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Langfristige Lösung
Autor: D4ni3L 07.04.16 - 08:48
Die langfristige Lösung solcher Probleme sehe ich in einem dezentralen Stromnetz, auf jedes Dach Solarpanels. Wind und Wasserkraft nutzen und so langfristig die Stromkonzerne in den Ruin treiben. So ein System wäre sehr robust gegenüber Ausfällen und auch durchaus bezahlbar, sowie praktikabel.
Ich persönlich sehe die Hochstromtrassen sehr ungern. -
Re: Langfristige Lösung
Autor: photoliner 07.04.16 - 09:57
Aha, und wie willst du Großabnehmer versorgen? Dafür braucht man nunmal diese dicken Trassen. Das wäre ungefähr so, als würdest du den kompletten Verkehr zwischen Hamburg und Berlin über die Dörfer schicken.
Noch dazu sind die regenerativen Energien, wie wir sie heute haben, zu stark schwankend, als dass sich damit die Versorgung wirklich sichern ließe. Ich habe mir jedenfalls mal sagen lassen, dass nachts die Sonne nicht scheint und bei Windstille die WKAs stillstehen sollen. -
Re: Langfristige Lösung
Autor: robinx999 10.04.16 - 15:47
photoliner schrieb:
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> Aha, und wie willst du Großabnehmer versorgen? Dafür braucht man nunmal
> diese dicken Trassen. Das wäre ungefähr so, als würdest du den kompletten
> Verkehr zwischen Hamburg und Berlin über die Dörfer schicken.
Die Großabnehmer dürften in der Tat ein großes Problem sein, wobei die durch die EEG Befreiung momentan ja auch Subventioniert werden.
> Noch dazu sind die regenerativen Energien, wie wir sie heute haben, zu
> stark schwankend, als dass sich damit die Versorgung wirklich sichern
> ließe. Ich habe mir jedenfalls mal sagen lassen, dass nachts die Sonne
> nicht scheint und bei Windstille die WKAs stillstehen sollen.
Das sollte machbar sein, ist alles nur eine Frage der Kosten. Solarzellen + Windkraft (vermutlich Vertikalrotor, da man diese von der Geräuschentwicklung wohl auch in Wohngebieten verwenden kann).
Wenn man das Ganze noch mit Akkus koppelt, so das man evtl. auch mal einen 48 Stündigen Stillstand der erneuerbaren Energien verkraften könnte, dann könnte man damit vermutlich super Leben.
Es gibt ja sogar schon Modelle wo bei Solaranlagen im Sommer (weil dort halt mehr zur Verfügung steht). Wasserstoff mittels Elektrolyse erzeugt wird, so dass man diesen dann im Winter wieder zu Strom machen kann https://www.youtube.com/watch?v=GA_s_IUs-_s
Das Problem an der ganzen Sache ist momentan wohl eher eine Frage der Wirtschaftlichkeit, aber machbar wäre das Abkoppeln vom Stromnetz wohl schon -
Re: Langfristige Lösung
Autor: plutoniumsulfat 10.04.16 - 16:33
Nur leider von den Konzernen nicht gewollt.
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Re: Langfristige Lösung
Autor: Anonymer Nutzer 11.04.16 - 09:32
plutoniumsulfat schrieb:
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> Nur leider von den Konzernen nicht gewollt.
Und die werden alles tun genau dies zu verhindern.
In der Wekrzeugkiste haben sie alles was Lobbyismus hergibt und die Regierungsparteien werden das ausführen. -
Re: Langfristige Lösung
Autor: tingelchen 11.04.16 - 10:33
Bzgl. Speicherung gibt es auch noch andere Möglichkeiten. Ein Solarkraftwerk speichert die Energie z.B. in Form von Wärme. Dabei wird die Sonneneinstrahlung über Spiegel auf den Speicher gerichtet. Die Wärmeenergie kann dann bei wenig Sonneneinstrahlung abgegeben werden.
