Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Security
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Verschlüsselung: Validation von…

Ich will Beweise sehen, keine Spekulationen.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Ich will Beweise sehen, keine Spekulationen.

    Autor: rizzorat 10.03.14 - 09:51

    Die ganze Diskussion um End-to-End Verschlüsselung geht mir in den letzten Wochen in die falsche Richtung. Zunächst mal Fakten aufn Tisch:

    1: Zig Millionen User bei Whatsapp, die schon mehrfach dadurch geglänzt haben unverschlüsselt zu arbeiten und auch kein Interesse an Verschlüsselung gezeigt haben. Es ist wie eine Postkarte versenden.

    2. Whats app war die ganze Zeit im Fokus und wurde kritisiert. Zurecht meiner Meinung nach.

    3. Jetzt hat Facebook Whatsapp gekauft und plötzlich haben andere Messanger ne Chance weil die Leute noch mehr Angst vor der Datenkranke Facebook haben.

    4. Egal welcher welches Programm rangezogen wird, es wird irgentwo verrissen angezweifelt pipapo. Und das teileise ohne mal Beweise auf den Tisch zulegen, nur Spekulationen sonst NÜSCHT!

    Als Enduser hat man folgene Situation:

    1. Whatsapp hat jeder, defacto Monopol. Security hat keinen interessiert. Viele meine Bekannten arbeiten nach dem Motto "Mir doch egal ob die NSA weiß, dass ich mich um 15uhr mit der Krabbelgruppe meiner Kleinen treffe"

    2. Jetzt haben wir die Chance es Datenspionen schwerer zu machen (ich sage schwerer, an absolute Unknackbarkeit von Verschlüsselung glaube ich einfach nicht, es geht für mich nur nach dem Motto "So schwer und aufwendig wie möglichmachen, sobald die NSA eigene Atomkraftwerke beantragen muss, wachen vielleicht auch die Amis mal auf", Jetzt haben Technikmagazine nichts besseres zu tun als die Alternativen zu verreissen und die ganze Bewegung hin im Keim zu ersticken in dem wieder Unsicherheit gestreut wird!

    Threema ist eine closed source anwendung, so be it, Arbeitskraft und Zeit kosten nunmal Geld und nicht jeder ist so ein Altruist und verschwenkt seine Arbeit.

    Bis jetzt habe ich auch keinen Beweis gesehen das Threema nicht sicher ist. Nur Spekulationen und hörensagen. Da Whatsapp die Alternative ist und usability wichtig ist stellt Threema für mich momentan das geringste übel dar und in der Situation befinden wir uns nunmal.

    Je mehr Zweifel jetzt gestreut werde desto mehr leute bleiben bei Whatsapp und arbeiten komplett unverschlüsselt. Die Technikmagazine sollten aufhören nur auf Clicks zu arbeiten und Zweifelerartikel schreiben (und sich im gleichen Artikel beschweren das nicht alles opensource ist und man seine Arbeit nicht verschenken möchte) sondern das größere Ziel im Auge behalten (so viel Verschlüsselung wie möglich), ich sehe nirgends eine Empfehlung für den Normal User was er jetzt machen soll nur "Wir zweifeln hier und wir zweifeln da"

    Bilded Alternativen dar und gebt klare Empfehlungen! Kritik ohne alternativen Anzubieten ist mehr als bequem.

  2. Re: Ich will Beweise sehen, keine Spekulationen.

    Autor: angrydanielnerd 10.03.14 - 10:21

    WORD!

  3. Re: Ich will Beweise sehen, keine Spekulationen.

    Autor: Dino13 10.03.14 - 10:41

    Also dein Kommentar hat ein wenig was davon jemand hat verschlafen und möchte nun nicht nachlesen was alles passiert ist sondern wünscht sich das jemand alles für ihn zusammenfasst!

    All das was du hier aufzählst wurde und wird zu genüge entweder in Artikeln behandelt oder im Forum diskutiert!

  4. Re: Ich will Beweise sehen, keine Spekulationen.

    Autor: matok 10.03.14 - 12:03

    rizzorat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bis jetzt habe ich auch keinen Beweis gesehen das Threema nicht sicher ist.

