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Autor hat den Artikel falsch bzw. nicht verstanden
Autor: Computer_Science 24.05.20 - 18:11
der Autor des Golem-Artikels, Tobias Költzsch, hat den Ursprungsartikel überhaupt nicht verstanden.
Zitat: "Unbekannt ist, ob GameGAN auf bestehende Spieleengines aufbauen konnte oder den Code komplett allein entwickelt hat - nur durch Beobachten des Gameplays und Lernen der Regeln."
Das ist *nicht* unbekannt, denn es wurde überhaupt nichts programmiert.
Zitat NVidia-Artikel: "The GameGAN edition relies on neural networks, instead of a traditional game engine, to generate PAC-MAN’s environment."
Wie bei GANs (Generative Adversarial Networks) üblich gibt es zwei neuronale Netzwerke:
* Generator (versucht das Spielerlebnis möglichst gut zu approximieren)
* Diskriminator (vergleicht generiertes Spielerlebnis mit echtem Spielerlebnis)
Das Training läuft so lange bis der Diskriminator idealerweise nicht mehr zwischen echtem und generiertem Spielerlebnis unterscheiden kann. Das Ergebnis ist in diesem Falle faktisch das Generator-Netzwerk + die Werteverteilung seiner Gewichtungsmatrix.
Da dem Autor jegliches (Grund-)Verständnis fehlt, ist auch seine Schlussfolgerung völlig sinnfrei:
Zitat: "Um moderne 3D-Strukturen programmieren zu können, dürften aktuell weitaus mehr Beobachtungszeit als 50.000 Stunden notwendig sein."
Warum schreibt man über einen Themenbereich, von dem man absolut keine Ahnung hat?
Wenn man es trotzdem macht, warum recherchiert man dann nicht ordentlich? Ein sorgfältiges Lesen des ursprünglichen NVidia-Artikels hätte da schon gereicht.
Wann man keine Ahnung hat, warum lässt man sich zu extrapolierenden Schlussfolgerungen auf Trump'schem Niveau hinreissen?
1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.05.20 18:11 durch Computer_Science. -
Re: Autor hat den Artikel falsch bzw. nicht verstanden
Autor: Serenity 25.05.20 - 08:22
Computer_Science schrieb:
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> Warum schreibt man über einen Themenbereich, von dem man absolut keine
> Ahnung hat?
Weil es Golem ist und man Geld braucht. -
Re: Autor hat den Artikel falsch bzw. nicht verstanden
Autor: on(Golem.de) 25.05.20 - 09:24
Hallo Computer_Science,
danke für den Input. Ich habe mir den Text noch einmal angeschaut und einige Stellen geändert.
Dabei habe ich das Fazit gelassen, denn es stimmt: Wenn Umgebungen und Spielregeln komplexer werden, dann dürften auch die Arbeitsstunden signifikant steigen. Allein der Umstieg von 2D auf 3D bringt beispielsweise pro Pixel eine weitere Standortkoordinate mit sich.
Wenn es noch Probleme gibt, dann kann ich mir das gerne noch weiter ansehen.
Viele Grüße
Oliver Nickel
Golem.de



