1. Foren
  2. Kommentare
  3. Security
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › US-Wahl: US-Geheimdienste warnten…

Was passiert mit den Geheimdiensten in Ära Trump?

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Was passiert mit den Geheimdiensten in Ära Trump?

    Autor: GebrateneTaube 11.01.17 - 13:01

    Alle Chefs sagen, sie hätten "classified" Material, über Einflüsse der russischen Regierung, sie sagen allesamt, es sei stichhaltig.

    Wenn Trumps Kabinett antretet, dann werden wahrscheinlich alle Geheimdienstchefs ausgetauscht. Werden die neuen Chefs dann alles zu dieser "Affäre" vergessen, und einfach den Reset Knopf drücken?

  2. Re: Was passiert mit den Geheimdiensten in Ära Trump?

    Autor: miauwww 11.01.17 - 13:13

    GebrateneTaube schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alle Chefs sagen, sie hätten "classified" Material, über Einflüsse der
    > russischen Regierung, sie sagen allesamt, es sei stichhaltig.
    >
    > Wenn Trumps Kabinett antretet, dann werden wahrscheinlich alle
    > Geheimdienstchefs ausgetauscht. Werden die neuen Chefs dann alles zu dieser
    > "Affäre" vergessen, und einfach den Reset Knopf drücken?

    Man kann da keinen Reset drücken oder es vergessen. Wenn die Sache nicht stimmt, ist es eben Fehlinformation, aber wenn es stimmt, ist es extrem gefährlich.

  3. Re: Was passiert mit den Geheimdiensten in Ära Trump?

    Autor: Sharra 11.01.17 - 13:58

    miauwww schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > GebrateneTaube schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Alle Chefs sagen, sie hätten "classified" Material, über Einflüsse der
    > > russischen Regierung, sie sagen allesamt, es sei stichhaltig.
    > >
    > > Wenn Trumps Kabinett antretet, dann werden wahrscheinlich alle
    > > Geheimdienstchefs ausgetauscht. Werden die neuen Chefs dann alles zu
    > dieser
    > > "Affäre" vergessen, und einfach den Reset Knopf drücken?
    >
    > Man kann da keinen Reset drücken oder es vergessen. Wenn die Sache nicht
    > stimmt, ist es eben Fehlinformation, aber wenn es stimmt, ist es extrem
    > gefährlich.

    Trump kann. In dem Moment, in dem der Geheimdienstmitarbeiter das Büro verlässt, hat Trump schon vergessen, dass er überhaupt da war.
    Er wird so etwas einfach ignorieren, bis es ihm um die Ohren fliegt. Mag sein, dass dieser spezielle Fall jetzt ausgedacht ist. Aber über ihn wird man mit Leichtigkeit Zeug finden, das er nicht öffentlich gemacht haben möchte. Nur davor kann ihn auch kein Geheimdienst schützen.

    Die große Frage dürfte allerdings andersherum lauten. Welche Motivation haben Geheimdienstmitarbeiter überhaupt, einen Präsidenten zu schützen, der förmlich auf ihre Kompetenzen scheißt, weil er als "Ruler of the World" ja so viel "smarter" ist.
    Allenfalls noch, das Land vor allzu großem Schaden zu bewahren. Dann haben die Dienste aber mehr als genug damit zu tun, den Schaden zu kaschieren, den Trump anrichtet.

  4. Re: Was passiert mit den Geheimdiensten in Ära Trump?

    Autor: Ganta 11.01.17 - 14:09

    Und? Ex-US-Nachrichtendienstler sagen an den Anschuldigungen wegen den Hacks wären totaler quatsch. Wem willste nu glauben?

    Und zu den neuen "Anschuldigungen" gegen Trump.... Wenn der echt so viel Flecken auf seiner Weste hat, weil ja einiges auch schon paar Jahre zurückliegt, meint ihr nicht das die Demokraten das im Wahlkampf schon alles rausgehauen hätten? So ne Panik wie die schieben seitdem sie verloren haben, kann man wohl davon ausgehen, das sie nichts in der Hand haben.
    Aber so ein Präsidentschaftskandidat wird schon vom Gegner genauestens durchleuchtet.... Da hätte der "Ex-MI6" Mann ja schon vor nem halben Jahr mit dem Kram ankommen können. Ist ja net so als wäre davon irgendwas in den letzten 2 Monaten passiert.
    Nee ich für meinen Teil sehe aktuell immer noch nur sehr, sehr schlechte Verlierer, die Stimmung machen wollen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.01.17 14:13 durch Ganta.

