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Fehler : Agilität = Scrum

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  1. Fehler : Agilität = Scrum

    Autor: christian_k 23.05.22 - 13:11

    Beides sind zwei verschiedene Dinge und doch werden sie oft gleichgesetzt oder man geht 'in einem Atemzug' von Agilität über zu Scrum.

    Agilität ist eine Geisteshaltung. Man sieht Veränderung und Unvorhersehbarkeit als positiv. Oder man hat zumindest eingesehen, dass Veränderungen immer da sein werden, man versucht nicht mehr, sie durch strikte Planung zu unterbinden oder den 'Fehler' darin zu sehen, dass in der Planung etwas 'übersehen' wurde.
    Diesen Schritt sollte man gehen, oder nicht an Software arbeiten. Das Risiko ist hoch, sonst in der Psychiatrie zu landen.

    Scrum mit seinen recht strikten Vorgaben, seinen guten und schlechten Umsetzungen und seinen guten und schlechten Beratern und Tools kann man dagegen gut finden oder nicht. Man kann es für ein bestimmtes Team oder Projekt sinnvoll finden oder nicht. Für beides gibt es nachvollziehbare Gründe.

    Und alternativlos ist es sicher nicht. Man kann es halt gut verkaufen.

  2. Re: Fehler : Agilität = Scrum

    Autor: gochnad 23.05.22 - 15:45

    christian_k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Agilität ist eine Geisteshaltung. Man sieht Veränderung und
    > Unvorhersehbarkeit als positiv. Oder man hat zumindest eingesehen, dass
    > Veränderungen immer da sein werden, man versucht nicht mehr, sie durch
    > strikte Planung zu unterbinden


    Klappt ja auch ganz gut, wenn der Kunde genauso flexibel ist, was Preis und Deadline betrifft :D

    > oder den 'Fehler' darin zu sehen, dass in
    > der Planung etwas 'übersehen' wurde.

    Wenn ich anbiete, x bis zum Tag y zum Fixreis Z abzuliefern, dann ist es durchau mein Fehler, mein Risiko, wenn ich dabei etwas wichtiges nicht bedacht habe.
    Aus Fehlern lernt man. Hoffentlich.


    > Diesen Schritt sollte man gehen, oder nicht an Software arbeiten. Das
    > Risiko ist hoch, sonst in der Psychiatrie zu landen.

    Ich die Psychatrie kommt man am schnellsten, wenn Preis und Deadline festehen, aber man dem Kunden die Möglichkeit gibt, sich ständig was anderes auzudenken, bzw nicht eingangs deutlich durchspricht, was denn genau das Ziel und dei Rahmenbedingungen sind.

  3. Re: Fehler : Agilität = Scrum

    Autor: Dakkaron 24.05.22 - 23:01

    gochnad schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > christian_k schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Agilität ist eine Geisteshaltung. Man sieht Veränderung und
    > > Unvorhersehbarkeit als positiv. Oder man hat zumindest eingesehen, dass
    > > Veränderungen immer da sein werden, man versucht nicht mehr, sie durch
    > > strikte Planung zu unterbinden
    >
    > Klappt ja auch ganz gut, wenn der Kunde genauso flexibel ist, was Preis und
    > Deadline betrifft :D
    >
    > > oder den 'Fehler' darin zu sehen, dass in
    > > der Planung etwas 'übersehen' wurde.
    >
    > Wenn ich anbiete, x bis zum Tag y zum Fixreis Z abzuliefern, dann ist es
    > durchau mein Fehler, mein Risiko, wenn ich dabei etwas wichtiges nicht
    > bedacht habe.
    > Aus Fehlern lernt man. Hoffentlich.
    >
    > > Diesen Schritt sollte man gehen, oder nicht an Software arbeiten. Das
    > > Risiko ist hoch, sonst in der Psychiatrie zu landen.
    >
    > Ich die Psychatrie kommt man am schnellsten, wenn Preis und Deadline
    > festehen, aber man dem Kunden die Möglichkeit gibt, sich ständig was
    > anderes auzudenken, bzw nicht eingangs deutlich durchspricht, was denn
    > genau das Ziel und dei Rahmenbedingungen sind.

    Aus Sicht eines Kunden: ein ehemaliger Chef von mir war gewohnt, uns einen Zweizeiler hinzuwerfen und wir machen ein Projekt draus. War ihm irgendwann zu langsam, also hat er (an der Entwicklungsabteilung vorbei) sich einen osteuropäischen Outsourcer geholt, und dem seinen Zweizeiler in besonders schlechtem Englisch vorgelegt. Der hat einen Fixpreis und eine Deadline genannt.

    Nachdem das Projekt (wie zu erwarten) drei Mal so lang gedauert und wesentlich mehr gekostet hat, und es noch immer nicht fertig war, wurde das Outsourcing-Projekt gestoppt. Und wir Internen haben es dann wieder richten dürfen. Seit dem hat er Outsourcing nicht noch mal probiert.

  4. Re: Fehler : Agilität = Scrum

    Autor: gochnad 25.05.22 - 14:17

    Dakkaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aus Sicht eines Kunden: ein ehemaliger Chef von mir war gewohnt, uns einen
    > Zweizeiler hinzuwerfen und wir machen ein Projekt draus. War ihm irgendwann
    > zu langsam, also hat er (an der Entwicklungsabteilung vorbei) sich einen
    > osteuropäischen Outsourcer geholt, und dem seinen Zweizeiler in besonders
    > schlechtem Englisch vorgelegt. Der hat einen Fixpreis und eine Deadline
    > genannt.
    >
    > Nachdem das Projekt (wie zu erwarten) drei Mal so lang gedauert und
    > wesentlich mehr gekostet hat, und es noch immer nicht fertig war, wurde das
    > Outsourcing-Projekt gestoppt. Und wir Internen haben es dann wieder richten
    > dürfen. Seit dem hat er Outsourcing nicht noch mal probiert.


    in wieweit schilderst Du die Sicht eines Kunden?
    Man müsste sich mal anhören, was dein ehem. Chef als Kunde von a) euch und b) dem Outsourcer zu sagen hätte...?

    Klar ist, dass man ein Projekt nur dann als Zweizeiler beschreiben kann, wenn man sich so intim kennt, dass unglaublich viele Rahmenbedingungen schon aus sonstigem Kontext klar sind.
    Je fremder die Kultur ist desto mehr wird man sogar Sachen klären müssen, bei denen man dachte, dass es "jedem Kind" klar gewesen wäre.
    Lustig auch, wenn es zb in einer anderen Kultur unhöflichst ist, "nein" zu sagen und man daher erst Mal lernen muss eine verklausulierte Antwort, die formal "Ja" hieß, als "nein" zu verstehen, usw ...
    Da sind ja schon einige reingefallen, die das große Schnäppchen gewittert haben.

    Immerhin hätte dein Chef frühzeitig merken können, dass nicht alles rund läuft, wenn er schön agil jede Woche den Fortschritt besprochen hätte. Aber ein Typ, der gewohnt ist, einen Zweizeiler über die Mauer zu werfen, wird das wohl kaum tun.

    Nun, eigentlich hätten ihm schon die Alarmglocken läuten müssen, wenn er einen Fixpreis und eine Deadline genannt bekommt, bevor der Umfang auch nur annähernd klar ist. Habe das in einer ähnlichen Situation auch schon gehört. Ich wäre da ja misstrauisch und würde es als unseriös abtun. Gibt aber wohl immer wieder solche, denen die Gier das Denken behindert.

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