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Laserpointer auf die Kamera ...

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  1. Laserpointer auf die Kamera ...

    Autor: Shrykull 22.05.13 - 23:48

    .. da geht die Matrix auf Grundeis!

    Da sieht der Spanner in Langley nur noch das Weiße am Ende des Backpanels ...
    :D

    Gut war auch der Witz mit den TV-Inhalten: dann sehen wir bestimmt nur noch, wie Drohnen des Empire afghanische Bauern abschlachten und ped-O-viele Senatoren ihre Freizeit verbringen...

    Es geht auch nicht um die Video-Bitraten im Upload - ein hochaufgelöstes Bild pro Tag übern Teich bringt ohnehin viel mehr Information.

    Die ganze Daten-Sammelei hat doch den ökonomischen Hintergrund, daß Informationen an Wert gewinnen, wenn sie den Ort wechseln. Ein Grund für die geplante Mehrwert-Abgabe auf Daten-Autobahnen (keine Angst: die ist in den Triple-Play Tarifen o.dgl. bereits enthalten).

    Auch wenn daher manche ihren geschützten Lebensbereich für wertlos halten - der Typ der dir morgen die Werbung im Spiel einblendet, muß die Lieferung an dich nachweisen. Daten-korrellieren hilft ihm dabei.

    Die Promotions kommen, ob wir wollen oder nicht. Sie sind längst auf jedem Schirm. Und wir bezahlen sie mit jedem Produkt und es sind Milliarden. Manchmal als Information, manchmal als veränderte Information, manchmal unvollständige Information.

    Durch unser Verhalten werden einige immer reicher - und da wir in einer Welt leben, die keine Gewinne macht, sondern nur umverteilt und Ressourcen ausbeutet, werden wir durch unser Verhalten immer ärmer. Oder unsere Kinder...

    Und solange Menschen immer bereit sind für etwas zu zahlen, daß sie nicht verlangt oder gewünscht haben, stimme mit denen überein, die der Meinung sind, daß die Leute trotz des Gejammers noch viel zu viel Geld haben. Und dieses gilt es eben zu bergen...

    Die X-Box also bitte mit Kreditkarte bezahlen, sonst gibts ne Endlosschleife beim Download...

    Daten sammeln ist das große Ding von morgen:
    Anonymität ist einen Ressource, weil man sie nur einmal im Leben verbrauchen aber nicht wieder kaufen kann. Wer also einen Mangel an Anonymität erzeugen kann, ist so ne Art Scheich von morgen. Dagegen wird Apple wie Peanuts sein.

    Wird auch niemand merken, weil die Leute auch morgen die Wahl haben werden:
    Man hält ihnen zwei faule Äpfel hin und sagt: Such dir einen aus!

    Geht nicht, denkste?
    Nun, die Leute nehmen auch Spiele-Konsolen mit Panorama-Feature in Kauf, um weiterdaddeln zu können...
    ;-)

    btw:
    kennt jemand den StandBy-Verbrauch?

  2. Re: Laserpointer auf die Kamera ...

    Autor: IrgendeinNutzer 23.05.13 - 00:41

    Paar Jahre später in den Nachrichten: Mutmaßlicher Terrorist enttarnt durch Kinect-Kamera

  3. Re: Laserpointer auf die Kamera ...

    Autor: Shrykull 23.05.13 - 10:56

    Das wäre denkbar, aber dazu müßten die in Tora-Bora das Wlan wieder aufbauen oder in Guantanamo wieder einschalten.

    Wahrscheinlicher ist es in der Konsumgesellschaft aka Mediendemokratur, Jeden zu jederzeit und überall mit personalisierten Informationen zu erreichen - dir also die Entscheidungsfindung abzunehmen. Das ist gut für dich und nimmt dir manchen Streß und Aufwand. Wenn du z.B. keinen Salat magst, wird man dich eben mit Rindfleisch-Werbung verwöhnen. Vielleicht auch noch mit frittierten Doughnuts und Limonaden, weil das irgendwie komplementäre Güter sind. Dein Leben wird sein wie im Paradies. Sicher wird dir das bald ein paar Taler wert sein, weil es deine Nerven schont und du den Mehrwert nicht missen möchtest.

    Problem ist dann, daß irgend ein böser Server so viel über dich gespeichert hat, daß er weiß, wie er dich am Besten nerven kann: jederzeit, überall und NUR DICH.

    Und was der Server noch nicht über dich weiß, findet er in sozialen Netzwerken. Was du nicht über dich verraten willst, erzählen vielleicht deine Freunde. Warum auch nicht? Schließlich können sie ja nicht wissen, was dir peinlich ist, denn das erzählst du ihnen ja gewöhnlich nicht. So gesehen liegen Cheeseburger und dein Intim-Leben ziemlich dicht beisammen...

    Aber das mal außen vor: im Geschäftsleben herrscht Wettbewerb und wer besser über seine Zielgruppe Bescheid weiß, als sein Wettbewerber, bleibt am Markt übrig. Weil die Datensammelei, Speicherung und Auswertung finanziert werden muß, bleiben eben die teureren Anbieter am Markt und nicht der Beste, wie vom Kapitalismus eigentlich mal vorgesehen.

