1. Foren
  2. Kommentare
  3. Security
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Videoüberwachung: Merkel erwartet…

arsch hoch und wählen gehen

  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. arsch hoch und wählen gehen

    Autor: onkel hotte 08.09.17 - 09:52

    oder halt briefwahl machen.

    aber nicht wieder nicht wählen gehen und abends wieder rumflennen

  2. Re: arsch hoch und wählen gehen

    Autor: Niaxa 08.09.17 - 10:10

    Ich finde nicht wählen ist ein starkes Signal. Ebenso stark wie wählen. Man hat im Verlauf der letzten Machtperiode gesehen, was mit Staatsleuten passiert, die in der eigenen Partei gegen z.B. unsere Kanzlerin gesprochen haben und oh mein GOTT... eine eigene Meinung hatten. Da ist man schnell weg vom Fenster. Die kleinen Parteien haben keinen Plan und kommen einem häufig einfach nur dumm vor. Oder sie bestehen aus einem Kindergarten wie die Piraten. Ich gehe bestimmt zum wählen. Irgendwas nicht ganz so schlimmes wird sich schon finden lassen. Aber ich würde keinen verurteilen, der das nicht macht und dennoch seine Unzufriedenheit äußert.

    Ich bin auch der Meinung, das die Parteien versagt haben, wenn diese es nicht schaffen, den Bürger zur Wahl zu bewegen. Es kann nicht sein, das der Bürger seine Stimmer ungültig machen lassen muss, oder eben ein kleines Übel wählen muss, weil die etablierten Parteien mit großen Chancen, keinen Plan haben, was deren Volk wirklich will.

    Wie oft höre ich in das Leute den kleinen keine Stimmen geben wollen, sondern denen, die auch eine Chance haben und dann entscheidet man danach, wer der nicht ganz so Schlimme ist. Das kann es doch nicht sein. Ich will gar nicht wissen, wie viele Stimmen hier im Raum stehen, die diese Parteien gar nicht hätten, wenn wir nur nicht so ein komisches Wahlverhalten hätten. Da sehe ich keinen großen Unterschied zwischen dem Chaos des nicht Wählens oder eben des Wählens.

  3. Re: arsch hoch und wählen gehen

    Autor: Kasjsf38 08.09.17 - 10:25

    Falls nicht Ironie gewesen:
    Lustig. Gibt ansscheinend noch Menschen die denken dass durch "Wahlen", die Meinung des Staatsbürgers stärker vertreten wird.
    Die Herrschaftsordnung jedes Landes, ausgeübt durch Staatsdiener, großen Unternehmenschefs, Bankenchefs, den üblichen Lobbyisten etc. pp. ist vorwiegend autoritär/totalitär. Also eine Diktatur.
    Wenn sie jenes nicht so sehen, versuchen Sie als Staatsbürger jene Meinung (kommende Überwachung an Bahnhöfen und später in allen Städten oder Orten wo sich viele Menschen ansammeln), in Form von Regeln und Gesetzen aufzuhalten.
    Oder versuchen Sie die Meinung über den Pflicht-Identifikationsnachweis von PrePaid Karten wieder rückwirkend zu machen.
    Wenn Sie jenes nicht schaffen ist die Definition, in diesem Fall, einer autoritären/totalitären Diktatur erfüllt.

    Wenn Sie eine Partei auf der Liste finden, die für Libertarimus steht, also echter Freiheit für jeden einzelen Bürger - die den Leitsatz vertritt: keiner darf zu etwas gezwungen werden was er nicht möchte, auch den Pflicht-Identifikationsnachweis von PrePaid Karten - dann bewege ich meinen arsch hoch und gebe diesen Parteienvertreten (die dann hoffentlich, anders als heute, echte Brügervertreter werden) die Stimme.
    Wenns mit Libertarimus nichts wird, nehme ich auch Parteienvertreter die für echte driekte Demokratie stehen.

  4. Re: arsch hoch und wählen gehen

    Autor: Trollversteher 08.09.17 - 10:33

    >Ich finde nicht wählen ist ein starkes Signal. Ebenso stark wie wählen.

