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Ergänzungen und Berichtigungen zum Artikel
Autor: eth0 17.04.18 - 16:51
> Russland zensiert 15 Millionen IPs für Telegram-Sperre
Komische Wortwahl. Eher "Russland blockiert 15 Millionen IPs für Telegram-Zensur"
> in dem autoritär regierten Land
Die Gesetze stammen tatsächlich vom Parlament; wer das Böse nur in Form von Putin vor den Augen hatte, sollte sich ein wenig beruhigen, selbst wenn der Mann diese Gesetze zur Zensur ratifiziert hatte.
> Aktuell werden laut Server.ru (Google Translate)
Der Link führt auf roem.ru und nicht "server [punkt] ru"
> Über Microsofts Dienst Azure liegen bislang keine Daten vor.
Ja, weil die auch nicht blockiert werden.
18.184.0.0/15 AS16509, Amazon
18.194.0.0/15 AS16509, Amazon
18.196.0.0/15 AS16509, Amazon
35.156.0.0/14 AS16509, Amazo
35.184.0.0/13 AS15169, Google
35.192.0.0/12 AS15169, Google
35.224.0.0/12 AS15169, Google
52.58.0.0/15 AS16509, Amazon
54.160.0.0/12 AS14618, Amazon
54.228.0.0/15 AS16509, Amazon
Falls diese Liste stimmt, sind es 4,4 Millionen IPs. Nur ist es derzeit ECHT unklar, welche von diesen IPs und von welchen Internetanbietern in welchem Umfang blockiert werden.
Laut diesem Link: https://2018.schors.spb.ru/ unterliegen insgesamt über 19 Mio. IPs einer Sperre, d.h. diese kompetente Inkompetenten haben seit gestern in Verbindung mit Telegram über 18 Mio. IPs in die Blacklist eingetragen.
> VPN zu Telegram zu verbinden, um die App weiter nutzen zu können. In Russland wird nun offenbar erwogen, auch solche Dienste zu blockieren.
Richtig, mit dem Wortlaut: Falls VPN dazu benutzt werden die Zensur umzugehen. Dabei blieben die VPNs, die diese Zensur für Nutzer aus Russland von sich aus durchführen NICHT davon betroffen; doch bis jetzt war kein VPN-Anbieter dran.
> Die Sperre betrifft offenbar auch den Kreml selbst.
Die betrifft absolut alle, weil zahllose Dienste auf AWS und Google gehostet werden. Selbst die Webseite von Golem.de will ein Javascript von s3-eu-central-1.amazonaws.com beziehen. Twitch, Spieleserver (theoretisch auch PUBG und Fortnite) usw. sind betroffen.
> Telegram war von der russischen Regierung aufgefordert worden, Masterschlüssel herauszugeben, um verschlüsselte Nachrichten mitlesen zu können.
Das soll aber nicht so verstanden, dass es so einen Schlüssel für alle Chats gibt. Vielleicht wäre in dem Fall die Rede von dem HTTPS Zertifikat (Private-Key)? Jedenfalls wäre die Auswirkung auf existierende Secret-Chats eine andere.
> Das Unternehmen hatte sich geweigert und war auch vor Gericht gescheitert, um die Sperrung abzuwehren.
Das "Gericht", was im Express-Durchlauf ohne die Anwesenheit der Telegram-Vertreter (Eigenentscheidung) die Blockierung angeordnet hatte. Inwiefern es rechtens und gerecht sein soll, kann jeder für sich selbst bestimmen.
Update und PS:
Hatte vergessen zu erwähnen, dass die Webseite des zuständigen Dienstes "rkn.gov.ru" seit einiger Zeit dank DDoS lahm liegt :)
oke, war alles
1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.04.18 17:08 durch eth0. -
Re: Ergänzungen und Berichtigungen zum Artikel
Autor: aPollO2k 15.10.18 - 22:59
Weißt du wie es aktuell um die Sperrung steht?



