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Dieses Urteil ist einfach nur abartig und am Problem vorbei.

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  1. Dieses Urteil ist einfach nur abartig und am Problem vorbei.

    Autor: rabatz 31.05.14 - 10:05

    Wenn man möchte, dass Informationen aus dem Netz verschwinden müsste man sich an den Seitenbetreiber wenden. Die Links in den Suchmaschinen verschwinden dann von ganz alleine. Wieso schädigt man jetzt ein Tool namens Suchmaschine damit, dass man ihnen ihr Geschäft madig macht indem sie jetzt bestimmte Links zu noch verhandener Information im Netz entfernen müssen. Klar ist es weitaus einfacher einen Link bei den großen Suchmaschinen entfernen zu lassen anstatt mich mit Hostern von Webseiten auseinandersetzen zu müssen, die viel weniger greifbar sind als Google und Co., aber die Information verschwindet doch dadruch nicht aus dem Netz obwohl das viele glauben.

  2. Re: Dieses Urteil ist einfach nur abartig und am Problem vorbei.

    Autor: CraWler 31.05.14 - 11:04

    Politik und Gerichte werden eben von sogennanten "Internetexperten" dominiert die nicht wissen was ein Browser ist oder wie ein webserver funktioniert.

    ----------------------------
    Piratenpartei Wähler

  3. Re: Dieses Urteil ist einfach nur abartig und am Problem vorbei.

    Autor: Cheval Alazán 31.05.14 - 11:14

    rabatz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man möchte, dass Informationen aus dem Netz verschwinden müsste man
    > sich an den Seitenbetreiber wenden. Die Links in den Suchmaschinen

    Der Witz daran ist dch, dass der EuGH folgende zwei Punkte klargestellt hat:

    1) Eine Info von einer Website - in diesem Fall einem Zeitungsarchiv - zu löschen ist Eingriff in die Informationsfreiheit und manipuliert die Tatsachen.
    2) Es ist erlaubt, Links zu löschen da in diesem Fall die Privatsphäre über der Informationsfreiheit steht.

    Auf Deutsch: Es ist okay, dass es ein Mahnmal gibt dass auf die Straftaten und Schandtaten hinweist. Aber kein Navi darf sagen, ob dieses Mahnmal existiert und wo es ist. So als Vergleich.

    Dass auf einer Website steht, dass die Platform Deepwater Horizon eine ganze Küste verseucht hat, dass der Bischof Mixa Kinder missbraucht hat und dass Gutenberg seinen Doktortitel erschwindelt hat - alles okay. Ist erlaubt.

    Aber keine Suchmaschine dar nicht mehr darauf hinweisen. Was ja auch bedeutet, dass dieser Post jetzt von mir in Zukunft nicht mehr gefunden werden kann, weil er darauf hinweist.

  4. Re: Dieses Urteil ist einfach nur abartig und am Problem vorbei.

    Autor: UP87 31.05.14 - 11:20

    Was verbleibt ist die absurde Zuordnung der Zuständigkeit an die Suchmaschinen, was das Problem der Auffindbarkeit der Information nicht behebt, sondern nur verteilt. So darf ich also wegen der unliebsamen Informationen tausende Suchmaschinen anschreiben? Ja, die Medien reden im Regelfall nur von Google, weil die hierzulande über 90% Marktanteil haben, aber man darf den Antrag bei jeder Suchmaschine einzeln stellen.
    Dabei wäre es technisch so einfach dem Seitenbetreiber zu sagen, dass er dafür zuständig ist, dass der Inhalt nicht mehr über Suchmaschinen auffindbar ist. Oder wäre das auch ein Eingriff in die Informationsfreiheit. Ach... keine Ahnung! Das Urteil ist Schwachsinn!

  5. Re: Dieses Urteil ist einfach nur abartig und am Problem vorbei.

    Autor: violator 31.05.14 - 11:26

    Das ist ja der Witz, wenn ich etwas über jemanden rausfinden will, dann nutze ich ja extra auch andere Suchmaschinen und nicht nur Google.

  6. Re: Dieses Urteil ist einfach nur abartig und am Problem vorbei.

    Autor: Day 31.05.14 - 12:39

    Cheval Alazán schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dass auf einer Website steht, dass die Platform Deepwater Horizon eine
    > ganze Küste verseucht hat, dass der Bischof Mixa Kinder missbraucht hat und
    > dass Gutenberg seinen Doktortitel erschwindelt hat - alles okay. Ist
    > erlaubt.

