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Gestohlen oder unterschlagen?

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  1. Gestohlen oder unterschlagen?

    Autor: Vögelchen 25.05.22 - 16:23

    Ich weiß nicht, ob es überall so ist, aber bei uns kann man an gestohlenem Gut kein Eigentum erwerben, an unterschlagenem aber schon.

    Verleihst oder vermietest du dein Auto oder überlässt es der Werkstatt zur Reparatur und der Mieter oder die Werkstatt rücken das Auto nicht raus, hat man keine Rechte gegenüber dem Käufer der illegal gehandelten Ware. Wird es dir vor der Haustüre geklaut, dann schon.

    Was ist das mit dem Phishing hier? Ich würde zum Diebstahl tendieren. Dann hat der Käufer null rechte. Denn er hat nichts erworben.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.05.22 16:24 durch Vögelchen.

  2. Re: Gestohlen oder unterschlagen?

    Autor: countzero 25.05.22 - 19:11

    Ich bin kein Anwalt, aber man kann ein NFT nicht wirklich stehlen, vielmehr wurde Seth Green vermutlich dazu gebracht, es selbst an jemand anderes zu übergeben. Die Straftat ist also eher Täuschung und Betrug als Diebstahl. Was das für die Nutzungsrechte bedeutet, weiß ich aber auch nicht.

  3. Re: Gestohlen oder unterschlagen?

    Autor: Vögelchen 25.05.22 - 20:23

    countzero schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin kein Anwalt, aber man kann ein NFT nicht wirklich stehlen, vielmehr
    > wurde Seth Green vermutlich dazu gebracht, es selbst an jemand anderes zu
    > übergeben. Die Straftat ist also eher Täuschung und Betrug als Diebstahl.
    > Was das für die Nutzungsrechte bedeutet, weiß ich aber auch nicht.


    Dann ist das rechtlich tatsächlich interessant, weil ein argloser Käufer tatsächlich Rechte zugesprochen bekommen könnte.

  4. Re: Es ist Betrug

    Autor: Netzweltler 25.05.22 - 23:59

    Vögelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich weiß nicht, ob es überall so ist, aber bei uns kann man an gestohlenem
    > Gut kein Eigentum erwerben, an unterschlagenem aber schon.
    >
    > Verleihst oder vermietest du dein Auto oder überlässt es der Werkstatt zur
    > Reparatur und der Mieter oder die Werkstatt rücken das Auto nicht raus, hat
    > man keine Rechte gegenüber dem Käufer der illegal gehandelten Ware. Wird es
    > dir vor der Haustüre geklaut, dann schon.
    >
    > Was ist das mit dem Phishing hier? Ich würde zum Diebstahl tendieren. Dann
    > hat der Käufer null rechte. Denn er hat nichts erworben.
    Sich über eine täuschen echt wirkende, aber gefälschte Phishing-Webseite digitales Eigentum eines arglosen Nutzers anzueignen, erfüllt diese Bedingungen.

    Die gestohlenen NFTs sind damit Hehlerware. Wer diese kauft, muß damit rechnen, sie an den Bestohlenen wieder zurückgeben zu müssen. Und zwar ohne Geld zurück.

    Und wer diese NFTs verwerten will, muß sich in der Öffentlichkeit zu erkennen geben. Die Blockchain scheint bzgl. des aktuellen Besitzers nicht hilfreich zu sein.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.05.22 00:01 durch Netzweltler.

  5. Re: Es ist Betrug

    Autor: Vögelchen 26.05.22 - 09:57

    Netzweltler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vögelchen schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich weiß nicht, ob es überall so ist, aber bei uns kann man an
    > gestohlenem
    > > Gut kein Eigentum erwerben, an unterschlagenem aber schon.
    > >
    > > Verleihst oder vermietest du dein Auto oder überlässt es der Werkstatt
    > zur
    > > Reparatur und der Mieter oder die Werkstatt rücken das Auto nicht raus,
    > hat
    > > man keine Rechte gegenüber dem Käufer der illegal gehandelten Ware. Wird
    > es
    > > dir vor der Haustüre geklaut, dann schon.
    > >
    > > Was ist das mit dem Phishing hier? Ich würde zum Diebstahl tendieren.
    > Dann
    > > hat der Käufer null rechte. Denn er hat nichts erworben.
    > Sich über eine täuschen echt wirkende, aber gefälschte Phishing-Webseite
    > digitales Eigentum eines arglosen Nutzers anzueignen, erfüllt diese
    > Bedingungen.
    >
    > Die gestohlenen NFTs sind damit Hehlerware. Wer diese kauft, muß damit
    > rechnen, sie an den Bestohlenen wieder zurückgeben zu müssen. Und zwar ohne
    > Geld zurück.
    >
    > Und wer diese NFTs verwerten will, muß sich in der Öffentlichkeit zu
    > erkennen geben. Die Blockchain scheint bzgl. des aktuellen Besitzers nicht
    > hilfreich zu sein.

    https://forum.golem.de/kommentare/security/urheberrecht-seth-greens-affe-ist-entfuehrt-worden/frage-zu-hehlerei-in-neuland/153363,6257024,6257024,read.html

    Hier führt einer auf, dass es keine bewegliche Sache ist und somit der Diebstahlparagraph nicht greife. Auch ein interessanter Aspekt.

  6. Da ist was dran

    Autor: Shismar 26.05.22 - 20:54

    Für die meisten Regelungen zu Besitz und Eigentum muss etwas eine Sache sein, egal ob beweglich oder nicht. Geistige "Eigentums"-Rechte sind genau das nicht, Eigentum und können daher z.B. auch nicht gestohlen werden.

    Allerdings werden durch sie Verfügungs- und Nutzungsrechte gewährt, die durch die Aneignung des NFT per Betrug verletzt werden. Man darf z.B. raubmordpiratete, unrechtmäßig angefertigte Kopien eines virtuellen Gutes nicht verkaufen. Auch wenn es keine Sache ist.

    Falls der derzeitige oder zukünftige Verfüger (nix "Besitzer" weil keine Sache) über den Affen also Urheberrechte geltend macht, muss er auch eine entsprechende Dokumentation über die rechtmäßige Übertragung des NFT vorlegen können. Ansonsten gibt es ordentlich Ärger.

    Ich würde den Affen jetzt erst recht in der Serie verwwenden. Falls er wieder auftaucht, kann man ihn prima beschlagnahmen. Und ja, das geht natürlich :)

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