Insgesamt sehe ich solche Konzepte jedoch ebenfalls eher Dezentral. Wenn Häuser über Solarenergie verfügen, macht es mehr Sinn überschüssige Energie in einen lokalen Speicher zu schieben. Der dann bei Mangel angezapft wird. Dieser muss dann auch keine zig MWatt speichern, sondern nur ein paar kW :) Sowas passt dann auch in den Hausanschlussraum.
Die großen Abnehmer sind von diesem Konzept nicht ausgeschlossen. Deren Anlagen sind dann nur größer. Im wesentlichen haben sie eh lokale Umspannwerke.
Eine dezentrale Energieversorgung ist definitiv die beste Lösung. Zum einen verteilen sich die Lasten besser über die Fläche und zum anderen sind sie Ausfallsicherer. Fällt ein Stromerzeuger aus, gibt es noch einige Millionen andere.
Für derartige Systeme reichen die alten Stromzähler dann allerdings nicht mehr :) Denn damit sich das Netz verwalten kann, müssen sich die einzelnen Stromerzeuger untereinander unterhalten. Auch bedarf es einer genaueren Messung und Ablesung bzgl. verbrauchten und gelieferten Strom. -
Re: Langfristige Lösung
Autor: robinx999 11.04.16 - 11:08
Die Frage ist halt ob es sich für Private überhaupt lohnt den Strom dann noch zu verkaufen oder ob der Komplett Selber verbraucht (natürlich mit passendem Zwischenspeicher) wird. Dann würde der Standard Zähler ja eigentlich reichen, denn dieser muss ja nur den zusätzlich eingekauften Strom berechnen, wobei natürlich die Extreme Variante wäre komplett ohne Stromanschluss und somit auch ohne Zähler und halt Komplett Autark. Wobei die Variante die überschüssigen Strom auch in Form von Wasserstoff speichert für den Notfall vermutlich auch in der Lage wäre extern gekauften Wasserstoff zu verarbeiten, falls man sich völlig verschätzt hat oder der Winter besonders kräftig ist.
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Re: Langfristige Lösung
Autor: plutoniumsulfat 11.04.16 - 11:13
Es lohnt sich doch heute schon nicht mehr, den Strom zu verkaufen.
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Re: Langfristige Lösung
Autor: tingelchen 11.04.16 - 11:45
In der heutigen Zeit wo der Strom durch einzelne Kraftwerke geliefert wird, stimme ich dir zu. Da muss man genau rechnen ob es sich lohnt oder nicht, da man eben nur sein eigenes Haus in Betracht zieht.
In einer dezentralen Energieversorgung sieht das allerdings anders aus. Hier muss man nicht nur sein eigenes Haus in Betracht ziehen sondern alle anderen auch. D.h. sollte es irgendwo zu einer Lastspitze kommen, müssen umliegende Häuser das Laden des Speichers einstellen um die Last bedienen zu können. Das geht aber nur, wenn sich die einzelnen Erzeuger unter einander unterhalten. Und das nicht mit einem zentralen Server :) Sondern direkt. Das Netzwerk wird dann automatisch selbst verwaltend.
Auch kann es dazu kommen, das anderen die Energie liefern um den eigenen Stromspeicher zu laden. Was z.B. dann der Fall ist, wenn die Stromspeicher anderer bereits voll sind.
Einzelne große Kraftwerke werden dann höchstens benötigt, wenn die Regenerativen nicht genug Energie liefern. Sie bedienen somit nur noch das Hintergrundrauschen. Ähnlich wie bei einem Torrent Download. Ein paar einzelne große Server bilden den Start, aber sobald die ersten die ersten Teile geladen haben, nutzen alle andere bereits diese Teile mit :) Das geht solange, bis die paar einzelnen Server gar nicht mehr gebraucht werden. -
Re: Langfristige Lösung
Autor: plutoniumsulfat 11.04.16 - 12:25
Stimmt, hab ich gar nicht dran gedacht. Da läuft ja das ganze System etwas anders ;)



