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Murphy's Law

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  1. Murphy's Law

    Autor: Dakkaron 03.09.21 - 15:56

    Die originale Fassung von Murphy's Law lautet so:

    > If there’s more than one possible outcome of a job or task, and one of those outcomes will result in disaster or an undesirable consequence, then somebody will do it that way.

    Wenn man das kombiniert, mit den Leitsätzen des agilen Manifestos, dann kommt das hier raus:

    > Individuen und Interaktionen sind wichtiger als Prozesse und Werkzeuge
    Meetings sind wichtiger als tatsächliche Arbeit.

    > Funktionierende Software ist wichtiger als umfassende Dokumentationen
    "Der Code ist eh selbst-dokumentierend." Dokumentation existiert nicht. Das Wort "umfassende" hat in dem Leitsatz noch niemand gelesen.

    > Zusammenarbeit mit dem Kunden ist wichtiger als Vertragsverhandlungen
    Der Kunde hat keinen Bock auf zweiwöchentliche, technisch-dominierte Meetings. Deswegen gibt es einen "Product Owner", der den Kunden vertritt, aber auch keinen Plan hat, was der Kunde wirklich will. Und weil man ja agil ist, gibt es natürlich auch keine Vertragsverhandlungen, also wird einfach irgendwas gemacht. Wir sind ja agil.

    > Reagieren auf Veränderung ist wichtiger als das Befolgen eines Plans
    Was für einen Plan? Wenn man keinen Plan hat, dann gibt es auch keine Veränderungen.

    Scrum u.Ä. geht eigentlich fast immer schief. Und wenn man dann darüber redet, dann heißt es "Ihr macht ja nicht richtiges Scrum".

    Ich glaube ehrlich nicht, dass es sowas wie richtiges Scrum gibt. Und wenn der Prozess so oft schief geht, und ihn scheinbar niemand versteht, vielleicht liegt das daran, dass der Prozess einfach nicht funktioniert.

    Agil wirkt für mich immer mehr wie eine Sekte. Wenn du nur fest genug glaubst, und genau so glaubst, wie ich, dann wird dein Projekt erlöst werden...

  2. Re: Murphy's Law

    Autor: Cerdo 19.09.21 - 21:00

    Dakkaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die originale Fassung von Murphy's Law lautet so:
    >
    > > If there’s more than one possible outcome of a job or task, and one
    > of those outcomes will result in disaster or an undesirable consequence,
    > then somebody will do it that way.
    Das eigentliche Original lautet (nach Gedächtnisprotokoll) "If that guy has any way of making a mistake, he will."
    - Also eigentlich eine Führungskraft, die einen Mitarbeiter diskriminiert. https://books.google.de/books?id=1PqEDwAAQBAJ

    > > Funktionierende Software ist wichtiger als umfassende Dokumentationen
    > "Der Code ist eh selbst-dokumentierend." Dokumentation existiert nicht. Das
    > Wort "umfassende" hat in dem Leitsatz noch niemand gelesen.
    "Clean Code" braucht keine externe Dokumentation. Selbst Docstrings sollten nicht mehr als einen Satz und eine Beschreibung der Parameter und des Rückgabewerts enthalten müssen.

    > agil ist, gibt es natürlich auch keine Vertragsverhandlungen,
    Ja gut, wenn man nur eine interne "Softwareabteilung" hat, kann man das vielleicht machen. Sobald man einen (internen) Kunden hat, der auch Ergebnisse sehen will, braucht man einen Vertrag.
    Eine komplette Produktspezifikation mit einem Plan für drei Jahre braucht allerdings niemand.

    > Scrum u.Ä. geht eigentlich fast immer schief. Und wenn man dann darüber
    > redet, dann heißt es "Ihr macht ja nicht richtiges Scrum".
    >
    > Ich glaube ehrlich nicht, dass es sowas wie richtiges Scrum gibt.
    Ich weiß ja nicht, aus welcher Branche Du kommst, aber ich selbst habe schon in mehreren erfolgreichen wirklich agilen Projekten gearbeitet. Wenn es mal Probleme gab, dann weil gewisse Managerïnnen sich bevormundet gefühlt haben und aktiv in den Prozess eingreifen wollten.

    Agil und Scrum funktionieren wunderbar, wenn man es auch wirklich macht. Es stimmt aber, dass es nicht das "eine" Scrum gibt. Aber genau das ist ja das Prinzip der Agilität: wenn manche Dinge in einem Projekt anders besser gemacht werden können, macht man es eben anders. Fundamentalismus ist nicht agil.

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