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  5. › Verschlüsselung: GnuPG braucht Geld…

Chance für die Politik

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  1. Chance für die Politik

    Autor: mxcd 06.02.15 - 07:29

    Oettinger redete ja neulich grad davon, Europa müsse unabhängiger werden von amerikanischen Softwarekonzernen... hier kann Europa mal was tun und wichtige OSS Projekte systematisch fördern.

  2. Re: Chance für Dich

    Autor: Tigerf 06.02.15 - 07:43

    Du kannst einfach mal ein paar Euro lockermachen, anstatt auf die erwiesenermaßen unfähigen Politiker zu verweisen.

    Die wollen doch gar keine harte Verschlüsselung.
    Natürlich nur zu unserer Sicherheit.

  3. Re: Chance für Dich

    Autor: Strongground 06.02.15 - 09:10

    Man kann sogar beides machen, denk dir. Diese "mach den Geldbeutel auf und's Maul zu"-Mentalität hier gerade find ich ganzschön ätzend.

    Man verkauft mit einer Spende an GnuPG doch noch nicht etwa auch sein Recht auf Meinungsäußerung zum Thema, oder?

  4. Re: Chance für Dich

    Autor: Tigerf 06.02.15 - 09:23

    Selbstverständlich darf man äußern was man will.

    Ich finde nur, anstatt immer die Verantwortung abzuschieben und dabei kostenlos die Leistung anderer in Anspruch zu nehmen führt zu nichts. Wer ist "die Politik"? Braucht es da nicht eine Arbeitsgruppe, dann einen Beschluss, dann eine Durchführungsverordnung und dann einen Antrag auf Mittel?

    3x clicks und Du hast was dafür getan, dass das Projekt ab morgen wieder Perspektiven hat. So einfach und schnell ist das.

  5. Re: Chance für Dich

    Autor: Strongground 06.02.15 - 09:28

    Richtig. Nur wird hier halt momentan in allen Threads den Leuten, die Ursachen für das Problem der fehlenden Mittel anprangern, vorgeworfen, da sie sich ja beschweren würden, würden sie ja offensichtlich auch nichts dafür tun dass es solche Projekte gibt.

    Man kann halt auch einfach die drei Klicks machen, 50$ spenden und dann trotzdem anprangern, dass "die Politik" zu wenig für solche Projekte tut (wenn man denn dieser Meinung ist, dass "die Politik" sich da einmischen sollte).

    Das eine schließt das andere halt nicht aus, verstehst' wie ich mein?

  6. Re: Chance für Dich

    Autor: Tigerf 06.02.15 - 09:31

    Ich versteh das schon.

    Ich fühle mich besser, wenn sich "die Politik" da raushält.
    Die haben eigene, andere Interessen als ich. Das ist spätestens seit Snowden doch klar.

  7. Re: Chance für Dich

    Autor: Strongground 06.02.15 - 09:34

    Was das angeht, bin ich definitiv deiner Meinung. Aber ich kann Leute verstehen die rein gefühlsmässig der Meinung sind, da müsste doch irgendeine lenkende große "offizielle" Institution dahinter stehen, die dafür sorgt dass solche Standards entstehen bzw. unterstützt werden. Dass wir (als "die Community/Netznutzer/Bevölkerung") heutzutage halt diese Institution sein müssen, ist da eine neue Erkenntnis.

  8. Re: Chance für die Politik

    Autor: Schnarchnase 06.02.15 - 09:42

    Die einzige sinnvolle Reaktion durch die Politik wäre die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens.

  9. Re: Chance für Dich

    Autor: Tigerf 06.02.15 - 09:42

    Warum sollte ein Gremium besser funktionieren?

    Ich bin davon überzeugt, dass z.B. Linux ohne einen freundlichen, kompententen Diktator schon längst tot wäre.

    Was (vielleicht?) fehlt ist ein Review seines Codes von dritter, kompetenter Seite. Wenn möglich, sollte das Geld auch dafür eingesetzt werden. Sonst ist die Heartbleed- oder Gotofail-Gefahr zu groß.

  10. Re: Chance für die Politik

    Autor: Tigerf 06.02.15 - 09:59

    Aber nur, weil die Erde eine Scheibe ist.

  11. Re: Chance für die Politik

    Autor: M. 06.02.15 - 10:10

    Nein, weil dann jeder (nicht nur er) an Projekten arbeiten könnte die ihm Spass machen und manchmal sogar von anderen intensiv genutzt werden - ohne sich um die Bezahlung sorgen zu müssen. Ich weiss aus eigener Erfahrung, das ist nicht nur eine komfortable, sondern auch eine produktive Situation.

