnichi schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > >
    > > > Finde Videoüberwachung an öffentlichen Orten persönlich sogar
    > > > wünschenswert. Denke, da bin ich nicht alleine. Es steht ja keine
    > Kamera
    > > > vor deinem Haus und dazu wird es auch nicht kommen.
    > > Ausser man wohnt an einem oeffentlichen Platz, oder arbeitet dort..
    >
    > Ja, weil die Kameras dann genau _in_ dein Fenster gucken und die auch so
    > ausgerichtet sind. Hast du die Kameras an öffentlichen Plätzen mal
    > angeguckt? Die gucken auf den Boden und die kannst du auch gar nicht über
    > 90° in die Höhe schwenken. Also ja, wenn du in einem Schaufenster-Laden
    > wohnst, dann tut mir das sehr leid für dich. Alle anderen sind eher nicht
    > betroffen.
    Manchmal verlasse ich meine Wohnung durch den Hauseingang. Deine Argumentation war, es wird nicht dazu kommen das _vor meinem Haus_ ueberwacht wird und ich wollte mit meinem Kommentar aufzeigen, das es bei manchen Menschen eben doch so waere.

    > > > a) Vorzubeugen, denn die Anwesenheit einer Kamera inkl. des
    > Bewusstseins
    > > > selbigem hält einen im besten Falle bereits davon ab, einer Frau ihre
    > > > Handtasche in der Innenstadt zu klauen etc.
    > > Statistiken aus London und der berliner Ubahn belegen das Gegenteil. Das
    > > Anbringen von Videoueberwachung hat in beiden Faellen zu keiner Senkung
    > der
    > > Zahl der Straftaten gefuehrt ..
    >
    > Ja ist auch okay, wäre ja auch doof, wenn sie die Straftaten dann nicht
    > mehr oder woanders begehen, die Kameras sollen sie ja sehen.
    > Ich weiß, für mich, dass ich in Berlin nachts um 3 mit der U-Bahn nach
    > Hause fahren kann und da eine Kamera ist, die etwaige Probleme auflösen
    > würde, wenn ich sie denn mal hätte. Ob das nun an den Kameras liegt oder
    > daran, dass Berlin so eine feine Stadt mit so feinen Leuten ist, lass ich
    > mal dahingestellt.
    > Komisch nur, die U-Bahn-Treter und Obdachlosen-Anzünder sowie die Schläger
    > in den U-Bahnen werden immer durch Kameras überführt.
    Ich widersprach ja der Tatsache das Sie vorbeugend wirken. Das u.U dadurch mehr Straftaten aufgeklaert werden, da sind wir deiner Meinung. Und da brauchst es eben eine Diskussion (Die gerade gefuehrt wird), ob wir als Gesellschaft einen Teil unserer Freiheit dafuer aufgeben wollen oder nicht. Da gibt es Pro und Contra.

    > > > Und was kostet es dich? Menschen können dich an öffentlichen Plätzen
    > > > beobachten. Wuhuu. Ich kann mich auch einfach in die Innenstadt
    > stellen
    > > und
    > > > den ganzen Tag Leute angucken, ist nicht illegal, kommt auch keiner zu
    > > mir
    > > > und sagt, ich verletze ihren Datenschutz.
    > > Du siehst keinen Unterschied zwischen "Privatperson A sieht den ganzen
    > Tag
    > > Leute an" und "der Staat erhebt und speichert Videos aller Buerger?
    >
    > Im Grunde nicht, aber klär mich auf! Was kann man denn nachträglich sehen,
    > was man akut nicht sehen konnte, unter der Premisse man kann auch richtig
    > sehen?
    > Und vor allem: Wie stellst du dir das sonst vor? Es guckt sich ja so schon
    > niemand die Videos den ganzen Tag lang an, oder meinst du, da sitzen 500
    > BVG Mitarbeiter und schauen den ganzen Tag lang S-Bahn-Bahnsteige an? Und
    > werden dafür bezahlt?
    > Die werden wenn Straftaten entstanden sind, passend zur Zeit und zum Ort,
    > ausgewertet.
    Fuer mich liegt der Unterschied dabei im speichern und der eventuellen moeglchkeit es im Nachhinein eben nicht durch Menschen, sondern Maschinell auszuwerten (siehe Pilotversuch Berliner Kreuz). Das gibt Moeglichkeiten fuer noch ganz andere Auswertungsmethoden als nur Straftaten (Jaja ich weiss, die Aluhut fraktion). Ausserdem stehe ich eben einfach nicht gerne unter Generalverdacht.

