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Den Westen/Amerika hassen aber Smartphones/Android nutzen

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  1. Den Westen/Amerika hassen aber Smartphones/Android nutzen

    Autor: TC 17.01.16 - 12:15

    sehr kongruent, diese Terroristen.

  2. Re: Den Westen/Amerika hassen aber Smartphones/Android nutzen

    Autor: divStar 17.01.16 - 12:23

    Die Smartphones werden aber nicht in den USA gebaut und es muss auch kein Betriebssystem der USA laufen - speziell angepasste Linux-Derivate tun es bei vielen Smartphones ebenfalls. Auch Ubuntu / Canonical könnte eingesetzt werden.

    Wäre ich ein Terrorist, der es ernst meint, würde ich auf Software wie Android, Windows Phone, Whatsapp und dergleichen weitesgehend verzichten. Für die innere Kommunikation kämen ausschließlich Betriebssystem- und Programmeigenentwicklungen zum Einsatz, von denen man zumindest annehmen darf, dass sie zwar nicht Bug-frei, dafür aber überwiegend Geheimdienst-frei sind.

    Das geht aber leider kaum in die Köpfe der Geheimdienstler - also, dass absichtliche Softwarelücken und -hintertüren eigentlich nur die normalen Ottonormalverbraucher betreffen. Ich wäre sehr überrascht wenn Bin Laden und Co. Whatsapp eingesetzt hätte - bzw. würde ich dann denken, dass die es ja nicht so ernst meinen können. Mal im Ernst: die Kapazitäten hätten sie (auch wenn ich das auf keinen Fall gutheiße). Es zeigt eben nur wie engstirnig manche Leute sind.

  3. Re: Den Westen/Amerika hassen aber Smartphones/Android nutzen

    Autor: CraWler 17.01.16 - 12:24

    Diese terroristischen Kacktypen sind genau so verblendet und wahnsinnig in ihrer Ideologie wie damals die Nazis. Solche Widersprüche fallen denen gar nicht mehr auf da ihre Fähigkeit logisch zu denken vollständig degeneriert ist.

    ----------------------
    Ich bin Piratenpartei Wähler

  4. Das seht ihr falsch...

    Autor: Bigfoo29 17.01.16 - 12:33

    Ja, viele hassen den Westen. Für sie ist es aber eine besondere Genugtuung, den Erzfeind quasi mit den eigenen Mitteln zu schaden. Es gibt für einen Kommandanten nichts schlimmeres, als von den eigenen, eigentlich zur Abwehr des Gegners konzipierten Waffe geschlagen zu werden, indem der Feind sie einfach "herumdreht".

    Und gerade mit Android kann man mit AOSP relativ unsicher sein, wenig Hintertüren zu haben.

    Regards.

  5. Re: Das seht ihr falsch...

    Autor: divStar 17.01.16 - 12:39

    Kommt doch darauf an was für ein Android und ob überhaupt. Die könnten auch ein absolut eigenes Android konzipieren, indem sie alles bis auf die Treiber selbst erfinden - oder eben ein eigenes Linux, das nur das kann, was es soll. Gut fände ich das nicht; Sinn würde es aber leider eben doch machen - da man so die meisten Sicherheitslücken ausgemerzt hätte (insbesondere wenn Geheimdienste das System nicht durch und durch kennen).

    Das ist aber gerade den Geheimdiensten geschuldet, die lautstark und öffentlich Fordern Sicherheitslücken für sie einzubauen (wobei das ganze im Geheimen zu halten noch weniger vertrauenserweckend ist). Man kann sagen: die schreien zu laut. Andererseits hindert die Islamisten keiner daran eigene Software zu schreiben und wenn sie halbwegs professionell sind, machen die das auch.

