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Schlechter Ruf

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  1. Schlechter Ruf

    Autor: Muhaha 23.04.15 - 12:24

    Ja, das ist ein grundsätzliches Problem.

    Wenn ich einen Dienst anbiete, der meine digitalen Spuren gut verwischt und mich unabhängig von staatlichen Zensurmaßnahmen machen soll, dann wird dieser Dienst NATÜRLICH auch von Kriminellen benutzt. Denn Kriminelle, wie auch Bürger, die sich frei im Netz bewegen wollen, haben das gleiche Interesse: Sich nicht erwischen lassen zu können und "unsichtbar" zu sein.

    Wenn ich diesen meinen Dienst dann aber für Behörden öffne, damit Kriminelle besser verfolgt werden können, ist mein Dienst aber auch für Bürger, die sich ja nur frei im Netz bewegen wollen, unbrauchbar geworden. Weil jetzt Behörden Zugriff darauf haben. Was man ja eigentlich vermeiden wollte.

    Was also tun? Sich entscheiden, was einem wichtiger ist. Die Freiheit der Bürger oder die Verfolgung von Kriminellen. Beides zusammen geht nicht, vor allem nicht dann, wenn "Kriminell" jederzeit neu vom Staat definiert werden kann.

  2. Re: Schlechter Ruf

    Autor: Strongground 23.04.15 - 12:39

    Meine Empfehlung an dich:
    Reflex-Postings verringern, Artikel komplett lesen.

  3. Re: Schlechter Ruf

    Autor: freebyte 23.04.15 - 13:07

    Strongground schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Reflex-Postings verringern, Artikel komplett lesen.

    Lesen? Ich dachte immer das hier wäre ein WO-Medium xD

    fb

  4. Re: Schlechter Ruf

    Autor: Muhaha 23.04.15 - 13:44

    Strongground schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meine Empfehlung an dich:
    > Reflex-Postings verringern, Artikel komplett lesen.

    Ich habe den Artikel komplett gelesen. Aus Erfahrung lässt sich bereits jetzt sagen, dass es mit diesen vergleichsweise harmlosen Einsichten nicht getan sein wird und die Entwickler mit Hinweis auf ganz arg phöse Straftaten noch mehr Einsichtmöglichkeiten und Hintertüren offerieren werden. Sprich, TOR ist auf absehbare Zeit vollkommen nutzlos, wenn man als Bürger frei von staatlicher Verfolgung sein möchte.

  5. Re: Schlechter Ruf

    Autor: Destroyer2442 23.04.15 - 15:11

    Nach deiner Erfahrung liegst du vermutlich richtig, aber es heißt im Umkehrschluss nicht, dass generell keine Kompromisse zwischen Sicherheit und Freiheit möglich wären. Das Problem scheint mir eher darin zu liegen, dass hier einem immer direkt der ganze Arm abgerissen wird, sobald man anfängt an einem Kompromiss zu arbeiten.

    Mal schauen wie es in diesem Fall laufen wird.

  6. Re: Schlechter Ruf

    Autor: itza 23.04.15 - 17:49

    In diesem konkreten Fall ist es sicherlich unmöglich einen Kompromiss zu finden. Denn man muss sich mal vor augen führen, dass man hier die gleiche Institution einmal aussperren und einmal einladen will!

    Viele Aktionen von Regimegegnern sind dort wo Sie durchgeführt werden als Straftaten gewertet, die dort uU vielleicht sogar mit Kipo gleichgesetzt sind/werden, inwiefern ist denn nun Tor also kein Tool für Kriminelle? Wer wo kriminell ist entscheidet letztendlich die Regierung und genau die soll nun mit ins Boot geholt werden ?! ...aber im bösen roten china darf die nicht mitlesen?! ... sorry aber kann eine Regierung mitlesen und Infos sammeln können das alle und Tor wird ad absurdum geführt.

    Wie ich finde hat Dingledine da eine sehr einseitige Sicht der Dinge in Bezug auf die Nutzung des Tor Netzes und der Definition von Kriminellen.

    In einem Land sind die Raubkopiermörder kriminell, im nächsten die Blümchenpflücker, dann im Dritten die Bombenleger/Regimegegner, die wiederum im vierten Land als Helden gefeiert werden...



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 23.04.15 17:56 durch itza.

  7. Re: Schlechter Ruf

    Autor: holysmoke 24.04.15 - 06:17

    Freiheit kennt keine Kompromisse. Entweder man ist frei, oder eben nicht.

    Kriminalität resp. gegen Gesetze zu verstossen ist auch ein Teil der Freiheit.

    Aber ich denke jeder ist froh, gibt es Gesetze, auch wenn man nicht mit jedem einzelnen einverstanden ist, oder so manche veraltet sind.
    Die Frage ist, wie schützen wir Menschen vor anderen Menschen, damit jeder sein Leben möglichst ausleben kann.

    Dazu zählt dich nicht beobachtet zu fühlen, aber auch als Kind nicht vergewaltigt zu werden oder als Sklave gehandelt zu werden.
    Leider gibt es halt auch Gesetze gegen Drogen, die deren Handel unkontrollierbar machen.

    Das sind die Kompromisse, mit der wir unsere definition von Freiheit aufrecht erhalten. Und es ist verdammt schwer, dies doch irgendwie anders umzusetzen.

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