    Geht ja auch schlecht aus nahe liegenden Gründen.

    > Nur Spekulationen und hörensagen. Da Whatsapp die Alternative ist und
    > usability wichtig ist stellt Threema für mich momentan das geringste übel
    > dar und in der Situation befinden wir uns nunmal.

    Alle Aussagen zu Threema, auch die zur angeblich existierenden Sicherheit und ob es ein geringeres Übel ist, sind Spekulation und Hörensagen.

    > Je mehr Zweifel jetzt gestreut werde desto mehr leute bleiben bei Whatsapp
    > und arbeiten komplett unverschlüsselt.

    Ja, und das ist auch richtig so. Die Leute sollen endlich mal verstehen, Sachen wirklich kritisch zu hinterfragen. Wer Threema blind vertraut, hat aus den Datenskandalen noch nicht genug gelernt.

    > Die Technikmagazine sollten aufhören
    > nur auf Clicks zu arbeiten und Zweifelerartikel schreiben (und sich im
    > gleichen Artikel beschweren das nicht alles opensource ist und man seine
    > Arbeit nicht verschenken möchte) sondern das größere Ziel im Auge behalten
    > (so viel Verschlüsselung wie möglich), ich sehe nirgends eine Empfehlung
    > für den Normal User was er jetzt machen soll nur "Wir zweifeln hier und wir
    > zweifeln da"

    Zweifel sind gut und wesentlich besser, als unbewiesende Versprechungen.

    > Bilded Alternativen dar und gebt klare Empfehlungen! Kritik ohne
    > alternativen Anzubieten ist mehr als bequem.

    TextSecure. OS und hat den Vorteil, dass es SMS als Fallback benutzt.

  5. Re: Ich will Beweise sehen, keine Spekulationen.

    Autor: sardello 10.03.14 - 12:05

    Ich seh nichts falsches daran über Vor- und Nachteile zu berichten. Es ist nunmal etwas dämlich von den Threema-Machern eine Validationsmöglichkeit zu bieten mit der man nicht vernünftig validieren kann. Auf solche Misstände (wie auch der Contest bei Telegram) sollte hingewiesen werden damit evtl. Kunden nicht auf falsche Propaganda hereinfallen.

    Wenn dur einen Vergleich suchst:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_mobilen_Instant-Messengern

  6. Re: Ich will Beweise sehen, keine Spekulationen.

    Autor: JanZmus 10.03.14 - 12:24

    matok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alle Aussagen zu Threema, auch die zur angeblich existierenden Sicherheit
    > und ob es ein geringeres Übel ist, sind Spekulation und Hörensagen.

    Glaubst du nicht auch, dass es schon längst aufgefallen wäre, wenn Threema Klartext übertragen würde?

    > > Je mehr Zweifel jetzt gestreut werde desto mehr leute bleiben bei
    > Whatsapp
    > > und arbeiten komplett unverschlüsselt.
    >
    > Ja, und das ist auch richtig so. Die Leute sollen endlich mal verstehen,
    > Sachen wirklich kritisch zu hinterfragen.

    Wer so argumentiert, der wird NIE verschlüsselte Messenger nutzen, da es ja nie bewiesen werden kann, dass die sicher sind. Also wirst du IMMER bei Klartext-Messengern bleiben. Herzlichen Glückwunsch.

    > Wer Threema blind vertraut, hat
    > aus den Datenskandalen noch nicht genug gelernt.

    Und was hat der gelernt, der weiterhin Klartext-Messenger verwendet?

    > Zweifel sind gut und wesentlich besser, als unbewiesende Versprechungen.

    So ein Schwachsinn... Zweifel wirst du bei Verschlüsselung IMMER haben. Was ist jetzt deine Lösung?

    > TextSecure. OS und hat den Vorteil, dass es SMS als Fallback benutzt.

    Da habe ich Zweifel dran.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.03.14 12:24 durch JanZmus.

