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Jederf darf es... aber Google darf es nicht?

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  1. Jederf darf es... aber Google darf es nicht?

    Autor: /mecki78 26.04.10 - 18:09

    Das ist doch einfach nur lächerlich. Wenn Google das macht, was jede Privatperson machen darf, dann ist das ganz, ganz böse. Hmm... vielleicht sollte man das dann verbieten und zwar nicht nur Google, sondern jeden. Aber jede Privatperson kann sich auf die Straße stellen und Fotos machen und dass man diese nicht ins Internet stellen darf, wäre mir neu. Erst kürzlich hat ein Fotograf vor Gericht gewonnen, weil er Fotos von einem Haus online gestellt hatte und der Hausbesitzer hat dagegen geklagt. Das Gericht war völlig zurecht der Meinung, dass ein öffentlich und für jedermann sichtbares Haus auch von jedermann fotografiert werden darf und das dabei die Persönlichkeitsrechte des Hausbesitzers nicht im geringsten tangiert werden. Und dass ich mein Notebook nicht auf der Straße aufklappen darf, weil ich ja damit die dort zugänglichen WLANs sehen kann, auch das wäre mir neu. Wenn jeder Idiot in Deutschland daheim ein WLAN braucht, weil Kabel zu ziehen ihm zu aufwendig ist, dann muss ihm auch klar sein, dass jeder der vorbeifährt dieses sehen kann. Nur weil er bisher nicht so weit gedacht hat, braucht er jetzt auf einmal nicht die große Protestwelle lostreten. Das ist einfach nur lächerlich.

    /Mecki

    /Mecki

  2. Re: Jederf darf es... aber Google darf es nicht?

    Autor: meister mecki 27.04.10 - 07:54

    Nun hier meldet sich einer der Idioten, der ein WLAN braucht, ich habe auch alles daheim verkabelt, ab einer gewissen Anzahl IT-Geräte ist sowas aber nicht mehr praktikabel wenn man ein bisschen beweglich sein möchte. Ok es gibt auch 50 m Kabel...
    Zum Thema Google:
    IMHO Hier geht es um die Plattform und die Verbreitungsmöglichkeiten von Google. Wenn eine Privatperson ein Haus fotografiert und das ins Internet stellt, vielleicht auch noch mit GPS Daten, dann ist die Chance, dass sich die breite Masse diese Bilder anschaut wesentlich geringer als bei Google, wo man praktisch die komplette Straße virtuell abfahren kann.
    Gerade Hausbesitzer werden hier kein gutes Gefühl haben.
    Um nochmal aufs WLAN zu kommen: Hier gibt es ja die Möglichkeit, die AccessPoints auf unsichtbar zu stellen. So ist es zwar nicht unmöglich das WLAN zu finden, aber es erschwert....

  3. Re: Jederf darf es... aber Google darf es nicht?

    Autor: /mecki78 27.04.10 - 10:59

    meister mecki schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nun hier meldet sich einer der Idioten, der ein WLAN braucht, ich habe auch
    > alles daheim verkabelt, ab einer gewissen Anzahl IT-Geräte ist sowas aber
    > nicht mehr praktikabel wenn man ein bisschen beweglich sein möchte.

    Ich meinte natürlich nicht Leute wie dich, die daheim eine Rechnerfarm aus 100 Rechnern betreiben und in einer Villa wohnen und daher Internet permanent brauchen, während sie vom Ostflügel in den Westflügel ihrer Hauses gehen :-P

    Die meisten Leute, die ich kenne, haben einen Rechner daheim, und das ist kein Notebook, sondern ein stationärer. Die brauchen wirklich kein WLAN. Und selbst wenn die eine 3 Zimmer Wohnung haben und 2 Rechner besitzen (einen für die Kiddies zum zocken und einen Arbeitsrechner), einer davon ein Notebook, selbst dann ist der eine stationär und das Notebook steht 90% der Zeit immer auf dem selben Schreibtisch. Selbst hier reichen einfach 2 Kabel. Und für die 10% der Zeit, wo das Notebook mal woanders in der Wohnung Internet braucht, für die kann man sich einen WLAN Access Point kaufen, den man per Knopf an- und abschalten kann und schaltet ihn eben nur dann an, wenn man ihn auch nutzt und schaltet ihn danach auch wieder aus. Die Wahrscheinlichkeit, das gerade in diesem Moment Google vorbei kommt, ist mehr als gering. Und wenn eine 3 Zimmer Wohnung hat, dann muss der AP auch nicht mit 100% Leistung laufen. Auch mit 20% Leistung hat man guten WLAN Empfang in der ganzen Wohnung; fast bei alle neuen APs kann die Leistung automatisch dynamisch oder manuell geregelt werden und wenn der AP nur mit 20% Leistung fährt, dann ist er auch nicht 200 Meter weiter noch sichtbar.