    Ich glaube nicht, dass deine Beispiele zutreffend sind. Deepwater Horizon ist keine Person, und die andern beiden sind Personen des öffentlichen Lebens, welche explizit als Ausnahme genannt wurden.

    Ich bin vielmehr gespannt, was passiert, wenn jemand eine Person des öffentlichen Lebens wird (oder werden will), indem er sich z.B. zur Wahl als Bürgermeister stellt und plötzlich jemand auf die Idee kommt, Google dazu aufzufordern, die Links wieder in den Index aufzunehmen.

  7. Re: Dieses Urteil ist einfach nur abartig und am Problem vorbei.

    Autor: kurosawa 31.05.14 - 15:14

    Day schrieb:
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    > Cheval Alazán schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
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    > Ich glaube nicht, dass deine Beispiele zutreffend sind. Deepwater Horizon
    > ist keine Person, und die andern beiden sind Personen des öffentlichen
    > Lebens, welche explizit als Ausnahme genannt wurden.
    >
    > Ich bin vielmehr gespannt, was passiert, wenn jemand eine Person des
    > öffentlichen Lebens wird (oder werden will), indem er sich z.B. zur Wahl
    > als Bürgermeister stellt und plötzlich jemand auf die Idee kommt, Google
    > dazu aufzufordern, die Links wieder in den Index aufzunehmen.


    ...da waere ich mir bei konzernen nicht so sicher. In einem spiegel artikel wurde erwaehnt das nike in Erwägung zieht informationen ueber ausbeutung in deren fabriken loeschen (Suchergebnisse) zu lassen. Das ist vermutlich nur die spitze des eisberg.
    Ich glaube mich daran zu erinnern das konzerne in den usa den status einer person erlangen koennen (doku: capitalism, a lovestory).
    Auch wird in dem urteil etwas von gesellschaftlicher Relevanz erwaehnt. Wer bestimmt was relevant ist? Es wird auch gesagt das nach einer bestimmten zeit informationen ihre relevanz verlieren. Nach welcher zeit? 10 jahre? 1monat? Und ist es nach dieser zeit wirklich nicht mehr relevant.

    Es wird bei diesem urteil ja immer damit argumentiert das es vorteile fuer den datenschutz bringen soll. Kann ich nicht erkennen.
    Die daten sind nach wie vor vorhanden und werden von staaten und konzernen gespeichert und ausgewertet. Selbst jeder US buerger hat (gluecklicherweise) weiterhin zugriff auf das unzensierte netz. Nur der EU buerger darf sie nicht mehr finden.

    Das urteil ist voelliger schwachsinn und nichts weiter als eine beschraenkung der informationsfreiheit. In einem anderen beitrag viel das wort herrschaftswissen. Das ist es was nach diesem urteil in der EU passiert.

    Mich wundert es das das urteil in den medien so positiv aufgenommen wurde.

  8. Re: Dieses Urteil ist einfach nur abartig und am Problem vorbei.

    Autor: Day 31.05.14 - 20:07

    kurosawa schrieb:
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    > Day schrieb:
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    > > Cheval Alazán schrieb:
    > >
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    >
    > > Ich glaube nicht, dass deine Beispiele zutreffend sind. Deepwater
    > Horizon
    > > ist keine Person, und die andern beiden sind Personen des öffentlichen
    > > Lebens, welche explizit als Ausnahme genannt wurden.
    > >
    > > Ich bin vielmehr gespannt, was passiert, wenn jemand eine Person des
    > > öffentlichen Lebens wird (oder werden will), indem er sich z.B. zur Wahl
    > > als Bürgermeister stellt und plötzlich jemand auf die Idee kommt, Google
    > > dazu aufzufordern, die Links wieder in den Index aufzunehmen.
    >
    > ...da waere ich mir bei konzernen nicht so sicher. In einem spiegel artikel
    > wurde erwaehnt das nike in Erwägung zieht informationen ueber ausbeutung in
    > deren fabriken loeschen (Suchergebnisse) zu lassen. Das ist vermutlich nur
    > die spitze des eisberg.
    > Ich glaube mich daran zu erinnern das konzerne in den usa den status einer
    > person erlangen koennen (doku: capitalism, a lovestory).
    > Auch wird in dem urteil etwas von gesellschaftlicher Relevanz erwaehnt. Wer
    > bestimmt was relevant ist? Es wird auch gesagt das nach einer bestimmten
    > zeit informationen ihre relevanz verlieren. Nach welcher zeit? 10 jahre?
    > 1monat? Und ist es nach dieser zeit wirklich nicht mehr relevant.
    >
    > Es wird bei diesem urteil ja immer damit argumentiert das es vorteile fuer
    > den datenschutz bringen soll. Kann ich nicht erkennen.
    > Die daten sind nach wie vor vorhanden und werden von staaten und konzernen
    > gespeichert und ausgewertet. Selbst jeder US buerger hat
    > (gluecklicherweise) weiterhin zugriff auf das unzensierte netz. Nur der EU
    > buerger darf sie nicht mehr finden.
    >
    > Das urteil ist voelliger schwachsinn und nichts weiter als eine
    > beschraenkung der informationsfreiheit. In einem anderen beitrag viel das
    > wort herrschaftswissen. Das ist es was nach diesem urteil in der EU
    > passiert.
    >
    > Mich wundert es das das urteil in den medien so positiv aufgenommen wurde.