  7. Re: Ich will Beweise sehen, keine Spekulationen.

    Autor: andy01123 10.03.14 - 13:25

    Weil eine Nachricht nicht im Klartext übertragen wird, heißt das noch lange nicht, dass eine sichere Ende-zu-Ende-Verbindung vorherrscht, bzw. der Kommunikationskanal sicher sei.
    Ich benutze auch Threema, aber was ich wirklich Schade finde ist, dass mir niemand beweisen kann (da die Quellen nicht offen liegen), dass die Kryptographie korrekt benutzt wird und die App das hält, was sie verspricht.
    Es gibt sicher Möglichkeiten, eine Nachricht verschlüsselt verschicken zu können und auch dass trotzdem andere Zugang zu der Nachricht haben.

    Da hilft auch nicht der Fakt, wenn man beobachten kann, dass Threema die Nachrichten verschlüsselt über das WLAN schickt. Dies ist schon mal besser als gänzlich im Klartext, aber sicher kein Gütezeichen. Es kann niemand nachvollziehen, wie die Daten verschlüsselt wurden und wie das Programm arbeitet.
    Natürlich ist die Entscheidung von der Firma von Threema verständlich, Geld mit der App zu verdienen, aber leider ist es auch Schade, da ein Vertrauensverlust stattfindet. Ich glaube, für Threema wollte die dahinterstehende Firma eine unabhängige Zertifizierung einholen, vielleicht kommt das bald. Kostet aber natürlich dementsprechend.

  8. Re: Ich will Beweise sehen, keine Spekulationen.

    Autor: onewaypub 10.03.14 - 20:27

    Kleine Ergänzung:

    1) Threema verschlüsselt nachweislich die Kommunikation zwischen Gerät und Server. Genau aus dem Grund ist es nicht nachvollziehbar, ob die Nachricht für den Betreiber nicht lesbar ist. Wie es auch ist, die Kommunikation ist verschlüsselt. Das der Betreiber nicht mitlesen kann ist reine Vertrauenssache.
    2) Dies gilt aber auch für Open Source Apps die kompiliert in Google Play oder dem App Store zur Verfügung gestellt werden. Natürlich kann man hier den Hashwert vergleichen, aber welcher Benutzer betreibt diesen Aufwand. Auch hier wird vertraut, dass der Code der kompiliert wurde genau der ist den man haben wollte. Ein normaler Anwender kann die App nicht selbst kompilieren.
    3) Es gibt immer noch Gesetze. Diese gelten, für alle, auch für die Threema-Betreiber. Genau wie jeder der einem Onlinehändler vertraut gehört auch hier ein Vertrauen dazu.
    4) Lasst die Leute von Threema doch mal zur Ruhe kommen. Die drei haben innerhalb von Tagen statt 140.000 mehr als eine Millionen evtl. sogar 2.000.000 Nutzer zu betreuen. Wahrscheinlich werden die erstmal sehen, dass sie jemand anstellen um das überhaupt schaffen zu können.

    Ich bin aus der IT-Branche und ich habe Ahnung von Security in Apps. Und bitte verunsichert nicht die ganzen Verbraucher. Die wissen ja langsam überhaupt nicht mehr was nun los ist. Threema ist nachweislich gegen Man-In-The-Middle-Attacken und Mitlesende geschützt und das ist auch nachvollziehbar, weshalb Experten die App auch als vertrauenswürdig einstufen - Punkt. Ob der Betreiber fähig ist die Nachrichten zu lesen wissen wir nicht, aber ich vertraue das diese Leute keine Scharlatane sind und sich an die Schweizer Gesetze halten. Ihr vertraut ja auch jetzt gerade vielen anderen Anbietern von denen ihr Software habt bei der Ihr das sicherlich nicht nachgeprüft habt. Das wäre auch vollig übertrieben.
    In letzter Zeit beobachte immer öfter, dass Leute OpenSource und nicht OpenSource Projekte zum Thema Sicherhet und Datenschutz mit Hetzpostings und -Blogs zerreißen. Meist nicht wirklich fundierte. Damit ist niemandem geholfen und erst recht nicht dem Benutzer

    Die App und das Geschäftskonzept basiert auf diesem Vertrauen.

  9. Re: Ich will Beweise sehen, keine Spekulationen.

    Autor: JanZmus 10.03.14 - 23:19

    andy01123 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil eine Nachricht nicht im Klartext übertragen wird, heißt das noch lange
    > nicht, dass eine sichere Ende-zu-Ende-Verbindung vorherrscht, bzw. der
    > Kommunikationskanal sicher sei.