  5. Re: Was passiert mit den Geheimdiensten in Ära Trump?

    Autor: Muhaha 11.01.17 - 14:21

    Ganta schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Und zu den neuen "Anschuldigungen" gegen Trump.... Wenn der echt so viel
    > Flecken auf seiner Weste hat, weil ja einiges auch schon paar Jahre
    > zurückliegt, meint ihr nicht das die Demokraten das im Wahlkampf schon
    > alles rausgehauen hätten?

    Hat man doch. Alle seine Skandalgeschichten, seine Pleiten, seine verlorenen Gerichtsprozesse, seine Weigerung sein Einkommen und Vermögensverhältnisse offenzulegen. Leider viel zu spät. Nicht nur, dass Clinton alles andere als eine ideale Kandidatin war, man war zu lange zu zurückhaltend im Wahlkampf. Lieber glaubten die Wähler den angeblichen Horror-Geschichten über Clinton als dem faktischen Horror eines Trump.

    Aber gut, das müssen die Amis mit sich selbst ausmachen.

  6. Re: Was passiert mit den Geheimdiensten in Ära Trump?

    Autor: DeathMD 11.01.17 - 14:37

    Jep, das hat man alles angesprochen, war den Wählern aber scheißegal. Sie hörten "gegen die Elite" und das war es dann auch schon, dass ausgerechnet ihr Heilsbringer aus dieser Elite stammt wurde gekonnt ignoriert. Ich kenne Bekannte hier, ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll. Viel alternativer kann man wohl nicht eingestellt sein, bezeichnen wir sie als moderne Hippies. Selbst die springen teilweise auf den Trumpzug auf, weil sie einfach nur hören "gegen das Establishment", eine weitere Hinterfragung der Person Trump findet nicht statt. Wenn ich mir seine Kabinettsbesetzungen jetzt so ansehe, kann ich schon ungefähr abschätzen wohin die Reise geht und wer davon profitieren wird.

  7. Re: Was passiert mit den Geheimdiensten in Ära Trump?

    Autor: teenriot* 11.01.17 - 14:42

    Eigentlich geht das doch seit Kennedy so, dass die demokratischen Präsidenten die Karre jedesmal aus dem Dreck ziehen auf das danach ein Republikanischer wieder richtig rum saut und alles mit dem Arsch wieder einreist.

  8. Re: Was passiert mit den Geheimdiensten in Ära Trump?

    Autor: DeathMD 11.01.17 - 14:47

    Jep, die Amerikaner scheinen auf zyklisches Verhalten abzufahren und noch besser daran ist, dass die demokratischen Präsidenten dann meist als Arschlöcher der Nation in Erinnerung bleiben.

  9. Re: Was passiert mit den Geheimdiensten in Ära Trump?

    Autor: Ganta 11.01.17 - 14:54

    Ohje ihr macht es euch hier wirklich etwas zu einfach. Klar kommen bei Trump irgendwelche Reichen an die wichtigen Posten. Nur sinds jetzt mal ein paar Milliardäre. Vorher warens auch immer Millionäre. Oder meint ihr, vorher hat irgendjemand von denen am Hungertuch genagt? Und vorher waren auch schon die Goldman-Sachs oder JP Morgan Banker am Drücker. Wen das nu wundert.... Ist doch recht alles heuchlerisch die Debatte dazu.
    Die meisten haben ihn wohl gewählt, weil sie Clinton einfach nicht wollten. Wer kanns ihnen verübeln. Zumal sie nun mal eben für das "politische Establishment" steht. Und den Gegenwind den Trump bekommen hat und bekommt, spricht nur dafür, das eben nun ein "anderes" Establishment an die Macht kommt. Wer weiß, vielleicht wirds ja etwas besser. Soll ja auch "reiche" geben, die net komplett den Bezug zur Realität verloren haben. Ich für meinen Teil hoffe das es durch Trump wenigstens mal ein bisschen zur Entspannung zwischen Europa und Russland kommt. Wobei ich hier schon die Befürchtung habe, das wir hier genügend Scharfmacher in der EU haben, die gerne die Rolle der USA übernehmen wollen. Was intern in den USA passiert, ist erstmal nur 2rangig für mich. Das er US-Firmen zwingt wieder im eigenen Land zu produzieren, halte ich jetzt mal gar net für so dumm. Mal sehen was tatsächlich kommt, wenn er dann im Amt ist. Alles andere ist Wahrsagerei.