    > IMHO Hier geht es um die Plattform und die Verbreitungsmöglichkeiten von
    > Google. Wenn eine Privatperson ein Haus fotografiert und das ins Internet
    > stellt, vielleicht auch noch mit GPS Daten, dann ist die Chance, dass sich
    > die breite Masse diese Bilder anschaut wesentlich geringer als bei Google,
    > wo man praktisch die komplette Straße virtuell abfahren kann.

    Ich kann nicht etwas erlauben oder verbieten auf der Tatsache, wie "wahrscheinlich" es ist. Wenn Daten per Datenschutz geschützt sein sollen, dann kann das Gesetz nicht selektiv danach entscheiden, wie hoch die Gefahr ist, dass diese Daten vielleicht missbraucht werden könnten oder nicht. Entweder es ist verboten, dann ist es für jeden verboten oder es ist erlaubt, dann ist es für jeden erlaubt. Dazwischen gibt es keinen Spielraum.

    /Mecki

  4. Re: Jederf darf es... aber Google darf es nicht?

    Autor: KleinFritzchen 28.04.10 - 13:18

    Wenn ein einzelner Fotograf daran Freude hat Häuser zu fotografieren und die Bilder zu veröffentlichen, dann sei's drum.
    Sobald auf den Bildern Personen klar zu erkennen sind sieht die Sache schon anders aus, dann zieht das Persönlichkeitsrecht des einzelnen.
    StreetView hat ja jetzt schon sehr lustige Szenen verewigt die die beteiligten Personen nicht so lustig finden.
    Was ich dabei etwas kritisch sehe sind die Massen an Daten die dort gesammelt werden und wie leicht jeder, aber auch wirklich jeder, an diese Daten 'rankommt.
    Es ist ja schon ein Unterschied ob es für irgendein Sicherheitssystem die Möglichkeit gibt es zu umgehen oder ob ich diese Möglichkeit weltweit verbreite und jedem zugänglich mache.
    Nochmal, nicht das einzelne Bild ist "kritisch", sondern die Masse an Bildern und die Schlüße die daraus gezogen werden können.
    Wenn der erste Bundesbürger von seiner Bank kein Geld oder Versicherung keinen Vertrag bekommt weil nebenan eine Bauruine oder ein "fragwürdiges Objekt" steht, dann geht das Gejaule erst richtig los.

    KlrinFritzchen

  5. Re: Jederf darf es... aber Google darf es nicht?

    Autor: Mannex 02.05.10 - 21:39

    KleinFritzchen schrieb:
    -------------------------------------------------------------------
    > Wenn der erste Bundesbürger von seiner Bank kein Geld oder Versicherung
    > keinen Vertrag bekommt weil nebenan eine Bauruine oder ein "fragwürdiges
    > Objekt" steht, dann geht das Gejaule erst richtig los.
    >
    > KlrinFritzchen

    Ja, dies ist ein Beispiel, wozu Google-View genutzt werden könnte und dann sind die, die es jetzt noch verteidigen die größten Schreihälse, wenn sie plötzlich Nachteile o.ä. haben.

    Ich bin Hauseigentümer und ich will nicht, dass mein Haus und Grundstück incl. Hof, welcher von der Straße aus einsehbar ist womöglich noch mit mir und meiner Familie, für jeden auf der Welt lebenden Internetnutzer sichtbar ist und jawoll ich habe Widerspruch eingelegt.

    Wenn Otto Normalverbraucher Fotos macht, sieht sie 1. nicht jeder und 2. selbst wenn diese Fotos ins Internet gestellt werden sollten, dann sind auch dabei Dinge zu beachten. Man darf nämlich nicht alles und das ist auch gut so.

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