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es gibt einfache Möglichkeiten der "Zwangsbeglückung" zu entgehen
Autor: mal_so 07.04.16 - 13:50
ja es gilt "Ab einem Jahresverbrauch von 6.000 kWh ist der Einbau der Messsysteme verpflichtend.",
aber dieses wir nicht der der NB (Netzbetreiber) vornehmen, sondern der MSB (Messstellenbetreiber) und der MSD (Messdienstleister), bis jetzt übernehmen viel Netzbetreiber die Marktrollen NB, MSB und MSD.
Aber im Rahmen der Deregulierung ist es möglich für alle vier Rollen (NB, LF (Lieferant), MSB und MSD) in der Stromversorgung einen anderen Partner zu haben.
Nur der Netzbetreiber NB (oder im Artikel der Verteilnetzbetreiber VNB) ist schwer zu wechseln, da das der Marktteilnehmer dem die Leitungen bis zum deinem Stromanschlusskasten gehören.
Aber die anderen sich zu wechseln.
Und sobald mit den Zählern richtig Geld zu verdienen gibt, wird es auch einen Wettbewerb zwischen den verschieden Messstellenbetreiber (MSD) geben.
Und ganz im Gegensatz zu dem "Rundfunkbeitrag" (der einer Steuer gleichkommt) und man dem Monopolisten Öffentlicher Rundfunk ausgeliefert ist, ist es möglich, z.B. Firma (oder Genossenschaft) zu gründen und die Marktrollen LF, MSB und MSD für deinen Stromanschluss zu übernehmen (ob es dann für dich billiger wird, ist ein anderes Thema).
Bei dem Öffentlicher Rundfunk (und dem "Rundfunkbeitrag") ist dieses per Gesetzt nicht möglich (sonst hätten schon längst z.B. Sixt und Hotelketten ihren eigenen).
Und die Marktrollen LF, MSB und MSD könnte (theoretisch) von einer "ein Personen-Firma" abgedeckt werden, nur für den Gerätewechsel wird ein lizensierter Elektriker benötigt (ist aber einfach zu finden, da es seit der Deregulierung reicht wenn er für einen NB ein Lizenz hat, er kann damit auch Geräte in anderen Anschlussbereichen wechseln). -
Re: es gibt einfache Möglichkeiten der "Zwangsbeglückung" zu entgehen
Autor: robinx999 09.04.16 - 19:11
Wenn damit gut Geld zu verdienen ist wird es da vermutlich auch Kombitarife geben, aber was da teilweise bisher bei Smartmetern und Co angeboten wird ist extrem Teuer, zu hohe Grundgebühr um irgendetwas zu sparen.
Gut ich liege momentan nicht über der 6000 kWh Grenze und bin erst mal auch nicht betroffen. Wobei der bisherige Preis für den alten Zähler auf der Stromrechnung meines Anbieters separat aufgelistet ist (11,76¤ für den Zähler und 2,02¤ für das Ablesen des Selbigen und übermitteln der Daten an meinen Stromanbieter)
Also bisher wohl definitiv noch eine zu geringe summe um da etwas zu wechseln, bzw. das sich das für Alternative Anbieter lohnen könnte. Wie sich das mit Smartmetern entwickelt muss sich zeigen. -
Re: es gibt einfache Möglichkeiten der "Zwangsbeglückung" zu entgehen
Autor: plutoniumsulfat 09.04.16 - 19:26
Ganz einfach, die Dinger werden verpflichtend, jeder hat nachher einen, aber Tarife gibts trotzdem nicht, weil sich ja kaum jemand beschwert.
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Re: es gibt einfache Möglichkeiten der "Zwangsbeglückung" zu entgehen
Autor: chefin 13.04.16 - 16:20
Was bringt dir der Wechsel, wenn jeder dir so einen Zähler setzen muss?
Zumal du garnicht derjenige bist der es bestellt und bezahlt. Also wird ein Konkurrenzverhalten zwar die Preise senken, aber nicht für dich, sondern für den der die Zähler setzt. Und alle Stromanbieter die du kontaktierst wollen die Zählernummer wissen...die du nur hast, wenn du auch einen Zähler hast. Keiner von denen setzt dir einen Zähler.
Drum rum kommen werden wir kaum, wenn der Gesetzgeber es so beschliessen sollte.