    Nein, das ist absolut falsch. Nicht wählen ist *überhaupt* kein Signal. Ganz im Gegenteil, es ist ein "macht ihr einfach weiter so wie bisher". Über eine niedrige Wahlbeteiligung wird sich ein, zwei Tage nach der Wahl noch in der Presse und den sozialen Medien aufgeregt, die Politiker lassen ihre Pflicht-Statements dazu ab, und schon nach ein paar Wochen interessiert das keine Sau mehr. Warum? Weil, wenn im offiziellen Wahlergebnis "40%" steht, ist das doch super, oder? Man kann sich und der Republik prima einreden, dass beinahe die Hälfte aller Wähler hinter der eigenen Partei stehen - dass das bei niedriger Wahlbeteiligung tatsächlich deutlich anders ist, darüber trügen die super Ergebnisse leicht hinweg. Und auch eine Veränderung zur letzten Wahl ist für die einzelnen Parteien nicht zu erkennen. Von 7% auf 8% gesprungen? Super! Ein ordentlicher Zugewinn! Dass es real weniger Wähler waren als bei der letzten Wahl, das sieht man nicht, das bleibt schön verdeckt.

    Wenn allerdings plötzlich der Balken bei den "Sonstigen" in die Nähe der Zweistelligkeit rückt, und diese Prozentpunkte für jeden Sichtbar bei den anderen Parteien fehlen, *dann* ist das ein starkes Signal. Daher: Statt nicht wählen oder ungültig wählen lieber irgendeine kleine unbedeutende Partei (oder eben DIE PARTEI) wählen und *so* seinen Protest an dem Kurs der "etablierten Parteien" kundtun.

    >Man hat im Verlauf der letzten Machtperiode gesehen, was mit Staatsleuten passiert, die in der eigenen Partei gegen z.B. unsere Kanzlerin gesprochen haben und oh mein GOTT... eine eigene Meinung hatten. Da ist man schnell weg vom Fenster.

    Zum Beispiel? Ich meine, wer von den Skandal-Rücktritten war schuldlos und nur ein Opfer der Kanzlerin?

    >Die kleinen Parteien haben keinen Plan und kommen einem häufig einfach nur dumm vor. Oder sie bestehen aus einem Kindergarten wie die Piraten. Ich gehe bestimmt zum wählen. Irgendwas nicht ganz so schlimmes wird sich schon finden lassen. Aber ich würde keinen verurteilen, der das nicht macht und dennoch seine Unzufriedenheit äußert.

    Dann machst Du doch (imho) alles richtig! Nur Deine Einstellung gegenüber Nicht-Wählern, die sich völlig verweigern, kann ich so nicht teilen.

  5. Re: arsch hoch und wählen gehen

    Autor: Niaxa 08.09.17 - 10:42

    Und wen interessiert in ein paar Wochen noch in welche Parteien die Stimmen gingen, die eh nichts erreichen konnten?

    Sry das es kein Signal ist, ist deine Meinung. Ich nehme dieses deutliche Signal war und sehe das anders. Das ist eben dann ein Signal an uns selbst, das da was schief läuft. Eine Regierung macht ihren Job. Da interessiert es TOP Politiker auch kaum, wenn ihre Partei abgesägt wird. Dann geht man eben wo anders hin oder in die gesicherten Wirtschaftsarbeitsplätze etc. Bendenken muss ein Politiker selten haben. Warum auch. Man sieht es ja jetzt auch. Kritiker werden als übertrieben dargestellt, ignoriert, oder kriminalisiert. Meistens aber einfach ignoriert. Das Interesse an der Vielfalt von Meinungen in einem Volk ist gering. Sobald man gewählt ist, muss das Volk alles fressen und akzeptieren was gemacht wird. Wieso sollte es da andersherum dann stören, wenn ich gar nicht wählen gehe.

    PS: Was suchst du für ein Beispiel. Es ist fakt, das in der CDU nicht alle geschlossen den undurchdachten Wilkommenskurs der Kanzlerin vertreten und unterstützt haben. Und ebenso wurde ausreichend darüber berichtet, wie leute quasi gemopt wurden innerhalb der Partei, wenn sie offen gegen AM gesprochen haben. Da braucht es keine Skandale wie Rücktritte etc. um zu sehen, das dies eine Schweinerei ist, die mit demokratischen Werten keinen Funken zu tun haben. Warum sollten sich also viel Leute nicht versucht fühlen, einer demokratischen Wahl fernzubleiben, die keine Demokratie mit sich bringt, sondern eine engstirnige Partei, in der jeder die gleiche Meinung haben muss? Wofür brauche ich dann überhaupt so viele Mitglieder in dieser Partei? Schwätzt doch eh jeder das gleiche.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.09.17 10:48 durch Niaxa.

