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Fehlerhafte Update-Politik

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  1. Fehlerhafte Update-Politik

    Autor: Anonymer Nutzer 14.08.16 - 10:10

    ...ich weiss nicht, was das soll. MS hatte mal die vorbildlichste Updatepolitik aller OS Entwickler. Kein anderer Betriebssystem-Entwickler hat seine OS so lange mit Sicherheitsupdates versorgt wie MS, dagegen stinken die LTS Versionen einiger Linix Distros ab, Apple sowieso. Das war ein echtes Argument für Windows, zumindest für all jene ohne Brett vorm Kopf, die nach dem Credo "never change a running system" kein Gefallen an sich verändernden Klicki-Bunti Oberflächen o. ä. fanden, sondern einfach produktiv arbeiten wollten und dabei möglichst wenig Zeit mit der OS Pflege vergeuden wollten.

    "Empfohlene Updates" konnten komplett ignoriert werden, Sicherheitsupdates nur selektiv installiert werden, nachdem man sich umgehört hat, ob es in den ersten Tagen nach Release größere Probleme gab. Ein sehr guter Kompromiss - IT Sicherheit ist immer ein Kompromiss - zwischen Aktualität und Produktivität. Dazu noch ein aktueller Virenscanner und ordentlich konfiguierte Nutzerverwaltung und so ein System lief sicher und stabil über Jahre.

    Jetzt hat MS angefangen, aus diesem pragmatischen Updateprozess ein stetiges Upgrade des ganzen Windowssystems zu machen. Jedes größere, vermeintliche "Update" stellt gleich eine Art Neuinstallation des ganzen OS dar. Weder kann das der Normalnutzer jenseits von Enterprise deaktivieren, noch gibt es selbst für Enterprise einen Weg daran vorbei, wenn man auch immer die neuesten Sicherheitspatches will.
    Was das an Nerven und Zeit kostet macht sukzessive die maßgeschneiderte Implementierung einer Linux Distro (die zwar gratis zu beziehen ist, aber dennoch nie kostenfrei zu implementieren ist...) zunehmend zur attraktiven Alternative. Da hat man wenigstens bei den LTS Versionen etwas länger Ruhe.

    MS hat schon bei der Smartphone-Strategie komplett versagt aber offenbar zieht man das jetzt auch bei den Cash Cows Windows und Office durch. Die Frage ist, was da am Ende von Microsoft noch übrig bleibt?! Das Problem ist, so sehr man auch über MS schimpfen konnte, gerade im gewerblichen Bereich ist es eigentlich unverzichtbar einen verantwortlichen, proprietären Partner zu haben und nicht nur eine ehrenamtliche Entwicklergemeinde, der man nix vorwerfen und die man im schlimmsten Fall auch nicht verklagen kann, wenn zugelieferte Software den Geschäftsprozess zerstört (die ach so hohen Lizenzgebühren erscheinen für Unternehmen, bei denen es nicht nur um ein vergeudetes Wochenende wie beim Privatnutzer geht, wenn man das System zerschossen hat und neu aufsetzen muss).

    Aber unter diesen Voraussetzungen kann man eigentlich nur jedem raten sich auf eine Windows-Exit Strategie zum Ende des Patchzeitraums für Windows 7 vorzubereiten, sind ja noch drei Jahre hin.

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