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Die wenigesten wissen was VPN überhaupt ist

Expertentalk zu DDR5-Arbeitsspeicher am 7.7.2020 Am 7. Juli 2020 von 15:30 bis 17:00 Uhr wird Hardware-Redakteur Marc Sauter eure Fragen zu DDR5 beantworten.
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  1. Die wenigesten wissen was VPN überhaupt ist

    Autor: /mecki78 14.03.19 - 14:39

    VPN hat genau drei sinnvolle Einsatzszenarien:

    1. Um einen sicheren Zugang zu einem Netzwerk, Servern in einem Netzwerk oder einzelne Rechner in einen Netzwerk zu ermöglichen. Egal ob dieser Tunnel Site-to-Site ist (also z.B. das Hauptnetzwerk der Firmenzentrale wird per VPN mit dem Netz einer Filiale verbunden) oder Roadwarior (z.B. ein HomeOffice Nutzer verbindet sich von daheim mit dem Firmennetz oder ein Geschäftsreisender von seinem Hotelnetzwerk aus), hier biete VPN die beste, sicherste und komfortableste Lösung, vor allem wenn man eben auf standardisiertes IPSec setzt und nicht irgend so ein beknacktes herstellerspezifisches Protokoll oder so eine Hackerities Lösung wie Open-Frickle-VPN.

    2. Um sicher Daten durch ein unsicheres Netzwerk zu bekommen, weil man nicht weiß wer alles unterwegs mitliest oder ggf. Daten sogar manipuliert und filtert. Denn selbst wenn die eigentlichen Daten verschlüsselt ist, kann es alleine schon nicht gewünscht sein, dass jemand mitbekommen kann wohin man Daten überträgt. Hierzu gehen die Daten zuerst an einen VPN Gateway, der sie dann erst weiter in's Internet leitet, wodurch die Strecke zwischen Client und Gateway gesichert ist und alles was ein lokaler Überwacher sehen kann ist, dass man Daten zu diesen Gateway überträgt, nicht aber was danach mit diesen Daten passiert.

    3. Um zu verbergen wer man ist bzw. von woher man kommt, denn im gleichen Szenario wie (2) muss der Gateway natürlich NAT machen beim Weiterleiten der Daten und dadurch sieht es beim Empfänger natürlich so aus, als kämen die Daten vom Gateway, denn woher sie wirklich stammen kann der Empfänger nicht wissen.

    Das sind die drei Einsatzfälle für VPN. Ursprünglich gedacht war es nur für den Fall (1), daher auch der Name: Virtual Private Network - ich erweitere die Grenzen eines privaten Netzwerkes in dem ich Clients oder ganze Netze über ein öffentliches Netzwerk einbinde und schaffe somit ein "virtuelles" privates Netzwerk. (2) und (3) nutzen das VPN Protokoll rein als Protokoll zum sicheren Datenaustausch mit einem entfernten NAT Gateway (so wie TLS zum sichern einer TCP Verbindung genutzt wird). Lustiger Weise denken die meisten Menschen an die Fälle (2) und (3) wenn sie VPN hören, dabei verwechseln sie aber VPN mit einem "VPN Dienstanbieter", denn irgendwer muss ja diesen NAT Gateway bereit stellen. Wer hingegen VPN in sein Netz daheim machen will von unterwegs oder VPN von daheim in seine Firma, der braucht dafür ja keinen VPN Dienstanbieter, sondern nur einen VPN Server auf der anderen Seite (wie ihn z.B. jede FRITZ!Box ab Werk bereits dabei hat).

    /Mecki



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.03.19 14:40 durch /mecki78.

  2. Re: Die wenigesten wissen was VPN überhaupt ist

    Autor: ReneKutter 07.09.19 - 12:29

    Sehr gut auf den Punkt gebracht! Seit ich vor kurzem auch einen sehr umfangreichen Beitrag über VPNs geschrieben habe, nutze auch ich ein VPN (NordVPN). Vorher wusste ich nicht gar nicht wozu genau VPN gut sind und wie sie funktionieren. Die Idee für diesen Beitrag hatte ich von einem "experten" im Verwandtenkreis, der mir dann auch geholfen hat. Heute würde ich gar nicht mehr ohne VPN surfen. Zumal die Nutzung auch so einfach ist!. Man muss aber auch aufpassen, denn einige VPN-Protokolle wurden von der NSA geknackt und gelten somit als unsicher. Wen es interessiert, kann gerne mal meinen Beitrag auf Handygad.de anschauen. Habe auch viel Arbeit in die Grafiken gesteckt. Lasst gerne ein Kommentar da :)

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