  6. Re: arsch hoch und wählen gehen

    Autor: Anonymer Nutzer 08.09.17 - 11:06

    onkel hotte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > oder halt briefwahl machen.

    Bei der Briefwahl ist die Einflussnahme auf das Ergebnis am Größten. Da kommt ein dickes Paket aus dem Amt, wo die Kuverts geöffnet und ausgezählt werden.

    > aber nicht wieder nicht wählen gehen und abends wieder rumflennen

    Vermutlich wird nicht mehr richtig ausgezählt. In Österreich war es offensichtlich und in NRW sind auch OSZE Wahlbeobachter bei der Untersuchung. 4,9 Ergebnisse sollten sowieso misstrauisch machen.

  7. Re: arsch hoch und wählen gehen

    Autor: Trollversteher 08.09.17 - 11:08

    >Falls nicht Ironie gewesen:
    >Lustig. Gibt ansscheinend noch Menschen die denken dass durch "Wahlen", die >Meinung des Staatsbürgers stärker vertreten wird.

    Natürlich wird sie das. Wenn allerdings alle eh immer nur das selbe wählen, und sich immer mehr der Wahl verweigern, dann wird sich in der Tat nie etwas ändern.

    >Die Herrschaftsordnung jedes Landes, ausgeübt durch Staatsdiener, großen Unternehmenschefs, Bankenchefs, den üblichen Lobbyisten etc. pp. ist vorwiegend autoritär/totalitär. Also eine Diktatur.

    Lustig, es gibt anscheinend in der Tat noch Menschen, die denken, dass diese simple, naive und undifferenzierte Verschwörungs-Märchen wahr sind. Wer das glaubt, und zu diesem Schluss kommt, spielt doch dem Szenario, dass er an die Wand malt *gerade* in die Hände. "Kann ja eh nix ändern, also halte ich mich aus der Politik raus und engagiere mich auch nicht" - prima, denn dann geht's *wirklich* irgendwann in Richtung Diktatur, und zwar eine *echte* Diktatur, nicht die "Mimimi-Diktatur" verwöhnter Wohlstandsbürger, die vergessen haben wie gut es Ihnen hier im Vergleich zum Rest der Welt geht

    >Wenn sie jenes nicht so sehen, versuchen Sie als Staatsbürger jene Meinung (kommende Überwachung an Bahnhöfen und später in allen Städten oder Orten wo sich viele Menschen ansammeln), in Form von Regeln und Gesetzen aufzuhalten.

    Kein Problem - es sind schon viele solche Vorhaben durch Proteste, Bürgerinitiativen und politische Überzeugungsarbeit verhindert worden. Lobbyismus hat zwei Seiten - wenn man sich allerdings fett, faul und vollgefressen zurücklehnt, über eine angebliche "Diktatur" jammert um damit die eigene Faulheit und Untätigkeit zu rechtfertigen, dann führt das nur zur self-fullfilling-prophecy und nirgendwo anders hin.

    >Oder versuchen Sie die Meinung über den Pflicht-Identifikationsnachweis von PrePaid Karten wieder rückwirkend zu machen.

    Warum sollt eich das, ich habe kein Problem damit. Nicht alles was der "pöhse Überwachungsstaat" sich ausdenkt ist gleich schlecht und verdammenswert.

    >Wenn Sie jenes nicht schaffen ist die Definition, in diesem Fall, einer autoritären/totalitären Diktatur erfüllt.

    Quatsch, das einzige, was damit erfülltist, ist die Definition des dekadenten, satten Mimimi-Meckerjammerbürgers, der den dicken Hintern nicht vom Sessel hochbekommt und sich schon beim kleinsten Gegenwind heulend und jammernd zurück zieht. Meine Güte, noch nie war es in diesem Land so einfach, öffentlich eine abweichende und kritische Meinung zu äußern - weißt Du, was junge Leute Ende der 60er Anfang der 70er erwartete, die gegen gesellschaftliche Misstände vorgingen? Mit denen wurde wesentlich ruppiger umgesprungen und die haben vom "Establishment" wesentlich größere Hindernisse in den Weg bekommen als es heute der Fall ist.