    Das nicht, aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist höher.

    > Ich benutze auch Threema, aber was ich wirklich Schade finde ist, dass mir
    > niemand beweisen kann (da die Quellen nicht offen liegen), dass die
    > Kryptographie korrekt benutzt wird

    Das kann dir auch niemand beweisen, WENN die Quellen offen liegen, denn woher willst du wissen, ob vor dem Einstellen in den Store nicht noch was geändert wurde?

  10. Re: Ich will Beweise sehen, keine Spekulationen.

    Autor: Benjamin_L 11.03.14 - 13:35

    Auch hier nochmal interessant:

    The research described in this paper aims to find out if there are any security flaws in the mobile messaging application Threema. In order to do this the memory of the application was analyzed, as well as the fi les stored on the mobile device. Lastly the network traffic generated by Threema was inspected, and attempts were made to perform a man-in-the-middle attack. No serious security flaws were found in this research, as long as a master key is used for added security, this is a feature of Threema itself. The conclusion is that Threema looks safe and well built.

    https://www.os3.nl/_media/2013-2014/courses/ssn/projects/threema_report.pdf

  11. Re: Ich will Beweise sehen, keine Spekulationen.

    Autor: matok 11.03.14 - 15:48

    JanZmus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Glaubst du nicht auch, dass es schon längst aufgefallen wäre, wenn Threema
    > Klartext übertragen würde?

    Du verstehst weder Artikel noch das, was ich geschrieben habe. Es geht nicht um die Transportverschlüsselung, sondern um die Ende-zu-Ende Verschlüsselung. Btw. WA ist mittlerweile auch transportverschlüsselt, sendet also keinen Klartext.

    > Wer so argumentiert, der wird NIE verschlüsselte Messenger nutzen, da es ja
    > nie bewiesen werden kann, dass die sicher sind. Also wirst du IMMER bei
    > Klartext-Messengern bleiben. Herzlichen Glückwunsch.

    Bei OpenSource KANN es bewiesen werden. Deshalb plädiere ich für OpenSource Kommunikationssoftware.

    > Und was hat der gelernt, der weiterhin Klartext-Messenger verwendet?

    Der ist resistent. Aber auch nicht viel weniger als derjenige, der von einer geschlossenen Plattform zur nächsten springt.

    > So ein Schwachsinn... Zweifel wirst du bei Verschlüsselung IMMER haben. Was
    > ist jetzt deine Lösung?

    Transparenz durch OpenSource. Durch Transparenz kann man Zweifel beseitigen.

    > Da habe ich Zweifel dran.

    Dann prüf den Quellcode von TextSecure, denn der ist vollständig zugänglich im Gegensatz zu Threema.

  12. Re: Ich will Beweise sehen, keine Spekulationen.

    Autor: matok 11.03.14 - 15:58

    onewaypub schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin aus der IT-Branche und ich habe Ahnung von Security in Apps.

    Ich bin Softwareentwickler.

    > Threema ist nachweislich gegen
    > Man-In-The-Middle-Attacken und Mitlesende geschützt und das ist auch
    > nachvollziehbar, weshalb Experten die App auch als vertrauenswürdig
    > einstufen - Punkt.

    Snowden empfiehlt nicht ohne Grund TextSecure. Und den halte ich für einen größeren Experten, als z.B. die Stiftung Warentest. Punkt.

    > In letzter Zeit beobachte immer öfter, dass Leute OpenSource und nicht
    > OpenSource Projekte zum Thema Sicherhet und Datenschutz mit Hetzpostings
    > und -Blogs zerreißen. Meist nicht wirklich fundierte. Damit ist niemandem
    > geholfen und erst recht nicht dem Benutzer

    Das es nicht fundiert ist, ist vielleicht deine Meinung, aber kein Fakt.
    Die Kritik an Threema ist keine Hetze, sondern ganz nüchtern nachvollziehbare Dinge. Wieso soll ich einem Hersteller vertrauen, wenn es auch OpenSource Produkte gibt, deren Funktionsweise vollständig transparent ist? Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

    > Die App und das Geschäftskonzept basiert auf diesem Vertrauen.