    Kinect zeigt was mach- und denkbar ist. Das man damit Terroristen fängt ist weniger wahrscheinlich - die sind im Gegensatz zu den X-Box-Käufern eher Kamera-Scheu. Ziel der Werbung ist nicht - wie allgemein behauptet - zu informieren - sondern so lange zu nerven, bis die Leute kaufen. Werbung erzeugt das Gefühl von Mangel und das einzige Ventil, daß dir der Kapitalismus bietet, ist das Kaufen. Und das der Gefühlte Mangel existiert, sieht man schön daran, daß Übergewichtige mit 200 Sachen zur Lohnmaximierung brettern, wo andernorts noch gehungert wird.

    Schlauer, einfacher und nachhaltiger wäre - keine Daten über sich preiszugegben. Nur sagt das keiner... :D

    Und wenn wir dank der Datensammelei sowieso im Paradies sind, laufen auch den Obi Binbadens die Followers davon.

    Und das Beste ist: die Leute wollen das alles freiwillig.

    Also gehört M$ auch nicht wirklich zu den Borg und mein Artikel ist auch kein Bashing...
    ;-)

  4. Re: Laserpointer auf die Kamera ...

    Autor: Chrios 23.05.13 - 11:37

    "Daten sammeln ist das große Ding von morgen: "

    Meinst Du das wirklich? Ich denke das es eher das Ding von heute ist und das geschickte Auswerten und Verknüpfen, gerne auch zwischen unterschiedlichsten Datenquellen und Diziplinen, wird auch morgen noch ein Thema sein.
    Die Leute datenerfassungsmäßig anzuzapfen, dafür gibt es ja schon zig Wege. Und wie man sieht ist da die Entwicklung schon länger am Laufen.
    Aber die Daten so zusammenzuschnüren, das Geschäftspartner X seine Gesundheits- und Geschäftspartner Y die Vermögens-Informationen des Ziels bekommt, und das öglichst lückenlos und in einer standardtisierten Form (wie ein Aktienpaket fast), solche Systeme haben bisher den großen Wettbewerbsvorteil gebracht und werden auch weiterhin heiß begehrt sein. Noch ist es nur die Werbeindustrie die hier immer als Abnehmer der Datenpakete genannt wird, aber in Zukunft wird wohl jede Firma möglichst viel über Dich wissen wollen...
    "Sie möchten eine Pizza Salami mit extra Käse bestellen? Tut mir leid, Ihre Krankenkasse schickt mir grad eine Instantnachricht, dass das nicht ohne Aufschlag auf den Beitrag geht. Sie können aber gerne eine vegetarische Pizza nehmen, dann legen wir Ihnen noch einen Gutschein für einen 10%-Nachlass für ein Wellnesswochenende in Bad Salz Ufflen drauf, Ihre Frau hat sich ja neulich schon im Internet das Hotel Spangenreiter angesehen..."

  5. Re: Laserpointer auf die Kamera ...

    Autor: Shrykull 23.05.13 - 18:14

    Yepp - so isses.

    Es läuft auf das Korellieren von Daten hinaus - also was Google, 123people u.a. z.B mit ihren Begriffswolken heute schon tun. Was du nicht preisgibst, tippen dort eben deine Freunde an. Kannste nix gegen machen - denn als du ihnen was erzählt hast, gab es noch keine Begriffswolken. Im Prinzip eine geschickte Nutzung chronologischer Abhängigkeiten.

    Deswegen wird bei allem was Menschen nicht wollen, eben immer der zweite Schritt vor dem ersten gemacht. Dann merkt keiner was, bis es vor der Tür steht - und bei Kinect ist das Ding eben da, bevor die Welt erfährt, was M$ damit macht. Wenn überhaupt.

    Am Ende läuft das so, daß die EFF in den UZA mit dem Freedom of Information Act die Herausgabe erzwingt, und nur die User in der Restwelt korelliert und dann ausgesaugt werden. Im Prinzip könnte man damit auch Revolten in fremdem Ländern anzetteln...

    Das Korellieren - oder deutsch - Zusammenführen von Datenbanken ist bei uns verboten, weil es z.B. gegen informelle Selbstbestimmung verstößt.

    Wenn die Leute aber nicht wissen, was Korellieren ist, ihre Daten selbst rausrücken und übern Teich schicken, werden die Ergebnisse dort plötzlich wertvoll, da nutzbar für Prediction aller Art.

    Wer die Ergbnisse kauft, ist doch egal: neben Werbeindustrie, Ermittlungsbehörden, Finanz- und Sozialämtern fallen mir noch Berufsverbände, Investmentfonts, Versicherungen und eigentlich vieles andere ein. Im Prinzip alles, was dich heute schon am Telefon belatschert.

    Geh mal zur Bank und frag um Kredit - wenn die dein Risiko besser kennen, als du selbst, zahlste eben mehr Zinsen als vielleicht andere. Anonymität oder einfach mal den Rand halten, hätte dir dann Geld gespart... ;-)

    Man muß ja noch nicht mal alles genau über jeden Einzelnen wissen: es reicht ja, sich die Kirschen, sprich die Zahlungskräftigeren rauszusuchen. Dann werden eben die Schwächeren abgehängt - nur eben schneller als bisher...

    Am Ende geht es doch um die Vermessung des Menschen: Fingerabdruck, Iris, Stimmspektrum, eben Biometrie - angeblich auch Körpergeruch. Neulich auf einem Flughafen in Asien hat man mein Handgepäck mit so einem Sniffer durchsucht. Sieht schon so aus, wie ein Schlagstock. Scheinbar können die bisher nur Sprengstoffe, aber der erste Schritt in diese Richtung ist längst gemacht....

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