    There's no sense crying over every mistake,
    you just keep on trying 'till you run out of cake.

  12. Re: Chance für Dich

    Autor: Nugget32 06.02.15 - 10:13

    Tigerf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du kannst einfach mal ein paar Euro lockermachen, anstatt auf die
    > erwiesenermaßen unfähigen Politiker zu verweisen.
    >
    > Die wollen doch gar keine harte Verschlüsselung.
    > Natürlich nur zu unserer Sicherheit.

    Das unsere Politiker "unfähig" sind ist nicht nur bekannt sondern mehrfach Bewiesen.
    Darauf hinzuweisen wäre auch sinnlos ,die sind so oder so schon sowas von "unfähig" die tappen gerne mehrmals ins gleiche Fettnäpchen bevor die überhaupt was merken. Ich denke hier mal an größere Konzerne die Milliarden Umsetzten und z.B. zig Millionen Gewinn Erwirtschaften. Denen tut es nicht weh wenn Sie mal für ein Jahr 50.000 oder 60.000 Euro abdrücken für eine gute Sache.

  13. Re: Chance für die Politik

    Autor: Trockenobst 06.02.15 - 10:41

    Schnarchnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die einzige sinnvolle Reaktion durch die Politik wäre die Einführung des
    > bedingungslosen Grundeinkommens.

    Das BGE funktioniert hinten und vorne nicht. In Berlin wollen sehr viele in Kiezen leben.

    Wer hat dann das Recht auf die Kiezwohnung: der Reiche, der mit dem BGE auch noch 1 Woche weniger im Monat arbeitet muss (kann sich die gentrifizierte Wohnung sowieso leisten) oder die alleinerziehende Mutti, die mit BGE zwar im S-Bahn Gebiet in der Pampa "weniger" arbeiten müsste. Aber die Kiezwohnung, da hat sie gar kein Geld mehr dafür.

    Die BGE-Jünger haben eine illusorische Vorstellung von knappen Resourcen und deren Verteilung.

    Das BGE (nach allen Modellen die ich in den letzten 10 Jahren gelesen habe) erlaubt Leuten mit seltenen Skills sich dann die Arbeitsplätze auszusuchen oder weniger zu arbeiten. Die sitzen dann am Montag morgen beim Latte Macchiato und schauen mit ihrer <30h Woche den Friseuren, Putzmännern und Kindergärtnern bei den üblichen 40h zu.

    Der Rest wird in den teuren Städten mit der teuren Lebenshaltung, dort wo es sicher ist, kaum einen Effekt spüren. Wenn ein ganzer Stadtteil plötzlich 500¤/Kopf mehr Geld hat, werden einfach die Johgurts, die Kindergärten und die Mieten teurer.

    Das schlimmste ist: sie unterstellen Leuten, dass sie bereit sind im Drecksloch zu leben und nur Karton-mit-Butter zu essen nur weil sie "gute Sachen" machen - wobei "gut" extrem subjektiv ist. Ich kenne einen Autor, und der fährt Audi. Der hat gar keine Lust auf "Künstlerleben".

  14. Re: Chance für die Politik

    Autor: Schnarchnase 06.02.15 - 15:02

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das BGE funktioniert hinten und vorne nicht.

    Das steht eigentlich nicht zur Debatte, für diejenigen die sich näher damit beschäftigt haben steht das außer Frage. Solange es nirgends ausprobiert wurde, lässt sich das aber nicht abschließend klären.

    > Wer hat dann das Recht auf die Kiezwohnung: der Reiche, der mit dem BGE
    > auch noch 1 Woche weniger im Monat arbeitet muss (kann sich die
    > gentrifizierte Wohnung sowieso leisten) oder die alleinerziehende Mutti,
    > die mit BGE zwar im S-Bahn Gebiet in der Pampa "weniger" arbeiten müsste.
    > Aber die Kiezwohnung, da hat sie gar kein Geld mehr dafür.

    Das hat NICHTS mit dem Grundeinkommen zu tun und ist auch nichts was das BGE lösen könnte. Wobei die alleinerziehende Mutter ja je nachdem wie alt das Kind ist 1,5-2 Grundeinkommen zur Verfügung hätte und es ihr damit zumindest besser gehen würde als momentan.