    Wer das will, soll es nehmen. Wer lieber auf Fakten (Quellcode) vertraut und nicht auf Meinungen (Marketing), der wählt OpenSource.

  13. Re: Ich will Beweise sehen, keine Spekulationen.

    Autor: matok 11.03.14 - 16:04

    JanZmus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > andy01123 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Weil eine Nachricht nicht im Klartext übertragen wird, heißt das noch
    > lange
    > > nicht, dass eine sichere Ende-zu-Ende-Verbindung vorherrscht, bzw. der
    > > Kommunikationskanal sicher sei.
    >
    > Das nicht, aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist höher.

    Nö. Das eine hat mit dem rein gar nichts zu tun.

    > Das kann dir auch niemand beweisen, WENN die Quellen offen liegen, denn
    > woher willst du wissen, ob vor dem Einstellen in den Store nicht noch was
    > geändert wurde?

    Weil man es nachkompilieren kann und mit den ausgelieferten Quellen vergleichen kann. Und nein, das muss nicht jeder selbst machen. Es reicht, wenn es einer macht und ein negatives Resultat publik macht.

  14. Re: Ich will Beweise sehen, keine Spekulationen.

    Autor: onewaypub 11.03.14 - 16:57

    > Weil man es nachkompilieren kann und mit den ausgelieferten Quellen
    > vergleichen kann. Und nein, das muss nicht jeder selbst machen. Es reicht,
    > wenn es einer macht und ein negatives Resultat publik macht.


    Na ja, wenn man so hohe Sicherheitsstandards ansetzt, müsstest Du den Sourcecode herunterladen, dann dessen Prüfsummen testen, dann den Code prüfen, ob er Schadroutinen enthält ... daraufhin gehst Du hin und prüfst den passenden Compiler auf dieselbe Weise, denn auch der kann Dir Schadcode unterjubeln, dann kompilierst Du den Sourcecode und prüfst die Prüfsummen. Aber selbst das gibt Dir noch nicht den 100%ige Sicherheit, denn sämtliche Layer im Netwerkprotokoll wie auch das OS kann auch Schadcode enthalten oder Nachrichten vor der E2E Verschlüsselung abgreifen. Auch wenn sich einer diese Mühe macht und es publik macht, muss dieser Person auch wieder vertraut werden, ob der 1) richtig gearbeitet hat und 2) nichts böses im Sinn hat.

    Du siehst es geht einfach nicht ohne Vertrauen auf irgendeiner Ebene. Ich glaube Du weißt auch worauf ich hinaus möchte. Man muss eine vernünftige Grenze ziehen zwischen Aufwand und Kosten. Für eine private Person ist es sinnvoll zu verschlüsseln, damit ein Grundschutz besteht - keine Frage und das geht momentan auch alles in die richtige Richtung. Aber man kann es auch mit der Verschlüsselung übertreiben. Speziell dann, wenn gefordert wird, dass eine Software auf einem unsicheren proprietären OS Sicherheitsanforderungen erfüllen soll, die teilweise selbst militärische Software nicht erfüllen muss. Wenn Du solch hohe Forderungen an eine Software stellst, aber deren Hostsystem nicht betrachtest, ist sämtliche Sicherheit für die Katz.
    Deswegen möchte ich nochmal betonen: Macht die Benutzer nicht wahnsinnig. Ich habe schon im Bekanntenkreis inzwischen völlig paranoide Freunde die sich auf dubiose Sicherheitssoftware stürzen, da sie nicht das notwendige Grundwissen haben um hier richtig zu handeln. Die Hysterie um Threema nach der Whatapp Übernahme hat das sehr elegant gezeigt.

  15. Re: Ich will Beweise sehen, keine Spekulationen.

    Autor: JanZmus 11.03.14 - 18:03

    matok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil man es nachkompilieren kann und mit den ausgelieferten Quellen
    > vergleichen kann. Und nein, das muss nicht jeder selbst machen. Es reicht,
    > wenn es einer macht und ein negatives Resultat publik macht.

    Wenn du Sourcecode für iOS kompilierst, komm 100% eine andere binary raus, als die aus dem Store. Und jetzt kommst Du!