  10. Re: Was passiert mit den Geheimdiensten in Ära Trump?

    Autor: teenriot* 11.01.17 - 15:05

    Jaja, irgendwelche Nicht-Politiker die in ihrem Leben nichts anderes gemacht haben als Egoistisch die Allgemeinheit zu bestehlen und sich mittels dumpfen Parolen bei Trump zu bewerben sind total Anti-Establishment. Es ist auch total Anti-Establishment die eigene Familie mit Posten zu versorgen, die eigenen Geschäfte nicht in einen Blind Trust auszulagern und seine Steuererklärung geheim zu halten. Und wenn interessieren schon Frauen, Moslems und Latinos, die gehören ja nicht zum Volk. Das stupide Anti-Establishment-Geseiere könnt ihr euch sonst wohin stecken. Es kaschiert nichts, ist mittlerweile einfach nur noch zum Fremdschämen und es nimmt euch kein Schwein ab.

    Und btw: Jede Gesellschaft braucht Establishment und Eliten. Ein funktionierendes Gegenbeispiel wirst du nicht finden.

    Der reiche weiße Mann, also das Establishment, wählt das Ober-Establishment Trump + Konsorten und ruft dabei "Wider dem Establishment". Mein Gott wie verlogen und selbstbetrügerisch kann man eigentlich sein.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 11.01.17 15:16 durch teenriot*.

  11. Re: Was passiert mit den Geheimdiensten in Ära Trump?

    Autor: Muhaha 11.01.17 - 15:57

    Ganta schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die meisten haben ihn wohl gewählt, weil sie Clinton einfach nicht wollten.

    Richtig. Die Gründe dafür sind jedoch haarsträubend.

    Man möchte nicht das Establishment, wählt dann aber einen Buchungs-Vortäuschungs-Milliardär (es hat schon seinen Grund, warum Trump, der alte Gebrauchtwagenverkäufer, nicht Einblick in seine Vermögenswerte gewährt), dessen einzige Kompetenz darin besteht der Star einer erfolgreichen Reality-Show zu sein. Und der dann nichts weiter tut als sich umgehend mit dem üblichen konservativen und Geldadel-Establishment zu umgeben.

    Wer tatsächlich Reformen wollte, um die zunehmende Ungleichheit anzugehen, der hat Sanders bevorzugt. Trump-Wähler sind hingegen von der Komplexität unserer Gesellschaft derart überfordert, dass sie irgendeinen Clown gewählt haben, weil man bislang noch keinen Clown als US-Präsident hatte.

  12. Re: Was passiert mit den Geheimdiensten in Ära Trump?

    Autor: DeathMD 11.01.17 - 16:04

    Aha... also ein Establishment durch ein anderes Establishment ersetzen. Hört sich nach unglaublicher Logik an und einer der besten Lösungsvorschläge aller Zeiten. Warum hast du das den Leuten nicht schon im 2. WK gesagt: "Hey... wozu eine Demokratie einführen, lasst uns einfach Hitler durch Diktator XY ersetzen, der macht das bestimmt viel tollerererer, weil er behauptet das ja!!!!11!1"

    Ist dir schon einmal aufgefallen, dass dieser propagierte "wirtschaftliche Erfolg" des Herrn Trump nur auf seinen eigenen Lobeshymnen auf sich selbst beruht und keiner Nachrechnung stand hält? Er ist das Paradebeispiel des reichen Söhnchens, dass sich sehr viel auf "seine" Leistungen einbildet, doch in Wirklichkeit hat er alles seinem Vater zu verdanken. Er ist ein riesiger Dampfplauderer, der irgendwas von Mauern und Immigranten dahin faselt und in seinen eigenen Hotels Afroamerikaner und Hispanics als Zimmerfräulein etc. anstellt. Er glaubt einem japanischen Unternehmen vorschreiben zu können, ihre Autos für den US Markt gefälligst in den USA zu fertigen. Wie abgehoben und weit weg von der Realität willst du es denn noch haben?