    Edit: Übrigens zeigt London auch das kaum Straftaten tatsächlich aufgrund der grossflaechigen Überwachung aufgeklärt werden. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber es ist nur ein Bruchteil.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.07.18 19:23 durch Danijoo.

  10. Re: Tja, wer nichts zu verbergen hat ...

    Autor: Niaxa 04.07.18 - 22:56

    Naja so was nennt man Vermeidung. Die meisten Straftaten werden im verborgenen durchgeführt. Oder eben wann und dann wenn es keiner erwartet. Aber sicher dient eine Überwachungstechnik mit Gesichtserkennung dabei Täter abzuschrecken. Und dafür ist die Technik da. Nicht um akute Fälle zu verhindern, sondern um abzuschrecken. Zur Aufklärung ganz sicher auch, aber weniger wie zur Abschreckung.

  11. Re: Tja, wer nichts zu verbergen hat ...

    Autor: Niaxa 04.07.18 - 22:58

    Welche Statistiken? Bitte vorher nachher und wie man zu dem Ergebnis gekommen ist, um welche Straftaten es sich handelte und ob diese im Wirkungsbereich der Kameras durchgeführt würden. Ebenso wüsste ich gerne die Aufklärungsrate vorher und nachher.

  12. Re: Tja, wer nichts zu verbergen hat ...

    Autor: ML82 05.07.18 - 07:19

    naja mann kann vorsorglich auch all deine kommunikation aufnehmen, solange ein richter den zugriff im schnellverfahren abnickt, währ das ja genauso ok für dich oder nicht?

    und da du ja ein vorbildlicher bürger bist, machst du das von selber aus, damit der staat nicht soviel arbeit damit hat.

  13. Re: Tja, wer nichts zu verbergen hat ...

    Autor: HorkheimerAnders 05.07.18 - 07:31

    In JEDEM noob seminar muss man sein Gerät austauschen. Wer nicht will, will nicht, niemand will obwohl keiner was zu verbergen hat,.

  14. Re: Tja, wer nichts zu verbergen hat ...

    Autor: budweiser 05.07.18 - 08:19

    > ob wir als Gesellschaft einen Teil unserer Freiheit dafuer aufgeben wollen oder nicht.

    Verstehe nicht inwiefern eine Video-Überwachung deine Freiheit einschränkt. Was möchtest du tun was durch die Überwachung nun nicht mehr möglich ist?

  15. Re: Tja, wer nichts zu verbergen hat ...

    Autor: SirFartALot 05.07.18 - 08:42

    Wurde IIRC in London auch schon gemacht, lag - glaub ich - bei 0.x Prozent.

    Ansonst gibts das noch zum Thema:

    https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-04/videoueberwachung-panopticon/seite-2
    https://www.tagesspiegel.de/medien/digitale-welt/video-ueberwachung-london-big-brother-schaut-weg/1588342.html

    "It's time to throw political correctness in the garbage where it belongs" (Brigitte Gabriel)
    Der Stuhlgang während der Arbeitszeit ist die Rache des Proletariats an der Bourgeoisie.

  16. Re: Tja, wer nichts zu verbergen hat ...

    Autor: Danijoo 05.07.18 - 10:21

    budweiser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > ob wir als Gesellschaft einen Teil unserer Freiheit dafuer aufgeben
    > wollen oder nicht.
    >
    > Verstehe nicht inwiefern eine Video-Überwachung deine Freiheit einschränkt.
    > Was möchtest du tun was durch die Überwachung nun nicht mehr möglich ist?


    Freiheit umfasst mehr als tun und lassen was man will.

  17. Re: Tja, wer nichts zu verbergen hat ...

    Autor: The Insaint 05.07.18 - 10:26

    TheUnichi schrieb:
    ---------------------------
    > foho schrieb:
    > ----------------------
    > -----
    > > erklär doch mal punkt für punkt was dir eine kamera bringt wenn dein
    > > gegenüber geld oder leben will?
    >
    > Die Gewissheit, daß er damit im besten Falle nicht davon kommen wird?

    Aja ... ob dir das wirklich so wichtig ist, wenn du in der feuchten Erde liegst und nichts mehr davon mitbekommst?
    Falls vergessen: Es wurden schon Menschen wegen ein paar Euro getötet ...