  16. Re: Ich will Beweise sehen, keine Spekulationen.

    Autor: onewaypub 11.03.14 - 23:16

    matok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > onewaypub schrieb:
    > > Threema ist nachweislich gegen
    > > Man-In-The-Middle-Attacken und Mitlesende geschützt und das ist auch
    > > nachvollziehbar, weshalb Experten die App auch als vertrauenswürdig
    > > einstufen - Punkt.
    >
    > Snowden empfiehlt nicht ohne Grund TextSecure. Und den halte ich für einen
    > größeren Experten, als z.B. die Stiftung Warentest. Punkt.
    Hmm. Interessant. Das heißt Du vertraust Snowden mehr. Womit wir beim Thema Vertrauen wären. Warum sollte Stiftung Warentest keine Security Experten haben oder diese schlechter sein? Ausserdem ist es nachvollziehbar das die App die Kommunikation verschlüsselt. Zudem vertraust Du sämtlichen OS, auf denen die App kompiliert wurde.

    >
    > > In letzter Zeit beobachte immer öfter, dass Leute OpenSource und nicht
    > > OpenSource Projekte zum Thema Sicherhet und Datenschutz mit Hetzpostings
    > > und -Blogs zerreißen. Meist nicht wirklich fundierte. Damit ist
    > niemandem
    > > geholfen und erst recht nicht dem Benutzer
    >
    > Das es nicht fundiert ist, ist vielleicht deine Meinung, aber kein Fakt.
    Nein das ist Fakt, da ich die Artikel gelesen habe und die Fehler erkennen kann

    > Die Kritik an Threema ist keine Hetze, sondern ganz nüchtern
    > nachvollziehbare Dinge. Wieso soll ich einem Hersteller vertrauen, wenn es
    > auch OpenSource Produkte gibt, deren Funktionsweise vollständig transparent
    > ist? Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
    Versteh mich nicht falsch. Ich möchte nicht sagen das Du mit Deiner Meinung falsch liegst - ganz im Gegenteil. Ich verstehe Deine Argumente sehr gut und sie sind auch richtig. Nur geht es hier nicht um Hochsicherheit, es geht darum dem Anwender Verschlüsselung zu ermöglichen, was - wie ich finde - mit PGP und SMIME bisher nicht wirklich gelungen ist. Ich finde Threema dahingehend sehr gut, da es halbwegs sichere Kommunikation für den normalen Benutzer ermöglicht. Solche Software brauchen wir. Es muß noch viel mehr davon geben. Der Anwender muß erstmal an Sicherheit gewöhnt werden. Dann ist es nämlich plötzlich was gan anderes, wenn sie plötzlich nicht mehr da ist. Als wenn man sie nie hatte und sich damit abgefunden hat.
    >
    > > Die App und das Geschäftskonzept basiert auf diesem Vertrauen.
    >
    > Wer das will, soll es nehmen. Wer lieber auf Fakten (Quellcode) vertraut
    > und nicht auf Meinungen (Marketing), der wählt OpenSource.
    Das - glaube ich - ist ein gewisser Trugschluss, wie ich in meinem vorherigen Posting bereits beschreiben habe.

    Wenn wir uns vornehmen diese Sicherheitskriterien dem normalen Benutzer nahezubringen sind wir mit unserem Wunsch nach Datenschutz und -sicherheit bereits gescheitert, bevor wir überhaupt angefangen haben. Denn der Benutzer wird die Komplexität nicht akzeptieren. Es muß erstmal Einfachheit geschaffen werden. Und da ist Threema ein Schritt in die richtige Richtung.

