1. Foren
  2. Kommentare
  3. Software-Entwicklung-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Code of Conduct…

Nichts gegen CoC

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Nichts gegen CoC

    Autor: jankapunkt 16.08.21 - 17:02

    Ich finde den CoC an sich nicht verkehrt, ist quasi nichts anderes wie eine Hausordnung und die bekommen vor allem neue Mitglieder im Verein ja auch ausgehändigt.

    Foren hatten früher auch eine Nettikette und ich denke auch im OS Bereich ist es gut wenn es eben eine Art Leitsatz gibt für welche Kernwerte ich oder das Projekt sich einsetzen und wie wir diese im Projekt versuchen zu leben.

    ABER

    und das ist der springende Punkt - wenn CoC dazu verkommt mit noch so kleinen Details eine Gruppendynamik zu kontrollieren (wie zb Bürokratien es ja auch versuchen) verschwinden die Kernwerte und das macht das ganze mmn erst wirklich toxisch.

    In meinen Projekten wird nicht gegendert und mir sind Minderheiten egal. Mein Kernwert ist aber: immer freundlich und sachlich zu ALLEN und bei jedem Thema. Wer sich daran nicht hält fliegt raus. Code, der nicht die kriterien nicht erfüllt wird nicht gemerged. Darauf wird aber eben freundlich und sachlich und mit Geduld hingewiesen.

    Wozu braucht es also dann diese ganzen zerredeten und detaillierten CoCs wenn ein paar Kernwerte das ganze auch (vlt. sogar besser?) repräsentieren?

  2. Zustimmung

    Autor: janoP 16.08.21 - 18:53

    An CoC ist prinzipiell absolut nichts verkehrt. Oft hat die Sache aber eben einen Beigeschmack.

    Wenn man den im Artikel verlinkten Beitraug auf Arstechnica liest, wird da auf eine Twitter-Erklärung verwiesen, in der ein Entwickler behauptet, irgendein anderer Entwickler hätte mündlich bei einem Event irgendeine Äußerung von sich gegeben, die antisemitisch sei.

    Abgesehen davon, dass es für so etwas natürlich keine Beweise gibt, wird in reihenweise Tweets noch nicht einmal wiedergegeben, was das für eine Aussage war, und was konkret an ihr problematisch gewesen sein soll. Stattdessen schmeißt man mit Begriffen wie "philosemitic antisemitism" um sich, und erklärt, was philosemitic antisemitism abstrakt gesehen ist.

    Abstrakt gesehen ist es natürlich nichts gutes, da können wir uns alle drauf einigen. Um nachzuvollziehen, ob die Äußerung des anderen Entwicklers darunter fällt, hilft es uns allerdings nicht weiter.

    Im Arstechnica-Artikel selbst wird einem Entwickler ganz unhinterfragt "racism" unterstellt. Das einzige, was man ihm rassistisches vorwerfen zu können scheint, ist dass er das Wort "nigga" verwendet hat. Ich hätte absolut nichts gegen einen CoC, der das Wort verbietet - es ist unprofessionell, solche Commit-Messages zu schreiben, und triggert nur unnötig Leute. Aber nach der Logik, dass jede Verwendung dieses Worts Rassismus wäre, wäre jeder Rapper ein Rassist.

    Es scheint, dass die Forderung nach einem CoC in dem Fall von Leuten ausgeht, die besonders toxisches Verhalten und toxische Kommunikationsmuster an den Tag legen. Genau solche Sachen - auf der persönlichen Ebene gegen Entwickler flamen, und dabei auch noch völlig unhaltbare, moralisch aufgeladene Unterstellungen machen - sollte ein guter CoC verbieten. Falls ein CoC dieses Verhalten unterstützt, und als Waffe dient, unbeliebte Menschen über nicht nachweisbare Unterstellungen auszuschließen, ist er die Spitze der Toxizität.

    EDIT: Eine weitere sehr toxische Angewohnheit gewisser Personen scheint es zu sein, nicht nur unglückliche Wortwahl aus dem Kontext zu reißen, sondern genau so einen höflichen und konstruktiven Ton vonseiten der Beschuldigten als Triumpf der Wirksamkeit des eigenen toxischen Verhaltens und als Niederlageneingeständis der geläuterten Angeschuldigten zu fehlinterpretieren.

    So schreibt Arstechnica:

    > Trout [...] told The Register that he was upset about having hurt Sawyer and that he accepted the revised one-year ban as "the best thing for [Trout's] friends and community."

    Was er wirklich schrieb:

    > Given the background ably explained by leont's http://dev.to post ( https://dev.to/leontimmermans/a-year-of-strife-16o9 ) I believe that at this point the best thing for my friends and my community is to accept the one year exclusion from certain spaces as currently proposed

    Er hat also nicht den Bann als "das beste für seine Freunde und die Community" akzeptiert, sondern den Bann akzeptiert, weil Akzeptanz in der Situation die beste Art sei, damit umzugehen.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 16.08.21 19:09 durch janoP.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. IT-Consultant im Bereich ERP-Systeme/ERP-Systemadmini- strator (m/w/d)
    CCV GmbH, Au i. d. Hallertau
  2. Manager (gn) Quality Assurance IT
    MorphoSys AG, Planegg
  3. IT-Specialist NOC (m/w/d)
    Glasfaser Direkt GmbH, Köln
  4. Fachinformatiker (m/w/d)
    Fürst Gruppe, Nürnberg

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. 59,99€ (Release 07.12.)
  2. (u. a. ASPYR 25th Anniversary Sale: Call of Duty 4: Modern Warfare für 8,50€, Bioshock: Infinite...
  3. (u. a. Apacer AS340X 960GB SATA-SSD für 82,90€, Patriot Viper VPN100 2TB PCIe-SSD für 216...
  4. (u. a. Samsung U28R552UQU 28 Zoll für 249€)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de