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Der tödliche Witz schlechthin...

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  1. Der tödliche Witz schlechthin...

    Autor: NeverDefeated 29.05.13 - 00:21

    Vor lauter Lachen wäre ich gerade fast erstickt. Wenn man den von ihrer Regierung in grossen Teilen dumm gehaltenen Amis so einen Artikel zu lesen gibt, mag das ohne Tote durch Erstickungsanfälle abgehen. Für IT-Fachleute würde ich aber eine am Anfang des Artikels plazierte Warnung wegen exzessiven Humors empfehlen, damit sie noch mal tief Luft holen können, bevor sie vor lauter Lachen über die geschilderten Massnahmen kurz darauf mit Erstickungsanfällen zu kämpfen haben. ;-)

    Ob die "ehemaligen Regierungsmitglieder und hochrangigen Militärangehörigen" in der Kommission, die diesen Schwachsinn ersonnen hat, ernsthaft glauben, es würde einen Hacker kümmern, ob sie seinen Rechner und sein Netzwerk von Ferne "zerstören"? Selbst wenn sie die Hardware z.B. durch Änderungen in Firmware bzw. BIOS wirklich zum Teufel jagen würden: Ein neuer Rechner plus neue Netzwerkkomponenten kostet maximal wenige hundert Euro und die meisten Hacker werden wohl ohnehin mehr als einen Rechner und einen Internet-Router ihr Eigen nennen und lernen gewiss schneller aus einem solchen Vorfall als die Kommissionsmitglieder, die offenbar das digitale Zeitalter verschlafen haben und meinen einen PC zu zerstören wäre so, wie wenn man den Panzer eines Kriegsgegners zerstört. Dummerweise kriegt man aber zum Raubkopieren durchaus geeignete PCs heutzutage sogar geschenkt. Kein Vergleich mit einem zerstörten Panzer, den der Kriegsgegner teuer kaufen oder aufwendig und langsam neu produzieren muss.

    Die Idee mit der "Ransomware" löste bei mir gleich den nächsten Lachflash aus. Für jeden meiner Privatrechner fahre ich mindestens eine dreistufige Backupstrategie, d.h. es ist immer ein einige Monate altes Backup, ein aktuelles monatliches Backup und ein tägliches inkrementelles Backup vorhanden um den Rechner/Server sofort neu aufsetzen zu können falls die Platte kaputtgeht oder etwa Spielkram wie Ransomware die Daten auf dem Rechner verschlüsseln sollte. Ransomware ist nur ein Problem für Leute wie die Kommissionsmitglieder, die offenbar wichtige Daten speichern ohne ein Backup von ihnen zu haben. Sonst würden sie nicht auf so eine schwachsinnige Idee kommen.

    Ich selbst habe mir noch nie Ransomware eingefangen und das, obwohl ich auf keinem meiner Internetrechner einen Virenscanner installiert habe. Als meine Freundin sich einmal sowas eingefangen hatte, hat es nicht einmal eine Viertelstunde gedauert bis ihr Laptop mit allen Daten in unverschlüsselter Form aus dem Backup neu geklont war.

    Mit Ransomware kann man nur Laien Schaden zufügen, aber keinem Hacker. Je nachdem was ich beim Hacken/Securitytesting für zwielichtige Tools benutze, setze ich die virtuelle Maschine mit der ich arbeite häufiger mal auf einen alten Stand zurück um die Tools wieder komplett aus dem System zu kriegen. In der virtuellen Maschine wäre Ransomware somit erst recht eine absolute Lachnummer. Darin dauert es wohl nicht einmal eine Minute Änderungen durch eine Ransomware zurückzusetzen und Rechnerhardware aus einer virtuellen Maschine heraus zu zerstören, wie oben vorgeschlagen, klappt da wohl erst recht nicht.

    Das "überführte Datendiebe" in dem USA keinen Zugriff mehr auf dortige Finanzinstitute bekommen sollen ist auch ein uralter Trick um sich, scheinbar legal, deren möglicherweise in den USA gelagerten/angelegten Geldes zu bemächtigen. So ähnlich hat das schon ein sehr bekannter ehemaliger deutscher Verbrecher mit dem Vermögen und den sonstigen Besitztümern der damals in Deutschland lebenden Juden gemacht und dem Volk erzählt das wäre völlig Rechtens. Den Amis fällt wirklich nichts Neues mehr ein. ;-)

    Ein von vorne bis hinten lustiger Artikel. Selten so gelacht. Naja, das Thema betrifft mich ohnehin schon deshalb nicht, weil ich zwar über 16TB an Filmen auf meinem Server habe, an diesen Filmen aber selber das Urheberrecht halte, weil mein Vater und ich sie in den letzten 40 Jahren selber gedreht haben (von Super 8 Schmalfilm in den 70er Jahren bis FullHD heute). Ich habe auf keinem meiner Rechner "raubkopiertes" Material.

    Zudem enthalten Rechner, die bei mir Verbindung zum Internet haben, keinerlei Hinweise auf meine Person. Keine auf meinen Namen registrierten Programme oder Musktitel, keine unverschlüsselten eMails, keine Chatprotokolle, keine Briefe, keine Fotos, keine Videos etc.
    Zudem sind meine beiden einzigen verbliebenen Windows-Rechner lediglich zum Zocken im Einsatz. Ich wünsche dem Rootkit/Trojaner also viel Spass beim ausspionieren der Battlefield-Skills eines anonymen Spielers. ;-)

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