  6. Re: Den Westen/Amerika hassen aber Smartphones/Android nutzen

    Autor: Bigfoo29 17.01.16 - 12:41

    Genau das Gegenteil ist der Fall... Die Nazis haben zwar auch ihre "Untermenschen", aber im Laufe der Jahre hat sich diese Ideologie auch in den Machtzirkeln etabliert. Man GLAUBTE, der Mensch im Osten wäre weniger wert/leistungsfähig.

    Die Daesh-Strategen dagegen wissen ganz genau, dass der Koran nur der Vorwand ist. Sie nutzen jede Möglichkeit, ihre Macht auszubauen und ein eigenes Reich aufzubauen. Der Koran ist da nur nützliches Mittel zum Zweck. Er ist so alt und so schwer zu lesen ohne überarbeitet worden zu sein, dass man hineininterpretieren kann, was man will.

    Regards.

  7. Re: Den Westen/Amerika hassen aber Smartphones/Android nutzen

    Autor: Sharra 17.01.16 - 12:47

    TC schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sehr kongruent, diese Terroristen.

    Wie jeder militante Extremist interessiert sich der IS-Vollpfosten auch nicht für Fakten. Solange man damit seinem eigenen Wahn genüge tun kann, ist es doch völlig egal, ob man sich in einem Satz 10x selbst widerspricht. Vom Handeln reden wir da noch gar nicht mal.

  8. Re: Den Westen/Amerika hassen aber Smartphones/Android nutzen

    Autor: Anonymer Nutzer 18.01.16 - 04:57

    divStar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    ....
    >
    > Das geht aber leider kaum in die Köpfe der Geheimdienstler - also, dass
    > absichtliche Softwarelücken und -hintertüren eigentlich nur die normalen
    > Ottonormalverbraucher betreffen.

    Das geht sehr wohl in deren Köpfe, meinst Du so etwas geschieht aus Versehen oder aus Missverständnis?



    > Ich wäre sehr überrascht wenn Bin Laden
    > und Co. Whatsapp eingesetzt hätte - bzw. würde ich dann denken, dass die es
    > ja nicht so ernst meinen können. Mal im Ernst: die Kapazitäten hätten sie
    > (auch wenn ich das auf keinen Fall gutheiße). Es zeigt eben nur wie
    > engstirnig manche Leute sind.

    Nein, die wollen etwas anderes als sie vorgeben.

  9. Re: Den Westen/Amerika hassen aber Smartphones/Android nutzen

    Autor: urghss 18.01.16 - 06:28

    divStar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das geht aber leider kaum in die Köpfe der Geheimdienstler - also, dass
    > absichtliche Softwarelücken und -hintertüren eigentlich nur die normalen
    > Ottonormalverbraucher betreffen. Ich wäre sehr überrascht wenn Bin Laden
    > und Co. Whatsapp eingesetzt hätte - bzw. würde ich dann denken, dass die es
    > ja nicht so ernst meinen können. Mal im Ernst: die Kapazitäten hätten sie
    > (auch wenn ich das auf keinen Fall gutheiße). Es zeigt eben nur wie
    > engstirnig manche Leute sind.

    Morgen,

    ich bin immer wieder erstaunt wie manch einer glaubt einem Geheimdienstler ginge es tatsächlich um Terroristen. Wenn ein FBI/BND/NSA Chef mal wieder öffentlich nach einem verbot von Verschlüsselungen spricht, der Meinung ist hintertüten in Software einbauen zu müssen, dann hat das absolut nichts mit dem Gedanken/Wunsch zu tun, Terroristen zu fangen.

    Wenn unsere regierende Elite mal wieder der Meinung ist, die Vorratsdatenspeicherung sei ein Probates mittel gegen verbrechen und den Terrorismus, dann hat auch das absolut nichts mit dem Gedanken/Wunsch zu tun, Terroristen zu fangen oder Verbrechen zu verhindern.

