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Krass, wenn das mit der KI wirklich funktioniert...

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  1. Krass, wenn das mit der KI wirklich funktioniert...

    Autor: Harioki 23.05.20 - 17:43

    wie unfassbar wären denn dann die Möglichkeiten? Könnte man eine KI ein theoretisches Gesellschaftsmodell entwickeln lassen? Also ich stelle mir das so vor, dass man Duden, Wikipedia, news-Webseiten usw. der KI als Werkzeug zur Verfügung stellt. Und dann gewissen Selektoren wie bspw. unmoralisch, zerstörerisch, usw... vorgibt. Daraus soll die KI dann ein Gesellschaftsmodell entwickeln, in dem sich Menschen moralisch, solidarisch usw. verhalten, ohne dass dieses Verhalten von einer höheren Instanz kontrolliert werden muss. Sonst hätten wir ja das chinesische Modell, das will hier aber zurecht keiner. Könnte man sich dann den Weg anschauen, den die KI gegangen ist, um das Ziel zu erreichen?

  2. Re: Krass, wenn das mit der KI wirklich funktioniert...

    Autor: Slartie 23.05.20 - 17:50

    Ich glaube, deine Vorstellungen liegen ein paar Größenordnungen weit von einer KI, die einen Pac-Man-Klon "gebaut" hat, entfernt.

    Aber hey, vielleicht kann die KI nach 50.000 Stunden Beobachtung des Verkehrs an einer Kreuzung das Programm für die Ampelschaltung "nachbauen". Das ist eher so die passende Größenordnung an Abstraktion, die hier demonstriert wurde.

  3. Re: Krass, wenn das mit der KI wirklich funktioniert...

    Autor: lestard 23.05.20 - 18:25

    Harioki schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Könnte man sich dann den Weg anschauen, den
    > die KI gegangen ist, um das Ziel zu erreichen?
    Eines der größten Probleme mit KI ist, dass in der Regel nicht nachvollziehbar ist, wie die KI zu ihren Erkenntnissen gekommen ist.
    Wenn Menschen Wissenschaft machen, dann ist das immer ein Zusammenspiel aus Theorie und Experiment. Man beobachtet die Realität und leitet daraus Zusammenhänge ab. Zur Erklärung der beobachteten Zusammenhänge denkt man sich Theorien aus und prüft diese wiederum mittels Beobachtung und Experimenten.
    Das Beobachten und Zusammenhänge erkennen kann eine KI auch. Aber warum die Zusammenhänge so sind, also die richtigen Theorien daraus abzuleiten, dass können KIs gegenwärtig nicht unbedingt.
    Unter anderem deshalb ist es auch schwierig zu beweisen, dass die KI auch wirklich funktioniert und nicht nur für einen bestimmten Datensatz die richtigen Ergebnisse liefert.

  4. Re: Krass, wenn das mit der KI wirklich funktioniert...

    Autor: windbeutel 23.05.20 - 18:43

    lestard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Eines der größten Probleme mit KI ist, dass in der Regel nicht
    > nachvollziehbar ist, wie die KI zu ihren Erkenntnissen gekommen ist.

    Das stimmt nicht. Erklärbarkeit ist beim maschinellen Lernen mittlerweile (nach der Anfangseuphorie) eines der wichtigsten Themen. Gibt ja bekannte Beispiele aus dem HR-Bereich, wo das blinde Vertrauen in die Technik grandios in die Hose gegangen ist.

    > Das Beobachten und Zusammenhänge erkennen kann eine KI auch. Aber warum die
    > Zusammenhänge so sind, also die richtigen Theorien daraus abzuleiten, dass
    > können KIs gegenwärtig nicht unbedingt.

    Noch besser: ML-Techniken finden immer Zusammenhänge - selbst wenn keine existieren.

    > Unter anderem deshalb ist es auch schwierig zu beweisen, dass die KI auch
    > wirklich funktioniert und nicht nur für einen bestimmten Datensatz die
    > richtigen Ergebnisse liefert.

    Alle bisherigen (trainierten) Modelle funktionieren nur innerhalb des Wertebereichs ihrer Trainingsparameter. Meines Wissens gibt es kein einziges (real einsetzbares) Verfahren, das auch Ergebnisse extrapolieren kann.

    Edith: ein einfaches Beispiel zum letzten Absatz: Apples ML Technik zum Entsperren von iOS-Geräten versagt vollständig, sobald man einen Mund-Nase-Schutz ("Corona-Maske") aufhat, weil sowas im ursprünglichen Trainingsmodell nicht enthalten war. Alle deine Bekannten, erkennen Dich aber trotzdem.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.05.20 18:46 durch windbeutel.