    > > meinem verständniss nach hilft das HINTERHER, wenn die straftat bereits
    > > begangen wurde.
    > > im akuten fall bringt sie garnichts.
    > > bring doch einfach mal in erfahrung wie viel straftaten
    > > verhindert/aufgeklärt wurden dank "videoüberwachung"
    >
    > Ja, und was bringen Polizisten dann? Die sind auch i.d.R. erst am Ort des
    > Geschehens, wenn die Straftat begangen wurde (da sie vorher ja auch keinen
    > Grund haben, zu kommen, logischerweise)

    Und genau das gleiche mit Kameras. Exakt wie die nichtvorhandenen Polizisten verhindert auch eine Kamera nichts.
    Zumal eine Aufnahme nur dann etwas bringt, wenn man die Personen eindeutig erkennen kann. Und das wird zu 98% nicht der Fall sein. Auch die Täter werden schlauer.


    > Also ist Polizei überflüssig?

    Diese Frage ist nicht zulässig, weil "die Polizei" mehr Aufgaben hat als nur zu "dokumentieren".


    > Was möchtest du, Minority Report? Einsperren auf Basis von Verdacht und
    > Berechnungen? Das wäre präventiv. Alles andere ist es eben nicht.

    Und genau deshalb sind Kameras sinnlos und das sollte man endlich akzeptieren ...

  18. Re: Tja, wer nichts zu verbergen hat ...

    Autor: Peter Brülls 05.07.18 - 10:30

    budweiser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > ob wir als Gesellschaft einen Teil unserer Freiheit dafuer aufgeben
    > wollen oder nicht.
    >
    > Verstehe nicht inwiefern eine Video-Überwachung deine Freiheit einschränkt.
    > Was möchtest du tun was durch die Überwachung nun nicht mehr möglich ist?

    Dieser Kommentar von einem Menschen, der nicht mal unter seinem eigenen Namen schreibt. Schon klar
    ..

  19. Re: Tja, wer nichts zu verbergen hat ...

    Autor: mimimi 05.07.18 - 10:39

    Unichi, gerade die automatische Auswertung bringt ja die Probleme. Wahrscheinlich bist du zu jung, aber stell dir mal vor, die Software verwechselt dich mit einem "Verbrecher" (tm). Und dann geht die Maschinerie los: dein Leben wird umgekrempelt (automatisch) und analysiert und getrackt, du landest in Fahndungslisten u.s.w. Wenn jemand mit Dreck wirft, bleibt immer was haften.
    Manipuliert wird doch jetzt schon ständig. Tracking der Einkäufe, Vorlieben und Einstellung. So naiv kann doch echt keiner sein, dass das nicht stört! Oder das passiert so gut, dass du das einfach nicht merkst.

  20. Re: Tja, wer nichts zu verbergen hat ...

    Autor: Danijoo 05.07.18 - 10:48

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Welche Statistiken? Bitte vorher nachher und wie man zu dem Ergebnis
    > gekommen ist, um welche Straftaten es sich handelte und ob diese im
    > Wirkungsbereich der Kameras durchgeführt würden. Ebenso wüsste ich gerne
    > die Aufklärungsrate vorher und nachher.

    Da hab ich wohl tatsaechlich etwas vorschnell aus einem (veralteten?) Artikel der Zeit zitiert. Tatsache ist, im Fall der Berliner Ubahn kommt es zu keiner Massgeblichen Verbesserung. Siehe "Evaluation der 24h Videoaufzeichnung in U-Bahnstationen der BVG - Zwischenbericht", vor allem Seite 5 Punkt 26. "Eine Veraenderung der Kriminalitaetsrate zeichnet sich aufgrund der Einfuehrung der Videoaufzeichnung bisher nicht ab." Wobei dies scheinbar auch massgeblich mit der schlechten Durchfuehrung begruendet wird. Eine empirische Studie von 2017/London zeigt hingegen einen Rueckgang + bessere Aufklaerung bestimmter Straftaten (M. Ashby, The value of CCTV Surveillance Cameras as an investigative tool: an impirical analysis. doi: 10.1007/s10610-017-9341-6). In London hat das aber auch eine ganz andere Qualitaet. Pro 15 Personen gibt es hier 1 Kamera im oeffentlichen Raum incl. Vorratsdatenspeicherung und leichtem Zugriff der Polizei. Ist es das Wert? IMHO, nein.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.07.18 10:54 durch Danijoo.

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