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Wikileaks ...

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  1. Wikileaks ...

    Autor: AllDayPiano 08.03.17 - 15:11

    Ich empfand die Arbeit von Wikileaks bisher als sehr wertvoll. Bis zur US-Wahl. Da begann die Plattform (oder eher die Menschen dahinter), Dokumente von Hillary Clintons Emailarchiv zu veröffentlichen.

    Bei dieser Veröffentlichung stellen sich mir klar 2 Fragen:

    1) Warum muss man das Archiv zugänglich machen? Wir reden hier nicht über die Snowden-Dokumente, bei denen tatsächlich weltweit ein Interesse an Veröffentlichung bestand. Wir reden hier von teils privater Korrespondenz eines amerikanischen Politikers, die ungefähr genauso langweilig ist, wie die Emails des Präsidentschaftskandidaten von Usbekistan.

    2) Warum war der Zeitpunkt, für diese Veröffentlichung so praktisch für Trump? Warum veröffentlichte man diese Dokumente, obwohl das FBI selbst die Ermittlungen eingestellt hat?

    Es ist wohl kein großes Geheimnis, dass Assange hier mit Trump sympathisiert hat. Sei es, weil er Clinton als Gefahr für das Amt ansah, oder weil er hoffte, durch die Veröffentlichung, den Gefallen den er Trump damit gemacht hat, Amnestie in den USA zu bekommen.

    In jedem Falle kann man davon ausgehen, dass diese Veröffentlichung, dieses künstliche Aufbauschen der Affäre, die Wahl negativ für Clinton beeinflusst hat.

    Ich möchte nicht prognostizieren, ob der soziopathische Trump tatsächlich schlechter als eine Clinton sein wird, aber ich ich denke mir ganz klar, dass es einer Plattform wie Wikileaks nicht zusteht, Einfluss auf die Wahlen eines Landes zu nehmen.

    Wikileaks hat für mich eine Grenze überschritten. Und das halte ich für unverzeihlich.

  2. Re: Wikileaks ...

    Autor: Muhaha 08.03.17 - 15:26

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich möchte nicht prognostizieren, ob der soziopathische Trump tatsächlich
    > schlechter als eine Clinton sein wird,

    Unberechenbarer. Und deswegen schlechter. Nicht so sehr für den Rest der Welt, sondern für Amerika. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die GOP eine Möglichkeit gefunden hat "ihren" Präsident abzusägen, ohne dass ihnen die eigene Wählerschaft davonläuft.

    Clinton stand für eine solide, wenig überraschungsreiche Fortsetzung der Aussenpolitik unter Obama: Dronenkrieg gegen Terroristen. Klare Worte in Richtung Rußland bei Beibehaltung aller Kontakte (weil man Rußland braucht, um Syrien zu befrieden), Kooperation mit China. Alles business as usual und kilometerweit weg von allen Untergangsszenarien, die Clinton-Gegner gerne beschworen haben.

  3. Re: Wikileaks ...

    Autor: Trollversteher 08.03.17 - 15:33

    Richtig. Obwohl ich einem Punkt widersprechen muss: Clinton hat in der Tat einen deutlich schärferen Kurs gegenüber Russland angekündigt, als Obama ihn geführt hat. Tatsächlich wurde Obama nicht nur von den Falken innerhalb der Republikaner, sondern auch denen innerhalb der eigenen Partei (inklusive Clinton) dafür kritisiert, gegenüber Russland einen zu schwachen und nachsichtigen Kurs eingeschlagen zu haben. Trotzem ist Clinton eine erfahrene Realpolitikerin die ihre Grenzen in dieser Hinsicht kennen dürfte, und sicher keinen Amoklauf in den Atomkrieg gestartet hätte, wie Ihr von ihren Gegnern gerne unterstellt wird.

  4. Re: Wikileaks ...

    Autor: jajagreat 09.03.17 - 06:17

    Also was in den E-Mails über den Sturz Gaddafis stand fand ich äußerst interessant.

  5. Re: Wikileaks ...

    Autor: jeckoBecko 09.03.17 - 22:21

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > 1) Warum muss man das Archiv zugänglich machen? Wir reden hier nicht über
    > die Snowden-Dokumente, bei denen tatsächlich weltweit ein Interesse an
    > Veröffentlichung bestand. Wir reden hier von teils privater Korrespondenz
    > eines amerikanischen Politikers, die ungefähr genauso langweilig ist, wie
    > die Emails des Präsidentschaftskandidaten von Usbekistan.

    Fake-News-Propaganda!

    Die privaten Mails, und nebenher viele belastende Arbeitsmails, wurden vor der Übergabe an die Ermittler rausgefischt und gelöscht. Die wurde niemals irgendwo veröffentlicht.

    Da halte ich es doch gerne mit dem Leitsatz ebenjener Politiker, die nur zu gerne behaupten, dass wenn jemand nichts zu verbergen auch nichts zu befürchten hat.

  6. Re: Wikileaks ...

    Autor: FreiGeistler 10.03.17 - 07:58

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > (weil man Rußland braucht, um Syrien zu befrieden)

    Korrektur:
    weil man Rußland braucht, um Syrien zu "befrieden")
    Von dem her vielleicht nicht so schlecht, dass Clinton nicht Presi wurde.

  7. Re: Wikileaks ...

    Autor: arthurdont 10.03.17 - 18:47

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wir reden hier von teils privater Korrespondenz
    > eines amerikanischen Politikers, die ungefähr genauso langweilig ist, wie
    > die Emails des Präsidentschaftskandidaten von Usbekistan.

    Das stimmt so nicht. Die Geschichte mit ihrem Emailserver hat nichts mit den während des Wahlkampfs geleakten Mails zu tun.

    Erst wurden die Mails des DNC (also der Partei) kurz vor der Nominiertungsversammlung geleakt. Die Mails dürften zu dem Zeitpunkt noch recht frisch gewesen sein (wurden also nicht von WL "taktisch verzögert") und stammen sehr wahrscheinlich von einem frustrierten Mitarbeiter des DNCs. Das geleakte Material bewies, daß der DNC unfair zu Clinton half um Bernie Sanders zu sabotieren. Art und Zeitpunkt des Leaks haben nichts mit Russland zu tun sondern sehr wahrscheinlich mit einem enttäuschten Bernie-Fan innerhalb des DNC.

    Später wurden dann noch die Mails des Clinton-Wahlmanagers geleakt - ebenfalls zeitnah. Der war auf einen simplen Phishing-Trick hereingefallen, wodurch sein Email-Passwort kompromittiert wurde. Auch dazu braucht's nicht den FSB :)

    Clintons Emailserver wurde jedoch zweimal vom FBI in die Nachrichten gebracht. Einmal vor ihrer Nominierung mit der Grundaussage "Jawohl, da wurde gegen Gesetze verstoßen und nein, wir werden sie nicht anklagen" - und dann nochmal kurz vor der Wahl, als der Mann der engsten Clinton-Vertrauten zum dritten Mal in einen Skandal verwickelt wurde und deswegen seine Computer durchsucht wurden. Aber: FBI, nicht Wikileaks, nicht Russland.

    Kurz: während des Wahlkampfes gab es etliche Vorfälle "mit Emails" - die zwar nichts miteinander zu tun hatten, aber dennoch gerne durcheinander geworfen werden (von Clinton-Seite absichtlich "waren alles die Russen" - und von den Medien manchmal aus Versehen, weil sie den Überblick verloren haben).

    Clintons private Emails wurden nicht veröffentlicht - die hat sie ja löschen lassen (darum ging's ja in dem Emailserver-Skandal).

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