Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Security
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Verbot gefordert: Verleger geben…

Wer wirklich schuld ist das Online-Werbung nicht funktioniert:

Anzeige
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Wer wirklich schuld ist das Online-Werbung nicht funktioniert:

    Autor: Keridalspidialose 08.03.17 - 11:36

    Keine Frage, wer arbeitet möchte dafür entlohnt werden. Journalismus ist ordentliche Arbeit die entlohnt werden soll.

    Online Werbung hat aber mit voller Absicht ihr eigenes Image zerstört. Schuld sind die online Werber, sonst niemand. Sie haben alles gemacht was geht und die Leute bis zum Anschlag generft. Vermutlich aufgrund der Erkentnisse aus dem Werbefernsehen: wer am penetrantesten und lautesten wiederholt auftritt bleibt im Gedächtnis. Sie haben aber übersehen dass man sich im Netz dagegen gewehrt hat, mit Erfolg.

    Und die Anbieter von Inhalten, sie haben keine Alternativen nur Brüllwerbung genutzt oder aufgebaut. Sie haben sich allein auf die großen Werbenetzwerke verlassen.

    Da wäre der Punkt gewesen an dem alle hätten einschreiten sollen. Als die ersten Ad-Blocker kamen! Da hätten sich Netzwerke bilden sollen die Werbung bietet die akzeptiert wird, auf initiative der Anbieter von Inhalten, in ihrem eigenen Interesse.

    Jetzt da das Kind in den Brunnen gefallen ist, und alle alles falsch gemacht haben schiebt man die Schuld auf den Adressaten von Werbung. Damit macht man es sich natürlich sehr einfach. Böser selbst bestimmter Nutzer! Was erlaube Internetnutzer! Er möchte selbst entscheiden womit er sich konfrontiert, optisch wie akustisch. Böse, böse, du du du!

    In gerade in zeiten in dennen die klassischen Verlage und Nachrichtenmedien von vielen Nicht mehr als ordentlich Quelle ernstgenommen werden, eine solche Aussage rauszuhauen, dass Adblocker schuld sind am Rechtsruck und an der Ignoranz mancher Bevölkerungsgruppen, das zeugt gerade zu von vollkommener Dummheit und Verblödung der Verleger. Schade, ich hätte diesen Leuten mehr Grips zugetraut.

    ___________________________________________________________



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.03.17 11:39 durch Keridalspidialose.

  2. Re: Wer wirklich schuld ist das Online-Werbung nicht funktioniert:

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 08.03.17 - 12:20

    Bezüglich des Henne-/Ei-Problems bin ich zwar noch unschlüssig, aber der letzte Absatz bringt auf den Punkt, was mir in der ganzen Debatte zu kurz kommt: Unabhängig davon, was blockiert (und antiblockiert) wird und wie das Ganze jeweils technisch umgesetzt wird, ist es die willentliche Entscheidung des Verbrauchers, sich einen Adblocker zu installieren.

    Diese agieren rein client-seitig, sprich, das Angebot wird nicht inhaltlich manipuliert; es beibt server-seitig unberührt. Die Nutzung eines Adblockers ist vergleichbar damit, ob ich auf meinem Rechner die Ausführung von Scripten oder Flash unterbinde oder das Anzeigen von Grafiken global unterdrücke - das alles verändert meine Wahrnehmung des Inhalts, aber eben nach meinen Maßgaben. Ich könnte ja sogar rotzfrech einen antiken Monochrom-Monitor anschließen und würde die Werbung auch nicht mehr so sehen, wie es die Intention des Anbieters ist oder - Gott bewahre! - die Augen schließen und mir die Seite von einem Textreader vortragen lassen, der ebenfalls keine Werbebanner parst und mir beschreibt, was diese darstellen. Aber das gehört natürlich alles verboten, weil es "die Integrität eines Telemedienangebots mit journalistisch-redaktionellen Inhalten einschließlich Rubrikenanzeigen beeinträchtigen" würde. Sic!

    Irgendwo haben die Medienschaffenden vor vor lauter finanziellem Muffensausen vergessen, was sie unabhängig ihres Werdegangs irgendwann einmal gelernt haben sollten: Man kann Interesse und Wahrnehmung lenken, aber letztlich entscheiden die die Rezipienten über Art und Umfang der Rezeption. Das gesetzlich regeln zu wollen liefe final auf ein Verbot hinaus, Werbung zu ignorieren: Wehe, man klickt nicht aufs Banner oder schaut es sich wenigstens für einige Sekunden an!

    Ja, es gibt eine weit verbreitete Gratis-Mentalität, das kann man nicht abstreiten. Andererseits ist niemand gezwungen, etwas gratis anzubieten. Das einzige Argument gegen Paywalls ist doch, dass man befürchtet, es wären nicht genug Leute bereit, für die Inhalte zu bezahlen. Allerdings ist es bei dieser Sicht auf die Attraktivität des eigenen Angebots eventuell sinnvoller, diese einzustampfen und seinen Lebensunterhalt anderweitig zu bestreiten. Das wäre womöglich das Schlechteste nicht, wenn man bedenkt, wie redundant die Medienlandschaft geworden ist.

