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Völkerverständigung...

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  1. Völkerverständigung...

    Autor: Boandlgramer 31.12.21 - 12:29

    ... hieß das mal. Neben anderen, nicht ganz so lauteren Zielen, war (und ist vielleicht noch) dies eines der Ziele der Atlantikbrücke. Europa und die USA waren sich mal fast genauso fremd wie heute Europa und Asien.

    Die USA haben immerhin eine starke Einwanderercommunity aus asiatischen Ländern - das fehlt in Europa nahezu vollständig... außer dieser komischen Ecke in Düsseldorf... ;)

    Am Export des deutschen Wesens sind wir hingegen sehr interessiert und bezahlen auf der ganzen Welt die Goethe-Institute oder die Deutsche Welle - und sind dauerbeleidigt, wenn uns Russland dafür RT schenkt. Und Al Jazeera ist auch nur geduldet, weil die nur auf Englisch senden...

    Wenn wir an einem ernsthaften Austausch interessiert wären, kann ich mir nicht vorstellen, dass sich die asiatischen Machthaber solchen Projekten verschließen würden. Gerade die freieren Gesellschaften wie Japan oder Korea haben ein großes Interesse an Kommunikation.

    Richtig krass ist, wie die asiatische Jugend westliche Einflüsse aufsaugt und neu interpretiert.

    Aber an echter Bildung sind unsere Machthaber nur mäßig interessiert... Gleichzeitig unterschätzen sie, was Youtube an Völkerverständigung leistet. So sehr, dass sich einer meiner Söhne bemüßigt fühlte, japanisch zu lernen - und es wohl auch leidlich beherrscht.

    Und so wird es bleiben, wie es ist - damit man weiter mit Stereotypen Politik machen kann, weil das viel einfacher ist, als mit einer komplexen, multinationalen Realität, mit der wir letztendlich klarkommen müssen.

    Und wer sich dem unbedingt verweigern will, der geht eben mit der Polizei spazieren...

  2. Re: Völkerverständigung...

    Autor: denonom 01.01.22 - 10:04

    Schöner Kommentar.

    Seitdem ich in Asien (Taiwan) lebe, sehe ich das angeblich so fortschrittliche und weltoffene Europa mit völlig anderen Augen. Corona hat diesen Eindruck nur noch verstärkt. Es war schlicht und einfach nicht möglich, in deutschen Foren über die Coronapolitik Taiwans (...und diese spricht Frau Tai in ihrem Vortrag auch mit an) zu berichten, ohne praktisch sofort mit Vorurteilen und fehlgeleiteten Interpretationen konfrontiert zu werden.

    Und auch hier in den Kommentaren liest sich schon wieder sehr gut, dass Fakten einfach nicht mehr zählen, sondern nur noch das, was sich ein jeder da hineininterpretiert.

    Ich sehe es mittlerweile als Wechselspiel zwischen Politik, Medien und Gesellschaft. Über die deutsche Berichterstattung über Taiwan bin ich regelmäßig stinksauer - zu viele Fehler, Auslassungen und einfach zu wenig Kontext, um das Berichtete als Leser wirklich einordnen zu können. Der Artikel hier bringt das Thema auch nur oberflächlich rüber, den Vortrag von Frau Tai müsste man sich eigentlich komplett ansehen, um hier kommentieren zu können (wird den meisten aber wahrscheinlich zu anstrengend sein).

    Kritisiert man aber schlecht geschriebene Artikel wird man sofort in die Lügenpresse Ecke gestellt, was wiederum ganz witzig ist, denn so etwas wie Querdenker/Reichsbürger/Coronaleugner gibt es hier im demokratischen Taiwan einfach nicht und mir ist nach knapp 20 Jahren im Ausland vollkommen schleierhaft, wie es in Deutschland dazu kommen konnte.

    Dabei ist es immens wichtig, über die Sauereien in Unrechtsstaaten wie China zu berichten. Nur nützen schlecht geschriebene Artikel der chinesischen Propaganda mehr als andersrum.

    Aber ob nun China, Taiwan, Japan, Südkorea - ich habe auch den Eindruck, dass viele Deutsche überhaupt nicht richtig zwischen diesen Ländern differenzieren können, oder wollen. Und somit grenzt sich Europa immer weiter in seinem Denken ab, feiert sich aber gleichzeitig als weltoffen und wertemäßig allen anderen überlegen. Ein absolutes Trauerspiel.

    Ich kann deinen Sohn daher nur beglückwünschen. Ich selbst habe das Erlernen der chinesischen Sprache immer als absolute Bereicherung gesehen. Nicht nur weil es nach dem Überwinden einer hohen Einstiegshürde einfacher war als gedacht, sondern weil der direkte Austausch > mit < den Menschen so viel mehr Qualität hat als ständig nur > über < sie zu reden.

    Und glücklicherweise gibt es in Politik, Medien und Gesellschaft überall Interessenverbände, die sich dem Austausch der verschiedenen Völker verschrieben haben, teilweise seit vielen Jahrzehnten.

  3. Re: Völkerverständigung...

    Autor: ubuntu_user 03.01.22 - 09:56

    Boandlgramer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... hieß das mal. Neben anderen, nicht ganz so lauteren Zielen, war (und
    > ist vielleicht noch) dies eines der Ziele der Atlantikbrücke. Europa und
    > die USA waren sich mal fast genauso fremd wie heute Europa und Asien.

    das ist aber keine Völkerverständigung. Wir haben einfach die "Kultur" der Amerikaner übernommen. Inklusive Privatisierung, prekären Arbeitsbedingungen und SUVs.

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