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Wirtschaftliche Interessen

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  1. Wirtschaftliche Interessen

    Autor: mwi 13.12.11 - 11:14

    Ich denke, hier stecken bei beiden Unternehmen wirtschaftliche Interessen dahinter:
    Google hat mit dem Chrome Webstore einen Marktplatz, auf welchem Webanwendungen vertrieben werden können. Google wird auch hier Provisionen von jedem Verkauf bekommen. D.h. für Google: Webanwendungen sind guta.
    Apple hat für Mac und iDinge Appstores, die hauptsächlich native Anwendungen vertreiben. Je mehr Webanwendungen es gibt, desto eher gehen Leute am Appstore vorbei und holen sich Anwendungen im Chrome Store oder direkt von der Webseite der Anbieter. Das bringt keine Provision für Apple. D.h. für Apple: Webanwendungen sind nix guta.
    Klar, dass sie alle Entwicklung in der Richtung erstmal blocken.
    Mein persönlicher Standpunkt: Freiheit für Anwendungen! Sperrt sie nicht im Browser ein!

  2. Re: Wirtschaftliche Interessen

    Autor: Flinx_in_Flux 13.12.11 - 11:29

    Mein Güte, was hier wieder für Verschwörungstheorien gesponnen werden.

    Zunächst einmal: Weder Google noch Apple verdienen signifikant Geld mit dem Vertrieb von Apps, weder mit eigenen noch mit denen anderer Leute. Ein kurzer Blick in die Geschäftszahlen ist da ziemlich hilfreich.

    Dann erkennt man nämlich, dass Google fast ausschließlich an den Werbeeinnahmen seiner Suchmaschine und zunehmend auch der Banner innerhalb von Android-Apps verdient. Das ist auch der Grund, warum bei Android viel mehr Apps werbefinanziert sind als bei iOS (was ich als Nachteil von Android ansehe).

    Apple hingegen ist ein Gerätehersteller, der von den fürstlichen Margen seiner hochpreisigen iGeräte lebt. Nur mal um die Dimensionen klar zu machen: Fast die Hälfte aller Erlöse beim Verkauf von Smartphones in den USA werden von Apple erwirtschaftet - mit einer einzigen Produktlinie. Das kommt halt davon, wenn Samsung & Co. ihre Geräte vom ersten Tag an deutlich unterhalb der UVP verkaufen (bzw. seinen Händlern dies erlaubt). Der iTunes-Store (inkl. Musik, Videos, Bücher und Apps) trägt hingegen nur 5% zum Umsatz bei.

    Apple ist gegen eine Aufweichung des Webkit-Konzepts, weil nur Google alleine davon etwas hätte und sonst niemand. Und Microsoft wird schon gar nicht Fremdsprachen in seinem IE interpretieren, wir können ja schon froh sein, dass HTML, CSS und Javascript mit dem 9er IE endlich vernünftig verarbeitet werden.

    Flinx

  3. Re: Wirtschaftliche Interessen

    Autor: CodeMagnus 13.12.11 - 20:13

    > Mein Güte, was hier wieder für Verschwörungstheorien gesponnen werden.
    Nö, ICH finde es gar nicht so dumm, und gut begründet. Das hat nichts mit Verschwörungen zu tun, sondern ist Geschäftstaktik.

    > Zunächst einmal: Weder Google noch Apple verdienen signifikant Geld mit dem
    > Vertrieb von Apps, weder mit eigenen noch mit denen anderer Leute. Ein
    > kurzer Blick in die Geschäftszahlen ist da ziemlich hilfreich.
    LOL - Mann, mann, mann... was einige hier absondern... und dann auch noch in diesem anmaßenden Ton. Ein "Ich glaube..." wäre ja noch akzeptabel gewesen, aber so!? Was Google angeht, magst Du (noch) Recht haben, aber APPLE? Was genau ist an 2,91 Milliarden (sic!) USD Umsatz (Prognose 2011, 2010 waren es 1,78 Milliarden USD) nicht signifikant? Dazu muss gesagt werden, dass die für den App Store notwendigen Serverfarmen zwar auch teuer sind, jedoch die Kosten dafür nur einen kleinen Bruchteil des Umsatzes "auffressen". Insofern wiegen diese Umsatzanteil beim Gesamtergebnis (Gewinn) "mehr" als der Umsatz aus den Hardwareverkäufen etc..

    http://www.iphone-ticker.de/zahlen-2-milliarden-dollar-umsatz-apples-app-store-nach-wie-vor-konkurrenzlos-18611/
    http://www.appleunity.de/2011/05/04/mobile-apps-apple-ist-marktfuhrer/

    > Dann erkennt man nämlich, dass Google fast ausschließlich an den
    > Werbeeinnahmen seiner Suchmaschine und zunehmend auch der Banner innerhalb
    > von Android-Apps verdient.
    DAS stimmt. Na und? Anderes Modell... Google ist ja auch primär sowas wie das "Orakel des Netzes", während Apple Computer/Geräte baut (und zunehmend bei Services/Software mitspielt/mitspielen will). Also logisch. Aber das unterstützt doch eher die These des OP.