    Ein wichtiger Aspekt kommt bei der Sache noch dazu. Threema hat deutlich gezeigt, dass die Menschen ihren Sinn für Datenschutz nicht völlig verloren haben. Und das ist ein sehr wichtiges Signal an die Googles, Facebooks und Whatsapps dieser Welt! Zieht Eure ******** ein denn wir lassen uns von Euch nicht ver*******



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 11.03.14 23:25 durch onewaypub.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. medac Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbH, Wedel
  2. Enertrag Aktiengesellschaft, Berlin
  3. Helixor Heilmittel GmbH, Rosenfeld bei Balingen
  4. MVZ Labor Ludwigsburg GbR, Ludwigsburg

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. HP 34f Curved Monitor für 389,00€, Acer 32 Zoll Curved Monitor für 222,00€, Seasonic...
  2. (u. a. Star Wars Battlefront 2 für 9,49€, PSN Card 20 Euro für 18,99€)
  3. 769,00€
  4. 239,90€ (Bestpreis!)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Telekom Smart Speaker im Test: Der smarte Lautsprecher, der mit zwei Zungen spricht
Telekom Smart Speaker im Test
Der smarte Lautsprecher, der mit zwei Zungen spricht

Die Deutsche Telekom bietet derzeit den einzigen smarten Lautsprecher an, mit dem sich parallel zwei digitale Assistenten nutzen lassen. Der Magenta-Assistent lässt einiges zu wünschen übrig, aber die Parallelnutzung von Alexa funktioniert schon fast zu gut.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Smarte Lautsprecher Amazon liegt nicht nur in Deutschland vor Google
  2. Pure Discovr Schrumpfender Alexa-Lautsprecher mit Akku wird teurer
  3. Bose Portable Home Speaker Lautsprecher mit Akku, Airplay 2, Alexa und Google Assistant

Rohstoffe: Lithium aus dem heißen Untergrund
Rohstoffe
Lithium aus dem heißen Untergrund

Liefern Geothermiekraftwerke in Südwestdeutschland bald nicht nur Strom und Wärme, sondern auch einen wichtigen Rohstoff für die Akkus von Smartphones, Tablets und Elektroautos? Das Thermalwasser hat einen so hohen Gehalt an Lithium, dass sich ein Abbau lohnen könnte. Doch es gibt auch Gegner.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Wasserkraft Strom aus dem Strom
  2. Energie Wie Mikroben Methan mit Windstrom produzieren
  3. Erneuerbare Energien Die Energiewende braucht Wasserstoff

Alexa: Das allgegenwärtige Ohr Amazons
Alexa
Das allgegenwärtige Ohr Amazons

Die kürzlich angekündigten Echo-Produkte bringen Amazons Sprachassistentin Alexa auf die Straße und damit Datenschutzprobleme in die U-Bahn oder in bisher Alexa-freie Wohnzimmer. Mehrere Landesdatenschutzbeauftragte haben Golem.de erklärt, ob und wie die Geräte eingesetzt werden dürfen.
Von Moritz Tremmel

  1. Digitaler Assistent Amazon bringt neue Funktionen für Alexa
  2. Echo Frames und Echo Loop Amazon zeigt eine Brille und einen Ring mit Alexa
  3. Alexa Answers Nutzer smarter Lautsprecher sollen Alexa Wissen beibringen

  1. Quartalsbericht: Netflix erneut mit rückläufigem Kundenwachstum
    Quartalsbericht
    Netflix erneut mit rückläufigem Kundenwachstum

    Netflix kann ein weiteres Mal die selbstgesteckten Ziele bei der Gewinnung neuer Abonnenten nicht ganz erreichen. Doch Gewinn und Umsatz legen stark zu.

  2. Ex-Mars Cube: LED-Zauberwürfel bringt Anfängern das Puzzle bei
    Ex-Mars Cube
    LED-Zauberwürfel bringt Anfängern das Puzzle bei

    Der Ex-Mars Cube hat wie ein herkömmlicher Zauberwürfel sechs Seiten mit je neun Farbkacheln - das System kann allerdings auch als Brettspielwürfel oder Dekolicht genutzt werden und Anfängern die Logik dahinter erklären.

  3. FWA: Huawei verspricht schnellen Glasfaserausbau ohne Spleißen
    FWA
    Huawei verspricht schnellen Glasfaserausbau ohne Spleißen

    Huawei hat Komponenten für den Glasfaserausbau entwickelt, die das Spleißen überflüssig machen sollen. Statt in 360 Minuten könne mit End-to-End-Plug-and-Play der Prozess in nur 36 Minuten erfolgen.


  1. 22:46

  2. 17:41

  3. 16:29

  4. 16:09

  5. 15:42

  6. 15:17

  7. 14:58

  8. 14:43