    >Wenn Sie eine Partei auf der Liste finden, die für Libertarimus steht, also echter Freiheit für jeden einzelen Bürger - die den Leitsatz vertritt: keiner darf zu etwas gezwungen werden was er nicht möchte, auch den Pflicht-Identifikationsnachweis von PrePaid Karten - dann bewege ich meinen arsch hoch und gebe diesen Parteienvertreten (die dann hoffentlich, anders als heute, echte Brügervertreter werden) die Stimme.

    Da das gegen meine Einstellung geht (ich bin *für* eine Pflicht-Identifikation bei Prepaid Karten), kann Ich Dir da nicht weiter helfen.

    >Wenns mit Libertarimus nichts wird, nehme ich auch Parteienvertreter die für echte driekte Demokratie stehen.

    Entspricht auch nicht meinen Vorstellungen - aber es gibt es afaik mehrere kleine Parteien, die das fordern.

  8. Re: arsch hoch und wählen gehen

    Autor: onkel hotte 08.09.17 - 11:10

    Kasjsf38 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oder versuchen Sie die Meinung über den Pflicht-Identifikationsnachweis von
    > PrePaid Karten wieder rückwirkend zu machen.
    > Wenn Sie jenes nicht schaffen ist die Definition, in diesem Fall, einer
    > autoritären/totalitären Diktatur erfüllt.

    Mein lieber Scholli. Wenn du aus dem Ident-Zwang bei PP Karten ableitest, du würdest in einer Diktatur wohnen, dann solltest du deinen Allerwertesten tatsächlich mal aus dem dicken weichen Plüschsessel heben, die Chipsflocken abklopfen, RTL II ausmachen und eine Woche nach, sagen wir mal, Saudi Arabien oder Aserbaidschan reisen. Misch dich unters Volk und dann beschwer dich mal über deren Infrastruktur oder so. Dann kannste mal erleben was der Unterschied zwischen der Merkel-Diktatur und einer lupenreinen Diktatur ist.

    Ich finde das ja auch scheisse. Gehst wählen und abends muss man doch wieder die Hackfressen der großen Parteien im Fernsehen ertragen. Aber nicht wählen gehen bringt noch weniger also gehe ich so lange wählen bis es mal klappt mit deren Abwahl. Kann noch was dauern. Müssen vielleicht erst die Kriegskinder das Zeitliche segnen.
    Aber nein, danach wirds wahrscheinlich nicht besser, aber die Krusten aus CsU und SPD werden zugunsten eines neuen Filz' aufgebrochen.

    Zu sagen, ich gehe nicht wählen weil's nichts bringt, bringt nur nur eine selbsterfüllende Prophezeiung hervor.

    > Wenn Sie eine Partei auf der Liste finden, die für Libertarimus steht, also
    > echter Freiheit für jeden einzelen Bürger - die den Leitsatz vertritt:
    > keiner darf zu etwas gezwungen werden was er nicht möchte, auch den
    > Pflicht-Identifikationsnachweis von PrePaid Karten - dann bewege ich meinen
    > arsch hoch und gebe diesen Parteienvertreten (die dann hoffentlich, anders
    > als heute, echte Brügervertreter werden) die Stimme.
    > Wenns mit Libertarimus nichts wird, nehme ich auch Parteienvertreter die
    > für echte driekte Demokratie stehen.

    Das Problem ist daß die Leute entweder keine Zeit oder keine Lust haben, etwas dagegen zu tun. Der Zwang ist scheisse, aber dann habe ich das eben mal gemacht und gut ist. Nutze eigentlich nie PP aber bin jetzt das erste Mal in meinem Leben damit konfrontiert worden. Danach wohl nie wieder. Dafür soll ich jetzt de Demo machen oder Briefe schreiben ? Ich hab's ja nicht mal geschafft einen Brief an einen Politiker wegen Tihange oder Doel zu schreiben. Sowas würde mich schon eher betreffen.
    Der Vergleich mit dem Frosch und dem kochenden Wasser passt da ganz gut.
    Aber nochmal, Passivität ist die schlechteste Lösung. Meinst du irgendwer heult sich abends in den Schlaf, weil er aufgrund der Nicht-Wähler wiedergewählt wurde und seinen risikolosen Job weitermachen kann ?