    Es geht letztendlich nur um Kontrolle der Bevölkerung. Wenn man alles über jeden weiß, macht das diesen menschen erpressbar, verwundbar. Wenn ich als Journalist aufpassen muss was ich schreibe, alternativ keinen Job mehr finde um meine Familie zu ernähren, weil der Staat zuviel über mich weiß, zu viel macht über mein Privatleben hat, dann läuft was gehörig schief und wir sind auf dem besten Wege unsere Freiheit zu verlieren.

    Nicht die 15 Terroristen aus Paris können die macht einer Politiker Elite gefährden, es ist das Volk das diese macht besitzt. Die Politik hat leider nichts mehr mit dem ursprünglichen Gedanken zu tun, dieses Land und seine Bevölkerung voran zu bringen. Politiker sind nur noch am eigenen vorteil interessiert, den Sie auf kosten der Bevölkerung erlangen, Macht und Reichtum korrumpiert leider viel zu viele menschen.

    Ich bin diesem "dreck" den ich jeden Tag höre so was von überdrüssig, jeden Tag haut unsere Elite Sätze raus, die man mit nur 2 Minuten Google Suche widerlegen kann, bei denen man mit ein wenig allgemein wissen schon weiß, der redet nur Stuss, und trotzdem finden sich genug menschen um eben diese zu wählen, die unsere Freiheit, unsere Werte und Gesundheit zum eigenen Zweck und Vorteil verkaufen.

    Euch noch einen schönen Tag.

  10. Re: Den Westen/Amerika hassen aber Smartphones/Android nutzen

    Autor: Crossfire579 18.01.16 - 07:13

    +1
    Nicht ie Terroristen zerstören die westlichen Werte, sondern die eigene Regierung eines Landes.

  11. Re: Den Westen/Amerika hassen aber Smartphones/Android nutzen

    Autor: violator 18.01.16 - 15:13

    Bigfoo29 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Daesh-Strategen dagegen wissen ganz genau, dass der Koran nur der
    > Vorwand ist. Sie nutzen jede Möglichkeit, ihre Macht auszubauen und ein
    > eigenes Reich aufzubauen. Der Koran ist da nur nützliches Mittel zum Zweck.

    Sicher? Die Kreuzritter im Mittelalter haben genau dasselbe gemacht, aber die waren auf jeden Fall streng gläubig und haben das gemacht, auch wenn in der Bibel steht, dass man nicht töten soll. Gläubige Leute, die im Namen Gottes und der Bibel, im Auftrag des Papstes gehandelt haben. Auch wenns widersprüchlig ist.

    Deswegen finde ich das total idiotisch, wenn heute dauernd jemand ankommt und sagt, dass das mit ISIS usw. nichts mit dem Islam zu tun hat, weil im Koran ja was anderes steht. Denn dann hätten die Kreuzzüge auch nichts mit dem Christentum zu tun und das steht aber wohl ausser Frage, dass das falsch wäre.