    Falls das in meinem Beitrag falsch rüber kam nochmal als Klarstellung: Ich finde dieses Urteil auch nicht gut. Entweder eine Information darf öffentlich gemacht werden oder nicht, und falls nicht, sind es in erster Linie die Seitenbetreiber und danach erst die Infrastruktur des Netzes (zu denen ich Suchmaschinen zähle), welche für das Entfernen der Informationen sorgen müssen.
    Ansonsten hast du völlig recht, wann etwas nicht mehr relevant ist kann sehr unterschiedlich sein und der EuGH hat sich da nicht wirklich deutlich ausgedrückt. Von daher ist das auch sehr problematisch. Was allerdings denke ich keine Rolle spielt ist die Frage, ob in den USA ein Unternehmen als Person angesehen wird. Und das Nike das in Erwägung zieht halte ich ehrlich gesagt für lächerlich. Wie gesagt: Zum einen bezweifle ich stark, dass dieses Urteil überhaupt Firmen betreffen kann, dann halte ich einen Konzern dieser Größe durchaus für einen Konzern, der im öffentlichen Interesse steht, womit sie spätestens dann über die Ausnahme draußen wären, und spätestens wenns um die Frage geht, ob das noch relevant ist, würde ich mal schätzen, dass sie das nicht vor Gericht durch bekommen (es sei denn, sie haben an die ausgebeuteten Mitarbeiter eine angemessene Entschädigung gezahlt, eine Strafe gezahlt und ihre Arbeitsweise grundlegend geändert, was aber vermutlich nicht der Fall ist, denn das wäre sicher auch groß in der Presse rumgegangen). Es ist halt nicht nur Nike, die das beschließen, sondern eben auch noch ein paar andere, die das beurteilen müssen. Und da das im Moment noch garnicht klar ist, wer das ist, wäre meine Vermutung, dass wir über die Arbeitsverhältnisse von Nike noch sehr lange etwas bei Google finden werden. Kann man jedenfalls nur hoffen.

  9. Re: Dieses Urteil ist einfach nur abartig und am Problem vorbei.

    Autor: Moe479 31.05.14 - 23:58

    trotzdem währe es doch immernoch geschichtlich relevandt, dass es mal eine ausbeutung von arbeitern bei nike gab, völlig unabhängig davon ob das behoben worden ist, oder nicht?

    wie sonst will man später, sagen wir in 500 jahren, in einer historischen sicht auf die wirtschaft um die jahrtausendwende konkret beweisen, dass selbst großkonzerne mit sitz im westen arbeiter nachweislich ausgebeutet haben? wenn diese konzerne heute schon alle hinweise auf möglicherweise relevandte quellen 'wegbitten' dürfen?

  10. Re: Dieses Urteil ist einfach nur abartig und am Problem vorbei.

    Autor: violator 01.06.14 - 11:48

    Das lustige ist ja, dass einen die Sperrung nicht weiterbringt. Sobald eine Website die Inhalte kopiert tauchen die Sachen ja wieder bei Google auf, nur eben woanders.