  9. Re: arsch hoch und wählen gehen

    Autor: onkel hotte 08.09.17 - 11:12

    zumindest überschneiden sich 2-3 unserer argumente :D

  10. Re: arsch hoch und wählen gehen

    Autor: |=H 08.09.17 - 11:16

    Es sind 30% Nichtwähler. Das macht schon einen ordentlichen Unterschied in den Zahlen.
    Allerdings hätte man damit fast eine GroKo-Garantie.

  11. Re: arsch hoch und wählen gehen

    Autor: Trollversteher 08.09.17 - 11:17

    >Und wen interessiert in ein paar Wochen noch in welche Parteien die Stimmen gingen, die eh nichts erreichen konnten?

    Unwichtig, *wichtig* ist, dass den großen Parteien diese Stimmen entzogen wurden. Mit einer CDU auf 20% und einer SPD auf 15% wird man auch mit einer großen Koalition keine Regierung bilden und ohne Mehrheit keine Regierung.

    >Sry das es kein Signal ist, ist deine Meinung. Ich nehme dieses deutliche Signal war und sehe das anders. Das ist eben dann ein Signal an uns selbst, das da was schief läuft. Eine Regierung macht ihren Job. Da interessiert es TOP Politiker auch kaum, wenn ihre Partei abgesägt wird. Dann geht man eben wo anders hin oder in die gesicherten Wirtschaftsarbeitsplätze etc. Bendenken muss ein Politiker selten haben.

    Das ist doch totaler, absoluter Schwachsinn. Es geht hier nicht darum, Personen persönlich zu bestrafen, sondern um Amtsinhaber in ihrer Position abzuwählen. Mir ist es sowas von *scheißegal*, ob ein abgewählter Politiker hinterher sanft landet oder nicht, wichtig ist, dass er aus dem Amt ist, wenn er Mist gebaut hat. Und glaub mir: Vielen kleinen Abgeordneten, die zu unwichtig waren, um auf der "Einkaufsliste" eines größeren Konzerns zu stehen, wird bei jeder Bundestagswahl Angst und Bange, das ist schlimmer als "nur" einen Job zu verlieren.

    >Warum auch. Man sieht es ja jetzt auch. Kritiker werden als übertrieben dargestellt, ignoriert, oder kriminalisiert. Meistens aber einfach ignoriert. Das Interesse an der Vielfalt von Meinungen in einem Volk ist gering. Sobald man gewählt ist, muss das Volk alles fressen und akzeptieren was gemacht wird. Wieso sollte es da andersherum dann stören, wenn ich gar nicht wählen gehe.

    Totaler Blödsinn. Welcher Kritiker wird denn bitte alleine der Kritik willen "ignoriert oder kriminalisiert"?

    >PS: Was suchst du für ein Beispiel. Es ist fakt, das in der CDU nicht alle geschlossen den undurchdachten Wilkommenskurs der Kanzlerin vertreten und unterstützt haben. Und ebenso wurde ausreichend darüber berichtet, wie leute quasi gemopt wurden innerhalb der Partei, wenn sie offen gegen AM gesprochen haben.

    Wer denn bitte? Ich kann mich nicht daran erinnern, dass jemand "gemopt" wurde, weil er sich kritisch gegenüber der Flüchtlingspolitik geäußert hat. Und rausgeflogen ist deswegen schon mal gar keiner.

    >Da braucht es keine Skandale wie Rücktritte etc. um zu sehen, das dies eine Schweinerei ist, die mit demokratischen Werten keinen Funken zu tun haben. Warum sollten sich also viel Leute nicht versucht fühlen, einer demokratischen Wahl fernzubleiben, die keine Demokratie mit sich bringt, sondern eine engstirnige Partei, in der jeder die gleiche Meinung haben muss? Wofür brauche ich dann überhaupt so viele Mitglieder in dieser Partei? Schwätzt doch eh jeder das gleiche.

    Äh, aber genau *das* haben wir den Nichtwählern zu verdanken. Wer nicht wählt, der wählt Angela Merkel, das sollte jedem klar sein.