    > Das ist auch der Grund, warum bei Android viel
    > mehr Apps werbefinanziert sind als bei iOS (was ich als Nachteil von
    > Android ansehe).
    Du machst Dir auch die Welt, wie sie Dir gefällt, was? Überleg 'mal: Wer legt denn Preismodell (App-Kauf, In-App-Kauf, Werbefinanzierung) fest? Google? *möööp* Nein, der Entwickler. Einer der Hauptgründe dafür, dass es bei Android mehr werbefinanzierte Apps gibt, ist.... *tadaa*....: dass die Zielgruppe, nämlich die Käufer von Mid- bis Low-Price-Handys seltener/ungern ins Portmonaie greifen für Apps.

    Grund #2 ist: Google hat z.B. in Deutschland verpennt, ein Prepaid-Modell per Guthabenkarte anzubieten (wie App-Store-Gutscheine bei Apple, die es in nahezu jedem Drogeriemarkt gibt). In Deutschland haben nicht so viele eine Kreditkarte, wie etwa in den USA oder Frankreich.

    Grund #3 ist: Google kauft eine Spiele komplett beim Entwickler auf (Buy-Out-Lizenz) für ihre Android-Plattform. Beispiel: Angry Birds in allen Editionen. Die angebliche Ads-supported-Finanzierung ist nur Verschleierung.

    > Apple hingegen ist ein Gerätehersteller, der von den fürstlichen Margen
    > seiner hochpreisigen iGeräte lebt.
    Blah, blah... Zahlen bitte, Referenzen, Quellen! POIDH.
    Einige Hersteller haben bereits öffentlich zugegeben, dass sie die Geräte nicht günstiger herstellen KÖNNEN. Warum? Weil Apple - wie zuvor auch schon bei Flashspeichermodulen - den Markt leer kauft bei den Zulieferern:

    http://www.beyond-print.de/2011/11/07/apple-doppelte-investitionen-in-zulieferer/

    > [... snip ... b*llsh*t ...]

    > Apple ist gegen eine Aufweichung des Webkit-Konzepts, weil nur Google
    > alleine davon etwas hätte und sonst niemand.
    Ja, und? Das widerspricht doch dem OP nicht. Das bestätigt ihn!

    > Und Microsoft wird schon gar
    > nicht Fremdsprachen in seinem IE interpretieren, wir können ja schon froh
    > sein, dass HTML, CSS und Javascript mit dem 9er IE endlich vernünftig
    > verarbeitet werden.
    Das stimmt. :-) Das ist aber auch nur der Fall, weil MS leider erkennen musste, dass das Desktop-Monopol nicht mehr ausreicht, um Webstandards einfach zu ignorieren oder gar selbst (allein) diktieren zu können. IE ist dank Firefox (!) nicht mehr der Quasi-Standard.

  4. Re: Wirtschaftliche Interessen

    Autor: Ayur 13.12.11 - 21:45

    CodeMagnus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Das ist auch der Grund, warum bei Android viel
    > > mehr Apps werbefinanziert sind als bei iOS (was ich als Nachteil von
    > > Android ansehe).
    > Du machst Dir auch die Welt, wie sie Dir gefällt, was? Überleg 'mal: Wer
    > legt denn Preismodell (App-Kauf, In-App-Kauf, Werbefinanzierung) fest?
    > Google? *möööp* Nein, der Entwickler. Einer der Hauptgründe dafür, dass es
    > bei Android mehr werbefinanzierte Apps gibt, ist.... *tadaa*....: dass die
    > Zielgruppe, nämlich die Käufer von Mid- bis Low-Price-Handys
    > seltener/ungern ins Portmonaie greifen für Apps.

    Das Meiste in deinem Post stimmt ja schon - aber ich würde mal sagen das hat einen anderen Grund: Es gibt im Mobilbereich viele Hobbyentwickler - die zahlen beim Androidmarket einmalig 25$ - beim Appstore 99$ pro Jahr. Vielen reicht es dann ihr Programm werbefinanziert reinzustellen, wodurch natürlich der Preisdruck für "professionelle" Programme steigt - das fehlt beim Appstore. Wenn man komplexere Programme ansieht bei denen die Auswahl fehlt (zB Tasker oder Navigationssoftware) gibt es keinen so einen Preisverfall und sie werden trotzdem gekauft...

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