    Die Unkenrufe, ein Gesundschrumpfen der Medienlandschaft würde die Meinungsvielfalt schädigen, bewerte ich - Verzeihung - als hohles Argument. Braucht man wirklich drölfzigtausend Redaktionen, welche die Meldungen von weltweit zwei bis drei Agenturen (obendrein häufig falsch) wiedergeben? Journalistische Inhalte, die tatsächlich informativ und/oder investigativ sind, finden immer ihr Publikum, egal welche Richtung der/die Verfasser jeweils folgen.

    Der Ballast kann und soll ruhig weg. Das gilt auch für die unzähligen Blogger, die vermeintlich überwiegend "ohne journalistische Standards" agieren. Aber zum einen haben etliche Blogger Standards, von denen sich klassische Revolverblätter ein paar Gigabyte abschneiden könnten und zum anderen sollte man auch dort darauf vertrauen, dass es ein mündiges Publikum gibt, das zur kritischen Selektion in der Lage ist. Tut man das nicht, gibt es auch für die traditionellen Medien kein passendes Publikum - ob sich dieses nun Werbung anschaut oder nicht.

  3. Re: Wer wirklich schuld ist das Online-Werbung nicht funktioniert:

    Autor: Vincent-VEC 09.03.17 - 10:05

    +1000

    Bitte an alle Verlage: als Leserbrief veröffentlichen, ausdrucken und gerahmt im Büro des Verlagsleiters aufhängen.

    Danke.

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Anzeige
Stellenmarkt
  1. Daimler AG, Sindelfingen
  2. KRÜSS GmbH, Hamburg
  3. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  4. Bank-Verlag GmbH, Köln

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 15,99€
  2. 8,99€
  3. 25,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Mercedes S-Klasse im Test: Das selbstfahrende Auto ist schon sehr nahe
Mercedes S-Klasse im Test
Das selbstfahrende Auto ist schon sehr nahe
  1. Autonomes Fahren Fiat Chrysler kooperiert mit BMW und Intel
  2. 3M Verkehrsschilder informieren autonom fahrende Autos
  3. Waymo Autonomes Auto zerstört sich beim Unfall mit Fußgängern

LG 34UC89G im Test: Wenn G-Sync und 166 Hertz nicht genug sind
LG 34UC89G im Test
Wenn G-Sync und 166 Hertz nicht genug sind
  1. LG 43UD79-B LG bringt Monitor mit 42,5-Zoll-Panel für vier Signalquellen
  2. Gaming-Monitor Viewsonic XG 2530 im Test 240 Hertz, an die man sich gewöhnen kann
  3. SW271 Benq bringt HDR-Display mit 10-Bit-Panel

Windows 10 S im Test: Das S steht für schlechtes Marketing
Windows 10 S im Test
Das S steht für schlechtes Marketing
  1. Microsoft Neugierige Nutzer können Windows 10 S ausprobieren
  2. Surface Diagnostic Toolkit Surface-Tool kommt in den Windows Store
  3. Malware Der unvollständige Ransomware-Schutz von Windows 10 S

  1. Nvidia: Keine Volta-basierten Geforces in 2017
    Nvidia
    Keine Volta-basierten Geforces in 2017

    Laut Nvidia-CEO Jensen Huang wird es in diesem Jahr keine neuen Grafikkarten mit Volta-Technik geben. Spieler müssen vorerst dahin mit den Pascal-basierten Geforce-Modellen vorliebnehmen, auch weil AMDs Vega nur bedingt konkurrenzfähig ist.

  2. Grafikkarte: Sonnets eGFX Breakaway Box kostet 330 Euro
    Grafikkarte
    Sonnets eGFX Breakaway Box kostet 330 Euro

    Die eGFX Breakaway Box ist ein externes Thunderbolt-3-Grafikkarten-Gehäuse für Notebooks, das auch von Apple verwendet wird. Mit 330 Euro kostet es weniger als die meisten anderen, dafür ist das Netzteil schwächer. Es gibt aber auch eine teurere Version.

  3. E-Commerce: Kartellamt will Online-Shops des Einzelhandels schützen
    E-Commerce
    Kartellamt will Online-Shops des Einzelhandels schützen

    Kleine Läden sind beim Online-Vertrieb gegenüber großen Anbietern wie Amazon oder Otto häufig benachteiligt. Das Kartellamt will dafür sorgen, dass dem Einzelhandel ein zweiter Vertriebsweg im Netz eröffnet wird.


  1. 17:56

  2. 16:20

  3. 15:30

  4. 15:07

  5. 14:54

  6. 13:48

  7. 13:15

  8. 12:55