  13. Re: Was passiert mit den Geheimdiensten in Ära Trump?

    Autor: DeathMD 11.01.17 - 16:07

    Geseier beschreibt dieses Geblubber wohl am besten.

  14. Re: Was passiert mit den Geheimdiensten in Ära Trump?

    Autor: Ganta 11.01.17 - 17:02

    DeathMD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aha... also ein Establishment durch ein anderes Establishment ersetzen.
    > Hört sich nach unglaublicher Logik an und einer der besten
    > Lösungsvorschläge aller Zeiten. Warum hast du das den Leuten nicht schon im
    > 2. WK gesagt: "Hey... wozu eine Demokratie einführen, lasst uns einfach
    > Hitler durch Diktator XY ersetzen, der macht das bestimmt viel
    > tollerererer, weil er behauptet das ja!!!!11!1"
    >
    > Ist dir schon einmal aufgefallen, dass dieser propagierte "wirtschaftliche
    > Erfolg" des Herrn Trump nur auf seinen eigenen Lobeshymnen auf sich selbst
    > beruht und keiner Nachrechnung stand hält? Er ist das Paradebeispiel des
    > reichen Söhnchens, dass sich sehr viel auf "seine" Leistungen einbildet,
    > doch in Wirklichkeit hat er alles seinem Vater zu verdanken. Er ist ein
    > riesiger Dampfplauderer, der irgendwas von Mauern und Immigranten dahin
    > faselt und in seinen eigenen Hotels Afroamerikaner und Hispanics als
    > Zimmerfräulein etc. anstellt. Er glaubt einem japanischen Unternehmen
    > vorschreiben zu können, ihre Autos für den US Markt gefälligst in den USA
    > zu fertigen. Wie abgehoben und weit weg von der Realität willst du es denn
    > noch haben?

    Ruhig bleiben. Ich seh dich schon förmlich überkochen vorm Bildschirm xD
    Ich habe nur meine Sicht der Dinge erklärt. Ich kann mich da gerne auch täuschen.
    Und "Hey... wozu eine Demokratie einführen, lasst uns einfach
    > Hitler durch Diktator XY ersetzen, der macht das bestimmt viel
    > tollerererer, weil er behauptet das ja!!!!11!1" kannste dir schenken. Es geht gar nicht um eine Demokratie oder um die Einführung einer Diktatur in den USA. Oder wolltest du auf etwas anderes hinaus? Ihr müsst euch schon entscheiden.... Als Politiker taugt Trump nix, weil zu dumm. Aber aus einer "Pseudo"-Demokratie kann er dann eine waschechte, Hitlerlike Diktatur machen? Das hat er dann aufm Kasten oder wie? Lächerlich. Immerhin hat er es geschaft aus ein paar Millionen von seinem Vater ein paar Milliarden zu machen. Sofern das stimmt. Wer weiß das bei den Reichen schon so genau, wieviel Geld die am Ende tatsächlich haben.
    Mir persönlich wäre ein Sanders auch lieber gewesen. Aber den haben die Demokraten um Clinton ja auch schon in die Tonne getreten (mit unfairen und unzulässigen) Mitteln wohlgemerkt. Und unsere Medien konnten ja auch nicht davon ablassen, Clinton als die Top-Politikerin und allerbeste überhaupt hinzustellen. Sorry, wer so zynisch ist ( https://www.youtube.com/watch?v=FmIRYvJQeHM ) hat in meinen Augen auch kein höheres politisches Amt verdient. Dafür ist die eh viel zu weit gekommen. Aber auch nur meine Meinung. Trump hat natürlich polarisiert wie kein anderer, keine Frage und der netteste wird er wohl auch nicht sein. Aber ich für meinen Teil behalte mir mein endgültiges Urteil vor, bis er im Amt ist und was er dann macht.
    Im übrigen, weils auch irgendwer hier erwähnt hat, hab ich von US-Firmen und nicht von ausländischen Firmen gesprochen. Und das halte ich nicht für verkehrt. Aber das ist wieder eine andere Story.
    Apropo Mauer. Das Thema wurde ja auch künstlich schön hochgehyped. Das Thema liegt ja immer mal wieder aufm Tisch in den USA. Schon vor Trump. Funfact: Clinton hat 2006 für den Zaun gestimmt. ;) Also ob da nun ne Mauer steht oder nen Zaun bleibt sich in meinen Augen gleich. Beides dient, in diesem Fall dazu, Leute vom Land fernzuhalten.

