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Linux Unterricht in der Schule - Beispiel

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  1. Linux Unterricht in der Schule - Beispiel

    Autor: norbertgriese 20.11.19 - 12:19

    Ein Gymnasium hat seit den 80er Jahren PCs unter Dos, später auch mit Server für den einen Computerraum. Die Lehrerin macht einen Novellkurs und kümmert sich. Das geht so bis 2002 unter Win98se.
    Die Schüler machen zwischendurch Unfug, die Lehrer haben wenig Ahnung und verraten das Serverpasswort, die Lehrerin bringt alles in Ordnung. Wenn nix klappt, komme ich vorbei und am nächsten Tag läuft alles wieder.

    Dann kommen eine Gruppe neue Lehrer und finden das alte Windows doof und Novell als Serverbetriebssystem erst recht. Die Lehrerin macht dann nix mehr, weil die anderen oberschlau sind. Von einer anderen Schule kommt jemand, installiert Linux. Das funktioniert 2 Wochen, dann haben die Schüler raus, wie sie das Linux lahmlegen können.

    Der Mensch von der anderen Schule kann nicht dauernd aushelfen. An der Schule hat niemand den Elan, das Netzwerk zu administrieren. Der Computerraum ist meistens funktionslos. 2 Jahre lang.

    Dann gibt's komplett neue PCs und Windows neu und alle sind zufrieden. Prompt findet sich auch wer, der administriert.

    Es kommt als drauf an, in der Schule jemand zu haben, der alles fast täglich wieder in Ordnung bringt. Dieser findet sich für Linux seltener als für Windows.

    Für die Anwendungen der Schüler ist es egal, welches Betriebssystem läuft.

    Norbert

  2. Re: Linux Unterricht in der Schule - Beispiel

    Autor: Oktavian 20.11.19 - 13:03

    > Es kommt als drauf an, in der Schule jemand zu haben, der alles fast
    > täglich wieder in Ordnung bringt. Dieser findet sich für Linux seltener
    > als für Windows.

    Ein Musterbeispiel für konzeptlose IT in einer Schule. Kein Plan, kein pädagogisches Konzept, keine angemessene Technik, kein kompetentes Personal. Man schmeißt ein paar Rechner in die Schule und glaubt, jetzt hat man eine digitalisierte Schule.

    Am Ende ereilt die Digitalisierung der Schule das gleiche Schicksal wie das Sprachlabor Ende der 70er.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.11.19 13:06 durch Oktavian.

  3. Re: Linux Unterricht in der Schule - Beispiel

    Autor: norbertgriese 20.11.19 - 14:47

    Von 86 bis 2002 haben die Gymnasiasten meist Turbo Pascal, seltener Basic gelernt. Was noch, weiß ich nicht.

    Vor etwa 10 Jahren habe ich ein Konzept vom Ministerium gelesen. Das war ein Witz und passte nicht zu der Schule. Wurde mir auch vom Lehrer als Lachnummer gezeigt.

    Norbert

  4. Re: Linux Unterricht in der Schule - Beispiel

    Autor: Oktavian 20.11.19 - 14:58

    > Von 86 bis 2002 haben die Gymnasiasten meist Turbo Pascal, seltener Basic
    > gelernt. Was noch, weiß ich nicht.

    Die Frage ist immer, was ist das Ziel. Ich hatte in der Oberstufe auch Informatik und da Turbo Pascal gelernt, der Rechner hatte noch keine Festplatte, dafür zwei Diskettenlaufwerke. War schon komisch, wenn man zuhause einen 286er hatte mit 40MB Plattenplatz. Das war okay, Ziel war das Erlernen der Sprache, dafür war die Umgebung geeignet, passte schon.

    > Vor etwa 10 Jahren habe ich ein Konzept vom Ministerium gelesen. Das war
    > ein Witz und passte nicht zu der Schule. Wurde mir auch vom Lehrer als
    > Lachnummer gezeigt.

    Ich frage bewusst immer nach dem pädagogischen Konzept. Wenn der Rechner und dessen Handhabung Unterrichtsgegenstand sein soll (Informatik, Technik, etc.) dann braucht es dafür einen passenden Lehrplan und passende Lehrer. Wenn es darum geht, den Rechner in den Unterricht anderer Fächer einzubinden (Recherche, Präsentationen, Lehrsoftware), dann braucht es auch dafür passende Konzepte.

    In jedem Fall braucht es aber passendes Personal, um eine Rechnerumgebung in einer Schule sinnvoll zu betreiben, heute noch viel mehr als damals. Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe und nichts, was der Physiklehrer im Rahmen einer Ausgleichsstunde mal nebenbei macht. Das kann man nicht mit eigenem Personal stemmen, sowas vergibt man als Auftrag. Und ja, das kostet Geld.

    Beides fehlt in der Regel. Weder hat man eine Idee, was die Lehrer mit dem Rechner machen sollen, noch hat man Personal, das die Umgebung betreut. So muss das scheitern, wie eben in der 70ern die Sprachlabors, bei denen man genau die gleichen Fehler gemacht hat.

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