  12. Re: Den Westen/Amerika hassen aber Smartphones/Android nutzen

    Autor: cyzz 22.01.16 - 18:38

    urghss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > divStar schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das geht aber leider kaum in die Köpfe der Geheimdienstler - also, dass
    > > absichtliche Softwarelücken und -hintertüren eigentlich nur die normalen
    > > Ottonormalverbraucher betreffen. Ich wäre sehr überrascht wenn Bin Laden
    > > und Co. Whatsapp eingesetzt hätte - bzw. würde ich dann denken, dass die
    > es
    > > ja nicht so ernst meinen können. Mal im Ernst: die Kapazitäten hätten
    > sie
    > > (auch wenn ich das auf keinen Fall gutheiße). Es zeigt eben nur wie
    > > engstirnig manche Leute sind.
    >
    > Morgen,
    >
    > ich bin immer wieder erstaunt wie manch einer glaubt einem Geheimdienstler
    > ginge es tatsächlich um Terroristen. Wenn ein FBI/BND/NSA Chef mal wieder
    > öffentlich nach einem verbot von Verschlüsselungen spricht, der Meinung ist
    > hintertüten in Software einbauen zu müssen, dann hat das absolut nichts mit
    > dem Gedanken/Wunsch zu tun, Terroristen zu fangen.
    >
    > Wenn unsere regierende Elite mal wieder der Meinung ist, die
    > Vorratsdatenspeicherung sei ein Probates mittel gegen verbrechen und den
    > Terrorismus, dann hat auch das absolut nichts mit dem Gedanken/Wunsch zu
    > tun, Terroristen zu fangen oder Verbrechen zu verhindern.
    >
    > Es geht letztendlich nur um Kontrolle der Bevölkerung. Wenn man alles über
    > jeden weiß, macht das diesen menschen erpressbar, verwundbar. Wenn ich als
    > Journalist aufpassen muss was ich schreibe, alternativ keinen Job mehr
    > finde um meine Familie zu ernähren, weil der Staat zuviel über mich weiß,
    > zu viel macht über mein Privatleben hat, dann läuft was gehörig schief und
    > wir sind auf dem besten Wege unsere Freiheit zu verlieren.
    >
    > Nicht die 15 Terroristen aus Paris können die macht einer Politiker Elite
    > gefährden, es ist das Volk das diese macht besitzt. Die Politik hat leider
    > nichts mehr mit dem ursprünglichen Gedanken zu tun, dieses Land und seine
    > Bevölkerung voran zu bringen. Politiker sind nur noch am eigenen vorteil
    > interessiert, den Sie auf kosten der Bevölkerung erlangen, Macht und
    > Reichtum korrumpiert leider viel zu viele menschen.
    >
    > Ich bin diesem "dreck" den ich jeden Tag höre so was von überdrüssig, jeden
    > Tag haut unsere Elite Sätze raus, die man mit nur 2 Minuten Google Suche
    > widerlegen kann, bei denen man mit ein wenig allgemein wissen schon weiß,
    > der redet nur Stuss, und trotzdem finden sich genug menschen um eben diese
    > zu wählen, die unsere Freiheit, unsere Werte und Gesundheit zum eigenen
    > Zweck und Vorteil verkaufen.
    >
    > Euch noch einen schönen Tag.

    Ich lese einige gute Ansätze aber du solltest dich von der Vorstellung verabschieden: "Die Elite, die Geheimdienste, die Konzerne, die .. die .. die."
    "Die" existieren nicht. Es ist Peter der Nachbar. Der bekannte Hans aus dem Verein. Es sind Menschen die hinter dieser ganzen Scheiße stehen ohne jemals die Verantwortung zu übernehmen für die diesen Personen jahrzehntelang sehr gut bezahlt wurden. Politiker beschließen, wohl wissentlich damit gegen die Verfassung zu verstoßen, illegale Gesetze und keiner muss mit Konsequenzen rechnen.
    Wieso schaffen wir nicht einfach alle Gesetze ab? Es macht doch eh jeder was er will. Solange die Menschen nicht offen erschlagen werden, ist doch alles in Ordnung.

  13. Re: Den Westen/Amerika hassen aber Smartphones/Android nutzen

    Autor: Bigfoo29 23.01.16 - 21:52

    Die Kreuzzüge hatten explizit was mit dem Christentum zu tun. Damals war es der Papst, der sah, dass sich die einzelnen Herzoge und Könige Europas- gefühlt bis zu den Zähnen bewaffnet - gegenseitig an die Gurgel gehen wollte. Und bevor man diesen Flächenbrand zuließ (der auch die Kircheneinnahmen geschmälert und Kirchengüter zerstört hätte) zulässt, hat man diese Kraft und Aggression in die Ferne gelenkt. Natürlich durchaus auch zum Ziel der Eroberung dieser Regionen. (Die "später folgenden Kreuzzüge" waren dann nötig, um diese Region im Südosten zu halten oder ggf. sogar auszubauen.)