  12. Re: arsch hoch und wählen gehen

    Autor: Trollversteher 08.09.17 - 11:18

    >Es sind 30% Nichtwähler. Das macht schon einen ordentlichen Unterschied in den Zahlen. Allerdings hätte man damit fast eine GroKo-Garantie.

    Nein, die GroKo-Garantie gibt es ja gerade *durch* die Nichtwähler. Wenn der großen Koalition 30% fehlen würde, wäre sie weit, weit entfernt von der Regierungsmehrheit.

  13. Re: arsch hoch und wählen gehen

    Autor: Niaxa 08.09.17 - 11:18

    Nun irgendwo entsprichst du aber jetzt auch nicht dem Nichtwähler, den ich in meinem Beitrag Verständnis gezeigt habe.

    Was an Registrierung von Prepaidkarten etc. so schlimm sein soll und wo das mit einer Diktatur zu tun haben soll... das kann ich jetzt echt nicht nachvollziehen. Die Gesichtserkennung richtig eingesetzt erachte ich als gute idee. So lange man damit nicht Rauchern auf den Sack geht, die abseits der Raucherecke geraucht haben (bin Nichtraucher), oder Leute die achtlos Bonbonbabierle auf den Boden werfen, finde ich ist der Einsatz einer solchen Technik ok.

    Nicht jede Schutzmaßname ist eine Überwachung und Generalverdacht.

  14. Re: arsch hoch und wählen gehen

    Autor: |=H 08.09.17 - 11:24

    Die 30% müssten dann aber größtenteils die gleichen Parteien wählen, ansonsten haben diese bei unter 5% keine Sitze und damit sind sie weiterhin irrelevant.

    Die müssten sich also schon auf maximal 6 Parteien einigen.
    Theoretisch könnte die CDU mit 10% der Stimmen komplett allein regieren, wenn der Rest sich auf 20 Parteien zu je 4,5% verteilt.

  15. Re: arsch hoch und wählen gehen

    Autor: |=H 08.09.17 - 11:27

    Du änderst automatisch dein Verhalten wenn du dich beobachtet fühlst. Kameras, insbesondere wenn du weißt, dass die sofort wissen wer du bist, erledigen dies.

    Wozu die Kameras sonst? Nur für den Terror? Also etliche Millionen ausgeben wegen einer zweistelligen Zahl toter? Wobei die Anschläge damit niemals verhindert worden wären, nur die Aufklärung ggf. etwas schneller gegangen wäre.
    Also wird das auch für andere Straftaten eingesetzt und früher oder später für jede Kleinigkeit.

  16. Re: arsch hoch und wählen gehen

    Autor: Niaxa 08.09.17 - 11:31

    Du hast nicht viel mitbekommen in letzter Zeit oder? Menschen die nicht helfen wollen (Es gibt halt auch egoisten), oder die kritisch sind, werden (und wenn du jetzt behauptest das wäre nie passiert... dann können wir aufhören zu diskutieren) nicht selten als Nazis und Wutbürger in irgendeine Schublade gesteckt statt mit ihnen zu sprechen. Warum auch... alles braune Suppe wa ^^.

    Übrigens hast du angefangen mit Politik Interesse nach der Wahl. Und andersrum wird halt ein Schuh draus, der dir plötzlich nicht mehr passt. Mich interessiert es auch wenig was mit ehemaligen Politikern passiert. Ich wollte dir lediglich aufzeigen, warum es gerade Toppolitiker, egal bei welchem Wahlausgang, wenig interessiert was während der Wahl geschah.

    Du musst verzeihen ich habe mich vertan. In der CDU war schon immer Kuschelkurs mit Frau AM. Da war man immer einer Meinung. Höchst ungewöhnlich aber da ist das so.

  17. Re: arsch hoch und wählen gehen

    Autor: Niaxa 08.09.17 - 11:33

    Also in England gibt es ne Menge Cams und so sauber ist da deswegen jetzt auch nicht ^^. Und auch Straftaten gibt es da noch.