    Naja jeder hat halt so seine Meinung. Am Ende werden wir sehen, wie schlimm es tatsächlich kommt oder wie gut... xD

  15. Re: Was passiert mit den Geheimdiensten in Ära Trump?

    Autor: cry88 11.01.17 - 17:33

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer tatsächlich Reformen wollte, um die zunehmende Ungleichheit anzugehen,
    > der hat Sanders bevorzugt. Trump-Wähler sind hingegen von der Komplexität
    > unserer Gesellschaft derart überfordert, dass sie irgendeinen Clown gewählt
    > haben, weil man bislang noch keinen Clown als US-Präsident hatte.
    Hast du Bush Jr. etwa vergessen?

  16. Re: Was passiert mit den Geheimdiensten in Ära Trump?

    Autor: DeathMD 11.01.17 - 18:23

    Haha... nein keine Sorge, ich explodiere schon nicht. :D Ich kann nur dieses "Geseier" nicht mehr hören, aber anscheinend habe ich dich da im ersten Moment ein wenig falsch eingeschätzt, entschuldige. :)

    Nein das Hitler Bsp. sollte nur verdeutlichen wie dumm es ist zu hoffen, es würde sich durch den einfachen Austausch "des Führers" etwas ändern. Einen Diktator durch einen anderen zu ersetzen bringt herzlich wenig, ebenso ein Establishment gegen ein anders zu tauschen, noch dazu, wenn es sich um solche derartigen Egomanen handelt wie Trump.

    Ich wollte Hillary dadurch auch nicht unbedingt schön reden und Sanders wäre durchaus der bessere Kandidat gewesen. Die Frage ist, ob er sich dann auch gegen den Schwätzer Trump durchsetzen hätte können.

    Es wurde nachgerechnet. Selbst wenn man die Zahlen nimmt die Trump als sein Vermögen ausgibt und er es damals einfach investiert hätte und nie mehr angegriffen hätte, würde er jetzt rund das doppelte Vermögen haben. Wie gesagt, viel heiße Luft um nichts. Ich finde es gar nicht mal schlecht, dass er sich seine Tochter und seinen Schwiegersohn recht nahe als Berater hält, denn denen traue ich mehr wirtschaftliches Verständnis zu als ihm.

    Zum Thema Mauer, ich finde es einfach unglaublich weltfremd, diese Menschen selbst als Billigarbeitskräfte zu beschäftigen und dann gegen sie zu wettern. Das ist aber nicht unbedingt ein Alleinstellungsmerkmal von Herrn Trump und ja die Mauer war schon öfter im Gespräch.

    Per se ist eine Stärkung der heimischen Wirtschaft und Unternehmen nichts schlechtes, viele Vergessen dabei nur einen Schritt weiter zu denken und wie er es vorschlägt, komme ich unter dem Strich immer zur Erkenntnis, dass es so nicht funktionieren wird und sich negativ auswirken wird. Er sagt, er geht auf Unternehmen zu, will ihnen Steuererleichterungen (anderes Wort für Subventionen) bieten, wenn sie in den USA produzieren und auf Importe Strafzölle einheben. Gehen wir es einfach am Bsp. Apple durch und nehmen an, sie verlegen die iPhone Produktion in die USA.