    ISIS/Daesh und Islam: Jeder Rekrutierer braucht eine Strategie und daher auch ein Leitmotiv. Für den Papst waren es damals die Ungläubigen, die es zu "bekehren" und die heiligen Stätten, die es zurückzuerobern galt. Für Hitler waren es die Untermenschen im Osten (Slawen), die viel zu viel Raum hätten, welcher den höherwertigen Menschen zustand sowie die Gefahr der "Judenverschwörung". Später ersetzte er diese beiden primären Feindbilder durch die "Hitlerreligion" und die Tatsache, dass der Krieg nur endlich bald (erfolgreich) enden möge. Wäre der Daesh nicht im mittleren Osten sondern in Südamerika, wäre es vermutlich eine Sozialistische Radikalengruppe.

    Letztlich brauchst Du immer gute Argumente, um jemanden von Deinen Ideen zu überzeugen. Und die Argumente müssen besser werden, je mehr Bildung jemand hat. Extrembeispiel: Wenn jemand nicht lesen kann, kann er sich nicht in Zeitungen oder im Internet schlau machen. Er ist auf die Aussagen der Menschen rund um ihn herum angewiesen. Und dort setzt die "Realitätsblase" - also das Phänomen, dass man, da man in eine Richtung driftet, immer mehr (und irgendwann ausschließlich) Informationen nur aus dieser Realität zugewendeten Quellen bekommt - viel schneller ein. Und wenn man dann mit soetwas wie dem Koran konfrontiert wird, den jeder Gelehrte so interpretieren kann, wie er will, OHNE selbst die Möglichkeit zu haben, neben diesen Gelehrten auch andere Quellen heranzuziehen und IMMER nur eine Wahrheit vorgesetzt bekommt, glaubt man sie irgendwann.
    Was glaubst Du, warum die Kirche kein Interesse daran hatte, die Bibel dem allgemeinen Pöbel verfügbar zu machen? Man verlor die Deutungshoheit. Das kann beim Koran nicht passieren. Die Texte sind viel zu mehrdeutig. Man lässt die Probanden auch deshalb den Koran lernen, um ihnen daraus Halbwahrheiten stricken zu können.
    "Ihr kennt doch alle Sure 3.17 in der es heißt [Halbwahrheit einfügen] und Sure 18.2, die sagt [genau zitiert, weil sie so mit dem kaputten 3.17 genau den Sinn ergibt, den es ergeben soll]!" - Und so manipuliert man Menschen.

    Schau Dir übrigens mal an, wer da - hier aus Europa! - zum Daesh geht. Überwiegend Leute ohne Vergangenheit oder ohne Zukunft. Kleinkriminelle, Entwurzelte, Junge und damit in ihrer Weltanschauung ungefestigte Menschen. Also immer genau die Menschen, die zwingend ein Ziel brauchen, ihre Lebensexistenz beweisen müssen oder die Menschen, die noch nie Zeit hatten, über ihre Ziele wirklich nachzudenken.
    Wie viele Familienväter sind dem Aufruf der Daesh bisher gefolgt? Bislang liest man immer nur von den Kindern der Väter. Junge Männer und Mädchen. Üblicherweise keine 30 Jahre alt.
    Wie viele hochgebildete Menschen sind darunter? Wie viele Diplomanten oder Doktoren? Selbst Gymnasiasten sieht man wenige. Die meisten, die zum Daesh gehen, haben bestenfalls Hauptschulabschluss.

    Nicht umsonst radieren die meisten Terror-Regime auch zuerst die Bildungseliten aus. Denn die ist unangenehm. Sie stellt Fragen, die nicht zu den Mantras passen, die Hass gegen Andere schüren, um innere Einheit zu erzwingen.