  18. Re: arsch hoch und wählen gehen

    Autor: HibikiTaisuna 08.09.17 - 11:35

    Auch wenn ich das nicht oft tue ( ;-) ), muss ich Trollversteher beipflichten. Bei den Nichtwaehlern redet man sich mit Politikverdrossenheit raus und nicht mit dem Scheitern der eigenen Politik. Wenn jedoch einfach mal 20% Nichtwaehler zu Wahl gehen und auch nur welche von den Sonstigen Parteien waehlen kommen dadurch vielleicht sogar ein paar Ueberraschungen in den Bundestag mit rein und die etablierten Parteien verlieren Massiv an Stimmanteilen. Das wuerde die Parteien vielleicht wirklich nachdenklich stimmen.

    Ich selbst finde es erschreckend, dass bis heute keine der etablierten Parteien ein konkretes Programm fuer junge Waehler hat aber fuer Rentner schon. Die etablierten Parteien sind da wie die oeffentlich rechtlichen. Mit ein paar Programmen auf cool machen und versuchen die jungen Leute zu beeindrucken aber dann klaeglich scheitern.

  19. Re: arsch hoch und wählen gehen

    Autor: |=H 08.09.17 - 11:36

    Eben, es gibt noch die Straftaten, diese werden nicht verhindert, höchstens verlagert in Gebiete mit weniger Überwachung. Also wofür überhaupt die Kameras?

  20. Re: arsch hoch und wählen gehen

    Autor: Niaxa 08.09.17 - 11:42

    Was soll dabei raus kommen? 3 weitere 5% Parteien? Planlos wählen gehen ist auf gar keinen Fall die Lösung.

    Wenn 100% wählen gehen und Planlos wählen habe ich was erreicht? Genau. Die klopfen sich auf die Schulter, gehen davon aus alles richtig gemacht zu haben und weiter gehts. Was da jetzt anders sein soll, das sehe ich irgendwo nicht richtig.

  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Sachgebietsleiter/in im Bereich Monitoring informationstechnische Überwachung (wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in) (m/w/d)
    Bundeskriminalamt, Wiesbaden
  2. Software & Data Engineer / Machine Learning Engineer (m/w/d)
    h.a.l.m. elektronik GmbH, Frankfurt
  3. IT Experte Qualität, Controlling und Projektportfoliomanagement (m|w|d)
    MTU Aero Engines AG, München
  4. Digital Officer (m/w/d)
    Richter-Helm BioLogics GmbH & Co. KG, Hamburg

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. mit 1.595€ Bestpreis auf Geizhals
  2. (u. a. Red Dead Redemption 2 (PC Version) für 32,99€, Going Medieval für 12,99€)
  3. 99,99€
  4. 59,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Dragonbox-Pyra-Macher im Interview: Die Linux-Spielekonsole aus Deutschland
Dragonbox-Pyra-Macher im Interview
Die Linux-Spielekonsole aus Deutschland

Mit viel Verspätung ist die Dragonbox Pyra erschienen. Entwickler Michael Mrozek musste ganz schön kämpfen, damit es überhaupt dazu kam. Wir haben ihn in Ingolstadt zum Gespräch getroffen.
Ein Interview von Martin Wolf


    TECH TALKS: Kann Europa Chips?
    TECH TALKS
    Kann Europa Chips?

    In eigener Sache Die Autobauer leiden unter Chip-Mangel, die EU will mehr Chips in Europa produzieren. Doch ist das realistisch? Über dieses und weitere spannende Themen diskutiert die IT-Branche am 10. Juni bei den Tech Talks von Golem.de und Zeit Online.

    1. TECH TALKS Drohnen, Daten und Deep Learning in der Landwirtschaft
    2. In eigener Sache Englisch lernen mit Golem.de und Gymglish
    3. Tech Talks Eintauchen in spannende IT-Themen und Jobs für IT-Profis

    Software-Projekte: Meine Erfahrungen mit einer externen Entwicklerfirma
    Software-Projekte
    Meine Erfahrungen mit einer externen Entwicklerfirma

    Ich versprach mir Hilfe für meine App-Entwicklung. Die externe Entwicklerfirma lieferte aber vor allem Fehler und Ausreden. Was ich daraus gelernt habe.
    Von Rajiv Prabhakar

    1. Feature-Branches Apple versteckt neue iOS-Funktionen vor seinen eigenen Leuten
    2. Entwicklungscommunity Finanzinvestor kauft Stack Overflow für 1,8 Milliarden
    3. Demoszene Von gecrackten Spielen zum Welterbe-Brauchtum