    Möglichkeit 1): Die iPhones für den heimischen Markt werden in den USA zusammengebaut. Das bedeutet sämtliche Bauteile werden von China in die USA transportiert, durch Strafzölle im Einkauf viel teurer, dadurch wird man auf eine möglichst automatisierte Fertigung setzen um dem entgegen zu wirken und selbst dann dürften die iPhones teurer sein. Durch die automatisierte Fertigung, hast du langfristig auch kaum neue Jobs geschaffen, allerdings kosten dir die wenigen neuen einige Millionen an Subventionen und das jedes Jahr und das iPhone ist am Ende auch teurer, außer er will dort nochmal subventionieren. -> volkswirtschaftlich gesehen ziemlich dumm

    Möglichkeit 2): Die gesamte Produktion wird in die USA verlagert, also auch von allen Komponenten. Das bedeutet du musst die Ressourcen die in China sowieso vorhanden sind, einmal nach Amerika verschiffen. Durch Strafzölle werden sie dann wieder teurer. Weder das KnowHow für solche Anlagen noch die Maschinerie ist in den USA vorhanden, muss also zugekauft werden was durch Strafzölle wieder teurer wird, oder du baust das KnowHow in den USA für sehr viel Geld auf, dies verschlingt wiederum noch mehr Subventionen. Deshalb wird dann wieder versucht werden alles möglichst automatisch zu produzieren, um mit den Preisen am Weltmarkt konkurrieren zu können. Sprich du stehst am Ende vor dem selben Problem wie oben. Sehr hohe Subventionen für relativ wenig langfristig geschaffene Jobs und das Produkt ist am Ende auch wieder teurer. -> volkswirtschaftlich gesehen ziemlich dumm

    Möglichkeit 3): Man hat erkannt eine komplette Verlagerung der Produktion macht einfach zu wenig Sinn und die iPhones für den US Markt werden in den USA zusammengebaut, allerdings setzt man nicht auf möglichst hohe Automatisierung um mehr Jobs zu schaffen. Die Grundprobleme bleiben die gleichen wie unter Punkt 1. Die einzelnen Komponenten werden durch Strafzölle teurer, macht die Fertigung insgesamt teurer, doch diesmal kommen seine versprochenen Deregulierungen zum Einsatz, dh. langfristig wird das Lohnniveau einfach an China angepasst um konkurrenzfähig zu bleiben. Dh. ich kann trotzdem nicht so effizient wie in China produzieren, das Produkt wird teurer und ein Teil der eigenen Leute im Land können es sich nicht leisten, weil ihr Lohn einfach derartig nach unten reguliert wurde. -> volkswirtschaftlich gesehen ziemlich dumm

    Möglichkeit 4): Möglichkeit 3 mit dem Unterschied, dass nicht das Lohnniveau angepasst wird, sondern durch noch mehr Subventionen versucht wird, auf einen konkurrenzfähigen Preis zu kommen. Man schafft dann zwar mehr Jobs, die kosten dem Staat aber enorm viel Geld und somit sind sie unter dem Strich ein großes Minusgeschäfft. -> volkswirtschaftlich gesehen ziemlich dumm

    Persönlich glaube ich es wird irgendwas zwischen Möglichkeit 3 und 4, mit Fokus auf 3, denn er hat immer nur mehr Jobs versprochen, den Verdienst hat er ja nie dazu erwähnt. ;)

    Fazit: Es wird nicht immer nur in China produziert weil es billiger ist und sie unsere Jobs klauen wollen, es ist volkswirtschaftlich gesehen oft einfach sinnvoller.


    Quelle für Trumps unglaubliches wirtschaftliches Können: http://www.moneytalksnews.com/why-youre-probably-better-investing-than-donald-trump/



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.01.17 18:26 durch DeathMD.