  5. Re: Krass, wenn das mit der KI wirklich funktioniert...

    Autor: chr1z0r 23.05.20 - 19:12

    Genau, 640kb reichen völlig

  6. Re: Krass, wenn das mit der KI wirklich funktioniert...

    Autor: Eheran 23.05.20 - 19:53

    +1, schöner Vergleich mit dem Ample.

  7. Re: Krass, wenn das mit der KI wirklich funktioniert...

    Autor: Schattenwerk 23.05.20 - 22:04

    lestard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Harioki schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Könnte man sich dann den Weg anschauen, den
    > > die KI gegangen ist, um das Ziel zu erreichen?
    > Eines der größten Probleme mit KI ist, dass in der Regel nicht
    > nachvollziehbar ist, wie die KI zu ihren Erkenntnissen gekommen ist.

    Genau genommen ist das durch und durch bekannt. Alle Formeln etc. sind bekannt und würde man jede Epoche eines KI-Trainings analysieren, würde man sehr genau sehen und verstehen wie es zu den Erkenntnissen kommt.

    Letztendlich macht es jedoch kein Mensch und wenn man dann auf das fertige Gesamtbild schaut, dann ist es natürlich schwierig so etwas zu verstehen.

    Das Problem habe ich jedoch auch im realen Leben: Wenn du ich mir Bild eines Malers ansehe, dann werde ich auch nicht verstehen können, wie das Bild letztendlich entstanden ist. Klar, ich kenne grob die Konzepte und die Techniken, jedoch bringt mich das noch nicht zum Verständnis "Wie genau" der Maler das Bild erschaffen hat.

    Wir, also die Menschen, sind bei der Entstehen der KI selten dabei und verfolgen die Schritte. Wenn man sich jedoch mal den Trainingsweg eines evolutionären Algorithmus (oder moderner gesagt: Reinforcement learning) verfolgt hat, der weiß genau wie es geht. Hier geht es nämlich i.d.R. einfacher als bei Bildverarbeitung etc.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.05.20 22:04 durch Schattenwerk.

  8. Re: Krass, wenn das mit der KI wirklich funktioniert...

    Autor: Westerwald 23.05.20 - 22:43

    Wüßte nicht, wie das funktionieren sollte. Ich hätte da noch ein paar Fragen?
    Was bedeutet, nur durch beobachten lernen? Woran hat der Computer bemerkt, dass er ein Spiel beobachtet, dass die Figuren am PC einmal von einem Spieler, einmal von einem Programm gesteuert werden und gegeneinander spielen? Oder wahrscheinlicher, beides von einem Programm, gegeneinander gespielt wird. (Stichwort Gegeneinander. Dann würde ein Programm, übertragen auf die menschliche Gesellschaft, einen Krieg nachmodellieren. Ob das gewollt ist?)
    Wenn man dem Computer aber den Erkenntnisprozess erspart hat, das Spiel als Spiel zu erkennen, dann haben Menschen ein Programm geschrieben, dass geeignet ist Aktion und Reaktion zu erkennen und entsprechen nachzubilden. Im Grunde ist dafür keine Intelligenz nötig, sondern nur ein ausprobieren von Logarithmen, bis die geeigneten das gezeigte Ergebnis reproduzieren.

  9. Re: Krass, wenn das mit der KI wirklich funktioniert...

    Autor: windbeutel 24.05.20 - 08:04

    Westerwald schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Grunde ist dafür keine Intelligenz nötig, sondern nur ein ausprobieren
    > von Logarithmen, bis die geeigneten das gezeigte Ergebnis reproduzieren.

    Der natürliche und derjenige zur Basis 10 sollen besonders schöne Ergebnisse liefern. 🥳

  10. Re: Krass, wenn das mit der KI wirklich funktioniert...

    Autor: franzropen 24.05.20 - 09:31

    Welches chinesische Model? Profit vor Menschenleben?
    Das ist nicht chinaspezifisch.

  11. Re: Krass, wenn das mit der KI wirklich funktioniert...

    Autor: franzropen 24.05.20 - 09:34

    Das hier ist ein Beispiel für Unsupervised Learning, dann gibt man gar nichts vor und die KI generiert auch nichts neues sondern erzeugt nur einen Klon von bestehendem.
    So bekommst du höchstens Assassins Creed 100

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