    > Die BGE-Jünger haben eine illusorische Vorstellung von knappen Resourcen
    > und deren Verteilung.

    Schwachsinn, dazu gibt es Rechenbeispiele. Dabei kommt heraus, dass ist Einnahmen und Ausgabe des Staates ungefähr so sein werden wie aktuell ohne BGE. Einzig die Abgrenzung zu anderen Ländern wird eine Herausforderung sein.

    > Das BGE (nach allen Modellen die ich in den letzten 10 Jahren gelesen habe)
    > erlaubt Leuten mit seltenen Skills sich dann die Arbeitsplätze auszusuchen
    > oder weniger zu arbeiten. Die sitzen dann am Montag morgen beim Latte
    > Macchiato und schauen mit ihrer <30h Woche den Friseuren, Putzmännern und
    > Kindergärtnern bei den üblichen 40h zu.

    Dann hast du es nicht verstanden. Das BGE begünstig Stellen in Berufen die keiner machen will, also genau die Putzleute usw. denn die würden dann besser bezahlt werden müssen. Leute die Nischen besetzen haben es auch heute schon gut, insofern keine Änderung. Mit der Arbeitszeit hat das übrigens wenig zu tun.

    > Der Rest wird in den teuren Städten mit der teuren Lebenshaltung, dort wo
    > es sicher ist, kaum einen Effekt spüren. Wenn ein ganzer Stadtteil
    > plötzlich 500¤/Kopf mehr Geld hat, werden einfach die Johgurts, die
    > Kindergärten und die Mieten teurer.

    Wieso sollten plötzlich alle mehr Geld haben? Die Gehälter würden logischer Weise sinken, jedenfalls in beliebten Berufen. Schön wäre allerdings, dass man sich dann ohne Risiko selbstständig machen könnte, das ist heute je nach Beruf kaum überhaupt möglich.

    > Das schlimmste ist: sie unterstellen Leuten, dass sie bereit sind im
    > Drecksloch zu leben und nur Karton-mit-Butter zu essen nur weil sie "gute
    > Sachen" machen - wobei "gut" extrem subjektiv ist. Ich kenne einen Autor,
    > und der fährt Audi. Der hat gar keine Lust auf "Künstlerleben".

    Ich verstehe nicht was du damit sagen möchtest.

  15. Re: Chance für die Politik

    Autor: Trockenobst 09.02.15 - 01:36

    Schnarchnase schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > beschäftigt haben steht das außer Frage. Solange es nirgends ausprobiert
    > wurde, lässt sich das aber nicht abschließend klären.

    Man kann sich an der Realität orientieren. Etwa das 100te von Autos an einem Unfall vorbeifahren, statt zu helfen. Aus dieser Menschenmasse eine 180 Grad Drehung "an sozialem Gewissen" herauszudiffundieren ist schon Utopisch. Das dauert Generationen die Weichen zu stellen. Und das Modell muss funktionieren, nicht so halb.

    > > Aber die Kiezwohnung, da hat sie gar kein Geld mehr dafür.
    > Das hat NICHTS mit dem Grundeinkommen zu tun und ist auch nichts was das
    > BGE lösen könnte. Wobei die alleinerziehende Mutter ja je nachdem wie alt
    > das Kind ist 1,5-2 Grundeinkommen zur Verfügung hätte und es ihr damit
    > zumindest besser gehen würde als momentan.

    Das ist diskutabel. Wenn alle 500¤ mehr in der Tasche haben, bleibt das Geld ja nicht rumliegen. Es wird zirkulieren. In einem Stadtteil mit hohem Anteil an Sozialhilfeempfängern die statistisch gegen Ende des Monats kein Geld mehr haben sprudelt die Kohle ab dem 20. dann regelmäßig.

    Der Markt existiert ja weiterhin. Angebot und Nachfrage auch. Also stellt eben der Supermarkt fest: oh, da ist noch Geld drin, und dreht die Preise hoch. Genau deswegen verschwindet der Discounter und der Luxus-Supermarkt kommt, wenn das Viertel durchgentrifiziert ist. Das passiert täglich 100x mal, nichts Neues. Das mehr Geld wird durch den Konsum oder durch die Illusion des sozialen Aufstiegs aufgefressen.

