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Fatalismus als politische Botschaft?

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  1. Fatalismus als politische Botschaft?

    Autor: cpt.dirk 01.06.18 - 03:09

    Was grundsätzlich wieder einmal typisch für Merkel ist: sie greift ein Thema auf und münzt die grundsätzlichen Kritikpunkte so um, dass die Diskussion in eine völlig andere Richtung gelenkt wird.

    Vorher ging es um das inakzeptable Datenprofiling der Nutzer und deren Rechte, dieses einzuschränken, bzw. zu unterbinden (DSGVO).

    Nun ist das aber für Merkel offenbar gar kein Thema mehr sondern es ist "nur eine Frage des Preises", sprich: kein Recht an den eigenen Daten sondern nur eine Art "Umsatzbeteiligung", oder "Mikrodividenden", die diese Unternehmen als Brosamen an die gemolkenen Nutzer abführen sollen?

    Das ist Manipulation á la Merkel.

    Eine bei den sog. Konservativen offenbar beliebte Methode, unangenehme Diskussions- und Handlungsbedarfe umzudeuten und für eigene Zwecke zu nutzen, s. auch Hermman (CSU): "Ich verstehe wenn die Menschen Fragen haben" - als Reaktion auf deren Forderungen.

    Abstoßend finde ich nicht zuletzt Merkels laufenden Anbiederungen, z. B. "[...] für UNS alle Neuland", "[...] sind WIR hier alle Datenlieferanten" und die fatalistische Philosophie, die sie somit verbreitet, nach dem Motto: "Es war, bzw. ist nicht zu ändern / zu verhindern, dass WIR zum Beobachtungsobjekt wurden, bzw. werden" - jetzt müssen WIR das "das Beste aus der Situation machen".

    Was genau hat Merkel in IHRER gesamten Amtszeit als dt. Bundeskanzlerin jemals getan, um UNSERE Nutzerrechte zu stärken? Sie hat mit der GroKo, im Gegenteil, Gesetzte am laufenden Band verabschiedet, die nicht zuletzt unsere Rechte an unseren Daten drastisch beschnitten haben - und damit unsere Bürgerrechte. SIE hat UNS zu Beobachtungsobjekten herabgewürdigt.

    Und wäre da nicht die DSGVO verabschiedet und nun umgesetzt worden, könnte ich kaum der Versuchung widerstehen, Merkel Recht zu geben - allein, sie hat unrecht:

    Denn die DSGVO zeigt ja gerade, dass es trotz allem möglich war und ist, den globalen Playern der Sharing Economy Schranken zu setzen und den Nutzern die Rechte zurückzugeben, ob und inwieweit sie tatsächlich zum reinen Beobachtungsobjekt werden wollen.

    Ich kann mir natürlich vorstellen, dass es erklärten "konservativen" Überwachungsfetischisten wie Merkel andersherum lieber wäre und dass sie alles versuchen werden, die DSGVO soweit und so schnell irgend möglich zu erodieren - denn willenlose Objekte lassen sich viel leichter zu einem Gebäude nach eigenen Vorstellungen arrangieren.

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