1. Foren
  2. Kommentare
  3. Security
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › US-Geheimdienstbericht: Putin soll…

Wikileaks <-> RT

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Wikileaks <-> RT

    Autor: mnementh 09.01.17 - 00:18

    > Für die Instrumentalisierung von Wikileaks durch Russland spreche die enge Verbindung von Julian Assanges Enthüllungsplattform mit dem russischen Staatssender RT.

    Gibt es für diese Verbindung mehr Indizien als dass Assange mal RT ein Interview gegeben hat? Hat RT frühzeitig Leaks von Wikileaks erhalten so wie der Guardian, der Spiegel oder andere? Spricht im Team von Wikileaks überhaupt jemand russisch?

    Aber es gibt eine enge Verbindung. Alles klar.

  2. Re: Wikileaks <-> RT

    Autor: Trollversteher 09.01.17 - 10:15

    >Gibt es für diese Verbindung mehr Indizien als dass Assange mal RT ein Interview gegeben hat? Hat RT frühzeitig Leaks von Wikileaks erhalten so wie der Guardian, der Spiegel oder andere? Spricht im Team von Wikileaks überhaupt jemand russisch?

    Assange hat nicht nur "ein Interview gegeben", er hatte eine ganze Sendereihe bei RT. Desweiteren wurden während des US Wahlkampfes immer wieder gerne Fake-News von RT (ebenso wie übrigens auch Breitbart News) als "Quelle" genannt und auf der Wikileaks facebook-Seite geposted.

    >Aber es gibt eine enge Verbindung. Alles klar.

    Naja, wie gesagt, Assanges eigene Produktionsfirma hat diverse Sendungen für RT produziert - für mich persönlich reicht das schon aus um festzustellen, dass die Neutralität die imho eine whistleblower-Platform unbedingt einzuhalten hat nicht mehr gegeben ist.

  3. Re: Wikileaks <-> RT

    Autor: mnementh 09.01.17 - 13:46

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Gibt es für diese Verbindung mehr Indizien als dass Assange mal RT ein
    > Interview gegeben hat? Hat RT frühzeitig Leaks von Wikileaks erhalten so
    > wie der Guardian, der Spiegel oder andere? Spricht im Team von Wikileaks
    > überhaupt jemand russisch?
    >
    > Assange hat nicht nur "ein Interview gegeben", er hatte eine ganze
    > Sendereihe bei RT. Desweiteren wurden während des US Wahlkampfes immer
    > wieder gerne Fake-News von RT (ebenso wie übrigens auch Breitbart News) als
    > "Quelle" genannt und auf der Wikileaks facebook-Seite geposted.
    >
    Wo ist die Verbindung mit Wikileaks. Assange hat also ein paar Interviews gegeben. Das fand auch mit anderen Nachrichtenmedien statt - so sie denn wollten.

    Es gab eine inhaltliche Zusammenarbeit von Wikileaks mit dem Guardian, dem Spiegel und der New York Times bei den War Logs. Es gab eine Zusammenarbeit zwischen Wikileaks, der libanesischen Zeitung Al-Akhbar und dem NDR bei der Veröffentlichung der Syria Files mit Mails syrischer Politiker (bestimmt auf persönliche Anordnung Putins geleakt, da er doch hinter allem steht). Bei den Spy Files waren die Medienpartner die ARD, L’Espresso und die Washington Post. Ich finde keine konkrete Zusammenarbeit zwischen RT und Wikileaks, aber sie mag es geben. Und es wäre auch nicht erstaunlich, da Wikileaks halt öfter mit Medien zusammenarbeitet.

    Woher also kommt das mit der "engen Verbindung". hat Wikileaks auch eine enge Verbindung zum Spiegel oder dem Guardian? Und ist das verwerflich wie insinuiert wird?