    Wobei der Daesh zumindest beim Thema Hass gar nicht viel machen brauchte. Gerade das Hauptfeindbild USA (und das in den Augen vieler Staaten im mittleren Osten illegal errichtete Israel als Protektorat und damit Angriffsziel) ist unglaublich effizient darin, so ziemlich in jedem Dorf durch den ein oder anderen Drohnenangriff Angst zu schüren. Und Angst wird nicht nur in StarWars leicht zu Hass. Spätestens, wenn es auch in der eigenen Familie Opfer gab, ist der Weg zu einem Vergeltung predigenden Seelenfänger nicht mehr schwer. Daher hat der Daesh ja so unglaublich viele Zuläufe aus der Region. Sei es wegen Assad oder europäischen/russischen Luftangriffen dort. Sei es wegen den jahrelangen Terrordrohnen-Luftangriffe der ganzen Region durch die USA. Sei es durch die militärische Unterdrückung der Muslim-Bruderschaft in Ägypten.

    Die meisten Angeworbenen der Region wollen nur eine bessere Zukunft für ihre Familie (endlich keine Angst mehr haben zu müssen) oder sie sehen das Geld, was sie beim Daesh verdienen konnten (selbst die jetzt halbierten und nur noch gezahlten 200 Dollar sind mehr, als in der Region oft im Durchschnitt verdient wird).

    Aber die Leute bekommt man eben nicht dazu, als Selbstmordattentäter in den sicheren Tod zu rasen, wenn man nur das Motto "bessere Schulbildung" hat.

    Regards.

  14. Re: Den Westen/Amerika hassen aber Smartphones/Android nutzen

    Autor: Bigfoo29 23.01.16 - 22:10

    Es machen nur die, was sie wollen, die es sich leisten können. Lieschen Meier kann das nicht. Die hat einen Hauskredit an der Backe und darf ihren Job gar nicht verlieren. Sonst stehen ihre Kinder ohne Dach über dem Kopf da.
    Hat man aber die Möglichkeit, sich durch Anwälte adequat vertreten zu lassen und das nötige Geld, um schlimmstenfalls irgendwo anders wieder anzufangen, gelten viele Gesetze nur noch situationsbezogen.
    Warum werden wohl Geschwindigkeitsübertretungen oder Parkvergehen in Deutschland nicht nach Tagessätzen bestraft sondern mit festen Bußgeldern? Wie oft sieht man den dicken SUV auf dem Behindertenparkplatz? Und wie oft ist dann das Behindertenkärtchen hinter der Scheibe? Und auch das Fahrverbot mag weh tun. Aber dann lässt man sich ein paar Wochen einfach fahren. Oder der neueste Trend: Jemand anderes übernimmt die Schuld. (Diese Unsitte ist gerade in den USA der letzte Schrei.)
    Und selbst schwere Steuervergehen (wie gerade der Spiegel berichtet) werden nur mit minimalen Strafen geahndet, die in Summe noch nichtmal den eigentlich zu leistenden Zahlungen entsprechen, die hätten an den Fiskus geleistet werden müssen.

    Aber letztlich würden wir am anderen Ende der finanziellen Nahrungskette vermutlich genauso reagieren. Oder? Hand auf Herz... Als Autofahrer immer an die Richtgeschwindigkeit gehalten? Und noch nie bei gelb oder rot über die Kreuzung gefahren? Oder gegen die Einbahnstraßenrichtung geradelt?

    Andererseits hat der Anfang der Menschheit gezeigt, dass der Mensch Regeln und Gesetze zum Zusammenleben braucht. Selbst, wenn sich nicht alle daran halten. Stell Dir mal den Autoverkehr vor, wenn jeder machen könnte, was er wöllte... Und selbst viele Tierarten haben Hierarchien und Regeln, um ein Zusammenleben ohne ständiges Blutvergießen untereinander überhaupt erst möglich zu machen.

    Ein einfaches "Anarchie für alle" kann also auch keine Lösung sein. Was im Vakuum einer Anarchie passiert, sieht man in Fernost ja gerade jeden Tag. Da MUSS es bessere Lösungen geben.

    Regards.

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