    Genauso wenig ändert sich die Anzahl und Qualität der Jobs. Es ist illusorisch zu glauben, dass die Leute dann halt lieber nichts machen - die Anzahl der Jobs für eine bestimmte Gruppe ist lokal beschränkt. Nehme wir an die Krankenschwester will es für den Preis nicht mehr tun. Die finden dann 100te von anderen die es tun wollen - und sie ist dann vielleicht den Job ganz los. So hoch wird kein BGE jemals ausfallen jede Lebenssituation an jedem Ort 100% abzufedern (das kann man in einer Resourcenverbrauchs-Gesellschaft ohne Replikator nicht).

    Es gibt schon heute ganze Generationen die von H4 und Aufstockung leben. Die haben es sich da eingerichtet. Die Wahrscheinlichkeit das dieses mehr Geld nur konsumiert wird, aber kaum Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt hat ist hoch. Es ist eher wahrscheinlich dass die meisten dann doch am kürzeren Hebel sitzen.

    Die Gebildeten dagegen haben es gut. Sie sind schon im Kiez, sie haben schon das was sie haben wollen - und kriegen auch noch mehr Geld. Sollten diese sich durch weniger Arbeit (also Ärzte die keine 24h Schichten mehr fahren wollen) aus der Arbeit verabschieden, müssen mehr Leute eingestellt werden. Für die Ergibt sich sehr wohl ein Hebel im Arbeitsmarkt, den sie nutzen werden. Das kann man in den Schwellen-Ländern sehen wo die Mittelschicht klein ist - die haben die besten Karten. Und die sitzen dann eben am Montag beim Latte, weil sie es können.

    Das Problem der Unterschicht ist, dass sie durch Mehrarbeit ihre Lebensqualität selten verbessern können, weil das Delta zwischen "hier" und "dort" zu groß ist. Das BGE kann dieses Delta verkürzen helfen, aber nicht schließen. Das ginge nur mit einem "Einheitslohn plus Resourcenverbrauchsbonus nach Arbeitskomplexität". Das ändert aber nichts an der Arbeitszeit, bestenfalls an der Lebensqualität. Das ist aber diskutabel. Wenn 1 Million Leute plötzlich in den Kiez wollen, steigen dort einfach die Mieten entsprechend der Nachfrage.

    Das BGE bezieht sich Grundsätzlich nur auf ein "Überleben" ohne direkten Arbeitszwang. Es sagt nichts über die Wohnqualität, die Lebensqualität im Bezug auf eine Gruppe, einen Ort. Ein BGE im Plattenbau in Jena macht aus der Ecke nicht plötzlich die gutbürgerlichen Speckgürtel, wo die Kohle für Bücher und Fortbildung ausgegeben wird. Das sind Träumereien.

    > > Die BGE-Jünger haben eine illusorische Vorstellung von knappen Resourcen
    > > und deren Verteilung.
    > Schwachsinn, dazu gibt es Rechenbeispiele.

    "Resourcenknappheit" kann man nicht weg"rechnen".

    Es gibt 1.000 Wohnungen um den Kiez. Es gibt 5.000 Leute die im Kiez Wohnen wollen. Der mit der größten Muschelkiste gewinnt. Vorher war es der mit den besten Beziehungen (Sozialismus) oder derjenige mit der meisten politischen Power (Kommunismus).

    Die Muschelkiste hat es geschafft, dass es nicht mehr um die Person sondern nur um eine externe Kennzahl geht. Das BGE klärt also nicht, warum die alleinerziehende Mutter am Kiez wohnen soll, aber nicht der Bonze der sich 2 solcher Wohnungen auch bauen könnte. Solche Arten der Ressourcenknappheit gibt es viele. Kein Modell außerhalb von ganz neuen Denkweisen (siehe Venusprojekt) löst dieses nur im Ansatz zufriedenstellend.

    Mehr Geld unten ist theoretisch besser, wenn sich die Leute an das Modell halten. Das werden sie aber nicht. In ihrem Drang nach besserer Lebensqualität werden sie ihr Delta zu schließen versuchen und dabei scheitern. Zwischen 1500¤ und 2500¤ und 3500¤ "Kaufkraft" stecken einfach mehre Jahre Bildung, Arbeitspraxis und hundert andere Talente und Fähigkeiten. Oder einfach Papis Geldbeutel.

    > > Macchiato und schauen mit ihrer <30h Woche den Friseuren, Putzmännern
    > > und Kindergärtnern bei den üblichen 40h zu.
    > Dann hast du es nicht verstanden. Das BGE begünstig Stellen in Berufen die
    > keiner machen will, also genau die Putzleute usw. denn die würden dann
    > besser bezahlt werden müssen. Leute die Nischen besetzen haben es auch
    > heute schon gut, insofern keine Änderung. Mit der Arbeitszeit hat das
    > übrigens wenig zu tun.