    > >Aber es gibt eine enge Verbindung. Alles klar.
    >
    > Naja, wie gesagt, Assanges eigene Produktionsfirma hat diverse Sendungen
    > für RT produziert - für mich persönlich reicht das schon aus um
    > festzustellen, dass die Neutralität die imho eine whistleblower-Platform
    > unbedingt einzuhalten hat nicht mehr gegeben ist.
    Die Zusammenarbeit mit dem Spiegel oder dem Guardian nicht? Zudem klommt dieser bescheuerte Personalisierungswahn wieder zum Vorschein. Assange ist nicht oder nicht allein Wikileaks. Wenn also die Person Assange mit jemand zusammenarbeitet betrifft das noch lange nicht die Plattform Wikileaks. Und wie gesagt: Wikileaks hat mit diversen Medien gearbeitet. Sieht alles eher nach Schmutzkampagne aus, als nach verwertbaren Fakten. Da kann sich die CIA ja die Hand mit der syrischen Regierung geben, weil sie beide Wikileaks nicht so toll finden.

  4. Re: Wikileaks <-> RT

    Autor: Trollversteher 09.01.17 - 14:47

    >Wo ist die Verbindung mit Wikileaks. Assange hat also ein paar Interviews gegeben. Das fand auch mit anderen Nachrichtenmedien statt - so sie denn wollten.

    Nein, der hat nicht einfach nur ein paar Interviews veröffentlicht, der hat seine eigene Serie dort gehabt - produziert von seiner eigenen Produktionsfirma. Und abgebrochen wurde das ganze nur, weil Assange im Moment in seiner Bewegung etwas eingeschränkt ist. Die Aussage von Margarita Simonyan, der RT Chefredakteurin dazu:

    "Margarita Simonyan, editor-in-chief of RT, told the daily Moskovskii Komsomolets that Assange will resume making shows and allowing them to be broadcast on Russian television once his legal troubles are over."

    >Es gab eine inhaltliche Zusammenarbeit von Wikileaks mit dem Guardian, dem Spiegel und der New York Times bei den War Logs. Es gab eine Zusammenarbeit zwischen Wikileaks, der libanesischen Zeitung Al-Akhbar und dem NDR bei der Veröffentlichung der Syria Files mit Mails syrischer Politiker (bestimmt auf persönliche Anordnung Putins geleakt, da er doch hinter allem steht). Bei den Spy Files waren die Medienpartner die ARD, L’Espresso und die Washington Post. Ich finde keine konkrete Zusammenarbeit zwischen RT und Wikileaks, aber sie mag es geben. Und es wäre auch nicht erstaunlich, da Wikileaks halt öfter mit Medien zusammenarbeitet.

    RT ist aber kein "Medium", das ist der essentielle Unterschied.

    >Woher also kommt das mit der "engen Verbindung". hat Wikileaks auch eine enge Verbindung zum Spiegel oder dem Guardian? Und ist das verwerflich wie insinuiert wird?

    Hat er seine eigene feste Kolumne im Spiegel, bzw eine Serie auf Spiegel-TV? Und ist der Spiegel (so sehr das Niveau, besonders der Online Präsenz, auch nachgelassen hat) auch nur im Ansatz mit RT vergleichbar?

    >Die Zusammenarbeit mit dem Spiegel oder dem Guardian nicht? Zudem klommt dieser bescheuerte Personalisierungswahn wieder zum Vorschein. Assange ist nicht oder nicht allein Wikileaks. Wenn also die Person Assange mit jemand zusammenarbeitet betrifft das noch lange nicht die Plattform Wikileaks. Und wie gesagt: Wikileaks hat mit diversen Medien gearbeitet. Sieht alles eher nach Schmutzkampagne aus, als nach verwertbaren Fakten. Da kann sich die CIA ja die Hand mit der syrischen Regierung geben, weil sie beide Wikileaks nicht so toll finden.