  11. Re: Dieses Urteil ist einfach nur abartig und am Problem vorbei.

    Autor: rabatz 01.06.14 - 12:30

    Das ist aber auch bei dem jetztigen Urteil so. Man kann nämlich nicht Inhalte enfernen lassen sondern eben nur spezifische ganz konkrete Links. Wenn also der selbe Inhalt auf mehreren Quellen auftaucht muss man für jede einzeln die Entfernung anfordern.

  12. Re: Dieses Urteil ist einfach nur abartig und am Problem vorbei.

    Autor: Cotterpin 01.06.14 - 12:37

    kurosawa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Day schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > Es wird bei diesem urteil ja immer damit argumentiert das es vorteile fuer
    > den datenschutz bringen soll. Kann ich nicht erkennen.
    > Die daten sind nach wie vor vorhanden und werden von staaten und konzernen
    > gespeichert und ausgewertet. Selbst jeder US buerger hat
    > (gluecklicherweise) weiterhin zugriff auf das unzensierte netz. Nur der EU
    > buerger darf sie nicht mehr finden.
    >
    > Das urteil ist voelliger schwachsinn und nichts weiter als eine
    > beschraenkung der informationsfreiheit. In einem anderen beitrag viel das
    > wort herrschaftswissen. Das ist es was nach diesem urteil in der EU
    > passiert.
    >
    Und mit welchem Recht wertet ein Suchmaschinen-Konzern meine Daten gegen meinen Willen aus, um damit Geld zu verdienen? Das soll von überwiegendem Interesse der Allgemeinheit sein? Ein auf Kommerzialisierung der mir unangenehmen Daten ausgelegtes Produkt einer privaten Firma? Das ist einfach absurd, und da ist es in meinen Augen einfach rechtmäßig, wenn ich ihnen die Verwendung meiner Daten untersagen kann, wie ich es bei anderen Werbetreibenden auch kann. Nur weil sie irgendwo mal erschienen sind, habe ich nicht für alle Zeiten mein Einverständnis zu deren Verwendung gegeben. Und für sensible Daten ist die Suchmaschine auch der gänzlich falsche Ort. Da sind Schufa (wo der Interessierte auch wirklich für die Auskunft zahlen muss), Insolvenzbekanntmachungen oder Bundeszentralregister als staatlich betriebene Stellen der richtigere und unabhängigere Ort.

  13. Re: Dieses Urteil ist einfach nur abartig und am Problem vorbei.

    Autor: rabatz 01.06.14 - 12:42

    Wo ist das Problem? Eine Suchmaschine durchsucht und katalogisiert frei im Netz zugängliche Informationen. Sobald diese Information nicht mehr im Netz zu finden ist verschwinden auch die Links auf diese Information (Wayback-Maschinen jetzt mal ausgenommen). Ohne Suchmaschinen wäre das Internet nahezu wertlos, da man die relevante Informationen nicht finden würde.

  14. Re: Dieses Urteil ist einfach nur abartig und am Problem vorbei.

    Autor: Cotterpin 01.06.14 - 12:56

    rabatz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wo ist das Problem? Eine Suchmaschine durchsucht und katalogisiert frei im
    > Netz zugängliche Informationen. Sobald diese Information nicht mehr im Netz
    > zu finden ist verschwinden auch die Links auf diese Information
    > (Wayback-Maschinen jetzt mal ausgenommen). Ohne Suchmaschinen wäre das
    > Internet nahezu wertlos, da man die relevante Informationen nicht finden
    > würde.
    Letztlich bemächtigt sich die Suchmaschine dieser Daten, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen, etc. . Überall muss normalerweise in die Weitergabe, Verarbeitung etc. eingewilligt werden, da wird das als gegeben vorausgesetzt, was aber nicht der Fall ist. Wenn irgendwer von mir Fotos gemacht hat, als ich besoffen auf dem Tisch geschlafen habe, sie ins Netz gestellt hat, dann sollte ein Suchmaschinen-Konzern nicht noch davon profitieren können.

  15. Re: Dieses Urteil ist einfach nur abartig und am Problem vorbei.

    Autor: rabatz 01.06.14 - 14:34

    Die Suchmaschine verbreitet die Information aber nicht komplett weiter. Sie verbreitet nur so viel wie für den Betrieb eben notwendig ist und verweist auf den vollen Inhalt. Es ist quasi nichts anderes als ein Inhaltsverzeichnis. Klar fragt keine Suchmaschine nach ob sie das darf, aber sie katalogisiert eben nur frei verfügbare Information die ohnehin für jeden frei zugänglich wäre.