    Wenn ich plötzlich 500-1000¤ mehr habe, mag das der Putze unten ermöglichen einen besseren Job zu suchen. Die Wahrscheinlichkeit dass sie dann versucht in eine bessere Gegend zu ziehen ist groß. Aber das macht sie nicht alleine, sondern sehr viele werden das versuchen. Damit zieht sich der Wohnspiegel wieder höher, und am Ende kann sie doch nicht umziehen weil es kein Angebot gibt. Dann wird Zwangsweise ihre Gegend gentrifiziert und sie hat nichts vom BGE - wenn sie nach Modell nicht "bereit ist" in eine weniger Qualitative Umgebung umzuziehen.

    Der Dipl-Ing will gar nicht woanders hin, der wohnt da ja schon. Sein Vorteil vom BGE ist entweder etwas mehr Geld oder mehr Freizeit. Er entschließt sich für die Freizeit. In dieser Schicht schlägt das BGE auf den Arbeitsmarkt durch, in dem es Leute diesem entzieht, da z.B. Ärzte keine 24h Schichten mehr Fahren müssen.

    Deren Delta zum dauerhaften freien Vormittag ist einfacher zu erreichen als das Delta der Friseuse oder Krankenschwester, die ihr geringes Delta nutzen nicht mehr im Glassscherbenviertel leben zu müssen. Ihre Arbeitszeitverkürzung ist ein Luxus den sie sich nicht "leisten" können.

    > Schön wäre allerdings, dass man sich dann ohne Risiko selbstständig machen
    > könnte, das ist heute je nach Beruf kaum überhaupt möglich.

    Wer sich heute mangels Sicherheit nicht selbstständig machen will, hat nicht begriffen was Selbstständigkeit überhaupt bedeutet. Die Sicherheitsdenke haben die Konkurrenten nicht, und daher wird man auch in einem BGE Modell am Ende gegen denjenigen verlieren der bereit ist mehr ins Risiko zu gehen und die besseren Angebote zu machen. Ein wenig rumspinnern mag dann möglich sein, aber das haben wir bei der Ich AG schon gesehen: 80% können es nicht. Und die waren bis zu 2 Jahre durch finanziert. Das Problem war Skill, Einstellung, Planungsfähigkeit, Risikobereitschaft etc.

    Das ungebildete mit Trash-Selbstständigkeiten im BGE-Land plötzlich massig Kunden haben werden ist Nonsense.

    > > Das schlimmste ist: sie unterstellen Leuten, dass sie bereit sind im
    > > Drecksloch zu leben und nur Karton-mit-Butter zu essen
    > Ich verstehe nicht was du damit sagen möchtest.

    Wie viele Flüge auf die Seychellen kann man sich eigentlich mit dem BGE leisten? Wahrscheinlich gar keinen. Deswegen ist es eine pure Unterstellung, das Leute die irgendwas "für die Gesellschaft machen wollen" sowieso bereit sind sich auszubeuten und keinen Ferrari und keine Topwohnung in einer Toplage haben wollen. Vielleicht will ich OpenSource-Tools für Limux schreiben - und trotzdem regelmäßig auf die Seychellen fliegen? Das gilt genauso für Musiker, Autoren oder sonst was.

    Das BGE sagt überhaupt nichts über die Gesellschaftsform und deren Teilnehmer aus. Man kann das BGE auch höchstgradig aggressiv und kapitalistisch sehen - was du ja selbst mit der Selbstständigkeits-Thematik angedeutet hast. Der "schwache Rest" ist dann endlich Pseudo-Versorgt, die anderen können richtig los arbeiten und müssen sich nicht mehr Rechtfertigen wenn sie xfach mehr verdienen.

    Das BGE erlaubt es den Skillern eher, sich mal für ein paar Wochen als Spass an der Freude an einem "Sozialem" Projekt zu beteiligen. Sozusagen als Hobby.

  16. Re: Chance für die Politik

    Autor: Schnarchnase 12.02.15 - 13:55

    Im Grunde genommen scheinst du das BGE nicht anders zu sehen als ich, du wirfst nur gesellschaftliche Probleme mit dem BGE zusammen, die wir auch schon ohne haben.

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