  17. Re: Was passiert mit den Geheimdiensten in Ära Trump?

    Autor: DeathMD 11.01.17 - 18:24

    Gekonnt aus dem Gedächtnis verdrängt. ;D

  18. Re: Was passiert mit den Geheimdiensten in Ära Trump?

    Autor: Moe479 11.01.17 - 23:57

    alles nur belustigung der völker, der nächste oder übernächste präsident wird wieder ein democrat bzw. genauso guter/schlechter fremdgesteuerter verwalter, nicht zu letzt hat obama genau das demonstriert, was ein us-präsident egentlich ist, ein getriebener der nöte von mächtigeren personen im hintergrund.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Felix Böttcher GmbH & Co. KG, Köln
  2. KfW Bankengruppe, Frankfurt am Main
  3. Wirecard Issuing Technologies GmbH, Aschheim/München
  4. JAM Software GmbH, Trier

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. ab 30,00€
  2. (aktuell u. a. Xiaomi Mi Note 10 128GB Handy für 499,00€ und HP 25x LED-Monitor für 179,90€)
  3. (u. a. Battlefield V für 21,49€ und Star Wars Jedi: Fallen Order für 52,99€)
  4. (u. a. Quantum Break für 7,99€ und The Flame in the Flood für 2,99€)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Starlink: SpaceX steht zwischen Flaute und Rekordjagd
Starlink
SpaceX steht zwischen Flaute und Rekordjagd

Die nächsten 60 Starlink-Satelliten stehen zum Start bereit, nachdem in diesem Jahr ungewöhnlich wenige Raketen gestartet sind - nicht nur von SpaceX. Die Flaute hat SpaceX selbst verursacht und einen Paradigmenwechsel in der Raumfahrt eingeläutet.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Raumfahrt SpaceX testet Notfalltriebwerke des Crew Dragon
  2. Starship Mit viel Glück nur 6 Monate bis zum ersten Flug ins All
  3. SpaceX Das Starship nimmt Form an

Handelskrieg: Zartbittere Zeiten für Chinas Technikbranche
Handelskrieg
Zartbittere Zeiten für Chinas Technikbranche

"Bitterkeit essen" heißt es in China, wenn schlechte Zeiten überstanden werden müssen. Doch so schlimm wie Donald Trump es darstellt, wird der Handelskrieg mit den USA für Chinas Technikbranche wohl nicht werden.
Eine Analyse von Finn Mayer-Kuckuk

  1. Smarter Türöffner Nello One soll weiter nutzbar sein
  2. Bonaverde Berliner Kaffee-Startup meldet Insolvenz an
  3. Unitymedia Vodafone plant großen Stellenabbau in Deutschland

Indiegames-Rundschau: Der letzte Kampf des alten Cops
Indiegames-Rundschau
Der letzte Kampf des alten Cops

Rollenspiel deluxe mit einem abgehalfterten Polizisten in Disco Elysium, unmöglich-verdrehte Architektur in Manifold Garden und eine höllische Feier in Afterparty: Golem.de stellt die aktuellen Indiegames vor.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Killer trifft Gans
  2. Indiegames-Rundschau Überleben im Dschungel und tausend Tode im Dunkeln
  3. Indiegames-Rundschau Epische ASCII-Abenteuer und erlebnishungrige Astronauten

  1. Smart Battery Case: Apple bringt Akkuhülle für iPhone 11/Pro
    Smart Battery Case
    Apple bringt Akkuhülle für iPhone 11/Pro

    Apple hat eine neue Akkuhülle für das iPhone 11 und das iPhone 11 Pro sowie die Max-Version vorgestellt, die als Neuerung eine physische Kamerataste hat.

  2. SpaceX: Starship platzt bei Tanktest
    SpaceX
    Starship platzt bei Tanktest

    Es sollte in die Stratosphäre fliegen, nun bleibt es wohl am Boden. Bei einem Test ist der Treibstofftank des ersten Starship-Prototyp von SpaceX geplatzt.

  3. Red Dead Redemption 2 PC: Hohe Bildraten schaden nicht mehr der Gesundheit
    Red Dead Redemption 2 PC
    Hohe Bildraten schaden nicht mehr der Gesundheit

    Mit Updates versucht Rockstar Games, die technischen Probleme der PC-Version von Red Dead Redemption 2 zu lösen - inklusive eines kuriosen Fehlers bei hohen Bildraten. Die Entwickler haben eine Übersicht mit noch nicht korrigierten Bugs ins Netz gestellt.


  1. 07:30

  2. 07:10

  3. 17:44

  4. 17:17

  5. 16:48

  6. 16:30

  7. 16:22

  8. 16:15