  16. Re: Dieses Urteil ist einfach nur abartig und am Problem vorbei.

    Autor: Cotterpin 01.06.14 - 21:06

    rabatz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Suchmaschine verbreitet die Information aber nicht komplett weiter. Sie
    > verbreitet nur so viel wie für den Betrieb eben notwendig ist und verweist
    > auf den vollen Inhalt. Es ist quasi nichts anderes als ein
    > Inhaltsverzeichnis. Klar fragt keine Suchmaschine nach ob sie das darf,
    > aber sie katalogisiert eben nur frei verfügbare Information die ohnehin für
    > jeden frei zugänglich wäre.

    Ohne Suchmaschine ist sie das aber nicht, und die Suchmaschine verarbeitet die Daten vollkommen automatisiert, kopiert und speichert sie, um sie in Sekunden-Bruchteilen auffindbar zu machen, genau das, was im Bundesdatenschutz-Gesetz ohne ausdrückliche Zustimmung untersagt ist.
    Ich verstehe nicht, wie so viele das allgemeine Interesse an einer Person so viel höher gewichten wollen, als das Recht der Person selbst, Herr über ihre Daten zu sein. Wenn ich nicht im Telefon-Buch stehen will, muss man mich auch daraus entfernen, ich wüsste nicht, weshalb das bei einer Such-Maschine so viel anders sein sollte.

  17. Re: Dieses Urteil ist einfach nur abartig und am Problem vorbei.

    Autor: rabatz 01.06.14 - 21:29

    Ob jetzt das öffentliche Interesse oder die persönlichen Interessen höher einzustufen sind muss im Einzelfall abgewogen werden. Um das geht es ja hier auch gar nicht. Es geht darum, dass mit der Entfernung aus einer Suchmaschine der Inhalt im Internet ja immer noch öffentlich abrufbar (Problem 1) ist nur der Verweis in der Suchmaschine dort hin fehlt. Was aber wenn morgen eine neue Suchmaschine kommt und dann ist der Verweis auf den Inhalt dort wieder erlaubt bis eben die Person bei dieser Suchmaschine wieder um Löschung des Links ansucht (Problem 2). Außerdem spricht das Urteil nur Suchmaschinen. Das heißt aber, dass man andere Querverweise auf Inhalte nicht vom Urteil betroffen sind (Problem 3).
    Alle diese genannten Probleme könnte man dadruch lösen, dass man den eigentlichen Inhalt entfernen lässt anstatt eifnach nur die Suchmaschineneinträge dorthin.

  18. Re: Dieses Urteil ist einfach nur abartig und am Problem vorbei.

    Autor: fesfrank 01.06.14 - 23:06

    Cotterpin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > rabatz schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Suchmaschine verbreitet die Information aber nicht komplett weiter.
    > Sie
    > > verbreitet nur so viel wie für den Betrieb eben notwendig ist und
    > verweist
    > > auf den vollen Inhalt. Es ist quasi nichts anderes als ein
    > > Inhaltsverzeichnis. Klar fragt keine Suchmaschine nach ob sie das darf,
    > > aber sie katalogisiert eben nur frei verfügbare Information die ohnehin
    > für
    > > jeden frei zugänglich wäre.
    >
    > Ohne Suchmaschine ist sie das aber nicht, und die Suchmaschine verarbeitet
    > die Daten vollkommen automatisiert, kopiert und speichert sie, um sie in
    > Sekunden-Bruchteilen auffindbar zu machen, genau das, was im
    > Bundesdatenschutz-Gesetz ohne ausdrückliche Zustimmung untersagt ist.
    > Ich verstehe nicht, wie so viele das allgemeine Interesse an einer Person
    > so viel höher gewichten wollen, als das Recht der Person selbst, Herr über
    > ihre Daten zu sein. Wenn ich nicht im Telefon-Buch stehen will, muss man
    > mich auch daraus entfernen, ich wüsste nicht, weshalb das bei einer
    > Such-Maschine so viel anders sein sollte.

    ich gebe dir vollkommen recht!!!!
    nur ist es einmal so, das viele geistig und intellektuelle gar nicht in der Lage sind das Urteil einzuordnen, schon garnicht es zu verstehen ..... was man ja an den Kommentare nachlesen kann

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