    Assange ist ein absoluter Egomane und regiert Wikileaks wie ein Sektenführer. Auch wenn er durch seine augenblickliche Situation darauf angewiesen ist, dass Teile seines Teams halbautonom arbeiten müssen, glaub mir, bei Wikileaks passiert *nichts* ohne Assange zustimmung. Wikileaks hat sich spätestens im letzten Jahr selbst demontiert, indem sie von einer neutralen Whistleblower-Plattform in eine einseitige politische Agitationsplatform verwandelt wurde, bei dem die eigentlichen Leaks nur noch Nebensache sind. Und das ist Assanges persönlichem Rachefeldzug gegen Hillary Clinton zu verdanken.

  5. Re: Wikileaks <-> RT

    Autor: mnementh 09.01.17 - 15:29

    Sehr amüsant das alles. Insbesondere mit 'RT ist kein Medium'. Natürlich ist es ein Medium. Vielleicht kein vertrauenswürdiges. Aber es ist ein Medium.

    Aber egal, Du argumentierst gegen meine faktisch basierten Einlassungen mit Emotionen. Ich kann nicht gegen Emotionen argumentieren. Du hast Angst vorm bösen Putin. OK. Aber die Diskussion führ zu nichts.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. (Junior) System Engineer (m/w/d) Information Security
    Controlware GmbH, Meerbusch
  2. Software Test Engineer Buchhaltungssoftware (m/w/d)
    Haufe Group, Freiburg im Breisgau
  3. IT-Beratung & Support für Baustellen und Konzernstandorte (m/w/d)
    STRABAG BRVZ GMBH & CO.KG, Stuttgart
  4. Referent_in Datenschutz
    Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V., Köln

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Greenland, The 800, Rampage, Glass, 2067: Kampf um die Zukunft)
  2. (u. a. Planet Zoo für 13,49€, NieR Replicant ver.1.22474487139... für 33,99€, Landwirtschafts...
  3. (u. a. WD Black SN750 1TB für 109,90€, MSI MPG B550 Gaming Edge WiFi Mainboard AM4 für 139...
  4. (u. a. Dorfromantik für 7,19€, Cartel Tycoon für 18,99€ plus jeweils One Finger Death Punch 2...


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Der Fall Anne-Elisabeth Hagen: Lösegeldforderung per Bitcoin-Transaktion
Der Fall Anne-Elisabeth Hagen
Lösegeldforderung per Bitcoin-Transaktion

Der Fall der verschwundenen norwegischen Millionärsgattin Anne-Elisabeth Hagen ist auch ein Krimi um Kryptowährungen und Anonymisierungsdienste.
Von Elke Wittich und Boris Mayer

  1. Breitscheidplatz-Attentat BKA beendet nach Online-Suche offenbar Analyse von Rufnummer
  2. Rechtsextreme Chats Innenminister löst SEK Frankfurt auf
  3. FBI und BKA Mit gefälschtem Messenger gegen das organisierte Verbrechen

Dragonbox-Pyra-Macher im Interview: Die Linux-Spielekonsole aus Deutschland
Dragonbox-Pyra-Macher im Interview
Die Linux-Spielekonsole aus Deutschland

Mit viel Verspätung ist die Dragonbox Pyra erschienen. Entwickler Michael Mrozek musste ganz schön kämpfen, damit es überhaupt dazu kam. Wir haben ihn in Ingolstadt zum Gespräch getroffen.
Ein Interview von Martin Wolf


    Early Access: Spielerisch wertvolle Baustellen
    Early Access
    Spielerisch wertvolle Baustellen

    Vor allen anderen spielen, bei der Entwicklung mitmachen: Golem.de stellt besonders spannende Early-Access-Neuheiten vor.
    Von Rainer Sigl

    1. Hype auf Steam Mehr als 500.000 Menschen spielen Valheim
    2. Hype auf Steam Warum ist Valheim eigentlich so beliebt?
    3. Nur für echte Gamer Die besten Spiele-Geheimtipps 2020